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Veröffentlicht am 2015-11-16 21:51:2 in /fe/

/fe/ 3249: Elektroradfahren

leelkennedy Avatar
leelkennedy:#3249

Wie steht Bernd zum elektrischen Radfahren? Ich bin vor kurzem Bild relatiert meines Bruders gefahren und möchte meine Erfahrungen teilen.

Nach 50 km im Mittelgebirge mit 1200 Höhenmetern war der Akku leer. Schnitt war 17km/h, mit meinem Rad habe ich auf der Strecke etwa 15. Es hatte überwiegend leichte Steigungen so dass ich fast nur im Eco Modus unterwegs war. Da Bernd aber am Alpenrand wohnt und eigentlich eher Touren mit 1500 sowie stärkeren Steigungen fährt wäre der Akku hier wohl nicht ausreichend. Tragen ist auch sehr unangenehm, so dass bei Trails Einschränkungen hinzunehmen wären.

csteib Avatar
csteib:#3250

>>3249

Bei Stadträdern für längere Pendelwege täglich kann ich mir so ein Fahrrad mit Hilfsmotor ganz gut vorstellen.

Darüber hinaus aber erschließt sich mit der Sinn davon nicht so ganz. Wer zum Spaß Fahrrad fährt (zum Beispiel wie von dir genannt auf irgendwelchen Trails oder so Zeug), für den gehört doch die körperliche Anstrengung dazu?

peterlandt Avatar
peterlandt:#3251

Leider in Deutschland/EU ziemlich zu Tode reguliert und Abzockerpreise vom feinstem. Als ehemaliger Radkurier tröumte ich schon in den 90gern von einem vernünftigen Elektrorad mit sagen wir mal so 2000 bis 5000 Watt und mindestens ca. 50 km Reichweite. Und natürlich ärgerte ich mich schon damals über die Innovationsunfähigkeit der Radindustrie und der Regulierungswut des deutschen Beamtenstaates.

Die handelsüblichen Pedelecs mit 250W-500W für zig tausende Euronen kann ich jedenfalls nur als schlechten Witz ansehen.

Bild verwandt: Wertloser Schrott für 3000 €

superoutman Avatar
superoutman:#3252

>>3250
>Wer zum Spaß Fahrrad fährt (zum Beispiel wie von dir genannt auf irgendwelchen Trails oder so Zeug), für den gehört doch die körperliche Anstrengung dazu?
Meinte Tante fährt gerne und viel Rad, mein Onkel ist hingegen ziemlich unsportlich, würde aber gerne mit ihr mitfahren. Allerdings ist das für beide anstrengend. Sie muss extra langsamer fahren und sich immer zurückhalten, während er hingegen meint er muss unbedingt mithalten. Jetzt hat er sich ein Elektrorad geholt und seitdem scheint die gemeinsame fahrt relativ gut zu funktionieren.

Finde dass eigentlich schon sinnvoll für Leute die gewillt sind etwas zu unternehmen aber durch den bisherigen Lebensstil einfach zu eingeschränkt sind. Wie schnell geben die Leute wohl das Radlfahren wieder auf wenn sie merken dass sie nach der ersten Steigung schon wieder völlig hinüber sind?

sindresorhus Avatar
sindresorhus:#3253

>>3251
>Als ehemaliger Radkurier tröumte ich schon in den 90gern von einem vernünftigen Elektrorad mit sagen wir mal so 2000 bis 5000 Watt und mindestens ca. 50 km Reichweite.
Meinten Sie: Elektroroller bis 45km/h

wtrsld Avatar
wtrsld:#3254

Für mich ist das der Elektrojude, verstehe auch nicht, warum man sich dann nicht gleich einen Roller oder Moped holt. Wahrscheinlich, um das Gewissen zu beruhigen.

bobwassermann Avatar
bobwassermann:#3255

Ich bin mir nicht mehr sicher, vom wem folgender Satz stammt:

Elektroradfahren - na ja weißte? Ich zeige beim Radfahren, dass ich zu faul zum Radfahren bin.

Voll sekundiert!

freddetastic Avatar
freddetastic:#3258

>Wie steht Bernd zum elektrischen Radfahren?

Sinnlos, da kaum noch Muskelbelastung und Trainingseffekt mehr.

Auch: rentneresk.

katiemdaly Avatar
katiemdaly:#3262

>>3253

nö, meinte ich nicht

mat_walker Avatar
mat_walker:#3265

>>3262
Wie hätte das in den 90ern schon technisch umsetzbar gewesen sein sollen? Ein 5kW Bürstenmotor an einem NiCd oder Bleiakku mit entsprechender Kapazität?
Wie sollte das dann gebremst werden? Mit damals Sate of the Art Cantilever-Bremsen? Völlige Utopie, mit "Innovationsunfähigkeit" oder "Regulierungswut" hatte das nichts zu tun, die Technologie war einfach noch nicht reif...

carlyson Avatar
carlyson:#3266

>>3265
Bürstenlose Gleichstrommotoren gibt es seit den 70ern. Entsprechende Physik ist/war bekannt.

daher:

>die Technologie war einfach noch nicht reif...

billigste Ausrede immer


Bild: Bremse, abgesehen davon spielt es für diese eh keine Roille ob 35-50km/h mit oder ohne Elekrounterstützung erreicht werden.

rdbannon Avatar
rdbannon:#3267

>>3266
Bleibt der Akku, der ist heute noch unbefriedigend.

ggavrilo Avatar
ggavrilo:#3268

>>3251
>Als ehemaliger Radkurier tröumte ich schon in den 90gern von einem vernünftigen Elektrorad mit sagen wir mal so 2000 bis 5000 Watt und mindestens ca. 50 km Reichweite.
Wieso nicht direkt 125ccm-Mopped kaufen?

teylorfeliz Avatar
teylorfeliz:#3603

Tendenziell gute/interessante Sache, aber weitgehend witzlos durch Gesetzesauflagen (250Watt mimimimimi) und überteuert verkauften Billigschrott.

sava2500 Avatar
sava2500:#3614

>Hur dur, nur 250W, zu schwach.

>Hurr durr, wer nicht mit Muskelkraft 30km/h Bergauf fährt ist Abschaum.

Ich fahre seit 2 Jahren Pedelec und finde es perfekt, bester Kauf immer.

emmakardaras Avatar
emmakardaras:#3617

>>3251
>Als ehemaliger Radkurier tröumte ich schon in den 90gern von einem vernünftigen Elektrorad mit sagen wir mal so 2000 bis 5000 Watt und mindestens ca. 50 km Reichweite.

Was willst du mit 5000W ? Das ist weit mehr als 50ccm Roller die früher mal 55km/h liefen (und über 100kg wiegen). Mit 500W, vielleicht 1000W wäre ein Fahrrad ausgezeichnet motorisiert und würde leicht Geschwindigkeiten von 60km/h+ erreichen.

Die nötige Akkugröße für 5000W und 50km Reichweite würde einen Anhänger erfordern :3

>>3267
>Bleibt der Akku, der ist heute noch unbefriedigend.

Eigentlich nicht. Man müsste nur den Rahmen konsequent darauf trimmen, einen Akku aufzunehmen. Dann könnte man den Akku ausreichend dimensionieren. Natürlich reden wir dann von 3-4kg Akku, dafür ist dann auch richtig Power da.

p_kosov Avatar
p_kosov:#3618

Moderne LiFePo4 Zellen sind extrem zyklenfest, sicher in der Handhabung und können extrem schnell wieder aufgeladen werden.

http://industrial.panasonic.com/cdbs/www-data/pdf2/ACA4000/ACA4000CE240.pdf

Energiedichte: 214 Wh/kg 577Wh/l

Nehmen wir mal einen Akku von 4kg Gewicht und 1.5L Volumen aus diesen Zellen an, dann ergibt sich:

856 Wh

d.h. ~250W für 3.5 Stunden lang -> ~30-35 km/h Geschwindigkeit für 3.5h -> ~113,75 km Reichweite
oder ~500W für 1,75 Stunden lang -> ~50km/h Geschwindigkeit für 1,75h -> ~87,5 km Reichweite

Wäre schon nicht schlecht.

Wenn man nun 5000W daraus zieht, reicht das für 0.175 Stunden, oder anders gesagt gute 10 Minuten. Will man 1h lang 5000W ziehen braucht man einen 6 mal so großen Akku, also 9 Liter und 24kg Gewicht. Könnte man gerade so noch in einen Rahmen stopfen, aber dann kratzt man wohl knapp an 100km/h.

kosmar Avatar
kosmar:#3625

>>3618
Nur dass man den E-Motor als Fahrradkurier hauptsächlich zum Beschleunigen an Ampeln, nach heftigem Bremsen etc. benutzen würde, und dann nur noch , bzw. hauptsächlich mit normalen Treten das erreichte Tempo hält. Sprich der Akku würde tatsächlich nur für einen Bruchteil der täglich zurückzulegenden Strecken benutzt, Das würde den Job einfach sehr viel bequemer machen.

>856 Wh

Das geht schon noch was mehr :3 Siehe Bild anbei.

Und natürlich würde man den Motor nicht permanent auf Vollgas betreiben. Tatsächlich gilt es genau das (eben durch Höherdimensionierung) zu vermeiden, da E Motoren auch durchbrennen können.

chris_frees Avatar
chris_frees:#3626

>>3258
So siehts aus - meine Eltern haben sich Elektroräder gekauft. Bin damit gefahren und es ist schon erstaunlich. Da sitzt man aufrecht auf so einem Damenrad und zieht locker mit 35km/h an hechelnden Radrennfahrern vorbei.
Für Feld-, Wald- und Wiesenradler genau das Richtige. für zweimal im Monat eine Radtour machen ist es oerfekt. Für ambitionierte Radler ist es Krebs. Schwer und dementpasrechend grob zu fahren. Geradeaus super, zickzack in der Fußgängerzone unmöglich.
Schöner Nebeneffekt - endlich kann ich wieder mit Mama und Papa weite Strecken radeln ohne das ich die Lust verliere.

arnel_lenteria Avatar
arnel_lenteria:#3627

>>3626

Für Pendler und Entspannungshobbyfahrer kann ich das gut nachvollziehen. Aber persönlich genieße ich dich Anstrengung :3

karsh Avatar
karsh:#3757

>Bild: Bremse.

Diese hüdrjaulschen Fahrradbremsen bringen mich ehemaligen Motoradfahrer und Schrauber zum Lachen und weinen.

Kein Ausgleichsbehälter, kein Entlüftungsventil, lächerlich schwächliche Schläuche... einfach billiger Pfusch vom renomierten Markenhersteller. Schande über Magura.

vj_demien Avatar
vj_demien:#3758

>>3757

Ausgleichsbehälter befindet sich für gewöhnlich in der Bremshebeleinheit. Zum Entlüften gibt es bei Magura spezielle Befüllstutzen zum Entlüftungskit. Kostenpunkt ca. €1-1,50

Wenn du am Fahrrad Bremssysteme wie bei einem Motorrad erwartest muss ich dich enttäuschen.

husamyousf Avatar
husamyousf:#3762

>>3757
Kinetische Belastung bei Motorrad geschätzte 10 mal höher als bei Fahrrad, daher braucht es entsprechend ausgelegte Bremsen. Beim Fahrrad steht Leichtbau im Vordergrund, da man nur ca 150-250 Watt Antriebsenergie hat.

javorszky Avatar
javorszky:#3763

>>3757
>Kein Ausgleichsbehälter
Braucht man bei dieser Bauart auch nicht
>Kein Entlüftungsventil
Es gibt Schrauben, die einfach zum Entlüften rausgedreht werden können.
>Lächerlich schwächliche Schläuche
Habe noch nie einen kaputt bekommen. Unter normalen Umständen muss man dem Schlauch schon mit Säge oder Zange zu Leibe rücken, damit der kaputt geht.
Auch: Ausgleichsbehälter und Entlüftungsventil machen das befüllen und Entlüften einer Motorradbremse sicherlich einfacher - die Maguras sind aber dafür ausgelegt, nicht oft befüllt/entlüftet werden zu müssen. Probiere so eine Bremse mal aus - du wirst feststellen, dass sie nahezu wartungsfrei ist. (vom gelegentlichen Belagwechsel mal abgesehen).

thomasgeisen Avatar
thomasgeisen:#3764

>>3625
>>>3618
>Nur dass man den E-Motor als Fahrradkurier hauptsächlich zum Beschleunigen an Ampeln, nach heftigem Bremsen etc. benutzen würde, und dann nur noch , bzw. hauptsächlich mit normalen Treten das erreichte Tempo hält.

Und? Dafür reichen 500-1000W völlig. 5000W wäre dafür viel zu viel.

>Sprich der Akku würde tatsächlich nur für einen Bruchteil der täglich zurückzulegenden Strecken benutzt, Das würde den Job einfach sehr viel bequemer machen.

Fahrradkuriere können sich das sowieso nicht leisten.

>>856 Wh

>Das geht schon noch was mehr :3 Siehe Bild anbei.

Ne, geht nicht. Lipos mögen es gar nicht, leer gesaugt zu werden. Also lässt man 20% mindestens an Kapazität drin. Dazu halten LiPos sowieso nicht lange, und die billigen Chinateile von dem Kerl erst recht nicht.

Es gibt sehr gute Gründe, warum sowas kein Pedelec Hersteller verbaut, sondern stattdessen Li-Ion Becherzellen.

>Und natürlich würde man den Motor nicht permanent auf Vollgas betreiben. Tatsächlich gilt es genau das (eben durch Höherdimensionierung) zu vermeiden, da E Motoren auch durchbrennen können.

Was für ein Unfug. Die üblichen 250-500W Motore sind für ihre abgegebene Leistung sehr groß, was mit Drehmoment- und Drehzahlanforderungen zusammen hängt. Die Leistungsdichte ist entsprechend gering, und Kühlung somit trivial.

>>3757
>renomierten Markenhersteller
>Magura

Hahaha :------------------DDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDD

dmackerman Avatar
dmackerman:#3973

>>3251
>Als ehemaliger Radkurier tröumte ich schon in den 90gern von einem vernünftigen Elektrorad mit sagen wir mal so 2000 bis 5000 Watt und mindestens ca. 50 km Reichweite.
Dann muss das Ding aber auch ordentlich groß und schwer sein. Dann kannst du dir gleich ein Elektromotorrad kaufen, die gibt es ja. Warum sollen an dem Ding dann noch Pedale dran sein?

>>3614
Berichte! Wofür verwendest du das Ding?