Krautkanal.com

Veröffentlicht am 2015-02-17 16:13:36 in /fe/

/fe/ 2353: Kotflügel

nateschulte Avatar
nateschulte:#2353

Und zwar fürs MTB! ZL:NG - Welche Lösung hat Bernd für sein Rad ohne werksseitigen Spritzschutz?

Hallo Fahrrad-Bernd,

ich besitze seit einem Jahr jenes 29" Hardtail.
Nun widerspricht es eigentlich meinen Prinzipien ein MTB, an dem bereits alles unnötige von mir entfernt, dafür sinnvolles hinzugefügt wurde mit Kotflügeln Schutzblechen zu verunstalten, ich könnte mich jedoch mit einer optisch dezenten oder im idealerweise ansteckbaren Lösung anfreunden. Wenn ich z.B. beim jetzigen Tauwetter fahre oder es im Wald schlammig ist vermisse ich diese doch ein Stück weit.

Besonders ein Dorn im Auge ist mir, dass der vordere Umwerfer ständig mit Dreck vom Hinterreifen bombardiert wird (Auf Dauer sicher nicht optimal, da man dort auch kaum nachschmieren kann. Hier hätte ich gerne eine dauerhafte Lösung, habe mir schon überlegt, ein Alublech zurechtzubiegen und dieses damm z.B. an der Trinkflaschenaufnahme vom sattelrohr zu verschrauben, sieht aber wohl nach Pfusch aus. Die meisten Kotis reichen erst gar nicht bis zum Umwerfer.

Im Handel befindliche Plastikschutzbleche finde ich eigentlich alle recht hässlig. Am ehesten kommt da ein Schutzblech, am Unterrohr für Dreck vom Vorderrad und hinten ein abnehmbares in Frage. Es gibt auch günstige biegsame Kunststoff-"Folien", die z.B. an der Gabelbrücke und hinten am Sattel befestigt werden, hat Bernd Erfahrungen damit?

Danke Bernd :3

funwatercat Avatar
funwatercat:#2354

>>2353
>Es gibt auch günstige biegsame Kunststoff-"Folien", die z.B. an der Gabelbrücke und hinten am Sattel befestigt werden, hat Bernd Erfahrungen damit?
Sowas wie das hier?
http://ass-savers.com
Sieht nicht schlecht aus; dürfte eh kaum schlimmer als sonstige nicht-feste Schutzbleche sein.

>Besonders ein Dorn im Auge ist mir, dass der vordere Umwerfer ständig mit Dreck vom Hinterreifen bombardiert wird
Dagegen haben Leute ganz tief reichende vordere Schutzbleche mit Spritzschutzlappen oder ein Kettenschutzblech an der Kurbel, das ist halt verpönt bei Mountainbikes.

>Am ehesten kommt da ein Schutzblech, am Unterrohr für Dreck vom Vorderrad und hinten ein abnehmbares in Frage
Kann man so machen, ja.

csswizardry Avatar
csswizardry:#2355

>>2354
>http://ass-savers.com

Ja, sowas war gemeint, danke.

>>Besonders ein Dorn im Auge ist mir, dass der vordere Umwerfer ständig mit Dreck vom Hinterreifen bombardiert wird
>Dagegen haben Leute ganz tief reichende vordere Schutzbleche mit Spritzschutzlappen oder ein Kettenschutzblech an der Kurbel, das ist halt verpönt bei Mountainbikes.

Nein, was du beschreibst schützt weitestgehend die Kette und die forderen Kettenblätter bzw. den Fahrer vor verschmutzung durch diese. Ich meine den Dreck und das Wasser, das wie in Bildrelatiert genau auf die Mechanik vom Umwerfer knallt.

tweet_john Avatar
tweet_john:#2356

>>2353
Von Shimano gabs mal eine MudFlap für den (TopSwing)Umwerfer. (SM-MF 10 Mud Flap) Allerdings ist das aktuell nicht mehr im Sortiment, weil man damit eigentlich nur Bodenproben gesammelt hat, und die Nachfrage auch eher gering war...
>Umwerfer ständig mit Dreck vom Hinterreifen bombardiert
Muss die Komponente eigentlich aushalten. Bernd hatte hier in all den Jahren mit minimaler Pflege nie Probleme.
>da man dort auch kaum nachschmieren kann
Nicht? Bernd ölt seinen Umwerfer einmal im Jahr nach, ansonsten bei Bedarf.Problemlos.

Auch: Dein XT-Umwerfer kostet ~20 NG. Für den mEn. sehr unwahrscheinlichen Fall, dass das Ding wirklich mal aufrund von Verschmutzung unbenutzbar wird, ersetz es. Dann bleibt die Optik auch sauber. Steckschutzbleche am MTB sind auch Bernds Meinung nach Krebs.

jimmywebdev Avatar
jimmywebdev:#2358

Marshguard regelt, kann man auch selber basteln

dmackerman Avatar
dmackerman:#2359

Bernd hat für Trails auch Ass-saver und Marshguard Kombination an seinem Mountainbike.
Da aber jetzt Dorf-Bernd, fährt dieser hier öfters mal über den nächsten Feldweg (mit ca. 200 meter unbefestiger Straße) zum nächsten Bahnhof und von da aus mit dem Zug weiter.
Wenn es regnet und der Bauer mal wieder mit dem Traktor über die Felder gefahren ist liegt eine ziemliche Menge Dreck auf der Strecke. Da Bernd ganz gerne mit seinem Trekking Rad fährt, dies aber im Winter aufgrund der Witterung nicht immer funktioniert, besitzt er noch ein Mountainbike an dem er sich die Topeak Defender Schutzbleche montiert hat (ja, ich weiß, das macht man normalerweise nicht, da ich aber kein Bock hab wie ein Schwein in den Zug einzusteigen, erfüllen diese Schutzbleche voll und ganz Ihren Zweck).

sindresorhus Avatar
sindresorhus:#2361

>>2355

Ich habe mir so etwas wie auf dem Bild aus den Resten eines alten Plastiksteckschutzbleches gebastelt.

Da wo der Pfeil hinzeigt ist es mit dem Rahmen verbunden und zwar mit dem Standard-L-förmigen Steckdings wo man Steckschutzbleche draufsteckt... Bei Bedarf (=Regen) kommen dann noch "klassische" Schutzbleche hinzu, das Ding auf dem Bild bleibt immer am Rad, fällt aber auch kaum auf.

aaronstump Avatar
aaronstump:#2362

>>2361

Ich erinnere mich gerade daran, dass ich noch Steckschutzbleche von meinem 28" Crossrad übrig habe, da ich diese samt Steckdingern entfernte Bevor mir dieses Rad nach Jahren geklaut wurde, möge der Sohn einer Dirne vom Lastkraftwagen gerädert seyn.
Könnte auch am 28er verwendbar sein.

>>2358
Wird approbiert, wahrscheinlich noch in Kombination mit einem dieser breiten Schutzbleche für das Unterrohr sowie einem Arschschützer für den Sattel. Frage mich nur, wie oft der das umknicken mitmacht.

>>2356
Wenn ich Verschleiß vermeiden kann, suche ich auch eine Möglichkeit es zu tun. Werde mir wahrscheinlich mal etwas selbst basteln, evtl wirklich mit einer flasche und es dann schwarz lackieren, damit es nicht ganz so grauenhaft aussieht. Gehe ich richtig in der Annahme, dass die Bolzen der Parallelogrammumlenkung an vorderem und hinterem Umwerfer mit z.B. O-Ringen gedichtet sind, sodass da normalerweise kein Dreck/Wasser hineinkommen sollte?

syntetyc Avatar
syntetyc:#2363

>>2362
O-Ringe kenne ich eigentlich nur von älteren Dura-Ace Umwerfern (allerdings nicht im Paralellogramm, sondern an der Zugaufnahme) und Schaltwerken.
Aber wie schon gesagt, ist das überhaupt nicht nötig, da Wasser und Dreck dem Umwerfer eigentlich nichts anhaben kann.
Im Winter kann es jeoch schon vorkommen, dass die Salzbrühe auf der Straße den Umwerfer schwergängig macht oder festgammeln lassen kann. Da wird aber auch dein 'Fender' keine Abhilfe schaffen können.
Wenn du dir wirklich Sorgen um die Funkion deines Umwerfers machst, dann kuck dir mal an, wie der dazugehörige Schaltzug verlegt ist: Hüllenlos am Unterrohr. Wenn der Bowdenzug dann noch offen unter dem Tretlager durchgeht (was ich auf dem Bild jetzt nicht erkennen kann), würde ich mir hierzu mal eher Gedanken machen.
Die Sinnhaftigkeit von Bottom-Pull-Umwerfern an MTBs erschließt sich mir ohnehin nicht so recht...