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Veröffentlicht am 2014-05-13 21:40:45 in /fe/

/fe/ 1788: Platten

layerssss Avatar
layerssss:#1788

Bernds Rad funktionierte jetzt über 10 Jahre zuverlässig, aber nun ist das Hinterrad platt. Die Reifen sind auch schon sehr abgefahren und porös. In der Mitte ist garkein Profil mehr.

Da ich mit dem Rad zur Arbeit fahre, soll es möglichst schnell wieder fahren.

Was für einen Schlauch kann Bernd mir empfehlen, der im besten Fall wieder 10 Jahre hält?
Halten "unkaputtbare" ihr Versprechen oder ist das nur Marketing?

Dazu sollte ich auch mal neue Reifen kaufen. Meist fahre ich in der Stadt, über Straßen, aber auch Feldwege und raueres Gelände.

Was für Werkzeug brauche ich, um das selbst zu machen? Im besten Fall mit Amazon-Link.

Bild nicht relatiert.

saulihirvi Avatar
saulihirvi:#1789

Wenn dein Fahrrad einen Schnellspanner am Hinterrad hat, brauchst du nur Reifenheber um den alten Mantel abzuziehen und den neuen draufzumachen - Schlauch sollte auch gewechselt werden.
Wenn den Fahrrad keinen Schnellspanner hat brauchst du zusätzlich Schraubenschlüssel für die Hinterradnabe - kauf dir direkt ein Schraubenschlüssel-Set im Baumarkt, ist wohl am billigsten und du bekommst auch noch alle anderen Schraubenschlüssel mit dabei die du irgendwann mal brauchen könntest.

Bernd Avatar
Bernd:#1790

Bei Schläuchen selbst gibt es zwischen den Markenanbietern keine Unterschiede.

Schwalbe Schläuche kaufe ich nicht mehr, da die Ventilkappen sehr spröde und aus hässlichem durchsichtigem Kunststoff sind und wegbröseln, und dann ein ungeschütztes Ventil übrig lassen das dank Dreck und Korrosion undicht wird. Schläuche selbst sind ok.

Conti-Schläuche gibt es teilweise zum halben Preis der überteuerten Schwalbe Schläuche, verbaue seit längerem daher nur noch Conti. Haben auch eine dezente schwarze Ventilkappe aus schön zähem schlagfesten Kunststoff

Ein Schlauch geht eigentlich nicht kaputt so lange du nicht in einen spitzen Gegenstand fährst oder mit wenig Luftdruck auf eine harte Kante.

Wenn du 10 Jahre lang problemlos gefahren bist, kauf dir einen Satz neue Reifen und Schläuche, da brauchst du kein Pannenschutzkram, ganz normale sind ausreichend. Pannenschutzreifen rollen schwerer ab als normale und wiegen erheblich mehr.

Die richtig interessante Frage wäre welche Größe du brauchst und welche Reifenbreite und Profil für deine Fahrgewohnheiten passen.

Protip: spezialisierte Shops wie hibike haben viel Auswahl und sind teils dramatisch günstiger als Amazon. So hat hibike öfters Conti-Schläuche für unter 3€/Stück.

yassiryahya Avatar
yassiryahya:#1791

Vor ein paar Jahren, nach dem harten winter mit viel Rollsplit und nach 2 wochen mit 7 Platten (!) habe ich meine Billigreifen am Hollandrad gegen Schwalbe Marathon Plus getauscht. Hatte danach keine Probleme mehr, die dinger haben bei täglichem Gebrauch 4 Jahre gehalten.

hoangloi Avatar
hoangloi:#1792

Danke schonmal für die Rückmeldungen.

>>1790
Wonach richtet sich die Reifenbreite und das Profil? Hab ja schon etwas geschrieben, wo ich fahre. Meist fahre ich nicht länger als eine Stunde. Was für Informationen fehlen dir noch, um eine adäquate Aussage machen zu können?

Danke für den Protipp. Sie haben z.B. diesen Reifen für 2,95NG.
Was bedeuten die Zahlen?

Continental MTB 26 Schlauch 47/62-559 (26x1.75-2.5)
D40 Dunlopventil

kreativosweb Avatar
kreativosweb:#1793

>>>1790
>Wonach richtet sich die Reifenbreite und das Profil?

Die minimale Reifenbreite gibt die Felge vor, extreme Kombinationen (schmale Felge breiter Reifen, breite Felge schmaler Reifen) sollte man vermeiden.
Wichtig ist dabei auch noch, ob der breitere Reifen, der in der Regel auch noch höher ist, durch deinen Rahmen, deine Gabel, deine Bremsen und eventuelle Schutzbleche durchpasst.
Ansonsten hast du innerhalb dieser Grenzen freie Auswahl was die Reifenbreite angeht, besonders bei einer mittelbreiten Trekkingfelge kannst du eigentlich quasi jeden Trekkingreifen montieren.

Schmalere Reifen mit höherem Druck sind härter, liefern weniger Federungskomfort, laufen aber leichter.
Breitere Reifen mit niedrigerem Druck sind weicher, liefern teils erheblichen Federungskomfort, laufen dafür aber natürlich etwas schwerer.

Bei schmalen Reifen tritt bei guten Bedingungen wie trockener Asphalt keine Grip-Problematik auf, auf Schotterwegen, Matsch usw hast du natürlich mit einem breiten Reifen der mehr Aufstandsfläche hat, viel mehr Grip.

Das Profil ist auf Asphalt und auch bei Nässe egal, Fahrradreifen haben höhere Bodendrücke als Autoreifen, daher würde Aquaplaning erst bei Geschwindigkeiten um die 160km/h auftreten. Auf Asphalt wäre der ideale Reifen profillos.
Schwalbe hat z.B. den Kojak der keinerlei Profil hat.

>Hab ja schon etwas geschrieben, wo ich fahre.

Das ist typischer Trekkingrad-Kompromiss Bereich. Das heißt mittlere Breite, mittleres Profil, Universal für Alles.

>Meist fahre ich nicht länger als eine Stunde. Was für Informationen fehlen dir noch, um eine adäquate Aussage machen zu können?

Es wäre interessant zu wissen, welche Reifen (Breite, Profil) du bisher gefahren hast, und wie zufrieden du damit warst. Auch gibt es sehr leichte und dünne Reifen und schwere, robuste Pannenschutzreifen. Dazwischen natürlich "normale" Reifen. Wenn du jetzt schon 10 Jahre mit Pannenschutzreifen gefahren bist, ist es kein Wunder das du nie eine Panne hattest. Bist du 10 Jahre mit normalen Reifen gefahren, war etwas Glück dabei.

Wenn du ein Sorglospaket für die nächsten 10 Jahre möchtest, und dir Gewicht und Rollwiderstand nicht so wichtig ist, würde ich über Pannenschutzreifen nachdenken.

Bei Conti heißt das "PlusBreaker", bei Schwalbe hängt hinten am Reifenname auch ein "Plus" dran.

Ansonsten würde ich zu "normalen" Trekkingreifen tendieren, vermutlich etwas mit wenig/kein Profil in der Mitte (wenig Rollwiderstand auf Asphalt) und gröberem Stollenprofil an der Seite (für die unasphaltierten Wege, der Reifen sinkt ein und bekommt Grip an den Seiten)

Wenn du dir mal das "Trekking Allround" Sortiment von z.B. Conti anschaust:

http://www.conti-online.com/www/fahrrad_de_de/themen/city/Allround/

findest du Reifen von ~350gr bis ~900gr in 32mm bis 62mm Breite. Vom Profil her werden sie alle für dein Einsatzprofil gut geeignet sein, jetzt musst du dich entscheiden wie komfortabel oder schnell und wie leicht oder pannensicher der Reifen sein muss, und was er kosten darf.

Andere Hersteller haben sehr ähnliche Reifen, Conti ist nur ein Beispiel weil ich deren Sortiment ganz gut kenne.

>Was bedeuten die Zahlen?

>Continental MTB 26 Schlauch
Mountainbike Schlauch für 26" Felgen/Reifen

>47/62-559
Geeignet für Reifenbreiten von 47mm bis 62 mm und 559mm Felgendurchmesser
Das ist Nenngröße der Felge in mm nach ETRTO Bezeichnungssystem.

>(26x1.75-2.5)
Geeignet für Reifenbreiten von 1.75 bis 2.5 Zoll und 26" Reifendurchmesser
Bezeichnungssystem nach (ungefährem) Reifenaußendurchmesser in Zoll

Es gibt insgesamt 3 Bezeichnungssysteme die üblich sind, hier steht Zoll und Metrisch drauf. Es gibt noch ein französisches System, das bei MTB/Trekking Reifen aber selten verwendet wird und nur bei Rennrädern verbreitet ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/Fahrradbereifung#Reifen-_und_Felgengr.C3.B6.C3.9Fen

>D40 Dunlopventil

Ventilart, Dunlopventile sind die ganz Alten. Je nach dem was du an Pumpen hast solltest du eventuell Schläuche mit Autoventil kaufen, die sind zuverlässiger und leichter zu füllen. Autoventile verdrängen Dunlopventile, und du kannst an jeder Tanke und mit jeder "neueren" Pumpe problemlos deine Reifen füllen.

Daneben gibt es noch Sclaverand/Französische Ventile, für Rennräder. Ist für dich uninteressant, aber das sind die 3 verbreiteten Ventilarten.

markolschesky Avatar
markolschesky:#1794

>>1793
Großartiger Pfosten, Expertenbernd. :3

Chakintosh Avatar
Chakintosh:#1909

PU-Pannenschutzbänder: >>1908