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Veröffentlicht am 2017-06-09 14:40:37 in /d/

/d/ 91084: Bernd kriegt nun Substitol vom Arzt. Dies soll ihm dab...

adammarsbar Avatar
adammarsbar:#91084

Bernd kriegt nun Substitol vom Arzt.
Dies soll ihm dabei helfen, vom Heroin zu entziehen. Insgesamt soll das nur rund zwei Wochen dauern.

Bernd hat ein paar Fragen, die er dem Arzt aus diversen Gründen nicht hat stellen können:

Kann Bernd das Zeug (bzw. einen Teil dessen) morgen bereits mit nach Hause nehmen, statt es in der Praxis noch zu schlucken? Heute haben sie nicht hingesehen, aber würde man das eventuell sogar erlauben? Bernd fragt, da übermorgen Abgabe erst vier Stunden später stattfindet und Bernd wenig Lust hat, den ganzen Sonntagmorgen lang entzügig zu verbringen.

Wie ist das mit dem Beikonsum? Ist man diesbezüglich ehrlich? Denn Bernd reichen die 300mg, die er vom Arzt kriegt, nicht wirklich. Ist es überhaupt sinnvoll, runterzudosieren? Oder verlängert man die Entzugsqualen dadurch eigentlich nur? In welchen Schritten wird ausgeschlichen?

Kriegt Bernd das Zeug auch, sollte er sich dazu entschließen, dauerhaft oder zumindest länger in Substitution zu bleiben? Und würde er es vor allem auch bei einem anderen Arzt bekommen? Bernd steht nämlich ein Umzug bevor.

Und wie ist das eigentlich, nimmt man so etwas, will aber in den Urlaub fahren. Darf man das stets mitnehmen?

Auch hat der Arzt Bernd ein leeres, blaues Zettelchen mitgegeben, das wohl ein Rezept darstellen soll, worauf aber nur eine Unterschrift ist. Was macht er jetzt damit

anass_hassouni Avatar
anass_hassouni:#91085

Noch eine Frage:
Mit wie starken Entzugserscheinungen sollte Bernd während dieser zwei Wochen rechnen?

haydn_woods Avatar
haydn_woods:#91087

Darum substituiert man nicht beim Arzt sondern in einer Substitutionsambulanz. Mit Sozialarbeitern als Betreuung und Ärzten, die sich NUR mit Substitutions- und psychiatrischer Medizin beschäftigen.
Zu deinen Fragen:

jrxmember Avatar
jrxmember:#91088

>>91087
Zu deinen Fragen:
1. Eigentlich nicht, wenn's die nicht interessiert dann mach halt (frag aber am Besten nicht danach). Wenn du erwischt wirst gilt das übrigens als BTM-Einfuhr.
2.Beikonsum kannste eigentlich vergessen, die müssen dich Testen. Kann natürlich sein, dass auch das dem Arzt egal ist. Wenn dir die Dosis nicht reicht sprich es an. Außerdem: In Substitiutionsambulanzen wird Kannabis oft toleriert, beim Arzt gilt das als positiv auf Beikonsum mit dementsprechenden Konsiguensen.
3. Ja. Aber nicht jeder Arzt nimmt Substitutionspatienten, müsstest dir dann vorher einen suchen und den Wechsel mit dem alten Arzt abklären (der muss dann da Daten austauschen mit der anderen Praxis)
4. Im Urlaub kannst du ggf. Gastsubstitution in einer Einrichtung vor Ort beantragen. Das geht auch im Ausland, muss aber oft lange vorgeplant werden (in Angola oder Commieblock123 wird sowas natürlich nicht angeboten). Du könntest auf lange Sicht auch Take-Home bekommen, dafür musst du aber lange lange saubere Drogentests abgeben und psychosoziale Betreuung mitmachen. Bei deiner jetzigen Vorstellung von Konsumverhalten sehe ich da eher schwarz. Gibt halt nichts umsonst vom Staat, du musst mitmachen

marciotoledo Avatar
marciotoledo:#91092

>>91084
Um ehrlich zu sein: Überwinde Dich und mach einfach einen kalten Entzug. Alles andere klappt nicht.

robinlayfield Avatar
robinlayfield:#91093

>>91092
Vermutlich dies. Bernds kalter GBL Entzug bei dem er im Delirium gelandet ist, hat ihn überhaupt erst dazu gebracht mit den Drogen kürzer zu treten.

herkulano Avatar
herkulano:#91095

OP hier.
Vielen Dank erst einmal für die bisherigen Antworten.

Bernd hat wohl vergessen, zu erwähnen, dass er zudem nun mit den Benzos aufgehört hat.
Der Arzt weiß das zwar, hat Bernd jetzt allerdings nichts gegeben, um auszuschleichen.

Blöderweise hat Bernd jetzt Krampfanfälle. Glaubt er jedenfalls. Sein Körper ist sehr angespannt und dann hat er ab und an etwas, was sich wie sehr starke nervöse Zuckungen anfühlt und für ihn nicht kontrollierbar ist.
Diese hat er seit rund drei Tagen, heute Vormittag waren sie noch ein Stück unangenehmer, als das bisher der Fall gewesen ist, er hat sie jetzt außerdem nicht mehr nur in den Beinen.

Was zum Fick soll er jetzt tun?

Tun diese eigentlich Krämpfe weh, sobald man keine Opis mehr nimmt? Wie lange dauert es, bis die Krämpfe aufhören?
Bernd hat die Benzos übrigens rund ein Jahr lang viel zu häufig eingenommen, meistens war es Clonazepam.

m_kalibry Avatar
m_kalibry:#91101

>Was zum Fick soll er jetzt tun?
In stationäre Behandlung gehen.

vickyshits Avatar
vickyshits:#91102

>>91084
> Substitol
Das hab ich ja noch nie gesehen. Entzug mit Morphium?

heikopaiko Avatar
heikopaiko:#91103

>>91093
GBL, Benzos und Alkohol sollte man nicht kalt entziehen, da Lebensgefahr besteht. Bernd würde nicht durch einen Anfall zur Kartoffel werden wollen.

ayalacw Avatar
ayalacw:#91104

>>91095
Was war denn deine Benzodosis und was hast du genommen? Normalerweise sollte man die ausschleichen. Dazu erst auf Diazepam oder was ähnlich langwirkendes subsitutieren und dann langsam die Dosis runterfahren.
Opientzug gibt auch Krämpfe, würde nicht beide gleichzeitig entziehen, wenn es nicht seyn muss.
Etizolam taucht wohl in vielen Drogentests nicht auf, wenn es kein Benzo ist, aber die Angabe ist ohne Gewehr und muss recherchiert werden. Kratom hilft auch gegen Opiatentzug, weil es selbst ein Opioid ist, aber wohl auch nicht im Drogentest sichtbar ist.

_zm Avatar
_zm:#91110

>>91104
Bernd hat das sehr unregelmäßig eingenommen, ist das Problem. Es waren auch verschiedene Benzos. Meist Rivotril, aber eben weiterhin Valium, Bromazepam oder auch mal Flunis. Auch die Dosis war nicht immer gleich, wobei Bernd 2mg Clonazepam gereicht haben, war er nicht gerade affig.
Heute hat Bernd dem Arzt noch einmal von den Krämpfen erzählt, die gestern noch unangenehmer waren, als das die Tage davor der Fall gewesen ist. Bernd hat ihn gefragt, ob diese auch wehtäten, sobald er das Substitol nicht mehr bekäme, ob er sie bis dahin überhaupt noch hätte.
Der Arzt hat gemeint, eigentlich gingen auch diese Entzugssymptome irgendwann wieder weg. Ich sehe ihn morgen wieder. Wie wahrscheinlich ist es, dass ich bis dahin verrecke?

joshhemsley Avatar
joshhemsley:#91111

>>91104
Etizolam hat der Typ vor Bernd bekommen. Kratom gibt es hier in der Stadt leider nicht. Und von den Opis ist Bernd bisher noch nicht entzügig. Muss er morgen erwähnen, dass er seit Mittwoch oder Donnerstag keinen Stuhl hatte?

alagoon Avatar
alagoon:#91114

>>91110
>>91111
Ach, wird schon gut gehen, wenn bis jetzt nichts passiert ist...

Kratom kann man im Internet bestellen, wenn Bedarf besteht.

>Muss er morgen erwähnen, dass er seit Mittwoch oder Donnerstag keinen Stuhl hatte?
Stuhlaufweicher, oder wie der Kram heißt, wären wahrscheinlich nicht schlecht, sonst rapiert dir demnächst ein Ziegelstein die Hintertür.

kuldarkalvik Avatar
kuldarkalvik:#91129

>>91114
Gibt es eigentlich überhaupt irgendeinen Grund, Benzos nicht auszuschleichen?
Bernd hat die mal in der Klapse zwei Wochen lang bekommen und sollte sie da schon dringend ausschleichen.
Überhaupt hört er immer nur, dass man sonst verreckt.

Bernd wollte den Arzt heute noch einmal fragen, aber hatte gar keinen Kontakt zu jenem, ihm ist nur das Zeug von der Krankenschwester gegeben worden und anschließend hat er die Praxis wieder verlassen.

kazukichi_0914 Avatar
kazukichi_0914:#91133

>>91129
Wenn man mindestens sechs Wochen oder so täglich Benzos konsumiert hat (oder vier Wochen hochiert hat), sollte man sich hinterher wahrscheinlich langsam runterdosieren, damit man keine Anfälle bekombt. Das ist bei Benzos einfach sicherer. Mit der Angst und Schlaflosigkeit kann man klarkommen, aber von einem Anfall zur Gurke gemacht zu werden ist halt blöd. Bei Zeiträumen an der unteren Grenze ist es normalerweise auch noch egal, aber jeder Mensch ist anders, und warum ein Risiko eingehen? Allgemein wird da aber ein zu großer Bohei drum gemacht. Wenn man nicht gerade ein halbes Jahr lang 2mg Xanax am Tag frisst, ist das Risiko beim kalten Entzug zu sterben gering.

Nach nur zwei Wochen ausschleichen ist natürlich absurd.

>Gibt es eigentlich überhaupt irgendeinen Grund, Benzos nicht auszuschleichen?
Man muss dem Druffi fürs ausschleichen Drogen in die Hand geben, oder ihn halt einschließen, was aber keiner bezahlen kann. Da wird gerne mal der eine oder andere Anfall in kauf genommen, damit das Bett dann schneller frei ist. Das wird den Druffi auch lehren, die Pfoten von den Pillen zu lassen.