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Veröffentlicht am 2017-07-15 12:01:34 in /e/

/e/ 54934: Suppen- und Salatvorbereitung

madebyvadim Avatar
madebyvadim:#54934

Harro Bernd,

Hintergrund: Bernd wohnt arreine. Bernd kocht für sich arreine. Zu fast allen Gerichten würde Bernd gerne eine Suppe oder einen Salat vorweg genießen. Jedoch lohnt es sich nicht wirklich jeden Tag 1 1/2 Gerichte (vom Arbeitsaufwand her) zuzubereiten.
Deshalb sammeln wir hier gute Rezepte/Ideen für Suppen und Salate, die man mal mindestens eine halbe Woche gekühlt lagern kann, ohne dass Bernd in Ekelhaft genommen wird.

Kriterien: Suppe/ Salat ist
> einfach zuzubereiten
> schnell zuzubereiten
> kreativ variierbar
> gekühlt gut lagerbar

Danke fürs Kontributieren.

ademilter Avatar
ademilter:#54946

Bernd wohnt auch arreine und isst nur noch Butterbrot.
Hauptsächlich aber weil sich arreine kochen nicht lohnt.
Es ist ein karges Leben. ;_;

Salat entweder als Restkopf oder als abgepflückte Blätter gut angefeuchtet und verschlossen (Deckel od. Folie) ins Gemüsefach. Kein Verwelken.
Alle anderen, angebrochenen Sachen halt in verschlossenen Dosen oder Gläsern mit in den Kühlschrank. Ob du nun die Tomate heute oder morgen schneidest, macht vom Aufwand her keinen Unterschied. Verarbeite nie eine halbe Tomate. Ganze Tomaten bleiben lang frisch. Oder direkt Cherrytomaten in den Salat. Spart noch mehr Arbeit. Gurken etwas anschneiden, der Rest ist frisch.

Und Suppen halten sich doch schon normal ne halbe Woche im Kühlschrank, oder?

millinet Avatar
millinet:#54951

>>54946
>Suppen halten sich doch schon normal ne halbe Woche im Kühlschrank
Eine durch Hitze sterilisierte und gesalzene Flüssigkeit wie Suppe es ist, hält mindestens 10 Tage.

kazukichi_0914 Avatar
kazukichi_0914:#54954

>>54951
Rechnen wir mal nicht mit optimalen hygienischen Bedingungen. So ein Kühlschrank ist nicht keimfrei und die Suppe wird wohl nicht in Schraubgläsern aufbewahrt.

agromov Avatar
agromov:#54969

Wenn du Platz auf dem Balkon hast, besorg dir einen Tray Salatjungpflanzen und ernte täglich frisch einzelne Blätter.
Kann dann nach Belieben kombiniert werden und die Zubereitung geht bei so kleinen Mengen sehr schnell.

kiwiupover Avatar
kiwiupover:#54970

>>54954
Also ich habe nie eine Suppe gehabt, die sich keine fünf Tage im Kühlschrank gehalten hätte.

juaumlol Avatar
juaumlol:#54980

Es gibt auch genug Rezepte für scharfe Suppen mit Ingwer, Chilli o.ä. wenn man ganz sicher gehen will

freddetastic Avatar
freddetastic:#54995

Brühe ist idealer Nährboden für Bakterien. Die Gastronomie verwendet Kühlstäbe um große Töpfe schnell durch den gefährlichen Bereich zwischen 6°C und 60° durchzumanövrieren. Ist dein Kühlschrank kalt genug?

woodydotmx Avatar
woodydotmx:#54998

Die Komposition der Süppeh dürfte kaum Auswirkungen auf die Haltbarkeit haben außer man tut Reis oder Nuddel oder son Mist dran was dann Substrat gibt.

Erfahrung mit Müll und Knochensuppe besagt 3 max 4 Tage ungekühlt. Das ist allerdings schon relativ grob und dürfte eher an Fermentierung grenzen.

Essbar 2-3 Tage, 3 ist allerdings schon grenzwertig.

Es hilft wenn der Deckel nach dem Blubber-blubber Kochen nicht mehr entfernt oder bewegt wird weil DUH.
Ne reichliche Fettschicht obendrauf hat ähnliche Schutzfunktion.

layerssss Avatar
layerssss:#55000

>>54995

Arbeite schon seit Jahren in der Gastro habe noch nie was von Kühlstäben gehört.

Evtl einfach den Topf oder die Suppe eine eine Schale auf ein Eisbad (mit viel Salz) geben.

VinThomas Avatar
VinThomas:#55008

>>55000
Vielleicht beschränkt sich die Anwendung auf größere Mengen (oder andere Branchen?) in den USA?

subburam Avatar
subburam:#55009

>>55008

Puh kann natürlich sein das dies erst ab Mengen jenseits von 100kg/l der Fall ist, hab in einem großen Amerikanischen Konzern gearbeitet aber das war eben nur hier.

kriegs Avatar
kriegs:#55010

Suppenbasis also "Fond"/"Grundbrühe" kann eingekocht werden je nach Professionalität hält das dann Wochen oder Monate haltbar. Haltbarkeit wird verbessert, wenn gefilter/geklärt wurde.

Einfach den Fond mit der Suppeneinlage wie TK Gemüsemischung, Klösschen (Leber-, Fleisch-, Mark-, Schinken-, Semmel-, Zwieback-, Schwemm-, Grieß-), Nudeln, Reis, Frittaten, Würzung/Kräuter, neue Fleischeinlage fertigkochen.

Salat zur Aufbewahrung in feuchtes Stoff/Leinentuch - bei korrekter Ausstattung normale Geschirrtücher die danach eh in die Kochwäsche kommen - falls der Kühlschrank keine tollen Gemüse/Salatfächer mit hoher Luftfeuchte hat.

Anstelle von Eisbergsalat kleinere Größen : Kopfsalat, "Deko"Salate (Lollo Rosso/Bionda(?)), Romasalate, Chicoree. Auf Wochenmarkt gibt es Spinat"salat", Rucola, Wildblätter/-blumensalat portionsweise/abgewogen anstatt ganzer Köpfe.

Salatkopf "besser" verwenden durch

- Dämpfen auf Salatblättern (Außenblätter) zB Frühstücks
- Sandwich (BLT), Essen in Salatblatt anstelle Brot (größere Blätter)
- Salatherzen / "Rest" kleingeshcnitten im Salatrezept

Orangen-Chicoree Salat mit Joghurtdressing kann 1 Tag "Einweichen" zum besseren Geschmack vertragen.

Obstsuppen können gut gelagert werden - einlagen werden jeweils frisch zubereitet halten aber auch etwas.

Beispiel Kirschsuppe:
- Tag 1 Kirschsuppe heiß, mit Klump/Klüten (Mehl/Eierkuchenartiger Teig)
- Tag 2 Gebratene Semmelklöße/Armer Ritter mit Kirschsuppe kalt/heiß
- Tag 3 Kirschsuppe eindicken und Kirschgrütze mit Vanillesoße heiß/kalt
- Tag 4 - 5 Kirschen auf Salat/Dressing ähnlich Thai-Salate (Blattsalat, Fruchtkomponente in Dressing, Knackig (Nüsse), Gebratenes Hühnerfleisch/Käsewürfel) und Vanilleeis mit "Kirschsuppe"/Soße (püriert)

Je nach Tag auch mit passendem Alkohl (Kirschwasser) oder Gewürzen (Nelken/Zimt/Sternanis) den Geschmack etwas verändern oder mit anderen Früchten kombinieren "Resteverwertung" von zB eingefrorenen Obst.

Bei manchen Suppen kann so ähnlich vorgegangen werden - als Beispiel einfach mal "Linsen mit Suppengrün"
- Tag 1 : Linsensuppe mit Suppengrün, über angebratenen Speckwürfel, mit Wiener Würstchen (Variante Schwein)
- Tag 2 : Linsensuppe "süß/sauer"/westfälisch zB mit Rindfleischbrühe und Rindswürstchen oder Krakauer/Cabanossi
- Tag 3 : Linsensuppe in Richtung Indien biegen - "Dhal" - Kokosmilch, Curry oder Kümmel/Koriander gewürzmischungen
- Tag X: Pürieren und vegetarischer Brotaufstrich

Die Fleischeinlagen sollten wirklich immer "neu" sein oder höchstens 1x aufgewärmt - durch den Aromaausgleich aller Zutaten hat die Suppe beim >2ten Mal zwar einen leicht besseren Geschmack, das Würstchen ist dann aber etwas weit von "Genießbar" entfernt

Vielleicht mal die <30Minuten Kochshows sehen

rdbannon Avatar
rdbannon:#55011

>>55009

Die USA scheint da ganz weit hinten, wenn es in Deutschland bereits "Kochkesselkühlung" direkt im Kochgerät (?) gibt.

Im Gastrogewerbe gibt es außerdem Schockfroster für schnellstes Kühlen/Gefrieren bei Bäcker/Konditoren und eben auch für andere "Zielgruppen"

emileboudeling Avatar
emileboudeling:#55012

>>55010

Kein Fond oder Brühe hält Monate Bernd es sei denn du kochst ihn die ganze Zeit frierst ihn ein bzw. machst es zu einem Pulver.

linux29 Avatar
linux29:#55014

>>55012

Bernd redete von Einkochen und meinte dabei Einwecken oder "Konserve" herstellen.

Bezüglich der Haltbarkeit gibt es Unterschiede
je nachdem ob ein Einkochtopf mit Wasserbad (~100°C max. Temperatur); Schnellkochtopf oder ein Dampfdrucktopf (Schnellkochtopf mit Druckanzeiger) verwendet wird.
Außerdem ist eben entscheidend ob es mit Fleisch oder ohne Fleisch ist.

Die Haltbarkeit 3-6 Monate oder eben ~1 Jahr oder länger je nach Methode.

Auf https://digital.blb-karlsruhe.de/blbkochbuch sind zumindest der Klassiker das WECK Einkochbuch von 1955
mit verschiedenen Fleisch-Einkochrezepten oder "Koche auf Vorrat".

Bei Schnellkochtopf/Dampfdrucktopf gibt es auch Hinweise zu den Kochzeiten in der Bedienungsanleitung unter "Einkochen".

vladarbatov Avatar
vladarbatov:#55018

>>55014

Ha achso ja dann war das wohl ein Missverständniss.

Einkochen kannst du aber auch Rouladen, Bolo , Tomatensoße , Obst , Gulasch usw. jedenfalls hat dieser (Koch)Bernd verfach erfolgreich hinbekommen kann und kann nur weiterempfehlen.

Man braucht dazu auch weder einen Einkochautomaten noch einen Schnellkochtopf und schon gar nicht diese teuren Gläser.

souperphly Avatar
souperphly:#55019

Aber das nutzt OP doch nichts. Gebinde aufgemacht und dann tickt die Uhr wieder.
OP wollte jeden Tag ein Süppchen schnabulieren. Vielleicht sollte er sich einfach ne Erbswurst kaufen (warmmachen muß er sie sowieso weil kalte Suppe bähhh)

breehype Avatar
breehype:#55020

>>55018

> Man braucht dazu auch weder einen Einkochautomaten noch einen Schnellkochtopf

Da stimme ich dir zu, Bernd.

Ein Einkochautomat ist oft überflüssig - Temperatur im Backofen oder im normalen Topf mit Einsatz auf dem die Gläser stehen funktioniert auch, solange das Ziel eben nur Wochen/Monate sind und nicht "Jahre".

Die Lagerung bei Raumtemperatur stellt auch etwas andere Einkochanforderungen als Kühlschranklagerung.

So ein Schnellkochtopf ist schon praktischer:

Ein großer Topf, der auch ohne "Schnellkochfunktion" genutzt werden kann. Die Schnellkochfunktion ist bei Gulasch/Suppenfleisch oder Getrockneten Erbsen/Linsen etwas praktischer, da weniger Zeit / kurzfristiger ohne 24h Einweichen gekocht werden kann.

> und schon gar nicht diese teuren Gläser.

Bis die Verwandschaft immer fragt und mahnt "sammel mal Marmeladengläser" oder "mir fehlen passende Deckel, hast du welche?"

Auf Trödelmärkten gibt es aber auch oft genug von dem Zeug viel billiger als die Katalog-Neupreise.

mwarkentin Avatar
mwarkentin:#55022

>>55020

Jau Bernd.

Benutze immer den Backofen und auch alte Gurkengläser und oder Ketchupflaschen.

Schnellkochtopf habe ich mir für Kartoffel geholt (kann den Omni Perfect von Beem empfehlen) nur noch 12min reine Kochzeit, stimmt dir aber zu grade Hülsenfrüchte oder Schmorgerichte profitieren imhens davon.

Bernd kocht auch meistens mehr Grundzutaten (also Kartoffeln/Nudeln/Reis) und macht dann an den folgenden Tagen verschiedene Gerichte bspw. Thaicurry und am nächsten Tag Frikasse oder so.

ryanjohnson_me Avatar
ryanjohnson_me:#55035

>>55010
Wie kommst du auf diese Kombinationen?

Ergibt sich das von selbst?
Ich habe mal eine Suppe aus Kartoffel-Würfeln und Lauch gekocht und die große Menge dann 3-4 Tage weiterverwendet.

Portion abgezweigt in kleineren Topf und...
* Mal TK-Gemüse rein und abgeschmeckt.
* Mal nen kleinen Becher Creme Fraiche.
* Mal Pur.

carloscrvntsg Avatar
carloscrvntsg:#55036

>>55035

>Wie kommst du auf diese Kombinationen?
>Ergibt sich das von selbst?

Es sind "Basistechniken" wie Ableiten und Verfeinern.
Oder "Austauschen" und "Ergänzen".

Beispiel Indische Küche: Currysoße gleich; Huhn/Schwein/Rind/Ente/Tofu/Seitan/Sojaschnetzel wird ausgetauscht. Bei Chinarestaurants auch häufig anzutreffen.

"Ergänzen"/"Verfeinern: Petersilienkartoffeln; Kräuterbutter; diverse "Butter"verfeinerungen mit Paprika, Anchovis,Trüffel...

Außerdem kann man sich bei Rezeptdatenbanken, via Google, Hipster-Ernährungsweisen (Paläo,Vegan), Speisekarten von Restaurants, neue TK-Produkte bedienen - auf die Beispiele bezogen:

- Kirschen als Nachtisch "üblich"-> gibt es Hauptgerichte damit ?
- (Verfeinern) Weihnachten wird anders gewürzt / Regionale "Feiertagsspeisen" oder Spezialitäten (oft in Wikipedia beschrieben)
- "Resteverwertung" : einfaches Mischen in Joghurt/Quark/Buttermilch/Kefir (die auch unterschiedlich Schmecken); wird oft in Alten Kochbüchern oder hippen "Vollverwertungs"-Büchern beschrieben; hippe Blogs mit "was mache ich mit den Möhrengrün" gibt es auch (Bernd kauft einfach Möhren ohne Grün)
- (Linsen) : Wie wird in anderen Ländern (Indien) damit gekocht ?
- Nachtisch: Andere Länder benutzen keine Milchprodukte sondern Kokosmilch-Pudding oder verwenden Obst in Salaten

- Bei TK Produkten kann die Produktauswahl von Iglo/Frosta auch als Vorlage dienen. "Rustikale Karotten in Kerbel-Butter" (Austausch Karottensorte; Verfeinerung durch Kräuter: Kerbel) für 8,30€/kg im Frostashop bei Karottenpreisen von teilw. 50ct-1€/kg kann sich in der Geldbörse bemerkbar machen.