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Veröffentlicht am 2014-03-09 03:39:26 in /ft/

/ft/ 137: Bernd, wo hört Perversion auf und wo fän...

roybarberuk Avatar
roybarberuk:#137

Bernd, wo hört Perversion auf und wo fängt Grenzlinie an?

Wenn eine Grenzlinienmulle geschlagen und misshandelt werden will, ist es dann Rasierklingenersatz?
Wenn eine Grenzlinienmulle einen dominiert, also nur D/s ohne SM, ist es ihre Art von Psychoterror?

sava2500 Avatar
sava2500:#141

Bei "Schneid mich" hörts auf, oder bei "Würg mich und hör nicht auf"...

edobene Avatar
edobene:#145

Das ist echt eine gute Frage, habe seit paar Wochen auch GF und ist wohl auch Grenzlinie, hat sich früher geritzt und auch mehrere Suzid-Versuche und möchte jetzt unbedingt von mir gefesselt werden und das ich sie sehr dominant behandele, z.B. das ich sie einfach mal zwinge zum Sex auch wenn sie keine Lust hat usw.
Hängt das vielleicht miteinander zusammen?

oanacr Avatar
oanacr:#151

Meinst du nicht, die zwei Eigenschaften (mag BDSM und ist Grenzlinie) sind getrennt zu betrachten?

Es gibt sicher einige psychische Leiden, welche einen in bestimmte Fetische treiben. Ein Fetisch selber führt eher nicht zu einem solchem Leiden, man kann natürlich unterstellen ob bestimmte Vorlieben eine gewisse Wahrscheinlichkeit des Leidens ausdrücken.

Aber am Ende gibt es sicher Grenzlinienmödchen mit Fetisch und welche ohne, wie es "normale" Menschen mit und ohne gibt. Ich wäre mir auch nicht sicher, ob ein Fetisch als Selbstverletzung zählen darf, da diese eher durch Schmerzen Gefühle verdrängen soll und keinen Lustgewinn bringen. Es kann zwar sein, dass sich Leute in negativen Gefühlen suhlen (quasi in "ach geht es mir schlecht" reinsteigern), aber die geben keinen positiven (sexuellen) Lustgewinn.

Allerdings kann es wohl sein, dass solche Fetische zu einer Traumaverarbeitung beitragen können. Ob es jetzt sinnvoll ist z.B. eine Vergewaltigung quasi durch nachspielen aufzuarbeiten weiß ich nicht, aber es kommt wohl vor es so zumindest zu bearbeiten. Ich vermute mal, damit lässt sich das Gefühl von damals mit etwas positiverem Verbinden oder so. Da bleibt die Frage, ob nach einer kompletten Verarbeitung der Fetisch schwächer wird. Oder umgekehrt ob es sich mit dem Fetisch noch verarbeiten lässt, oder er als Ablenkung dient (und wehe er kann nicht mehr ausgelebt werden).
Aber dazu befragen entsprechende Leute am besten ihre Psychologen.

stuartlcrawford Avatar
stuartlcrawford:#153

>>151
Meh, leider wissen Psychologen absolut _nichts_ sinnvolles über Fetische & SM. Deren Wissen ist die pure Bruwissenschaft und wenn sie empirische Daten haben, dann sind die an Leuten erhoben worden, denen es mit ihren seltsamen Neigungen so schlecht geht, dass sie in Behandlung waren.

OP, es gibt keine sinnvolle definitorische Grenze zwischen gesund und krank. Ich habe schon Leute erlebt, die sich haben blutig prügeln lassen, aber Job und Familie haben und auch sonst recht normal sind.

Andererseits: wenn jemand Grenzlinie ist, dann wird er es vor allem auch im Bereich SM ausüben, aber der Umkehrschluss (jemand ist pervers also Grenzlinie) ist nicht stichhaltig.

mutlu82 Avatar
mutlu82:#159

Bernds erste GF war Grenzlinie und hat ihm die schlimmste Zeit seines Lebens beschert. Wir verstanden uns erstaunlich gut, also haben uns wirklich immer perfekt verstanden, hatten auch die gleichen sexuellen Vorlieben, inklusive SS-Uniformenfetischismus, etc...

Nie wieder Bernd.
Ich will das nie wieder durchmachen.

Grenzlinen sollten arreine bleiben.

fritzronel Avatar
fritzronel:#163

>>145
Ja, es hängt zusammen.

Alle Mullen die bernd bis jetzt im bdsm Bereich geweitet hat, sind psychomullen gewesen. Die letzte durfte ich sogar schlagen und ins Gesicht spucken.

Unnoetig zu sagen, dass solche mullen nicht inzu Beziehung koennen und Bernd sein herz brechen werden.

leonfedotov Avatar
leonfedotov:#169

Das Fühl, wenn kein SS-UniformGF.

markolschesky Avatar
markolschesky:#172

>>169
Iktf

ninjad3m0 Avatar
ninjad3m0:#175

Nur weil eine Mulle gewürgt und ins Gesicht gespuckt werden will, muss sie nicht zwangsläufig Grenzlinie sein.
Aber andersrum: wenn eine Mulle Grenzlinie ist, steht sie wahrscheinlich darauf, gewürgt und ins Gesicht gespuckt zu werden. BDSM bietet Möglichkeiten, sich in einem sozial geregelten Rahmen Schmerzen zuzufügen oder zu demütigen. Mullen, die aufgrund einer psychischen Störung auf Selbstbestrafung aus sind, bietet das natürlich perfekte Strukturen. Sie benutzen also BDSM, um die Strafe zu kriegen, die sie ihrer Meinung nach verdienen.

Nach Bernds Erfahrung ist diese Art von Mullen unter BDSMlerinnen leider auch am weitesten verbreitet. Bernd hat noch keine normal tickende Mulle getroffen, die auf "heftigere" Sachen steht. Die Normalomullen mögen vielleicht ein bisschen Fesseln und auch mal Nippelklemmen, aber richtig heftigen Aggrosex kennt Bernd bisher nur von denen, die auch etwas gaga im Kopf sind.

keremk Avatar
keremk:#180

>>175
Mein reden, die Wahrscheinlichkeit ist unglaublich hoch, dass wenn bdsmlerin = grenzlinie.

Mir ist auch noch nichts anderes vor den hahn gekommen. Allerdings bester sex immer ... allerdings auch sehr viel selbst hass bei mullen, obwohl sie meistens sehr attraktiv waren

Bernd Avatar
Bernd:#182

>>151
>nicht sicher, ob ein Fetisch als Selbstverletzung zählen darf, da diese eher durch Schmerzen Gefühle verdrängen soll und keinen Lustgewinn bringen.
Dieser Bernd hat sich früher häufig selbst verletzt und sich direkt danach einen runtergeholt, manchmal mit Blut als Gleitmittel. Keine Ahnung warum ich das schreibe, vermutlich wollte ich nur mal eben deine Meinung vollpimmeln.

joshkennedy Avatar
joshkennedy:#191

>>175
>Nach Bernds Erfahrung ist diese Art von Mullen unter BDSMlerinnen leider auch am weitesten verbreitet.
Halte ich für Quatsch. Es hängt extrem vom Alter und von der Gruppe ab, ich würde sagen dass mit 18-25 die Grenzlinienhäufigkeit noch recht hoch ist und danach dann abnimmt.

Ich habe grade am Wochenende einer guten Freundin den Arsch mit dem Rohrstock blutig geprügelt, sie durch eine Wiese getreten und durchgefickt. Das ist eine Frau, die hochintelligent ist, einen normalen Job hat und die ich seit Jahren als psychisch ziemlich stabil kenne.

BDSM kann ein Kompensationsmechanismus sein für Macken, muss aber nicht. Und ich glaube dass viele später sich ihrer Macken bewusster werden und sie nicht mehr über SM ausleben müssen.