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Veröffentlicht am 2013-10-09 19:16:38 in /fe/

/fe/ 1193: Heyho, Bernd. Ich bräuchte mal deine Hilfe b...

souperphly Avatar
souperphly:#1193

Heyho, Bernd.
Ich bräuchte mal deine Hilfe bezüglich der Nabengangschaltung, in meinem Fall eine 3-Gang.

Geschichte:
Ich habe mir ein Radel von einem Schrottsamler geholt, ein Schöner alter Wasweißich.
Was auf dem ersten Blick nach Schrott aussieht, hat sich als Glücksfund betiteln.
Die Laufräder sind super, keine Seiten- oder Höhenschläge; Kugellager sind gut erhalten, sogar noch ausreichend geschmiert.

Nur die Hinterradnabe macht Probleme:
Zu erst ist mir auf gefallen, nachdem ich die Schaltung nachjustiert habe, dass diese vor allem im 2. Gang ruckelt und gar ganze Drehungen überspringt.
Um nachzusehen, was mit ihr Falsch ist, habe ich diese abgeschraubt und stellte fest, dass das Innenleben aus nicht mehr besteht als aus einem alten, eher zähflüssigen Schmiermittels.
Nach dem zusammenbau, bin ich der Meinung, dass der Fehler darin liegt und eine einfache Reinigung und Neuschmierung die Probleme lösen könnte;
Denn auch das Hinterlaufrad dreht sich sehr träge. Anders als das Vorderrad und das Innenlager.
Aceton habe ich hier rum stehen, zum entfetten und reinigen der Nabe.
Welches Fett oder Schmiere ich nehmen soll, weiß ich leider nicht. Ausser Kettenspray, Multischmierspray, Olivenöl und Lederfett habe ich hier nichts was irgentwie "hilfreich" wäre.

Bei Toom habe ich nur dieses Fett gefunden (Bild relatiert).
Da ich mich nicht mit DIN-Normen im Metallbereich gar nicht auskenne, weiß ich auch nicht wie viel Nm die Bedeutung "Schwach belastet" Tolleriert.


Ist mein Vorhaben sinnvoll oder worin liegt das Problem?
Kann ich es nehmen oder hat Bernd etwas Besseres/Günstigeres?

polarity Avatar
polarity:#1194

Die Flächenpressungen in so einem Getriebe sind überraschend hoch, da du beim Fahrrad niedrige Drehzahlen und hohe Drehmomente im ganzen Antrieb hast.

Ich würde eher ein etwas höherwertiges Fett kaufen, z.B.:

http://www.liqui-moly.de/liquimoly/produktdb.nsf/id/de_3406.html?Opendocument&land=DE&voilalang=d&voiladb=web.nsf

Damit schmiere ich seit Jahren so gut wie Alles was ein bisschen höher belastet ist.

andrewgurylev Avatar
andrewgurylev:#1195

>>1194

Für den Einkauf kannst du auch mal "Industriebedarf" oder "KFZ-Zubehör" bei google maps suchen, die haben sowas in der Regel da.

keremk Avatar
keremk:#1202

Jetzt lasst aber mal die Kriche im Dorf. Es handelt sich um eine 3-Gang-Nabe, außerdem ist es kein Rennrad. Das Fett ist mehr als in Ordnung, abgesehen davon würde ich Naben allgemein jedes Jahr zum Frühling hin erneut schmieren.

joshhemsley Avatar
joshhemsley:#1203

>>1202
Diese Nabe soll aber für den Winter sein, mit der ich wohl wöchentlich mehr als 50Km zurück legen möchte.

kosmar Avatar
kosmar:#1204

>>1202

Worauf stützt du denn deine Aussage? Nur weil der Wert der Schaltung vielleicht nicht sehr hoch ist, heißt das nicht das billiges Fett angebracht ist.
In der Nabenschaltung hast du sehr kleine Zahnräder, mit sehr hohen Drehmomenten. Ergo hohe Flächenpressungen, bei denen das Billigfett beim ersten Antritt versagt. Da kannst du Nachschmieren so oft du willst.

Das empfohlene Fett kostet unter 10€ für 400gr, und ist einfach das richtige Fett für diesen Anwendungszweck.

kazukichi_0914 Avatar
kazukichi_0914:#1207

Du musst darauf achten, dass dein Fett nicht verharzt. Sachs hatte das Problem mal eine Zeit lang, siehe auch :

>Hallo Hardy,

bei uns im Laden bzw. Werkstatt heißt dieses Phaenomen "Das Pentasportproblem".

Es kann aber behoben werden. Einfach Nabe zerlegen, entfetten und reingen, neu schmieren, zusammensetzen und fertig.

Es liegt am Fett in der Nabe. Das ist mit der Zeit verharzt und die Federkraft reicht nicht mehr aus um gegen das zähe Fett anzukommen. Im Winter bzw. bei niedrigen Temperaturen tritt das Problem stärker auf als im Sommer.

>http://www.velomobilforum.de/forum/showthread.php?8304-Probleme-mit-F-amp-S-5-Gang-Nabe

Also irgendein Fett reintun ist nicht.

Könnte bei dir aber auch an einer falsch eingestellten Schaltung liegen. Viel Erfolg bei der Reparatur.

vicivadeline Avatar
vicivadeline:#1209

Also beim Anblick des Rades frage ich mich schon ob die 100%ige Aufwertung durch Fett für 10 NG sinnvoll ist.

grafxiq Avatar
grafxiq:#1210

>>1209
Was gefällt dir an diesem Radel nicht?
Es ist zwar nicht sehr Hübsch, aber weitestgehend in Ordnung.

Es ist ein Stahlrahmen, der sichtlich gut verarbeitet ist, vielleicht Irre ich mich auch, ich bin kein Gelerhter auf dem Gebiet.
Dieser ist sinnvoll, da er nicht besonders kälteempfindlich ist, anders als Alurahmen.
Wie erwähnt, sind die Laufräder gut in Schuss, zumindest für das Alter.

Das gesammte Fahrrad wird im übrigen neu Lackiert.

wahidanggara Avatar
wahidanggara:#1218

Alurahmen sind normalerweise nicht Kälteempfindlich. Allgemein wird ein modernerer Rahmen (egal ob CroMo oder Alu) ein deutlich besseres Gewichts/Steifigkeitsverhältnis aufweisen als dieser steinalte gemuffte Stahlrahmen.
Auch machen mir die Bremsen keinen allzu tollen Eindruck. Für Geschwindigkeiten <=15km/h mag dieses Fahrrad auf kurzen Distanzen noch in Ordnung sein, auf längeren Strecken oder bei höheren Geschwindikeiten macht das Dimg keinen Spass oder ist aufgrund mieser Bremsen sogar gefährlich.

atariboy Avatar
atariboy:#1219

>>1218
Vorab: Ich hoffe du trollierst nur.
Wie man sieht, sieht man am Vorderrad keine Bremsen, wie wollen sie dann über die Bremsleistung des Rades urteilen, wenn ihnen nicht einmal das aufgefallen ist.

Aufgrund dieser aussage, werde ich meine Meinung nicht ändern, nachdem ich von zahlreichen, wesentlich fach-kompetenteren Menschen sowohl gelesen, als auch gehört habe, dass Alu bei kälte wesentlich spröder und anfälliger bei Kälte wird, als Stahl es tut.

Die Steifigkeit ist mir recht egal, sofern mein Gelände-Rad mit Alurahmen nicht im Winter leiden muss.
15 Km schaffe ich wohl mit dem Rad sicherlich problemlos im Winter, wenn ich im Sommer über 120KM Etappen hin bekomme. Von mir aus bei 15 Km/H.

linux29 Avatar
linux29:#1221

>>1219

>>>1218
>Vorab: Ich hoffe du trollierst nur.
>Wie man sieht, sieht man am Vorderrad keine Bremsen, wie wollen sie dann über die Bremsleistung des Rades urteilen, wenn ihnen nicht einmal das aufgefallen ist.

Er geht wohl von einer Rücktrittbremse aus?
Egal wie gut deine Rücktrittbremse ist, ohne Vorderradbremse hast du eine sehr schlechte Bremsleistung.
Das Vorderrad erbringt immer den Hauptteil der Bremswirkung.

>Aufgrund dieser aussage, werde ich meine Meinung nicht ändern, nachdem ich von zahlreichen, wesentlich fach-kompetenteren Menschen sowohl gelesen, als auch gehört habe, dass Alu bei kälte wesentlich spröder und anfälliger bei Kälte wird, als Stahl es tut.

Maschinenbauer hier. Diese Verallgemeinerung "Stahl" und "Aluminium" ist bei mehreren tausend üblicher Legierungen mit unterschiedlichen Wärmebehandlungen und kalten Verarbeitungsmethoden unsinnig. Es gibt auch Stahllegierungen, die hochempfindlich sind. Wenn es kalt genug wird, werden selbst gutmütige zähe Stähle spröde.
Wir sind aber hier nicht in der Arktis, und die für Fahrradrahmen üblichen Stahl- und Aluminiumlegierungen sind stark unkritisch was Wintertemperaturen in unseren Breitengraden angeht.
Auch sind Fahrradrahmen, insbesondere aus Alu, aus Steifigkeitsgründen so stark überdimensioniert, das man sich über die Festigkeit keine Gedanken mehr machen muss. Von ein paar mies konstruierten Billigrahmen abgesehen.

>Die Steifigkeit ist mir recht egal, sofern mein Gelände-Rad mit Alurahmen nicht im Winter leiden muss.

Das Einzige was da leidet sind Lager usw in der Salz-Schneematsch-Pampe.

gmourier Avatar
gmourier:#1223

>>1221
>ohne Vorderradbremse hast du eine sehr schlechte Bremsleistung.
Ohne Vorderradbremse gilt das Rad nicht als verkehrssicher. Wahrscheinlich war die Felgenbremse aber dem vordern Gepäckträger im Weg und wurde entfernt.
>2. Gang ruckelt und gar ganze Drehungen überspringt.
Einstellungssache, Bernd. Die alten Torpedo3Gangnaben hatten immer zwischen dem 1. und 2. Gang einen Leerlauf. War also Leerlauf auf der (nicht einrastenden) Zwischenstellung, war der Schaltzug optimal eingestellt. Hatte Bernd den Leerlauf auf dem 2. Gang, hätte er nur am Stellkettchen an der Nabe etwas drehen müssen.

bassamology Avatar
bassamology:#1224

Ja, laut StVO müssen Fahrräder 2 voneinander unabhängige Bremsen besitzen. Was quasi heißt, das eine Vorderradbremse vorgeschrieben ist.

fluidbrush Avatar
fluidbrush:#1227

Mir war schon klar, dass ich eine weiter Vorderradbremse benötigen werde, sowohl aus sicherheits, als auch aus rechtlichen Gründen.
Das Laufrad ist wie auf dem Bild zu erkennen für eine Zangenbremse ausgelegt und wird auch verwendet.

>>1223
Bei der Einstellung habe ich schon einige Zeit investiert und versucht und getüftelt. Leider ohne sinnvollem Ergebnis.
Wenn ich die Zeit finde, werde ich mich daran machen, die Nabe zu entfetten.

Wie stelle ich das am besten an? Tücher tränken, abwischen?
Oder besser in einer Acetonlösung einlegen und danach mit einem Tuch sauber Wischen?

Hat Bernd da einige Ratschläge für mich?

albertodebo Avatar
albertodebo:#1229

>>1227

Ist die Felge etwa lackiert?
Wenn ja: Genieße die miserabelste Bremswirkung immer.

wahidanggara Avatar
wahidanggara:#1230

>>1229
Schleifen war nie deine Stärke, oder?