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Veröffentlicht am 2016-10-04 23:40:38 in /c/

/c/ 214207: Sechspoliger Motor und elektrisch leitfähige Wärmeleitflüssigkeit

urbanjahvier Avatar
urbanjahvier:#214207

Bernd hat zwei deutsche Qualitätslüfter erworben. be quiets Silent Wings 3 werden mit einem >6-Pol Motor mit drei Phasen beworben.
Wenn Bernd nun am Lüfterblatt dreht rastet dieses für eine Umdrehung vier Mal ein.
Wurden nun doch nur vierpolige Motoren verbaut oder lässt sich von einem auf das andere nicht schliessen?

Ferner hat Bernd deutsche Qualitätswärmeleitflüssigkeit erworben.
Coollaboratory Liquid Pro ist eine flüssige Metalllegierung welche verspricht eine um den Faktor fünf bessere Wärmeleitfähigkeit aufzuweisen als die beste Wärmeleitpaste.
Nun ist diese elektrisch leitfähig und sehr flüssig.
Wenn da was aufs Hauptbrett tropft gibts einen Kurzen und Bernd hat den Computer gebraten.
Im Handbuch steht: >Im Zeitraum von etwa 48 Stunden nach dem Auftrag (abhängig von der Dicke des Auftrages) verfestigt sich das
aufgetragene Flüssigmetall. Dadurch verbessert sich die ohnehin sehr gute Wärmeleitfähigkeit weiter, wie auch
die Anwendungssicherheit.

Sollte Bernd mit dem Aufrichten des Gehäuses und Inbetriebnahme des Gehäuses der Sicherheit halber zwei oder drei Tage warten.

jjshaw14 Avatar
jjshaw14:#214208

Das ist normal, Berndi.
Der Motor wird wohl 6 Pole und 8 Nuten haben.

Bezueglich der Waermeleitpaste: was fuer ein Schwachsinn. Als ob der mikrometerdicke Film da irgendeinen ernsten Einfluss auf den Waermewiderstand haette. Der Sprung von Luft zu Waermeleitpaste (Faktor ~500) bringt etwas. Da nochmal einen Faktor 5 drauf bringt nichts, da der Waermewiderstand des Uebergangs so ohnehin schon viel geringer als der des Kuehlers ist.

uxdiogenes Avatar
uxdiogenes:#214210

>>214207
Korrigenda des letzten Satzes: [...]Inbetriebnahme des Computers[...]

>>214208
Danke für die Information zum Lüftermotor. Für einen Noctua-Lüfter mit sechspoligen, dreiphasigen Motor bezahlt man 40% mehr, und be quiet verwendet von Mitsubishi patentierte Flüssiglager.

Es gibt einige Temperaturvergleiche von Hobbyisten welche allesamt zum Schluss kommen dass mit dem Flüssigmetall tiefere Temperaturen zu erreichen sind. Die geringste Temperatursenkung unter Last betrug zwei Grad.

Nun mag es sein dass sie von den konventionellen Wärmeleitpasten einfach zu viel aufgetragen und beim Flüssigmetall darauf Acht gegeben haben dass sie es wie vorgeschrieben nur hauchdünn auftragen.

Das Flüssigmetall ist nun seit gestern Mitternacht drauf. Ein klein wenig ist beim Anpressen des Kühlers bei den Ecken über den Rand gelaufen. Bernd hat Angst dass bei Expansion des Metalls unter Hitze dieses weiter hinausläuft und Tropfen bildet.

rcass Avatar
rcass:#214213

16NG für einen Lüfter? Nicht schlecht. Ist der bei 1600rpm tatsächlich nicht hörbar? Bernd hat zum Beispiel in einem Zweitrechner eine einfachen 120mm Nanoxia-Lüfter, welcher bereits bei 1000rpm deutlich hörbar ist. Naja, es gibt ja Speedfan zur PWM-Lüfterreglung. Das Programm ist zwar in seiner Funktion sehr gut, die Oberfläche jedoch ist krebsig.

Anbei: sieht Bernd recht, dass die meisten Mainboards nur zwei PWM-Anschlüsse haben?

Auch: Bernd würde interessieren, wie die Lüfterelektronik in Bezug auf das PWM-Signal und Versorgungsspannung genau funktioniert. Wie ist das mit den 3 Phasen zu verstehen, es handelt sich doch um einen Gleichstrommotor? Kann E-Technikbernd liefern?

dutchnadia Avatar
dutchnadia:#214216

>>214213
>Ist der bei 1600rpm tatsächlich nicht hörbar?
Fürs Gehäuse hat sich OP das Modell mit 1000UpM erworben. Er vermutet dass man spätestens ab 1000UpM jeden Lüfter hört. Wenn hilfreich wird Bernd einen kurzen Erfahrungsbericht schreiben wenn er den Computer endlich in Betrieb nehmen kann, und wenn dieser überhaupt aufstartet.

>Anbei: sieht Bernd recht, dass die meisten Mainboards nur zwei PWM-Anschlüsse haben?
>Bernd würde interessieren, wie die Lüfterelektronik in Bezug auf das PWM-Signal und Versorgungsspannung genau funktioniert.
Bernd als Laie hat im Netz zwei sich widersprechende Funktionserklärungen betreffend pulsbreitenmodulierter Lüftersteuerung gefunden:

-Die eine behauptet dass im Lüfter ein Chip verbaut sei, welcher vom Mainboard einen Wert für die Wärmebelastung des Systems empfängt und dann selbst die Pulsweite und somit Rotationsfrequenz festlegt.
Hier kann der Lüfterhersteller eine ans Lüftermodell angepasste Lüfterkurve festlegen.

-Die zweite behauptet dass das Mainboard anhand der Wärmebelastung des Systems selbst die Pulsweite festlegt. Das Mainboard ist blind welche Kennzahlen die installierten Lüfter aufweisen und das Ganze bedingt vom Nutzer das Anpassen der Lüfterkurve wenn ihm die Lüfter zu schnell rotieren.

Ersteres würde natürlich mehr Sinn machen. Ungeachtet dessen, welcher Mechanismus nun gilt, behauptet Laienbernd dass die Anzahl an Lüftersteckplätzen auf dem Mainboard keine Rolle spiele da Y-Kabel verwendet werden können und die meisten Mainboards kein Problem damit hätten, über die Steckplätze die doppelte Sromstärke zu liefern.
Bei zweiterem Mechanismus scheint es empfehlenswert, zwei identische Lüfter pro Steckplatz anzuschliessen.

>Wie ist das mit den 3 Phasen zu verstehen, es handelt sich doch um einen Gleichstrommotor?
Laienbernd spekuliert etwas und behauptet dass zwei Phasen dem Stromfluss dienen, die dritte liefert Information über die aktuelle Zahl an Umdrehungen pro Minute (relevant für dreiphasig angeschlossene Lüfter, ansonsten vermutlich sinnlos) und der vierte Pin den (weitenmodulierten) Puls. Bernd ist sich hier aber sehr unsicher.

guischmitt Avatar
guischmitt:#214217

Bernd sollte bei dieser WLP am besten den Deckel vom CPU abmachen und sie direkt auf den Prozessor auftragen (kein Troll, google halt).

Ach übrigens: Das mit den 3 Tagen warten und trocknen lassen hilft dir nichts, wenn du verkackt hast, hast du verkackt. Das ist nicht leitfähig weil darin Wasser ist (topkek), sondern aufgrund der darin enthaltenen Metalle, und somit wird es auch nach 3 Tagen noch leiten wenn du es verschmierst.

t. Übertaktungsprofi

damenleeturks Avatar
damenleeturks:#214218

>>214217
>Bernd sollte bei dieser WLP am besten den Deckel vom CPU abmachen und sie direkt auf den Prozessor auftragen (kein Troll, google halt).
Bernd hatte dies vor bis er herausfand dass Achtung: Mondsprache die Die und der IHS bei Haswell-E- und Broadwell-E-Prozessoren verlötet wurden. Die Lötschicht scheint leider recht dick zu sein, das Unterfangen ist Bernd aber zu riskant und teuer.

trueblood_33 Avatar
trueblood_33:#214219

>>214217
>Ach übrigens: Das mit den 3 Tagen warten und trocknen lassen hilft dir nichts, wenn du verkackt hast, hast du verkackt. Das ist nicht leitfähig weil darin Wasser ist (topkek), sondern aufgrund der darin enthaltenen Metalle, und somit wird es auch nach 3 Tagen noch leiten wenn du es verschmierst.
Bernd hat ja nichts verschmiert. Er hat Angst dass wenn noch flüssig und unter Expansion durch Hitze es zwischen Prozessor und Kühlplatte nach hinunterwandern und allefalls aufs Mainboard regnen würde.

vj_demien Avatar
vj_demien:#214220

>>214207
>Es gibt einige Temperaturvergleiche von Hobbyisten welche allesamt zum Schluss kommen dass mit dem Flüssigmetall tiefere Temperaturen zu erreichen sind. Die geringste Temperatursenkung unter Last betrug zwei Grad.
Naja, wenns dir hier um einzelne Grad geht. Man kann sich ja ausrechnen, wieviel die Waermeleitpaste ausmacht wenn sie richtig aufgetragen ist.
Gehen wir mal von einem normalen Haswell aus (<100W TDP), der IHS ist 35mmx35mm, WLP sollte ~100um dick sein und gute Qualitaet hat ~8W/(m·K) Waermeleitfaehigkeit.
http://www.wolframalpha.com/input/?i=0.1mm%2F(35mm*35mm*8+W%2F(m%C2%B7K))*100W
Tadah, ziemlich genau 1 Grad. Das kannst du nun mit deiner Pampe durch 5 teilen und erreichst damit eine Temperatursenkung um 0.8 Grad.
Der groesste Effekt wird wahrscheinlich sein, dass diese Metallpaste so duennfluessig ist, dass sie automatisch die richtige Schichtdicke hat und alles andere rausgepresst wird.

vaughanmoffitt Avatar
vaughanmoffitt:#214221

>>214220
Auch: Bernd hat sich gerade mal die Anleitung durchgelesen.
>Die Oberflächen von Cpu und Kühlerboden benötigt normal eine Filmstärke von 0,003 mm bis 0,005 mm, um die relevanten Luftspalten zu füllen. Das ist zu vergleichen mit der Dicke eines Blattes einer Zeitung
Haha, schoen aus dem Internet kopiert. Die Zahlen geistern so zwar im deutschsprachigen Raum herum, sind aber nur falsch uebersetzt. Zeitungspapier ist ~70um dick, das ist ein Faktor ~20 mehr. Warum ist das so? Weil die Zahlen original in Zoll angegeben sind, nicht in mm, 3-5mil sind 76-127um, dann passts. Sehr vertrauenerweckend.
Dann das mit dem Verfestigen. Das Zeug soll doch zu 100% fluessigem Metall bestehen. Wie soll sich das verfestigen? Das muss mir der Erfinder dann doch mal erklaeren ...

mshwery Avatar
mshwery:#214223

>>214220
>>214221
>100um Dicke der WLP
>Umrechnungs-/Übersetzungsfehler
Oh wow. Im Handbuch steht auch dass bei neuen Prozessoren eine hauchdünne, transparente Schicht vollkommen ausreichend wäre.
Ich hoffe, ich habe nicht zu wenig aufgetragen. Habe darauf geschaut dass die Schicht möglichst dünn ist. Als sie aufgetragen war habe ich das was ging zum Rand hingeschoben und dann abgetragen.

>Dann das mit dem Verfestigen. Das Zeug soll doch zu 100% fluessigem Metall bestehen. Wie soll sich das verfestigen? Das muss mir der Erfinder dann doch mal erklaeren ...
Es gibt eine Kundenbewertung die beschreibt, dass aus der (vermutlich undichten) Spritze nur Körnchen gekommen wären. Ein anderer Kunde meinte, es sei sehr schwierig den Lüfter vom Prozessor später zu trennen. Des Weiteren steht im Handbuch, dass man METALLPOLITUR verwenden sollte um das erhärtete Metall zu entfernen. Hart wird das Zeug anscheinend schon.
Da kommt was auf mich zu wenn der Computer nicht anspringt.

buddhasource Avatar
buddhasource:#214229

Also laut MSDS besteht die Rotze aus
>Alloy of the metal components gallium, indium, rhodium, silver, zinc and stannous
wobei die Hauptkomponente Gallium sein dürfte. Sehe jetzt nicht was da hart werden sollte, außer OP war dämlich genug das auf einen Alu-Kühler zu potzen. Dann herzliches Beileid.
https://www.youtube.com/watch?v=4HKpMYJ-6go

polarity Avatar
polarity:#214248

>>214229
Ein bisschen schwarzer Belag auf dem Alukühler stört mich nicht.
Scherz beiseite, die Kühlerplatte besteht aus vernickeltem Kupfer.
Werde morgen einreportieren und berichten ob ich mit dem Flüssigmetall mein System verhunzt habe oder ob alles sauber läuft.

bassamology Avatar
bassamology:#214262

Alles Scheisse.
>>214259