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Veröffentlicht am 2016-06-17 19:45:51 in /e/

/e/ 51162: Bier brauen!

bighanddesign Avatar
bighanddesign:#51162

Bier säuft zuviel Bier und möchte den Juden das Geld nicht mehr in den Rachen werfen und selber Bier brauen. Lohnt sich der Aufwand?

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jffgrdnr:#51163

Für den Geschmack, ja

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millinet:#51165

Wenn du über 9000NG in Heimbrauequipment steckst, trickst du den Juden wirklich super aus.

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RussellBishop:#51166

Dafür, dass ja eigentlich das Malz noch ein paar Tage keimen muss, und dass dann auch noch alles in Gärtanks lagert, ist der Bierpreis bereits an der unteren Schwelle dessen, was überhaupt machbar ist. Die Billigmarken im Biermarkt können vom Privatmann unmöglich unterboten werden.
Selbst wenn du in einem Studentenwohnheim Strom- und Wasser-Flachrate hättest, lägest du mit Malz- und Hefe-Einkauf bereits in ganz anderen Preisdimensionen, sofern du kein Dünnbier brauen willst.

hota_v Avatar
hota_v:#51168

Bier nein. Fermentiertes Zuckeswasser + Hefe könnte sich allerdings lohnen.

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vocino:#51171

Das Billigequipment ist gar nicht mal so das Problem. Beim Brauen ist die Temperaturkurve die Hauptsache. Das zeitliche Anfahren und die Genauigkeit und das Halten über Stunden bekommst du mit deinem Heimherd nicht hin.

Vergiss es einfach und spar dir das Geld.

vickyshits Avatar
vickyshits:#51173

>>51171

Dies. Schon Fritieren auf der Herdplatte ist suboptimal, wenn man mehr als Pommes machen will. Für eine knusprige Panade, die weder abfällt noch sich vollsaugt, ist eine gute Temperaturregelung unverzichtbar.

xspirits Avatar
xspirits:#51175

>>51171

Genau, und die Mönche vor 500 Jahren hatten auch schon industrielle Steuerungstechnik.
Ja, das Bier damals war ein anderes. Aber warum sollte man mit heimischem Equipment kein leckeres Bier hinbekommen?
Es geht ja auch nicht darum so Plörre wie Warsteiner nachzubrauen, wenn man sich mal Abseits der TV-Biere bewegt und nicht den Geschmack nachahmen will, kann das doch durchaus gelingen. Schau dir nurmal die Craftbeer-Bewegung der letzten paar Jahre an.
Ich habe zwar selbst noch kein Bier gebraut, Bernds Kollegen aber schon. Das Ergebnis war kein Weltklasseniveau aber durchaus beachtenswert (und nebenbei hat es den Leuten sogar Spaß gemacht, wer hätte das gedacht).

keyuri85 Avatar
keyuri85:#51176

>>51175
>Schau dir nurmal die Craftbeer-Bewegung der letzten paar Jahre an
Dahinter stecken für gewöhnlich aber richtige Brauer/Braumeister und kein Bernd, der sich sein Brauset für 25,94NG von Amazon gekauft hat.

So richtig zu diskutieren gibt es darüber sowieso nichts, einfaches Equipment zum Kennenlernen wird nämlich ab 20NG angeboten, vom Pilz bis hin zum Kiwi-Geschmack. Probier es einfach mal aus.

itsracine Avatar
itsracine:#51177

>>51176

Diese Brausets sind Scheiße. Da ist alles fertig, man gibt nur Wasser dazu und lässt es 4 Wochen rumstehen. Ist widerlich wie fick.
Ich rede eigentlich schon von "richtigem" Brauen. D.h. Malz und Hopfensorten selbst kaufen, selbst kochen etc. Man braucht ein wenig an Equipment, es geht aber noch, wenn man ein paar wirklich große Töpfe zuhause hat ist das fast schon die halbe Miete. Nicht zu unterschätzen ist, dass das Zeug mehrere Stunden kochen muss. Am besten draußen machen.

i_ganin Avatar
i_ganin:#51178

Da ich schon den ein oder anderen Sud gebraut habe reportiere ich hier mal ein.

>>51162 >>51163 >>51166 >>51175
Du wirst kein Geld sparen können, indem du selber Bier braust. Allein von den Materialkosten (Malz, Hopfen, Hefekultur) wirst du sicher mit einem Preis von 1,20€/L rechnen müssen. Dann kommen da noch Anschaffungskosten hinzu. Allerdings kann man Geschmacksrichtungen ausprobieren, die man im Handel nicht kaufen kann, außerdem kann so ein selbst gebrautes Bier ziemlich stolz machen.

Als Heimbrauer wirst du auch kein Pils oder der gleichen brauen, da dies ein untergäriges Bier ist und Kühltechnik voraussetzt, sondern obergärige Biere, wie Alt, Kölsch, Weizen oder englische Ales und Stouts.


>>51171
> Das Billigequipment ist gar nicht mal so das Problem. Beim Brauen ist die Temperaturkurve die Hauptsache. Das zeitliche Anfahren und die Genauigkeit und das Halten über Stunden bekommst du mit deinem Heimherd nicht hin.

Käse. Habe bei meinen Bieren als Maisch- und Sudpfanne einen 24L Topf zum Einkochen genommen, das ganze auf meinen Herd gestellt und die Temperatur mit einem handelsüblichen Thermometer kontrolliert. Hat ohne Probleme funktioniert.
Sachen wie vernünftig abläutern, Flaschenhygiene, Südkühler sind wesentlich komplizierter als die Temperatur halbwegs zu halten.

vikashpathak18 Avatar
vikashpathak18:#51179

> Man braucht ein wenig an Equipment, es geht aber noch, wenn man ein paar wirklich große Töpfe zuhause hat ist das fast schon die halbe Miete.

Dito.

> Nicht zu unterschätzen ist, dass das Zeug mehrere Stunden kochen muss. Am besten draußen machen.

Warum sollte man das draußen machen? Gut das Hopfenkochen riecht etwas, ist allerdings halb so schlimm und drinnen ist es generell etwas sauberer. Draußen kann man machen, aber es besteht kein zwingender Grund nach draußen zu gehen.

Was man allerdings machen sollte, ist sich min. einen Helfer zu holen. Beim maischen muss viel gerührt werden und nach 1 1/2h kann das für eine Person doch etwas ermüdend werden.

robinlayfield Avatar
robinlayfield:#51180

Falls hier jemand aus Berlin ist: Ich entdeckte letztens am Ostkreuz (Neue Bahnhofstr.) eine Bar, die selber braut, mit einem Schild, daß man dort auch sein eigenes Bier brauen kann (80 EUR für 50 Liter oder sowas).

Keine Ahnung, wie sehr man da selbst bestimmen kann. Aber Berliner Brauinteressierte könnten ja mal nachfragen. Vor allem hat man dann richtige Ausrüstung und sie können einem auch helfen, es nicht komplett zu ruinieren.

polarity Avatar
polarity:#51190

>1,20€/L

Das ist doch sehr billig wie ich finde. Wenn man sonst nicht gerade Öttinger säuft und sich dafür ein schönes Alt brauen kann, ist das doch ein sehr guter Preis.

iamfelipesouza Avatar
iamfelipesouza:#51208

>>51190>>51190
Was denn jetzt Bernd. Schön oder Alt. Bier ist nicht wie eine Milf, das wird nicht besser, wenn da mal was rausgekrochen ist.

hampusmalmberg Avatar
hampusmalmberg:#51209

>>51208
Ach Kölnbernd, Alt schmeckt in jedem Fall besser als euer geschmacksfreies Spülwasser.

chrstnerode Avatar
chrstnerode:#51215

>Bier säuft zuviel Bier

agromov Avatar
agromov:#51301

Ich wohne in Norwegen und da lohnt sich das absolut, wegen den hohen Alkoholpreisen. In Deutschland ist das sicher etwas anders, weil halt auch gutes Bier sehr günstig ist. Dafür kann man mit etwas Mühe aber sehr bald ein sehr gutes Bier brauen. Auch Sachen die man vielleicht nicht so leicht und in der Qualität bekommt.

Bild relatiert, werde wohl dieses Wochenende nochmal ein Saison brauen.

vj_demien Avatar
vj_demien:#51336

>>51162
> möchte den Juden das Geld nicht mehr in den Rachen werfen
>Impliziert deutsche Braumeister währen Juden
Selten so ein Dummfug gelsen!

mshwery Avatar
mshwery:#51509

Und ist OP (oder ein anderer Bernd) schon aktiv geworden?

turkutuuli Avatar
turkutuuli:#51517

Lohnen vom Preis wird es sich wohl nicht wenn du sonst den Kasten fuer 5 NG kaufen kannst.

Wenn du aber mal ein etwas besonderes trinken moechtes und Zeit und Lust auf ein neues Hobby hast solltest du es unbedingt ausprobieren.
Habe selbst bei meinen Auslandsaufenthalt aus sparsamkeit in meinem Campingvan Bier gebraut.
es ist mit einem simplen Extraktkit nicht sehr komlieziert und 20L fuer 10NG sind auch nicht teuer. Habe immer sehr starkes Bier ca 9%
gebraut und mir aus faulheit nicht viel muehe gegeben aber nach dem 2tene Gals ist das egal.
Extraktkits kann man nach Geschmack noch nachtraeglich Hopfen um eine besondere Note einzubringen. Hopfenstopfen. (trocken hopfung)
Fuer einfaches gutes und guenstiges Bier.

Was >>51336 sagt.

vovkasolovev Avatar
vovkasolovev:#51518

>>51517
Bin uebrigens Braumeister und seit 14 Jahren im Beruf.

ayalacw Avatar
ayalacw:#51539

>>51518
Ich würde den Faden gerne kurz entführen, aber solange niemand OI liefert, ist ja eigentlich auch alles gesagt.
Hast du eine Ausbildung gemacht oder hast du Brauwesen studiert? Was für Tätigkeiten machst du in der Brauerei? Wie sieht der Verdienst aus und muss man sich als Braumeister totarbeiten oder kann man 35h-40h Woche schieben?

t. schlechter Biochemiker im drölftausenden Bachelor-Semester, der überlegt abzubrechen und Brauer und Mälzer zu lernen

sokaniwaal Avatar
sokaniwaal:#51545

>>51539
Hab mit 16 eine Ausbildung gemacht und danach den Meister. Im Moment arbeite ich bei einem Kraftbier start oben. Da mache ich von Zuhause aus fast nichts und Geld ist in Ordnung.
Normalerweise arbeitet sich aber in der Brauerei auch keiner Kaputt ausser in der Fuellerei.
Wuerde dir empfehlen Doemens e.V zu gurgeln und 2 jahre dort hin zu gehen. Das ist der einfachste Weg in die Brauerei. Eine Stelle mit 45k ist dir anschliessend sicher.

joshhemsley Avatar
joshhemsley:#51549

>>51545
Erstmal danke für deine Antwort Brauer-Bernd :3
Doemens e.V wäre dann für die Meister-Ausbildung? Grundausbildungen hab ich nicht auf deren Seite nicht gefunden, Brau- und Getränketechnologe ist ja als Fortbildung für Brauer und Mälzer gedacht. Wie hast du das finanziert, ich meine du musst ja min 10 kNg+Lebenshaltungskosten aufwenden. Auch, wie siehst du die Chancen als Quereinsteiger in einer Brauerei unterzukommen?

vigobronx Avatar
vigobronx:#51563

>>51549
Hab den Brau-und Getraenketechnologen gemeint.
Da sind keine Vorkentnisse erforderlich bzw. deine sind bestimmt mehr als ausreichend. Die Akkademie ist Privat also geht es nicht immer so genau. Dafuer bezahlst du ja auch.
International ist die Akkademie aber hoch angesehen und hat einen sehr guten Ruf.

Finanziert hab ich das durch ein Kfw Kredit. Dabei wird dir dort auch geholfen.

In der FB Gruppe : Alles rund um das Bierbrauen.
Kannst du dich auch professionel ueber den Berufseinstieg beraten lassen.
Vom klassischen Studium kann ich dir nur abraten, weil viel zu umfangreich und nicht mehr zeitgemaes.

husamyousf Avatar
husamyousf:#51573

>>51563