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Veröffentlicht am 2016-11-22 14:45:05 in /d/

/d/ 89079: Bernd hat Anfang November aufgehört, Heroin zu kon...

markmushiva Avatar
markmushiva:#89079

Bernd hat Anfang November aufgehört, Heroin zu konsumieren. Währenddessen und vorher hat er ein paar Wochen lang Benzos gefressen. Seit die leer sind, trinkt er fast jeden Abend, wobei er jetzt eine Woche lang gekokst hat, die Benzos sind nun schon seit rund zwei Wochen leer. Bernd kann nicht schlafen, wenn er sich nicht besäuft. Bernd hat in den letzten Jahren sowieso recht lange jeden Abend gesoffen.
Warum kann Bernd nur schlafen, hat er getrunken? Damit meint er, ob er schon nach den paar Wochen ein bisschen benzoabhängig sein könnte und zum Arzt gehen sollte.
Außerdem ist Bernds Wade seit heute wieder völlig taub, was also auch am vielen Alkohol liegen sollte... Wie schnell fällt so ein Bein ab? Kann Bernd heute noch einmal seine Flasche Wein trinken, ohne großartig Körperteile zu verlieren?

lisakey1986 Avatar
lisakey1986:#89081

Ja schon, ein paar Wochen Dauerkonsum können bei Benzos schon für Entzugserscheinungen ausreichen, kommt eben auch auf die Menge und den Wirkstoff an. In der Regel ist bei längerem Konsum immer zu empfehlen Benzos auszuschleichen, es kann also sehr wohl sein, dass du immer noch auf Entzug bist. Ich an deiner Stelle würde (auch wegen des Beins) mal zum Arzt gehen.

aiiaiiaii Avatar
aiiaiiaii:#89082

>>89081
Vielen Dank für die Antwort. Es war viel Rivotril dabei, was das beste Benzo ist, was Bernd je genommen hat. Kannst du Bernd auch in etwa sagen, was der Arzt machen würde? Bernd wegsperren? Benzos verschreiben, um auszuschleichen? Ihn auslachen?

uxdiogenes Avatar
uxdiogenes:#89083

>>89079
Wegen des Beins alleine solltest du schon einen Arzt konsultieren. Ferndiagnose hat hier wenig Sinn.

Was für dich als schnellste Lösung vielleicht in Frage käme, wäre eine Suchtambulanz.

Mach dich mal schlau, wo es in deiner Nähe eine Suchtambulanz gibt und setze dich entweder über deinen Hausarzt oder eben direkt mit denen in Verbindung. Da solltest du recht unkomplizier aufgenommen werden können, im Gegensatz zu einem stationären Aufenthalt zur Entgiftung/ Substitution oder was auch immer dein Ziel ist. Auf jeden Fall viel Erfolg!

kiwiupover Avatar
kiwiupover:#89084

Du hast maximal milde Benzo-Entzugserscheinungen. Peak ist gewöhnlicherweise nach ca. 3 Tagen erreicht und sollte dann im Laufe der nächsten Tage abflachen. Da du schon seit zwei Wochen keine hattest, bist du mit Sicherheit nicht benzoabhängig oder hast Entzugserscheinungen. Natürlich ist dein Körper noch ziemlich gewohnt Sedierung von Außen zu erhalten und daher fällt es dir auch schwer ohne Benzos, Opiate oder Alk einzupennen. Aber nichts, was du durch Durchmachen nicht in den Griff kriegen müsstest. Wenn du nicht einpennen kannst - scheiß doch darauf und schalfe halt am nächsten Tag ein, es wird funktionieren, vertrau mir.

Zum Arzt solltest du mit deinem Bein auf jedenfall gehen, habe jedenfalls noch nicht gehört, dass Alkohol lokal betäubend wirkt. Das klingt einfach nicht gut.

Dass du deinen Körper nicht gerade gut behandelst, sollte dir klar sein; pass besser auf dich auf.

kamal_chaneman Avatar
kamal_chaneman:#89093

>>89084
>bist du mit Sicherheit nicht benzoabhängig oder hast Entzugserscheinungen.
Kann man in meinen Augen so nicht pauschal sagen, habe Leute gesehen die nach 4 Wochen Dauerkonsum auf Clonazolam (nicht Clonazepam wie bei OP, aber letzteres ist auch nicht ohne mit einer Halbwertszeit zwischen 30 und 40 Stunden) bereits deutliche Entzugserscheinungen hatten und diese hielten auch gerne mal ein paar Wochen an. Natürlich muss das bei OP nicht zwingend gegeben sein, ich wäre trotzdem wachsam, man sollte Benzos einfach nicht unterschätzen, insbesondere nicht das wegkommen.

p_kosov Avatar
p_kosov:#89098

>>89084
>Peak ist gewöhnlicherweise nach ca. 3 Tagen erreicht
Glaube kaum das man das einfach so über eine Stoffklasse sagen kann. Zumindest was Ausschleichen anbetrifft sind Benzos mit das langwierigste, was es gibt. Ich vermute das es mit dem Entzug da auch nicht unbedingt schnell geht, jenachdem was man auch für Benzos genommen hat.

iamsteffen Avatar
iamsteffen:#89099

>Warum kann Bernd nur schlafen, hat er getrunken?
Sowohl Benzos als auch Alkohol verstärken die Aktivität der GABA-A Rezeptoren. GABA-A Agonismus ist wichtig für den Schlaf, wenn er wegen einer Benzo/Alk-Toleranz nicht richtig funktioniert, kannst du nicht so einfach schlafen.

Hör auf mit der Sauferei, kann sein dass du ein paar schlaflose Nächte hast aber das kannst du ab. Irgendwann holt der Körper sich den Schlaf.

wtrsld Avatar
wtrsld:#89104

>>89079

Würde an deiner Stelle als erstes versuchen mit dem Saufen aufzuhören. Wenn du ohne Dogis nicht pennen kannst nimm lieber Kiffe, falls das nicht deine Jacke ist versuch mal Kratom.

Habe jetzt schon öfters gehört dass ehememalige Opiatsüchtige damit gut zurechtkommen.

[spolier] Jaja ich weiss Kratom ist auch ein Opiod aber im Vergleich zu H und Benzos ist das eher das Malzbier und den Downern [/spoiler]

madebyvadim Avatar
madebyvadim:#89107

>Wenn du ohne Dogis nicht pennen kannst nimm lieber Kiffe
Da auch Cannabinoide ihre schlaffördernde Wirkung über GABA-A Agonismus erzielen, wird das wohl kaum klappen, vermutlich wird er eher nervös davon.

>versuch mal Kratom
macht zwar müde, zum Einschlafen bringt es viele Leute aber nicht. Der Schlaffördrnde Effekt ist, wenn vorhanden, auf die Beruhigung zurückzuführen, also psychologisch. Wenn jemand nicht schlafen kann weil er es mit Alk und Benzos übertrieben hat, wird es nicht helfen, weil es dann einen Physiologgischen Grund für die Schlaflosigkeit gibt.

Wenn OP überhaupt irgendwelche Substanzen verwenden sollte um zu entziehen, sollten es welche sein, die keinen Rausch verursachen. Benzos und ausschleichen geht, dauert aber ewig, schneller gehts mit kaltem Entzug und Mirtazapin oder ähnlichem gegen die Schlafprobleme. Ich spreche aus Erfahrung. Mirtazapin bekommt man auch leicht verschrieben, weil kein Missbrauchspotenzial. Am besten du gehst zu deiner Örtlichen Drogenberatungsstelle und lässt dir dort einen Arzt empfehlen, der sich mit solchen Fällen auskennt.

katiemdaly Avatar
katiemdaly:#89112

>>89093
Also haben meinen Beitrag unter meiner Erfahrung mit Clonazolam geschrieben. Habe es fast 3 Monate täglich in Dosen von 0.5-1.0 mg genommen. Hatte ziemliche Angst vor einem Entzug, aber letztendlich habe ich die Dosis innerhalb von 2 Wochen halbiert und dann abgesetzt. Entzug gab es keinen nennenwerten. Nach meiner Recherche dürfte der "harte" Entzug auf jedenfall innerhalb der 7 Tage nach letzter Dosis eintreten. Ab dann müsste es tendenziell schwächer werden. Gilt natürlich nicht für den Hardcore-Benzo-User, der sich mehrere Jahre hohe Dosen gibt, bei dem sieht das schon anders aus, da sind auch Krampfanfälle zu erwarten, etc.

Wollte nur dem OP klar machen, dass nicht eine benzoabhängigkeit sein Problem ist.