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Veröffentlicht am 2014-09-02 19:06:29 in /jp/

/jp/ 36041: 本

amboy00 Avatar
amboy00:#36041

Ich lass das mal hier.

suprb Avatar
suprb:#36047

>>36041
"Warum nerven Japaner". Der Autor braucht mal dringend eine Weitung.

turkutuuli Avatar
turkutuuli:#36048

>>36047
*Darum

Hat mir übrigens gefallen das Buch und meine Japanischlehrerin fand's auch witzig.

craighenneberry Avatar
craighenneberry:#36049

Bernd hat einige Texte damals noch online auf Neumanns Blog gelesen. Bevor der Verlagslektor drübergegangen ist, war der Typ noch viel unausstehlicher. Der wurde ja mal beklaut und hat sich dann im Originaltext gewünscht, dass ihm der Dieb als Entschuldigung seine kleine Schwester zur Weitung anbietet. Maximale Kantigkeit. Und dann erklärt er an anderer Stelle, dass Japaner einen nie nach Hause einladen, weil ihre Wohnungen zu klein sind. Nein, Noiman-kun. Dich laden sie nicht nach Hause ein, weil sie dich nicht leiden können.

carloscrvntsg Avatar
carloscrvntsg:#36054

>>36049

Keine Ahnung welches Buch du gelesen hast, aber ich habe das gänzlich anders in Erinnerung. Ist ganz lustig zu lesen, alles nicht so ernst gemeint, aber natürlich wird Bernd instant arschverletzt, sollte jemand das gelobte Land kritisieren.

saulihirvi Avatar
saulihirvi:#36055

>>36054
>Keine Ahnung welches Buch du gelesen hast
>Bernd hat einige Texte damals noch online auf Neumanns Blog gelesen. Bevor der Verlagslektor drübergegangen ist

turkutuuli Avatar
turkutuuli:#36056

>>36049
>Japaner einen nie nach Hause einladen

Hat Bernd schon öfters aus unterschiedlichen Quellen gehört. Ist glaube ich auch für Schulkinder nicht so üblich, dass sie nachmittags gemeinsam in einem Kinderzimmer abhängen, sondern eher irgendwo in der Kaufhalle und so. Wenn sie denn nicht bis spät am Abend noch in irgendwelchen Klubs sind oder lernen.

Bernd Avatar
Bernd:#36057

>>36056
Aber nie ist übertrieben. Dieser Bernd hat in der elterlichen Wohnung einer Japanmulle gemeinsam Kuchen gebacken ... natürlich weitungsfrei.

joki4 Avatar
joki4:#36058

>>36057
Gute Entscheidung.
Eine Weitung genießt man eine Stunde lang, einen Kuchen mehrere Tage.

karlkanall Avatar
karlkanall:#36062

>>36058
Berunto-kun, ich glaube, du musst noch einige Dinge über keeki und Weitungen lernen. Wenn der Kuchen verputzt ist, dann ist der weg. Wenn die Mulle geweitet wurde, dann ist die noch da und weitere Weitungen können theoretisch instantan vorgenommen werden. Durchaus etwas, über das nachzudenken sich lohnen könnte.

oaktreemedia Avatar
oaktreemedia:#36063

>>36062
Ich lachte.

kriegs Avatar
kriegs:#36066

>>36057
Ich hab mit der einzigen Mulle die ich je geliebt habe und auch meine beste Freundin war einen Kuchen bei mir zuhause gebacken für meinen besten Freund zum Geburtstag - mit dem sie warscheinlich schon seit einer Woche zusammen war und er hielt sie noch das ganze Jahr davon ab, es mir zu sagen.

JEDEN UMBRINGEN!

iamsteffen Avatar
iamsteffen:#36068

Ich lass das mal hier.

Recht fluffig geschriebener Überblick über diverse Aspekte der japanischen Wirtschaft. Zur Einstimmung mal ein paar Auszüge:

"Das Besatzungsregime des imperial auftretenden US-Generals Douglas
MacArthur suchte zunächst die Schuldigen des Krieges abzustrafen und
auszuschalten. Bei Kriegsverbrechen war dies ziemlich einfach. Hielt man
doch die kommandierenden Offiziere für die Untaten ihrer Untergebenen
verantwortlich und hängte eine knappe Tausendschaft kurzerhand auf. Da
es in Japan keine totalitäre Massenpartei wie die NSDAP gegeben hatte,
wurden auch die meisten Politiker der Kriegszeit summarisch gesäubert,
auch dann, wenn ihre Parteien nicht unbedingt antidemokratisch waren.
Für Japans Aggressionen selbst hielten die USA nach Art der Vulgärmarxisten
den Großgrundbesitz und das Großkapital für verantwortlich. Deshalb
ließ MacArthur ohne Ansehen der Person alles Ackerland von mehr als
1ha (die Größe eines Fußballfeldes) und die Familienholdings aller zaibatsu enteignen und entflechten. Zur Entfeudalisierung wurden alle Adelsprädikate
(außer jener des Kaisers) und alle erblichen Sitze im Oberhaus abgeschafft.
Weil sie von der Militärpolizei (kempetai) besonders drangsaliert
worden waren, hielten die Amerikaner die Kommunisten für besonders
gute Demokraten und zunächst für besonders förderungswürdig. Als stalinistische
Partei begann die KPJ jedoch bald Massenstreiks in dem ausgehungerten,
ausgebombten Land mit seinen 7 Millionen Kriegsheimkehrern
und Flüchtlingen, um nach chinesischem Vorbild die sozialistische Revolution
vorzubereiten.
Als der Kalte Krieg im Jahr 1947 auch in Fernost einsetzte, hielten die
Amerikaner die kommunistische Agitation für den Wiederaufbau nicht
länger für förderlich und begannen nach einer politischen Kehrtwende mit
dem Red purge, die Kommunisten und ihre Sympathisanten nunmehr aus
öffentlichen Stellungen zu säubern. Bestreikten japanischen Unternehmen
wurden jetzt Aussperrungen erlaubt, was diese prompt nutzten, um zahme
Betriebsgewerkschaften zu gründen, mit denen Tarifverträge abgeschlossen
und die Produktion wieder aufgenommen wurden. Die militanten Gewerkschaftler
streikten bis zu ihrer Entlassung und der Auflösung ihrer
Gewerkschaften weiter."

"In ihrer sozialen Rolle stabilisieren die Yakuza die Gesellschaft: Sie
nehmen die Tunichtgute und Verlierer des hochgradig wettbewerbsorientierten
Bildungssystems auf. Wer aus der Mittel- und Oberschule ohne
Abschluss aussteigt und mit der Polizei als Mitglied von Motorradbanden
(bosozoku) wegen kleinkrimineller Delinquenz in Konflikt kommt, hat auf
dem Arbeitsmarkt kaum eine andere Chance als als unterbezahlter Tagelöhner
auf dem Bau oder in irgendwelchen ungelernten Dienstleistungen
zu malochen. Die Yakuza dagegen offerieren eine Laufbahn mit scheinbar
schnellem Geld, leichten Frauen und plötzlich erreichbaren Statussymbolen
des Reichtums. Nicht umsonst sind die Rekrutierungsbemühungen der
Yakuza in den Subkulturen koreanischer und chinesischer Einwanderer
und bei der weiter diskriminierten Unterkaste der Burakumin, die auf den
normalen Arbeitsmarkt meist schlechte Karten haben, relativ erfolgreich.
Die jungen Gangsterlehrlinge müssen – ähnlich wie ihre Kollegen in
den Großbetrieben – ganz unten anfangen. Sie müssen die strikte Disziplin
der Bande unter dem absolut geltenden Kommando des Bosses fraglos
akzeptieren und schlecht bezahlte Hilfsarbeiten verrichten. Die Hierarchie
funktioniert nach strengen Führer-Gefolgsmann-(oyabun-kobun) Prinzipien.
Wie im Firmenleben und in allen anderen Organisationen in Japan zählen
Seniorität und Loyalität. Gelegentlich müssen sie anstelle ihrer Chefs auch
Verbrechen gestehen und Gefängnisstrafen für Übeltaten antreten, die sie
gar nicht begangen haben. Erst nach langen Jahren treuer Dienste und etlichen
Gefängnisjahren kann ein talentierter Gangster ins mittlere Management
als Boss einer Untergruppe aufsteigen."

kreativosweb Avatar
kreativosweb:#36077

>>36068

Danke.

>>36049
>kleine Schwester
Und was ist daran jetzt falsch?

husamyousf Avatar
husamyousf:#36080

>>36049
>seine kleine Schwester zur Weitung anbietet.
Zu viel Moetan geschaut?

chaabane_wail Avatar
chaabane_wail:#36081

>>36080

intertarik Avatar
intertarik:#36112

>Darum nerven Japaner
Köstlich! Mit sehr viel Humor geschrieben.
Gleich mal gebraucht geholt.