Krautkanal.com

Veröffentlicht am 2018-03-05 17:51:20 in /d/

/d/ 93124: Kurze Übersicht was für Menschen auf diesem B...

justinrhee Avatar
justinrhee:#93124

Kurze Übersicht was für Menschen auf diesem Brett lauern währe doch mal Interessant.

Alter: 25
Beruf: Student
Konsumierende Drogen (also Drogen die Bernd auf jeden Fall weiter Konsumieren wird): Cannabis, Kratom.

Hobbys (außer Drogen nehmen): Kampfsport, Fahrrad
finanziell stabil?(Geld auf dem Konto und man schafft es Geld zu sparen): Ja

Schlechte Drogenerfahrungen (selbst/bekannte): Ja
Drogenkonsum schon mal gestoppt oder reduziert wegen schlechten Erfahrungen? Ja

posterjob Avatar
posterjob:#93125

>>93124
Hab ich das geschrieben?
>finanziell stabil?
>Ja
Oke, war ich wohl nicht.

HenryHoffman Avatar
HenryHoffman:#93126

Alter: 24

Beruf: Student, SHK

Konsumierende Drogen: Kratom, Pilze, LSD und sonstige Halluzinogene, Pepp wäre mal wieder nice

Hobbys: Bouldern, Kickboxen, Musik machen (Gitarre + Ableton), Filme, Serien...

Finanziell stabil?: Ja, nicht viel angespart, aber wohne noch zuhause und so kaum Ausgaben.

Schlechte Drogenerfahrungen: Ja. Hpts Jugendfreunde die das Kiffen nicht sein lassen können oder regelmäßig rückfällig werden. Nur einen kenn ich der komplett abgeschmiert ist mit Psychose und falls er noch lebt meines Wissens obdachlos ist.

Drogenkonsum schon mal gestoppt oder reduziert wegen schlechten Erfahrungen?: Nicht mehr am Kiffen, bzw in immer größeren Abständen für geringere Zeit und Intensität rückfällig werdend.Ecstasy lass ich auch lieber bleiben, aber auch nicht wirklich oft gemacht.

xravil Avatar
xravil:#93127

Alter: 25

Beruf: Student

Konsumierende Drogen: also regelmäßig derzeit vor allem Kratom und Benzos

Hobbys: spazieren, Literatur, ins Kino gehen

finanziell stabil?: Joa, ich komme um die Runden.

Schlechte Drogenerfahrungen: Ja

Drogenkonsum schon mal gestoppt oder reduziert wegen schlechten Erfahrungen? Ja, früher zu häufig E genommen - habe dadurch, so vermute ich zumindest, eine Zeit lang Panikattacken und sonstige psychische Probleme entwickelt bzw. verschlechtert.

mat_walker Avatar
mat_walker:#93128

>Alter:
25
>Beruf:
Student
>Konsumierende Drogen (also Drogen die Bernd auf jeden Fall weiter Konsumieren wird):
Kratom, LSD, DXM, Alkohol. Bei Gelegenheit wird die Liste sicher noch um Ketamin und MDMA ergänzt.
>Hobbys (außer Drogen nehmen):
Neben dem Ausleben der Berndigkeit auch Sport und politische Aktivität.
>Finanziell stabil?(Geld auf dem Konto und man schafft es Geld zu sparen):
Ja
>Schlechte Drogenerfahrungen (selbst/bekannte):
Ja, mit Alkohol. Diverse Male.
>Drogenkonsum schon mal gestoppt oder reduziert wegen schlechten Erfahrungen?
Nö. DXM habe ich aber deutlich reduziert, da ich kein Bock habe, dass mein Hirn Matsche wird. Safer Use und so.

canapud Avatar
canapud:#93130

>nice
>Kampfsport
>Student

LÖSCHEN

irsouza Avatar
irsouza:#93131

Alter: 20
Beruf: Student
Konsumierende Drogen: LSD, DMT
Hobbys: Terraristik, Mode, Autos
finanziell stabil: nein
Schlechte Drogenerfahrungen: schlechten Trip gesittet
Drogenkonsum schon mal gestoppt oder reduziert wegen schlechten Erfahrungen: Ja, Cannabis, fickt meinen Kopf zu sehr

kennyadr Avatar
kennyadr:#93134

Alter: 38
Beruf: was seriöses

Konsumierende Drogen (also Drogen die Bernd auf jeden Fall weiter Konsumieren wird): Cannabis, Alkohol.

in der Vergangenheit konsumierte Drogen: alles, was es in den 90er und 00er Jahren gab, primär Opiate

Hobbys (außer Drogen nehmen): Familie und was da so dazu gehört

finanziell stabil?(Geld auf dem Konto und man schafft es Geld zu sparen): Ja

Schlechte Drogenerfahrungen (selbst/bekannte): Ja

Drogenkonsum schon mal gestoppt oder reduziert wegen schlechten Erfahrungen? Ja

yassiryahya Avatar
yassiryahya:#93135

Alter: 22
Beruf: Teilzeitsklaverei
Konsumierende Drogen (also Drogen die Bernd auf jeden Fall weiter Konsumieren wird): Cannabis, Pilze, LSD, MDMA (ab und zu), Kratom

Hobbys (außer Drogen nehmen): Wandern, Zwischennetz- und Videospielsucht nachgehen
finanziell stabil?(Geld auf dem Konto und man schafft es Geld zu sparen): Leider nein leider gar nicht

Schlechte Drogenerfahrungen (selbst/bekannte): Ja
Drogenkonsum schon mal gestoppt oder reduziert wegen schlechten Erfahrungen? Gestoppt bzw. pausiert ja, aber nicht wegen schlechter Erfahrung

trickyolddog Avatar
trickyolddog:#93138

Alter: 22
Beruf: Fach-lagerist
Konsumierende Drogen: Cannabis Pilze
Hobbys: Serien/Filme Lesen
finanziell stabil: nein Fachlagerist = Hunger Lohn
Schlechte Drogenerfahrungen: nein
Drogenkonsum schon mal gestoppt oder reduziert wegen schlechten Erfahrungen: nein

llun Avatar
llun:#93139

Alter: 20

Beruf: Informatik

Konsumierende Drogen: Gras, LSD, MDMA, Tilidin, Heroin, Speed, Kokain, Ketamin

Hobbys: Musik, Pumpen

Finanziell stabil?: Ja

Schlechte Drogenerfahrungen: Auf Ketamin immer Durchfall. Mal 3 Wochenenden hintereinander MDMA genommen, fühle sich nur noch mieß an und der Kater hielt Wochenlang an.

Drogenkonsum schon mal gestoppt oder reduziert wegen schlechten Erfahrungen?: Versuche Opiatkonsum (Heroin, Tilidin) zu reduzieren. Im Sommer wird kiffen hoffentlich ausreichen um den Tag zu genießen

johnriordan Avatar
johnriordan:#93141

Alter: 36
Beruf: Arbeitslos
Konsumierende Drogen: Cannabis, LSD, Pilze, DMT, 2C-B, Speed, Koks, Alkohol, Benzos, diverse RCs

Hobbys: ja
finanziell stabil?: Ja

Schlechte Drogenerfahrungen (selbst/bekannte): Ja
Drogenkonsum schon mal gestoppt oder reduziert wegen schlechten Erfahrungen? Ja

kennyadr Avatar
kennyadr:#93145

>Alter:
30
>Beruf:
Wissenschaftler
>Konsumierende Drogen (also Drogen die Bernd auf jeden Fall weiter Konsumieren wird):
Cannabis, Kratom, Amphetamin, MDMA, Ketamin, GBL, LSD, 2CB

>Hobbys (außer Drogen nehmen):
Klettern, Bergtouren, Lesen
>finanziell stabil?(Geld auf dem Konto und man schafft es Geld zu sparen):
Halbwegs

>Schlechte Drogenerfahrungen (selbst/bekannte):
Ja, aber hält sich in Grenzen
>Drogenkonsum schon mal gestoppt oder reduziert wegen schlechten Erfahrungen?
Ja, auch um mir zu beweisen, dass ich kein Problem habe, Substanzen mal liegen zu lassen

wahidanggara Avatar
wahidanggara:#93148

Alter: 19
Beruf: arbeitslos
Konsumierende Drogen: Gras, Speed, Heroin, Meth

Hobbys: Anime
finanziell stabil: ja

Schlechte Drogenerfahrungen: Oh ja
Drogenkonsum schon mal gestoppt oder reduziert wegen schlechten Erfahrungen?: Nein.

rdbannon Avatar
rdbannon:#93160

Alter: 39
Beruf: Chef
Konsumierende Drogen (also Drogen die Bernd auf jeden Fall weiter Konsumieren wird): Amphetamine, Cannabis
Hobbys (außer Drogen nehmen): Job. Ich liebewirklich, was ich tue.
finanziell stabil?(Geld auf dem Konto und man schafft es Geld zu sparen): Ja
Schlechte Drogenerfahrungen (selbst/bekannte): Ja
Drogenkonsum schon mal gestoppt oder reduziert wegen schlechten Erfahrungen? Ja

creartinc Avatar
creartinc:#93161

Eigentlich war es immer so, dass ich Menschen die Drogen nehmen gehasst habe, eben weil die Drogen mir meinen Vater irgendwie weggenommen haben, als ich ein Jahr alt war (Überdosis H) und ich mir auch immer geschworen habe, dass ich NIE Drogen anfassen will, aber mit 26 hat sich das alles irgendwie verändert und ich hatte meine ersten Erfahrungen mit MDMA gemacht, was mir anfangs ultra gefallen hat, obwohl die Leute, mit welchen ich damals abgehangen bin, so etwas von kaputt waren und auch wirklich schlechte "Freunde" waren, sich also überhaupt nicht für mich interessiert haben. Ich kannte aber den Klubbesitzer seit meiner Jugendzeit und hatte irgendwie dieses Bedürfnis in der "neuen" mit substanzengefüllten Welt der Technoszene akzeptiert zu werden. Die Substanzen haben mich dann stärker in diese Technoszene getrieben (nicht, dass mir der Sound nicht gefallen hätte. Ich habe bereits mit 9 Jahren meine erste Acid TechnoCD von meinem Stiefvater geschenkt bekommen, war also früh elektronisch unterwegs). So war ich dann immer im Backstage in dem besagten Klub unterwegs, wo Speed und Koks vom übelsten gezogen wurde. Das machte mir anfangs ziemliche Angst. Nichtsdestotrotz der MDMA Kick hat es mir so dermaßen angetan, dass ich meine Finger einfach nicht mehr davon lassen konnte. So habe ich es nach dem ersten Wochenende, gleich beim nächsten wieder genommen und mich nach einer kurzen Zeit mit 10g, als es alle war, wieder mit 10g eingedeckt. Um bei den Afterhours länger wach bleiben zu können bin ich dann irgendwann auf Speed umgestiegen. Anfangs nur oral weil ich schiss vorm ziehen hatte, aber das hat sich rapide geändert.

kosmar Avatar
kosmar:#93162

Zwar habe ich mich auch immer über die Safer-Use Regeln informiert, bin zu Drogenteststellen gegangen, hab alles testen lassen, mich informiert, stundenlang mit den dortigen Präventionsmitarbeitern geredet, aber bei der Selbstbeherrschung hat es irgendwie seit dem Beginn meiner Drogenkariere im Januar/Februar 2016 nie so richtig geklappt. Wahrscheinlich hat das teilweise auch mit meinem diagnostizierten ADHS zu tun, ADHSler tendieren ja bekanntlich häufiger zur Sucht. (11 Jahre Ritalin in der Kindheit btw) Ich wollte einfach jedes Wochenende einen drauf machen und tanzen tanzen tanzen ohne Ende. Mit der Zeit hatte ich auch die "richtigen" Kontakte und kriegte richtig guten Stoff. MDMA 96%, Amphe 89%, da war ich irgendwie auch immer stolz drauf (was für ein Schwachsinn, aber war eben so) Übrigens habe grad gestern meine restlichen 4g MDMA, die ich mir vor ca 3 Wochen geholt habe, das Klo runtergespült, denn bloss beim geringsten bitteren Geschmack der Substanz kommt mir mittlerweile das blosse Kotzen. Der MD Kick ist einfach nicht mehr das was er einmal war.

Nach 4 Monaten mehr oder weniger Dauerkonsum, beschloss ich im Juni per Interrail auf Europareise zu gehen. Zuerst auf Berlin (wo natürlich die Drogen auch nicht fehlten) Folglich weiter nach Warschau und dort kam es, vermutlich kombiniert mit der (un)bewussten Ängstlichkeit alleine unterwegs auf Reise zu sein und drei Tage Wach sein, zu der ersten wirklich krassen Psychose.

Am zweiten Abend im Ausgang habe ich einige locals kennengelernt, nach kurzer Zeit sprach ich einen von Ihnen auf das Thema Drogen an und fragte ob man irgendwo was auftreiben könne. Dabei landete ich einen Volltreffer, so haben wir uns darauf folgend 3g Amphe geholt und ordentlich bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Als wir uns voneinander um 13 Uhr verabschiedet haben und ich immer noch 1g übrig hatte, aber Abends eben über die österreichische Grenze musste, habe ich mir, aus reiner Idiotie, das ganze restliche Gramm oral reingeknallt. Zirka 2 Stunden später kriegte ich dieses starke, pulsierende Kribbeln im ganzen Körper, meine Hände, Beine und vorallem der Kopf fühlten sich so an, als wären Ameisen drin. Ich hab dann gegoogelt und vermutete, dass es Durchblutungsstörungen gewesen sind, natürlich in Kombi mit ner Noradrenalin-, Dopaminexplosion in meinem Hirn. Also Alarmmodus extrem. In der Hoffnung es würde meine Durchblutung anregen, habe ich mir noch etwas Knoblauch und Chilli in nem Laden gekauft und kaute total verstört darauf rum und würgte es hinunter, mit der Hoffnung auf Besserung. Hat dann aber nix gebracht.

i_ganin Avatar
i_ganin:#93163

Die wirkliche Panik ist dann schließlich nach Mitternacht im Zug von Warschau nach Wien ausgebrochen, wo ich die Zugsschlafkabine mit zwei Polen geteilt habe. Von Schlaf war immer noch keine Rede und das unangenehme Kribbeln im Körper hörte auch nicht auf. Ich lag auf dem oberen Bett, unter mir einer der beiden Polen. Plötzlich fühlte ich Stiche in meinem Rücken und stellte mir vor, wie mich mein unter mir liegender Kabinennachbar durch das Bett mit ner Nadel stechen würde und mich vergiften wollte (warum auch immer... von Logik war bereits keine Spur mehr)

Als der Zug morgens um zwei Uhr in Bohumin, Tschechien angehalten hat und ich kurz darauf ängstlich ausgestiegen bin (der Zug hielt etwa 30 min) las ich die tschechische Bahnhof Ortstafel und von da an, hatte ich plötzlich diese endlose Panik, dass ich mit dem Zug von der tschechischen Mafia gekidnappt werden würde. Ich schloss mich auf dem Zugs WC ein, schrieb meiner Mutter und erklärte ihr außer Rand und Band meine plötzliche Angst in kurzen Worten (das war natürlich am darauf folgenden Tag ein Schock für sie) Kurz darauf rannte ich aus dem Zug (mein Rucksack mit allen Wertsachen, außer meinem Geldbeutel, lies ich im Zug zurück) und versteckte mich in irgendeinem Busch naheliegend der Bahngleise und hatte übelste Verfolgungsängste. Hunde, bewaffnete Männer würden nach mir suchen, nach einiger Zeit realisierte ich dann, dass der hechelnde Hund, den ich die ganze Zeit vor mir gesehen habe, nur ein Strauch eines Busches war, der im Wind wehte. So robbte ich weiter, etwa vier stunden, bis es Hell wurde im Dreck umher, völlig paranoid, in Angst bald von der Mafia erschossen zu werden. Sicherheitshalber habe ich noch meine Kreditkarte im Dreck verbuddelt, damit sie mir mein Geld nicht stehlen konnten (ich hatte zusätzlich eine Travelcash Karte dabei, die ich behalten habe).

Morgens um etwa 7 Uhr als der erste Paranoiaschub etwas nachgelassen hat, lief ich auf eine nahe gelegene Straße und bat einen Passanten um sein Mobiltelefon, damit ich einem Taxi anrufen könne um zum nächstgelegenen Flughafen (Ostrava) fahren zu können, weil ich dringendst nach Hause fliegen wollte. Netterweise hat mir der Herr dann sein Telefon auch geliehen (Ich war voll mit Dreck und Blut durch das umherrobben in den Sträuchern und Büschen, hatte Augenringe wie ne Eule, durchlöcherte Trainerhosen und war grünbraunrot beschmiert wie Sam Fisher auf ner Kampfmission) Der muss also auch bemerkt haben, dass ich nicht mehr klar gekommen bin. 

Als das Taxi angekommen ist, erzählte ich dem Taxifahrer von meinem Vorhaben und wir fuhren los. Wie es üblich bei Taxifahrern ist, telefonierte er plötzlich und da kam spontan wieder diese extreme Angst, er würde bereits seine Gangsterkumpanen informieren und mich jetzt direkt zum Mafiaheadquarter fahren, wo sie mich kidnappen, strangulieren oder erschiessen würden. Aus Misstrauen kontrollierte ich auf Google Maps, ob wir auch wirklich zum Flughafen fahren würden, machte ihm dauernd wieder Vorwürfe, er würde bewusst den falschen Weg fahren. Zu diesem Zeitpunkt wurde mir alles einfach zu viel, so dass ich während des Kreisverkehrs die Autotür geöffnet habe und aus dem Taxi gesprungen bin.

Im Fluchtmodus rannte ich so schnell ich konnte vor dem Taxifahrer weg, der mir schockiert und verärgert gleichzeitig nachgeschrien hat (vermutlich weil er sein Geld haben wollte) auf eine Autobahn. Dort versuchte ich hysterisch, mit den Armen wild fuchtelnd, etwa 15 Minuten lang Autos zu stoppen, hoffte es würde mir jemand helfen, endlich vor der Mafia fliehen zu können. Die meisten Autos haben zwar nur gehupt aber tatsächlich hat bald einer angehalten und mich mitgenommen. Der Autofahrer war ein sehr ruhiger Dude und somit das totale Gegenteil von mir (vielleicht war er auch noch Müde, denn es war ca 7:30 Uhr morgens keine Ahnung) Jedenfalls erzählte ich ihm von meinem Film, worauf er nur ziemlich anteilslos reagierte und mit "Yea sure, I am bringing your to the next town" beantwortete. Ja jedenfalls war ich froh, dass er mich bis zum nächsten Städtchen mitgenommen hat.

joeymurdah Avatar
joeymurdah:#93164

Die Ortschaft an die er mich gebracht hat hieß Nový Jičín. Dort war als nächstes mein Plan die prager Polizei zu benachrichtigen, weil ich mir einbildete im Osten seien alle Bullen korrupt und würden mit der Mafia eh unter einem Hut stecken. So fragte ich eine junge Dame im Stadtzentrum nach der Telefonnummer, schrieb sie auf suchte ne Telefonkabine um in Prag anzurufen. Aber die Telefone schienen alle nicht zu funktionieren, auch hier verfiel ich wieder in meine Illusionen, dass dies so geplant sei, damit keinesfalls Hilfe holen kann (dabei habe ich aber die Telefone einfach nur nicht richtig bedient, wie ich 10 Tage später nüchtern festgestellt habe) Plan B war nun ein Prepaid Phone zu kaufen, dieser scheiterte dann aber auch, weil der Phone Store um diese Zeit noch zu war.

So lief ich planlos weiter zu einem Gebäude vor dem ein Krankenwagen stand, das Gebäude sah auch irgendwie wie eine Klinik oder ein Krankenhaus aus. Jedenfalls lief ich durch den Eingang zur Rezeption, es war aber wieder niemand da der mir helfen konnte, einfach nur Stille. Aus diesem Grund schlug ich den Feueralarm des Gebäudes ein und rannte dann wieder aufgeregt davon. Als ich von weitem die Sirenen des Feuerwehrautos wahrgenommen habe, welches demnächst neben mir vorbeifahren würde, versuchte ich (so zerbraust ich auch aussah) auf der Straße wie ein Jogger, der seine Morgenrunde rennt, zu wirken. Ja gemerkt, dass ich es gewesen bin, haben sie zumindest nicht (Ich verstehe jetzt noch nicht, weshalb ich trotzdem wieder davon gerannt bin) Naja jedenfalls habe ich mich darauf folgend in irgendwelchen Gärten von naheliegenden Einfamilienhäusern versteckt und bin dann schließlich in ein Weizenfeld gerannt, wo ich mir sicher war, dass mich Scharfschützen aus der Distanz abknallen würden. Deshalb robbte ich wieder ca 3 Stunden im Weizenfeld umher. Der Höhepunkt der Stunde war, als ich 6 schwarzgekleideten Männer mit Glatzen, Sonnenbrillen und Knarren um mich herum halluziniert habe, da schrie ich laut: "Okay, ich gebe auf, ihr könnt mein Geld haben aber tut mir nichts" und zitterte einige Zeit vor mich hin.

Es ging dann immer so weiter, vom Weizenfeld kroch ich weiter zum Wald, rannte durch Dornenbüsche, schlitzte mir dabei weitere Wunden in den Körper und holte mir noch drei Zecken ein. Die darauf folgenden Geräusche der Motorsägen im Wald machten mich wieder nervös, die Mafiosi wollen mich damit zerfleischen. Auf der Waldstraße, auf der ich irgendwann ca eine Stunde gelaufen bin, fuhr zwar unregelmäßig ein Bus, aber der kam auch immer nur dann angerast, wenn ich gerade nicht an der Haltestelle gewesen bin. Es spielte sich einfach alles immer gegen mich ab. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits vier Tage wach.

Ich landete irgendwann in einem kleinen Dörfchen, wo ältere Leute an der Bushaltestelle gewesen sind und da hatte ich irgendwie die Schnauze voll und habe meinen Geldbeutel vor ihnen auf den Boden geschmissen und mir meine Hand wie ein Irrer in den Mund gesteckt und drauflos gebissen und gesabbert. Die haben dann die Polizei gerufen und die haben mich zur Untersuchung ins Spital gebracht, wo ich wie ein Irrer geschrien und geweint habe, weil ich dachte sie würden mich jetzt definitiv zur Strecke bringen. Noch nie in meinem Leben hatte ich eine solche Angst. Dazu kam noch, dass ich dachte sie würden mir jetzt einen Mikrochip in das linke Handgelenk pflanzen, um mich weiterhin verfolgen zu können. Ja nach dieser Untersuchung gings dann ab in die Psychiatrie, wo ich zwei Tage an Händen und Füßen festgebunden worden bin, der Horror hörte aber immer noch nicht auf, ich stellte mir vor, ich befände mich im Film "Hostel" und sie würden gleich mit dem Zerschnitzeln meiner Körperteile anfangen, ein Horrorszenario nach dem anderen. Die haben mir dann während ich festgebunden war auch immer irgendwelche Spritzen gegeben, keine Ahnung was das gewesen ist, wahrscheinlich ein Sedidativu

jamesmbickerton Avatar
jamesmbickerton:#93165

Nach 10 Tagen Psychiatrieaufenthalt, täglichen Haldoldosen ging es dann wieder einigermaßen mit der Angst und ich konnte nach Hause in die Schweiz zurückkehren.

Ja bestimmt denkt ihr nach dieser Geschichte und meinem unkontrolliertem Konsum, ich sei ein verantwortungsloser Spinner. Aber echt, das bin ich auch, weil ich mir irgendwie einfach egal bin... und kein bisschen Selbstliebe für mich empfinde. Ich komme einfach nicht klar mit meinem Leben. Am schlimmsten empfinde ich die ewige Einsamkeit.

6 Monate später habe ich nach 20g PEP wieder eine Psychose bekommen mit 3.5 Monaten Psychieatrieaufenthalt (mit zwar weniger Paranoia aber immernoch mit erheblichen Angstgefühlen, doch es war eher eine starke Amnesie, so dass ich kaum mehr davon weiss und mich erinnern kann) und mittlerweile bin ich auch wieder auf bestem Wege zurück in die Klapse. Das Kokain macht mich irgendwie aber weniger psychotisch als das Amphe, keine Ahnung warum, es heisst doch immer Kokain sei stärker als Amphe.

Ja heute bekomme ich meine letzte Order Koks vor dem Entzug, uppere und downere mich noch mit den letzten 5g Koks und den restlichen Diaz und Midaz durch die Woche. Arbeiten tu ich schon seit mehr als einem Jahr nicht mehr. Ich habe mich jetzt drei Monate wieder beworben, aber in dem Zustand funktioniert das kaum, an Vorstellungsgesprächen wirke ich zu wenig überzeugt von mir selbst und der jeweiligen Stelle. Der Kontakt zur Außenwelt und mein ganzes Erspartes ist während dieser Zeit auch draufgegegangen. Ja manchmal wünsche ich mir echt einfach zu sterben, aber wenn ich es mir wirklich so einfach machen würde wollen, hätte ich mich schon mit Überdosen Valium/Dormicum wegbefördert.

Ich habe irgendwie echt Angst vor dem Entzug und das Kokain sagt mir auch, dass ich es gar nicht will. Aber nach solchen Lebenserfahrungen muss sich einfach etwas ändern, sonst ticke ich plötzlich noch komplett aus. Am meisten weh tut mir dabei meine Mutter, die sich nach 27 Jahren (in dem Alter ist übrigens auch mein Vater gestorben) wieder mit dem gleichen Drogensuchtproblematik eines geliebten Menschen auseinandersetzen muss und massiv darunter leidet.

Danke fürs Lesen

xspirits Avatar
xspirits:#93166

>Alter:
33

>Beruf:
Büroschaf (Dipl.-Ing.)

>Konsumierende Drogen (also Drogen die Bernd auf jeden Fall weiter Konsumieren wird):
Alkohol (ein paar Mal pro Woche 1-2 Bier), Kratom (alle 1-3 Wochen 2g), MDMA? (einmal im Jahr)

>Hobbys (außer Drogen nehmen):
Filmeschauen, Theaterspielen, Improtheater besuchen, Laufen, Radfahren und Vereinssport wenn ich mich im Sommer dazu wieder aufraffen kann (mache zur Zeit nur Rückentraining), Pen&Paper-Rollenspiele hin und wieder, Computerspiele hin und wieder, Filmaufnahmen mit Drohne

>Finanziell stabil?(Geld auf dem Konto und man schafft es Geld zu sparen):
Ja

>Schlechte Drogenerfahrungen (selbst/bekannte):
Ja, meine drei(!) Erfahrungen mit Gras gingen von unspektakulär über überflüssig bis hin zu eklig.

>Drogenkonsum schon mal gestoppt oder reduziert wegen schlechten Erfahrungen?
Gras aus oben beschriebenem Grund. Ansonsten möchte ich dieses Jahr gerne mal Pilze probieren.

leonfedotov Avatar
leonfedotov:#93167

>>93161

Hey, ich hatte auch mehrere Psychosen, bedingt durch Drogenkonsum, allerdings auch durch genetische Disposition. Ich kenne die psychotische Angst, bin auch schon durch Wälder geirrt, in der Überzeugung, ich würde verfolgt. Jetzt, so fünfzehn Jahre später (...bin in meinen Dreißigern), wünschte ich mir einfach ich hätte keine Drogen genommen und würde keine mehr nehmen. Du hast noch die Chance durch eine vernünftige Therapie, Sport und eine regelmäßige und ordentliche Tagesstruktur einen Lebenswandel hinzubekommen. Das Du Dich einsam und perspektivlos fühlst bedingt die Depression, durch den Drogenkonsum und die post-psychotische Phase. Du kannst es noch schaffen, denn ist einmal der Weg zur Psychose gebahnt, wird es immer schwieriger, sie aufzuhalten.

Alter: 37
Beruf: Frührentner
Drogen: Amphetamin
Hobbys: Fotografieren
finanziell stabil: ja
Schlechte Drogenerfahrungen: viele
Drogenkonsum schon mal gestoppt oder reduziert wegen schlechten Erfahrungen? mehrmals