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Veröffentlicht am 2014-04-27 23:22:13 in /fe/

/fe/ 1720: Beratung

javorszky Avatar
javorszky:#1720

Bernd, ich fahre seit Anfang April mit dem Drahtesel zum Schafen.
Nun ist eben jener leider ein 26" Tourer für Frauen.
Bernd hat ihn, da er ihn damals von seinen Eltern geschenkt bekam. Mit Mountainbike-Reifen drauf fährt Bernd jetzt schon länger immer mal wieder Trails.
Seit ich jetzt aber (Mitte April) den kompletten Weg zur Arbeit (16km einen Weg) radel, merke ich immer mehr, das dieses Rad nichts für mich ist.
Es ist zu klein, wenn ich schnell fahre, knicke ich meinen Oberkörper zu sehr ein und bekomme Bauchschmerzen, die Räder sind zu klein, ich komme trotz Gefälle und schnellstem treten nicht über 32km/h.
Jetzt spiele ich mit dem Gedanken mir ein günstiges Rennrad zuzulegen.
Würde Bernd mir zu diesem hier raten, was muss ich beachten?
Einziger Vorteil des Raleigh-Rades das ich besitze ist, das der kleinste Gang extrem klein übersetzt ist, ich komme damit wirklich überall hoch.
Ein Trekkingrad/Tourenrad mit 28" habe ich zwar auch schon in Betracht gehabt, ich möchte den Weg zur Arbeit aber sportlich nehmen, nicht als entspannte Tour.
Bernd ist 183 groß und wiegt 67kg und wohnt in der Eifel, wenn das irgendwie hilfreich ist.

http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-anzeige/rennrad-corratec-fahrrad-bike/192023017-230-5252?ref=search

velagapati Avatar
velagapati:#1733

Ich interessiere mich nicht sehr für den gebraucht-Rennradmarkt, aber eine Shimano 105 ist eine solide Ausstattung. Keine Ahnung zum Rahmenhersteller, aber wir haben hier 1-2 Experten, warte mal bis die sich melden.

Bei dem Gebrauchtradkauf die üblichen Dinge checken: Schläge in den Laufrädern, Speichenspannung, (ist oft leicht zu beheben wenn man es kann, wenn nicht muss man das halt auch gleich wieder machen lassen)
Lagerspiel in Tretlager, Steuersatz, Nabenlager.

Shimano verbaut sehr gerne Konuslager in Naben, mit hoher Wahrscheinlichkeit sind das auch Konusnaben. Kann man sehr gut und einfach Nachstellen, sofern Spiel. Auch Steuersätze werden merkwürdigerweise bei manchen Leuten mal lose, Spiel muss da nicht heißen das er hinüber ist, sauber einstellen kann reichen. Wurde lange mit Spiel gefahren oder ist das Spiel durch Abnutzung entstanden, kann er aber auch platt sein.

Bei einem Rad in dem Alter kann man auch mal schauen wie viel seitliches Spiel die Schaltwerksmechanik entwickelt hat, wobei das nicht so wichtig ist so lange die Schaltung sauber alle Gänge durchschaltet, dann kann nicht so viel Schlecht sein.

Haifischzähne auf Kettenblättern und besonders den Ritzeln kündigen Lebensdauerende an, Kettenlängung kann man durch Abzupfen der Kette auf dem größten Kettenrad in Fahrtrichtung testen, lässt sie sich schon über die Zähne heben ist sie auf jeden Fall fällig.

Kettenblätter halten recht lange, aber neues Ritzelpaket+Kette kosten schon relativ viel im Vergleich zum Kaufpreis den du da anpeilst.

Abnutzungsgrad der Felgenflanken würde ich mir anschauen, wenn die durchgebremst werden wird es recht teuer.

An so einem Rennrad ist ja relativ wenig dran.

illyzoren Avatar
illyzoren:#1746

Hast du auf dem Weg zur Arbeit keine Tasche dabei? Gibt es keine Jacke, die du nach einiger Fahrtzeit aus- oder anziehen möchtest? Hast du nie Regenzeug dabei? Kaufst du auf dem Heimweg nie schnell im Vorbeifahren was ein? Ist es bei deiner Arbeit kein Problem, wenn du, weil du auf einem Rad ohne Schutzbleche in einen Schauer gekommen bist, mit Nässe- und Schmutzstreifen verziert dort ankommst?

Wenn deine Antwort auf alle diese Fragen "nein, nie" ist, dann kauf' dir einen Renner. Für alltägliche Verwendung bist du mit einem Trekkingrad (mit Licht, Gepäckträger und Schutzblechen) aber weitaus besser bedient. Wenn du auf überflüssiges Federgeraffel verzichtest, einen guten Stahlrahmen in der passenden Größe kaufst, und eher schmale Reifen mit geringem Rollwiderstand montierst, dann ist ein Trekkingrad genau so agil und nur unwesentlich schwerer als ein Rennrad.

Ob du damit dann "sportlich" unterwegs bist ist, passende Rahmengröße vorausgesetzt, keine Frage des Fahrradtyps. Sondern der Komponentenauswahl und des Wartungszustands. Und natürlich deiner Kondition ...

Zum Corratec ansonsten: Ich mag die Gabelform und den kurzen, deutlich unterhalb des Oberrohrs angesetzten Hinterbau nicht. Die Kette wurde eher schlecht gepflegt. Entsprechend sehen die Zähne des grossen Kettenblatts auch schon angenagt aus.

thomweerd Avatar
thomweerd:#1749

>>1746

Nicht OP hier.

>Hast du auf dem Weg zur Arbeit keine Tasche dabei? Gibt es keine Jacke, die du nach einiger Fahrtzeit aus- oder anziehen möchtest? Hast du nie Regenzeug dabei? Kaufst du auf dem Heimweg nie schnell im Vorbeifahren was ein? Ist es bei deiner Arbeit kein Problem, wenn du, weil du auf einem Rad ohne Schutzbleche in einen Schauer gekommen bist, mit Nässe- und Schmutzstreifen verziert dort ankommst?

Ich fahre seit Jahren ein Rennrad als Alltagshobel. Natürlich hat man einen Rucksack dabei, in welchem sich manchmal gerüchteweise sogar Notfallwechselklamotten für spontane Wolkenbrüche und deren Folgen befinden, sofern man diese nicht am Arbeitsplatz deponiert hat.
Ich arbeite aber auch nicht im Anzug und empfange ständig Kunden.

>Ob du damit dann "sportlich" unterwegs bist ist, passende Rahmengröße vorausgesetzt, keine Frage des Fahrradtyps.

Rahmengeometrie, kennste?


Zum Corratec ansonsten: Ich mag die Gabelform und den kurzen, deutlich unterhalb des Oberrohrs angesetzten Hinterbau nicht. Die Kette wurde eher schlecht gepflegt. Entsprechend sehen die Zähne des grossen Kettenblatts auch schon angenagt aus.

heikopaiko Avatar
heikopaiko:#1753

>>1720
>wohnt in der Eifel,

Das spricht m.E. auf jeden Fall für 3-fach Tretkurbel

Ansonsten kann man schlecht sagen ob es besser für dich ist ein Rennrad anzuschaffen, oder das Originalfahrrad zu modifizieren, wenn man die genauen Gegebenheiten nicht kennt.

Möglicherweise wärest du mit neuem Vorbau, längerer Sattelstange sowie Slickbereifung und größerem Kettenblatt weitaus besser und günstiger bedient.

Wenn du ein wirklich guten Fahrradladen in der Nähe hast, lass dich dort beraten und vermessen.

fatihturan Avatar
fatihturan:#1756

>>1753
Wichtiger als 2-fach oder 3-Fach Tretkurbel ist die Anzahl der Zähne auf der Tretkurbel. (wobei 3-fach gerne als Kürzel für "kann auch Berge" benutzt wird).

Dieser Bernd hat sich die Anzahl der Zähne an der 1-fach Kurbel (weil Nabenschaltung) einfach so anpassen lassen dass er jeden Berg _hoch_kommt. Merke: Runter kommen sie alle...

_zm Avatar
_zm:#1757

>>1756
> ...so anpassen lassen ...
Drei Kettenblätter garantieren automatisch eine ausreichend gute Übersetzung für die Berge(98%).

tmstrada Avatar
tmstrada:#1758

>>1756
>Dieser Bernd hat sich die Anzahl der Zähne an der 1-fach Kurbel einfach so anpassen lassen dass er jeden Berg _hoch_kommt.


Manche Leute wollen halt auch in der Ebene vorankommem...

joshuapekera Avatar
joshuapekera:#1759

Also, lieber /fe-Bernd:
das bereits vorhandene 26" Fahrrad, Bild relatiert, nur mit Stollenreifen, möchte ich eigentlich nicht ewig weiter behalten. Ich habe ihm jetzt noch neue Bremsbeläge spendiert damit ich weiter sicher unterwegs bin, bin aber mit der Rahmengröße an sich unzufrieden da die Ergonomie bei sportlichem, sprich schnellem Fahren extrem Unangenehm ist (Buckel, Bauch eingeklemtt).
Für den Einsatz auf dem Eifelsteig ist der Rahmen aber nicht hoch genug bzw. mit 26" bin ich zu klein unterwegs um vernünftig MTB fahren zu können.
Was für mich ein Muss ist, ist die Möglichkeit einen universellen Gepäckträger zu montieren. Ich fahre 16km auf die Arbeit, die Erfindung von Satteltaschen, in meinem Fall Kuriertaschen, halte ich für sehr sinnvoll und praktisch. Im MTB-Bereich fahre ich aus praktischen Gründen mit Rucksack, im Straßenbetrieb sind die Taschen aber schlichtweg genial kein nasser Rücken unter der Jacke, keine nassgeschwitzten Rucksackriemen
Zu deinem Einwand mit den drei Blättern vorn:
ohne kann ich mir hier nicht vorstellen Fahrrad zu fahren, es geht ziemlich lang (7km) relativ gemein 240 Höhenmeter) bergauf. Ohne meinen "Mega Range" Gang müsste ich an bestimmten Stellen (allerdings nur eine an der ich querfeldein ein kurzes sehr steiles Stück kurz vor Ende der Steigung fahre) schieben.

Ein "Trekkingrad" bringt wieder einige Nachteile mit sich, die ich eigentlich nicht mag.
Da wären: Kraftverlust durch Frontfederung, breitere Bereifung (änderbar) verkehrer Lenker (änderbar, aber nur im Verbund mit anderer Schalt und Bremsarmatur) andere Rahmengeometrie, mehr Nachlauf als ein Rennrad, nur mit anderer Gabel änderbar.

Der Vorteil ist klar, auch lange Radtouren sind damit problemlos möglich, ein Gepäckträger ist vorbereitet oder bereits installiert.

Ich möchte bzw. ich kann aber nicht eine größere Menge Geld investieren um mir ein solches Fahrrad zu entwerfen, ich brauche sozusagen eine Basis die ich mit wenigen kostengünstigen Griffen anpassen kann oder einfach nurnoch "auffrischen" muss mit neuen Reifen oder Bremsbelägen.
In Betracht kamen jetzt folgende Räder:
http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-anzeige/peugeot-rennrad-competition-2000-mit-schuhen-gr-43/200807950-217-19027?ref=search
http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-anzeige/rennrad-von-chaka/186890347-230-5415?ref=search
Beide liegen unter 200€, mit etwas Aufwand, also neuen Reifen, anderen Pedalen und Tubus Fly wären das doch recht patente Anfänger-Stücke, oder?

n_tassone Avatar
n_tassone:#1760

>>1759

>bin aber mit der Rahmengröße an sich unzufrieden da die Ergonomie bei sportlichem, sprich schnellem Fahren extrem Unangenehm ist (Buckel, Bauch eingeklemtt).

Das hieße ja, der Rahmen wäre für dich dramatisch zu groß? Da du mit 1,83m Fahrradtechnisch nicht zu den Zwergen gehörst, und du vermutlich kein Fahrrad für 2m Fahrer hast, denke ich nicht das dies der Fall ist.

Weißt du denn was der Geometrieunterschied von deinem Rad zu einem Rennrad ist? Der Lenker ist noch weiter vorne vom Sattel weg, und üblicherweise liegt der Sattel höher als der Lenker!

Auf einem Rennrad musst du dich also noch weiter runterbeugen, und dein Bauch wird noch weiter eingeklemmt.

Wovon soll denn da was Besser werden?

>Für den Einsatz auf dem Eifelsteig ist der Rahmen aber nicht hoch genug bzw. mit 26" bin ich zu klein unterwegs um vernünftig MTB fahren zu können.

Wad. Die meisten MTB sind 26", 29" sind ein recht neuer Trend und mit 26" kann man *Alles* fahren.

>Was für mich ein Muss ist, ist die Möglichkeit einen universellen Gepäckträger zu montieren.

Ist bei jedem Rahmen mit Ösen möglich, für die ohne gibt es immer noch klemmbare Träger.

>Ich fahre 16km auf die Arbeit, die Erfindung von Satteltaschen, in meinem Fall Kuriertaschen, halte ich für sehr sinnvoll und praktisch.

Ich persönlich ziehe einen Rucksack vor. Für 16km ist ein Rennrad mit eher schmaler Bereifung auf jeden Fall sinnig, wenn man nicht ewig brauchen oder völlig fertig ankommen möchte, da Kilometer schruppen mit hoher Durchschnittsgeschwindigkeit auf dem Rennrad doch deutlich leichter fällt.

>Zu deinem Einwand mit den drei Blättern vorn:
ohne kann ich mir hier nicht vorstellen Fahrrad zu fahren, es geht ziemlich lang (7km) relativ gemein 240 Höhenmeter) bergauf. Ohne meinen "Mega Range" Gang müsste ich an bestimmten Stellen (allerdings nur eine an der ich querfeldein ein kurzes sehr steiles Stück kurz vor Ende der Steigung fahre) schieben.

Ich fahre SRAM 2fach, und ich habe mit Bergen auch kein Problem. Man merkt gar nicht wie viele doppelte und unnötige Gänge eine 3x9 hat bis man mal 2x10 fährt.

>Beide liegen unter 200€, mit etwas Aufwand, also neuen Reifen, anderen Pedalen und Tubus Fly wären das doch recht patente Anfänger-Stücke, oder?

Kommt halt drauf an wie ausgelutscht die Komponenten sind, wenn du erstmal Kettenblätter, Kette und Ritzel verschleißbedingt tauschen darfst weil halt deswegen die Schaltung hakelt ... und dann noch ein Lager platt ist investierst du selbst mit den billigsten online zusammengesuchten Komponenten schnell gleich noch mal 200€.

Würd sowas vorzugsweise mit begutachten vor Ort kaufen, wenn möglich.

Ansonsten würde mir das Erste schon zusagen.

scottgallant Avatar
scottgallant:#1761

>>1760
Hab mich vielleicht unverständlich ausgedrückt. Die Bodenfreiheit des Rades ist zu gering, da wo mein Mitfahrer noch drüber radeln konnte, hat mein Rahmen bzw mein Ritzel bereits unangenehmnen Bodenkontakt gehabt. Selbiges galt für die Pedale, seine liegen bei gleicher Pedalarmlänge im UT etwa 4-5cm höher als meine.
Bezüglich der Ergonomie vom Rennrad habe ich beim probeweisen fahren des alten Peugeots meines Freundes weit weniger Probleme gehabt als mit dem jetztigen Raleigh. Lag sicher auch am anderen Lenker und der damit verbundenen anderen Haltung des Oberkörpers im Vergleich zu einer Lenkstange mit "Hörnchen".
Nur der Aufwand auf das Raleigh jetzt einen Rennradlenker mit passender Schaltung und passenden Zügen zu machen, einen längeren Vorbau draufzumachen, 26" Rennradreifen aufzuziehen, und dann damit nicht mehr Tourenmässig unterwegs sein, macht in meinen Augen keinen Sinn. Denn die 26" hab ich dann immernoch, und damit einen Hauptfaktor fürs Tempo.
Da ist es doch eigentlich einfacher den Trekker als Trekker zu behalten und einen Rennesel anzuschaffen der die Grundvorraussetzungen höherer Rahmen ("XL" statt jetzt "L"), Rennlenker und mehr als 26" bereits hat. Den Einbau der Teile kann ich ja gottseidank selbst bewerkstelligen falls etwas nötig ist und nicht nur die Kette verklemmt ist wie bei meinem Vater, der sein Fahrrad schon fast verkauft hatte deswegen.

marcusgorillius Avatar
marcusgorillius:#1762

>>1761

Rennräder haben normalerweise ein tieferes Tretlager als MTB.

28" ist nicht per se schneller als 26"

kennyadr Avatar
kennyadr:#1763

Na genau das will ich doch.
Das Tretlager vom Trekker ist für ein MTB zu niedrig, darum kann ich es als solches nicht verwenden.
Das Tretlager vom Rennrad ist tiefer, ich sass angenehmer darauf. (Rahmengröße "L").
Zum Bummeln und spazierenfahrn ist das Raleigh super, keine Frage, für den schnellen Weg zur Arbeit und den Trek im Eifelsteig aber ungeeignet. Weswegen ich mir über die Zeit hinweg erst das Rennrad für den Arbeitsweg und Strassentouren und dann ein MTB für Offroad-Touren zulegen will.
Bild relatiert, vor ein paar Stunden geschossen. Besser könnte ich die Möglichen Einstellungen nicht machen, der Sattel geht nicht höher wegen den Beinen, der Lenker nicht tiefer weil auf min. und nicht höher weil ich dann aufrechter sitzen würde und mehr Windwiderstand hätte.

Bernd Avatar
Bernd:#1764

Wenn du den Lenker tiefer bekommen wilst: kauf dir einen vernünftigen Vorbau, der sich beidseitig montieren lässt, so dass er wahlweise nach oben oder unten zeigt.

craighenneberry Avatar
craighenneberry:#1765

>>1759
Du würfelst ziemlich viel an Glauben und Halbwissen durcheinander. 28er Räder sind nicht schneller als 26er. Trekkingräder gibt es durchaus auch ohne Federgabel und mit schmalen Reifen. Tätsächlich sind die ohne Federgabel tendentiell hochwertiger. An Rennrädern kann man im Regelfall keine Gepäckträger montieren (keine Anlötösen am Hinterbau).

marcusgorillius Avatar
marcusgorillius:#1766

Sicher, ich rekapituliere sozusagen mein "Fachwissen" von der Übersetzung im PKW-Bereich und vermisch das mit meinen Erfahrungen mit Rädern, das da einige krude Sachen herumkommen ist doch wohl unvermeidlich..

Bei einer Schrittlänge von 85cm bin ich da Pi Mal Daumen bei einer Rahmenhöhe von 54-58cm?

Im Rennradbereich finde ich nämlich kaum Räder mit 26" und einer solchen Rahmenhöhe, hauptsächlich 28".

Ich möchte auch nochmal betonen das ich das Raleigh Rad nicht weiter umbauen möchte sondern im "Ist-Zustand" belassen will. Als Tourenrad mit gemächlichem Tempo und auf Wald/Feldwegen ist es angenehm fahrbar und perfekt übersetzt.
Ich möchte aber zügig und sportlich auf die Arbeit fahren, deswegen ja überhaupt die Anschaffung eines zweiten Rades.
Was den Gepäckträger angeht, hab ich schon eine "klemmbare" Lösung in Betracht gezogen.

Aus finanzieller Sicht ists leider nicht drin, ein passendes Rad zu bauen (was ich am liebsten tun würde) 28", schmale Reifen, 21 Gang mit superkleinem 1/1, Rennradlenker mit Hebelschaltung, Nabendynamo und Gepäckträger.
Die Auswahl an Grund-Gestellen die sinnvoll wären, ist hier in meiner Gegend extrem gering oder dann direkt recht hochpreisig, da lohnt es sich kaum ein Fahrrad für 100€ zu kaufen und für 400 umzubauen.
Dann lieber ein Rennrad für 100-200und dann noch maximal 200 in Reifen, Bremsbeläge und Gepäckträger reingesteckt und zufrieden sein.


Zur Zeit ist noch ein Müsing
http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-anzeige/rennrad-muesing-alurahmen/196831290-217-5037?ref=wl
und ein Lakes 3002
http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-anzeige/rennrad-marke-race-ultegra-weinrot-3002-alluminiumkoerper-18-gang/202921715-217-1679?ref=wl
zu finden.
Gibt es Meinungen zu beiden? Das Peugeot Competition ist wohl schon verkauft, im selben LK steht noch ein weiteres, aber für 100€ mehr in gleichem Zustand.
Das Müsing hätte 24 Gänge, wobei ich >>1760 zustimmen muss, die meisten meiner 3x7 Gänge benutze ich nicht.

grafxiq Avatar
grafxiq:#1767

>>1763

Sieht mir schwer nach zu kleiner Rahmengröße für jemandem mit 1,83m aus.

guischmitt Avatar
guischmitt:#1768

Ein C&C RR ist wahrscheinlich die beste Lösung. Bei deinem Budget wirst du aber wohl mehr oder weniger nehmen müssen was du kriegen kannst.

>>1766

Müsing hat einen guten Ruf und ist bekannt für ordentlich verarbeitete Rahmen im oberen Mittelfeld. Würde ich dem zweiten Rad auf jeden Fall vorziehen.

turkutuuli Avatar
turkutuuli:#1769

>>1768
C&C RR? Command and Conquer? Ich steh grade etwas auf dem Schlauch. Werde mir morgen das Müsing anschauen und mal probieren wie gut ich handeln kann.
Meine Zeit von 39 Minuten hinzus und 51 Minuten heimwärts will ich auf jeden Fall verbessern, mit dem RR als Trainingsgerät gehts hoffentlich besser. Die verbesserung Bergauf braucht natürlich Trainingszeit, auf der Geraden und Bergab aber vorallem eine andre Übersetzung als jetzt.

judzhin_miles Avatar
judzhin_miles:#1770

>>1769
Cross Country, also CC statt C&C, hab mich da verschrieben

craighenneberry Avatar
craighenneberry:#1771

>>1766
>Bei einer Schrittlänge von 85cm bin ich da Pi Mal Daumen bei einer Rahmenhöhe von 54-58cm?

So einfach ist das nicht. Beispiel: ich bin 182 groß, Schrittlänge 87, lange Arme, lange Oberschenkel. Die üblichen Rechner empfehlen mir 57-58cm Rahmenhöhe (für Trekking- bzw. Rennräder). Komfortabel finde ich aber nur Räder mit einer Rahmenhöhe von 60-62cm. Wobei ich (solange ich mir nicht ein Rad maßfertigen lasse) nicht so sehr deren Höhe, als vielmehr die damit verbundene Länge brauche. Kurz: Ich würde dir empfehlen, ab 58cm (und größer) zu schauen. Aber YMMV

Das Müsing gefällt mir, scheint aber relativ kurz zu sein. Anlötösen für einen Gepäckträger und Schutzbleche hat es - rennradtypisch - keine. Steckschutzbleche gibt es nur für MTB, die kannst du an einem Rennrad nicht montieren. Steckgepäckträger gibt es gar nicht. Du könntest höchstens einen Träger an der Sattelstütze montieren, evt. mit zusätzlicher Abstützung per Schraubschelle am Hinterbau. Solche Träger sind maximal bis 10kg, oft sogar nur bis 5kg zugelassen. Mit ihnen liegt die Last aber auch so hoch am Rad, das ich sie nur mit 2-3kg beladen würde (alles andere, denke ich, spürt man als Flattern und Zerren bei der Fahrt, mal abgesehen davon, dass Sattelstützen auf Druck- und nicht auf Zugbelastung hin ausgelegt sind).

>Aus finanzieller Sicht ists leider nicht drin, ein passendes Rad zu bauen (was ich am liebsten tun würde) 28", schmale Reifen, 21 Gang mit superkleinem 1/1, Rennradlenker mit Hebelschaltung, Nabendynamo und Gepäckträger.

Mir scheint: Was du eigentlich suchst ist ein ein halbwegs aktueller Randonneur. Sowas wie den 28er Randonneur von Patria. Derzeit bist du da (neu) tatsächlich erst mit 1700-2000€ dabei. Andererseits: Wenn du noch 2-3 eigentlich nicht zu deinen Einsatzzwecken und Vorstellungen passende Gebrauchte (+diverse Teile dazu) kaufst bist du auch schon bald bei über 1000 ...

samscouto Avatar
samscouto:#1772

>>1771 nochmal

Sieh dir mal die beiden an:
http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-anzeige/vsf-fahrradmanufaktur-randonneur-2013,-neu-!/187427476-217-1684?ref=wl
und
http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-anzeige/randonneur,-topp-trekkingrad,-trekkingbike,-tourenrad,-rennrad/203644724-217-5426?ref=search
Ja, es ist lila. Aber auch: Kildemoes! Und wahrscheinlich kann man es gerade wegen der Farbe im Preis noch runterhandeln.

joshkennedy Avatar
joshkennedy:#1773

>>1771
Versteh mich nicht falsch, aber ich ziehe einem Rad aus den 80ern mit Rahmenschaltung das Rad aus den End-90ern mit Lenkerschaltung vor.
Ich werde das Rad vorerst eh nur bis Juli fahren, dann kommt erstmal ein Jahr Norwegen/Neuseeland.

Der Tubus-Fly ist extra für Rennräder konzipiert, angeblich sogar zugelassen für bis zu 18kg.

Danach wird das Fahrrad so lange gefahren, bis ich mir ein richtig gutes leisten kann.
Ich kanns ja auch wieder relativ wertstabil verkaufen, sollte ich ein anderes haben wollen.

Wobei du mir einen Namen für das gesuchte Objekt gegeben hast, das Patria bzw der Oberbegriff Randonneur entspricht genau meinen Vorstellungen von einem vernünftigen Straßenrad.

bagawarman Avatar
bagawarman:#1774

>>1773
>Wobei du mir einen Namen für das gesuchte Objekt gegeben hast, das Patria bzw der Oberbegriff Randonneur entspricht genau meinen Vorstellungen von einem vernünftigen Straßenrad.
Na, dann sind wir uns ja wenigstens in diesem Punkt einig :3 Hier findest du übrigens noch einen Test (das Patria und 7 weitere Randonneure, darunter auch ein interessantes Surly):

http://www.trekkingbike.com/test_technik/raeder/acht-langstreckler-gehen-an-den-start/a1306.html

Am Rande bemerkt: Falls du mit "Lenkerschaltung" das meinst, was an dem Müsing ist: die Dinger nennt man "Bremsschalthebel" (z.B. in Abgrenzung zu Lenkerend-Schalthebeln).

joemdesign Avatar
joemdesign:#1775

>>1765
>An Rennrädern kann man im Regelfall keine Gepäckträger montieren (keine Anlötösen am Hinterbau).

An "Fitnessrädern" sind diese Anlötösen meist dran

> Nabendynamo

Ein Wort: Randonneur

bagawarman Avatar
bagawarman:#1776

>>1772

Sekundiert! Das Lila Ding sieht nach einem Fahrer aus der sich auskennt.

betraydan Avatar
betraydan:#1785

Habe das genannte Müsing gekauft, ist fast ladenneu gewesen, geschätzt 1000km gefahren, am vorderen Laufrad sind gerade einmal zwei leichte Spuren von Bremseinsatz, die Beläge und die Kette sind so gut wie neu.

Dummerweise hab ich beim reinigen und einstellen vom Schaltwerk ein Plasteteil des linken Brems-Schalthebels gehimmelt und kann vorn nicht mehr vernünftig schalten. Ansonsten fährt sich das Rad wirklich ausnehmenend Angenehm, endlich passend in der Größe.

Die Schaltung ist eine Shimano 1055 (105) STI.
Eine Idee wo ich so ein Teil herbekomme? Will nicht gleich die ganze Komponente erneuern müssen. (Was evtl. über eine Woche dauern könnte wegen Angebotslaufzeiten, Menno ich will fahren)

vladarbatov Avatar
vladarbatov:#1786

>>1785
... Welches Teil am Brems-/Schalthebel hast du geschrottet? Bilder?

carloscrvntsg Avatar
carloscrvntsg:#1787

>>1786
Das große, vierte Teil mittig von links.
Ich dachte schon ich wäre bescheuert. Das Teil hing an einem klitzekleinen Stück Kunststoffring dran, beim öffnen der Schaltung ging das flöten.
Jetzt hab ich die Schaltung (Shimano 105, links, dreifach) mal zerlegt und siehe da:
Das war Teil war schon defekt. Gegenüberliegend war der weitaus größere Teil auch gebrochen. Und das kann definitiv nicht ich gewesen sein.
Das Teil ist über Shimano nicht nachbeziehbar, ich hab jetzt aber eine Sora 3x8 zu einem vernünftigen Preis bekommen. Sehs ja nicht ein für ne Schalterkombi aus den 90ern über 60NG auf den Tisch zu legen.
Jetzt muss ich mir nurnoch Körbchen besorgen, hab auch schon welche in Aussicht.
Warum Körbchen? Ich will mit mehr als nur dem einen Click-Paar fahren können.
Übrigens hab ich spaßeshalber mal gemessen:
Rahmenhöhe Müsing: ~60cm
Rahmenhöhe Raleigh: ~50cm

Immerhin hab ich damit heute mein Saisonziel erreicht, 16km bergige Strecke in 45 Minuten.

fluidbrush Avatar
fluidbrush:#1796

>>1787
Wurde erfolgreich repariert.
Statt mir für 70NG eine gebrauchte RSX oder 105er Schaltung zu besorgen, hab ich einfach eine fast neue SORA besorgt. Für schlappe 25NG.
Jetzt muss ich nurnoch die Endanschläge für den Umwerfer einstellen und fertig ist die Laube.
Nebenbei noch ein Rücklicht, eine nicht zugelassene Taschenlampe und eine Klingel montiert und das allerwichtigsteallerschröcklichste, aber es muss sein, Bernd hat auf der Arbeit keinen Radständer einen Fahrradständer.
Eine Low-Budget Version vom Tubus Fly hab ich mir auch schon entworfen/gefertigt, werde aber erstmal ohne fahren.
Hab mir vorläufig, hier regnets im Moment sehr viel, ein MTB-Schutzblech mit Sattelrohrbefestigung drangemacht. Mal sehen ob sich das bewährt, diese Woche kann ich leider nicht mehr fahren da ich krank geworden bin.
Die Klickpedale hab ich übrigens erfolgreich ausgetrickst, Pedalaufsätze drauf und schon kann ich mit meinen normalen Schuhen fahren.

cat_audi Avatar
cat_audi:#1800

Erste kleine Tour gemacht.
Wunderbares Gefühl, endlich flott unterwegs!

aio___ Avatar
aio___:#1802

>>1800
Was zum Fick? Seit wann hat man beim Radfahren so einen hohen Kalorienverbrauch?

buddhasource Avatar
buddhasource:#1813

>>1802
Mit einem etwas höheren Gewicht möglich.

iamglimy Avatar
iamglimy:#1816

Eifel regelt :3
Nein, der Kalorienverbrauch kann nicht stimmen. Ich bin ein Lauch, das wäre wirklich extrem viel.
Seit gestern erfolgreich 96km geradelt!

hoangloi Avatar
hoangloi:#1828

>>1816
Muss man in der Eifel nicht noch mehr Angst haben von irgendwelchen Wochenend-Rasern tot gefahren zu werden? Gibt es gute Routen?

millinet Avatar
millinet:#1830

>>1828
Solange man sich nicht im Umkreis 30km um den Nürburgring aufhält, kein Problem. Hier, im Moselnahen Eifelgebiet gibt es noch nicht ganz so viele verhinderte Rennfahrer wie in Grenznähe zu den Niederlanden.

posterjob Avatar
posterjob:#1831

>>1830
Kannst du schöne Routen empfehlen?

oanacr Avatar
oanacr:#1833

>>1831
Wie viele km sollens denn werden?
Bisher bin ich eigentlich nie über die 30km hinausgekommen da ich Wochenends meistens mit dem Motorrad unterwegs bin. Diese kleinen Runden ergeben sich meistens spontan und aufgrund meiner guten Straßenkenntnis vom Motorradfahren.
Uneingeschränkt würde ich den Maare-Mosel-Radweg empfehlen, schnell von A nach B, landschaftlich schön, etwa 40km lang. Allerdings nicht so anspruchsvoll, kaum Kurven und relativ wenig Steigung, ehem. Bahnstrecke eben.
Eine gute gemischte Tour wäre:
BKS-WIL über den Radweg, von Wittlich aus die Grünewald-Landstraße nach Hasborn, von dort aus nach Niederscheidweiler, dann von dort aus entweder nach Lutzerath (sehr krasse Steigung) Von Lutzerath aus kann man über Kennfuss nach Bad Bertrich fahren (sehr schöne Serpentinen Bergab). Ich würde von Bad Bertrich aus über Alf nach Bengel, von Bengel nach Ürzig, in Ürzig an die Mosel und an der Mosel entlang nach Bernkastel. Von der Länge her ist das knapp 200km (nicht stichhaltig, nur grob geschätzt). Die Runde lässt sich auch abkürzen wenn man von Niederscheidweiler in Richtung Bad Bertrich fährt, in Hontheim aber in Richtung Bausendorf fährt (dort entstand das Foto). Von da aus kann man relativ gut nach Wittlich kommen und von dort aus über den Radweg nach Bernkastel. Wäre ein guter Rundkurs, wobei ich aufgrund der besseren Parksituation in Wittlich starten würde, da gibt es mehr gratis-Parkplätze.
Diese Strecken sind Motorradtechnisch eher weniger befahren, mit Ausnahme der Grünewaldstraße und der Strecke nach Bad Bertrich. Am letzten sonnigen Wochenende kamen mir nur drei Grüppchen und vereinzelte Einzelfahrer über den Weg. Wenn man nicht mitten auf der Straße fährt, kein Problem.