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Veröffentlicht am 2014-02-17 10:16:25 in /jp/

/jp/ 34048: Hallo Berundo-kun, ich möchte in den nä...

thehacker Avatar
thehacker:#34048

Hallo Berundo-kun,
ich möchte in den nächsten Tagen wieder mit Japanisch anfangen. Letztes Jahr hatte ich zeitweise recht intensiv gelernt, aber dann aufgegben. Lag unter anderem daran, dass mein Lernplan ziemlich chaotisch war und mir der Überblick fehlte. Wie sollte man am besten beginnen? Sind Lernprogramme hilfreich, oder sollte man auf sowas eher verzichten? Kennt Bernd gute Bücher?

Zu hülf! :3

shadowfreakapps Avatar
shadowfreakapps:#34053

>gute Bücher

Bernd lernt seit einigen Monaten mit Minna no Nihongo (mehrere Bücher+CDs) und dem Kanji-Buch von Hadamitzky. Die Sachen sind aber relativ teuer. Wenn du in einer größeren Stadt lebst, könnte die örtliche Bibliothek allerdings einiges davon vorrätig haben. Zum wiederholen nutze ich Karteikarten und Anki. Muss aber jeder selber wissen, wie er lernt.
Was kannst du denn schon alles, Bernd? Wieviele Kanji, Grammatik, Vokabeln etc.?

rcass Avatar
rcass:#34056

>Was kannst du denn schon alles, Bernd? Wieviele Kanji, Grammatik, Vokabeln etc.?
Gute Frage. Leider vergisst man auch ziemlich viel mit der Zeit. Grammatik, besonders Satzbau hatte ich teilweise recht gut drauf, Vokabeln auch schon die Gebräuchlichsten. Kanji kann ich leider gar keine mehr. Einige kommen mir zwar bekannt vor, aber ich erinnere mich nicht an die Bedeutung.

wtrsld Avatar
wtrsld:#34059

Du musst schon ständig am Lernen bleiben. Am besten halt jeden Tag. Wenn du gerade bei Kanji Schwachstellen hast, dann bietet sich der Hadamitzky (Kanji und Kana) an. Siehe Bild, leider auf die Schnelle nur in Mondsprache gefunden. Die Kanji sind dort nach Häufigkeit sortiert (so kommt 人 Mensch vor 炭 Holzkohle), du könntest also theoretisch bei 1 anfangen und dann das Buch durcharbeiten. Gleichzeitig kann man es auch als kleines Kanji-Lexikon benutzen(Suche über Strichzahl, Radikale, Lesung), es gibt immer zu jedem Kanji ein paar Komposita und was auch noch wichtig ist: in dem kleinen Kästchen rechts neben den großen Kanji mit der Strichreihenfolge siehst du die Kanji in Schreibschrift. Bernd trägt diese Infos auf Karteikarten und lernt dann damit, heißt: schreiben, schreiben, schreiben.
Alternativ schwören auch einige auf die Methode von Heisig (Kanji mit kleinen Geschichten verknüpfen). Das machst du aber mit der Zeit auch automatisch, wenn du ein paar Kanji/Radikale kennst. Z.B. besteht wissen/kennen 知 aus Pfeil 矢 und Mund 口. Liegt für mich relativ nahe, dass man an einen Pfeil denkt, der im Mund steckt oder so. Je absurder, desto besser bleiben Geschichte/Kanji im Gedächtnis haften.
Es existieren aber auch noch andere Mnemotechniken, die man zum Kanjilernen nutzen kann, kommt halt auf deinen Lerntyp an. Es gibt nicht DIE Methode.

Auf der Heimseite von Hadamitzky findest du neben vielen Infos auch Schreibübungen für die Kanji (1-300 aus seinem Buch) und Kana. Vielleicht hilft dir das ja. Hier der Elfenjunge:
>http://www.hadamitzky.de/deutsch/schreibuebungen.htm

ryhanhassan Avatar
ryhanhassan:#34060

Bernd hat mit den Videotutorials er NHK (Yan-saaaaan) angefangen und besucht nun den Japanischkurs der Japanologen an seiner Uni. Das erste Semester hat er mitgemacht und auf jeden Fall geholfen, einen roten Faden und mehr Tiefgang in sein Lernen mit einzubringen.

Aktuell macht Bernd ergänzend eine Herausforderung mit, 2000 Kanji in 3 Monaten zu lernen. Ich habe Mitte Dezember angefangen und bin aktuell bei knapp tausend. Bis ende März hab ich noch Zeit für die restlichen.

Hier gibts mehr Details zu dem Projekt:
http://www.fluentin3months.com/2k-kanji/

Funktioniert soweit ganz gut. Endlich kann ich mri die verdammten Dinger mal lernen, nur das hohe Pensum ist halt auf Dauer anstrengend. Erleichtert einem das restliche Lernen aber ungemein, denke ich.

karsh Avatar
karsh:#34061

>>34060
Wieviel Zeit nimmt sich Bernd täglich fürs Kanjilernen?

cat_audi Avatar
cat_audi:#34062

>>34060
Moment, ist das nicht wieder die Heisig-Geschichte, wo man die Bedeutung von Kanji lernt, aber weder Aussprache noch Anwendung?

doronmalki Avatar
doronmalki:#34063

Ich besuche schon fast über ein Jahr einen VHS-Kurs und bin immer noch ein Anfänger und merke vieles nicht sofort. Naja, ich habe eh den Verdacht, dass ich ziemlich lernbehindert bin. Ich brauche immer ewig wenn ich was neues lernen will. Ich bewundere den einen oder anderen Bernd die ziemlich gut japanisch können und das Talent haben soviele Sachen zu lernen und im Kopf zu behalten. Wirklich bewunderswert wie ihr das hinkriegt!

>>34060
>Aktuell macht Bernd ergänzend eine Herausforderung mit, 2000 Kanji in 3 Monaten zu lernen.
Dscheise! Du bist hartkern! Ich wäre schon mit 100 Kanjis bereits überfordert. Wirklich Respekt! Ich werde weiter dran bleiben auch wenn es sich nur schleppend vorrankommt. Fühlt dumm.

madebyvadim Avatar
madebyvadim:#34064

>>34062
Jupp, ist es. Aber ich finds durchaus hilfreich. Hatte vorher große Probleme damit die Schreibweise der Kanji zu behalten aber jetzt klappt es endlich.

Die Aussprache lerne ich im Rahmen des normalen Vokabellernens.

>>34061
ca. 1-2 Stunden

gojeanyn Avatar
gojeanyn:#34065

>>34063
Da ist deutlich weniger wild als sich das alles anhört! Bernd weiter oben hat ja schon richtig formuliert, dass Aussprache und Schreibweise/Bedeutung getrennt von einander gelernt werden. Das Beschleunigt den Prozess - vor allem bei der Masse - immens und erleichtert den Einstieg.

Ich glaube kaum, dass du lernbehindert bist! Ich hab einen guten Freund, der auch japanisch lernt und sich ständig auch sowas einredet, dass er sich Vokabel nicht merken kann etc. pp... Ich glaube aber das ist viel Kopfsache. Man darf sich von Mißerfolgen da nicht runterziehen lassen. Die gehören zum Lernprozess dazu. Ich finde sogar, dass man sihc Vokabeln/Kanji/Kana, mit denen man anfangs Probleme hatte, langfristig am besten merken kann.

Also blos nicht einreden man sei "schlecht" oder "könne das nicht", etc. sondern einfach loslegen und weiter machen. Und wenn man mal stolpert, kein Problem. Aus den Sachen lernt man am schnellsten.

mbilderbach Avatar
mbilderbach:#34066

>>34065
In meinem Kurs bin ich der Älteste und die anderen sind deutlich jünger als ich (bin einziger Überalter dort mit Mitte-Ende 20, Rest sind Teenies oder maximal Anfang 20 Jungschuchteln). Mir fällt oft auf, dass die jüngeren Teilnehmer besser was merken können und schneller was abspeichern. Tja, ich könnte als Entschuldigung für mein Versagen sagen, dass ich nicht dumm sondern alt bin. Wenn man älter wird, ist nun mal die Lernfähigkeit nicht meer so gut und wird weiter abnehmen je älter man wird. Irgendwie ärger ich mich wieso ich nicht als junger Hüpfer mit japanisch angefangen habe. Naja, der Grund war früher meine starke Sozialphobie gewesen wieso ich nicht deutlich früher mit Japanischkursen angefangen habe. Egal, ich mache einfach weiter egal ob ich hart versagen werde.

aluisio_azevedo Avatar
aluisio_azevedo:#34067

>>34066
Schreib dich nicht ab, ich bin auch 27. :) Und es gibt immer jemanden, der besser ist als man selbst. Jeder geht da seinen eigenen Weg, das macht einen nicht zu einem schlechteren Menschen!

scottgallant Avatar
scottgallant:#34068

>>34067
>:)

jajodia_saket Avatar
jajodia_saket:#34070

>>34068
Dies.

Bernd Avatar
Bernd:#34072

>>34068
ach Bernd~ ist der hier lieber? :3

posterjob Avatar
posterjob:#34073

>>34072
Ja! :3333333333333

sgaurav_baghel Avatar
sgaurav_baghel:#34075

Habe letztes Jahr 4 Monate durchgehalten, war aber wie bei dir chaotisch und endete dann damit, dass ich mir dachte, dass Japanisch doch wertlos wäre.
Habe vor kurzem wieder angefangen.
Bücher die ich nicht empfehle:
-Nihongo de Dooso (extrem kleinschrittig und nach beiden Büchern kann man immernoch sehr wenig. Überhaupt nicht motivierend). Für den Preis eine Frechheit.
-Assimil, weil man damit Kanji überhaupt nicht lernt. Als Ergänzung vielleicht gut, weil Textverständnis und intuitive Grammatikanwendung trainiert wird. Werde ich nach dem Abschluss von Genki im Schnelldurchlauf machen. Habe damals bei Kapitel 30 etwa aufgegeben.

Übe jetzt mit Genki. Am Anfang erschien es mir überfordernd, aber sobald die Lektionen losgehen (bei Null) geht es eigentlich. Es wird Textverständnis, Schreiben, Hörverständnis und Sprechen trainiert wie es sein soll und fordert und motiviert. Von den 3 die ich ausprobiert habe würde ich nur Genki empfehlen. Englisch kann ich zwar nicht so besonders toll, aber es reicht sehr gut aus, hin und wieder muss ich zwar im Pons ein Wort nachschlagen, aber so lerne ich dann auch Englisch.
Vom Aufbau her finde ich es nur etwas unklug Hiragana- und Katakanakenntnisse ganz vorne zu verlangen und die Hiragana- und Katakanalernkapitel an den Schluss zu setzen. Aber die habe ich eh unabhängig von Genki gelernt, deswegen war es in meinem Fall egal.

judzhin_miles Avatar
judzhin_miles:#34088

>>34067
Kann diesem Bernd nur beipflichten. In einem meiner Kurse saß übrigens auch einmal ein Rentner :3