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Veröffentlicht am 2017-01-08 17:08:20 in /c/

/c/ 216259: Xvid Encoding

nehemiasec Avatar
nehemiasec:#216259

Bernd möchte mit einem USB-Video-Grabber alte Videokassetten digitalisiert.

Dazu speicherte er das Video mittels VirtualDub zunächst im unkomprimierten Format ab, um es später mit einem effizienteren Codec komprimieren zu können. An diesem Punkt scheitert es.

Bernd nahm an, dass eine Bitrate von ~2000kbps ausreichend wären, um einen möglichst transparenten Encode zu erstellen. Dem ist aber nicht so. Warum?

Liegt es an falschen Einstellungen oder Vorgehen mit VirtualDub? Bernd öffnet das unkompirmierte Video damit und nimmt die Komprimierungseinstellungen von Video und Audio vor. Ein gutes Ergebnis bekombt er jedoch nur mit sehr hoher Bitrate. 8000kbps zum Beispiel. Liegt es daran, dass das unkomprimierte Ausgangsmaterial eine zu hohe Bitrate hat?

Bernd muss leider auf MPEG-4 zurückgreifen, da die Videos auch auf alten DVD-Playern abspielbar sein sollen.
Anbei Bildschirmschüsse. Die Videolänge ist so kurz, weil es sich um einen Test handelt.

zl;ng
wie inzu captured Video in gleichbleibender Kwalität auf eine vertratbare Dateigröße bekomben.

bassamology Avatar
bassamology:#216260

Wuerde das Encoding mit Virtual Dub Mod machen. Auch machst du 2nd pass encoding? Das hatte mir damals bei XviD immer sehr zur Qualitaet beigetragen.

freddetastic Avatar
freddetastic:#216261

>>216260
VirtualDubMod wurde verwendet. 2pass wird meines Wissens nach nur gebraucht, wenn eine vorgegebene Dateigröße erreicht werden soll.

shadowfreakapps Avatar
shadowfreakapps:#216266

>USB-Video-Grabber

Für 10€ aus dem Aldi?
Da liegt dein Problem. Beschissene Wandler, beschissenes Ausgangsmaterial, beschissener Codec. Da ist einfach nicht mehr drin, Bernd.

joshkennedy Avatar
joshkennedy:#216270

Bernd sollte sich vielleicht mal alte Videocapture anleitungen durchlesen.

Früher ging das mit Analog->Digital capture mit den BT878 PCI TV Karten erst verlustfrei mit HuffYuv und dann mit Filterkette / Avisynth in Divx oder MPEG2 (TMPEGEnc). Oder über ne Grafikkarte mit SVHS Eingang - das Composite war früher auch oft Müll.

Deinterlacing / Filter zum fixen von typischen VHS Artefakten gibt es schon, wenn ich mich recht erinnere.

forum.doom9.org hat die Standardanleitungen mit best-practise und das hat eigentlich recht ordentliche Ergebnisse in der "Spätphase" gebracht (SVCD/MPEG2 multipass,2pass divx)
doom9/gleitz.info sollten auch heute noch state-of-the-art sein

cat_audi Avatar
cat_audi:#216332

Mit dem Codec hat das erst mal nichts zu tun. Du solltest vor dem Kodieren einen Deinterlacing Filter verwenden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Deinterlacing

michaelkoper Avatar
michaelkoper:#216333

>>216270
Das klingt leider nach meer Mühe und Aufwand, als Bernd dafür aufbringen wollte;_;

>>216332
Habe tatsächlich mal mit einem moderneren Codec experimentiiert und mit Handbake bessere Ergebnisse bekomben. Dabei ist mir das mit dem Deinterlacing auch aufgefallen, da unter Handbake ein passender Filter schon vorgewählt ist.

Mir ist trotzdem noch ein wenig schleierhaft, wie die hohe Bitrate zustande kombt. Zum Beispiel ~7000kbps bei CRF20. Mit 2pass sieht es bei ~3500 auch schon ziemlich oke aus.

BrianPurkiss Avatar
BrianPurkiss:#216731

>>216259 alte Videokassetten
VHS Quelle = VHS Qualität + Kompressionsartefakte
Da kann die Hardware noch so gut sein, Du hast am ende VHS Qualität.

Du hast zwei Möglichkeiten:
1. Große Dateien - 2h Film + Extras, mehr ist auf den Kauf DVDs auch nicht drauf.
2. Aufs Bild scheißen - Wo Abwärtskompatibilität zu altem Müll benötigt wird, da kann 2017 auch auf die Bildqualität verzichtet werden.