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Veröffentlicht am 2014-09-30 23:52:45 in /jp/

/jp/ 36354: Japanisch für gute Informatiker

woodydotmx Avatar
woodydotmx:#36354

Berundo-san,

mir fehlen im Meister-Studium noch 6 Leistungspunkte aus der Kategorie "Weichfähigkeiten". Diese möchte ich mit möglichst wenig Aufwand durch Belegen eines Sprachkurses akquirieren; Japanisch böte sich an.

Welche guten Anlaufstellen gibts es anschnurr, abseits der zahllosen Videos auf der Judenröhre und Animu mit untertiteln? Möchte mich gerne schonmal während der vorlesungsfreien Zeit auf das Ganze vorbereiten, auch weil ich so bereits frühzeitig entscheiden kann, ob ich nicht vielleicht doch etwas anderes machen sollte.

Mit welchen Hilfsmitteln und wie häufig hat Bernd gelernt? Wie lange hat es gedauert um auf ein einigermaßen akzeptables Niveau zu kommen? Hat ein anderer Bernd auch schon einen Sprachkurs an der Uni belegt? Wenn ja, wie zeitintensiv war er? Erfahrungsberichte?

Danke, Bernd :3

suribbles Avatar
suribbles:#36355

>Japanisch für gute NEETs
So muss es sein! Studentenkrebs wegbuxen! :3

ovall Avatar
ovall:#36363

>>36355
>Japanisch für gute NEETs
Da gibt es doch was Passendes im Internet:
>Japanisch für den allergrößten Volltrottel, der sich niemals fortpflanzen sollte
Klingt doch perfekt für Leute, die sich damit rühmen noch nicht einmal einen Hauptschulabschluss geschafft zu haben.

http://nanaone.net/category/blog/nanaone-japanischkurs/

kurafire Avatar
kurafire:#36368

>möglichst wenig Aufwand
>Japanisch
Naja weißte

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atariboy:#36369

>>36363
>Nanaeins
Ich würde nicht von sogenannten Keinbernds Japanisch lernen wollen.

kamal_chaneman Avatar
kamal_chaneman:#36373

>Japanisch
>Guter Informatiker

Kombiniere beides für maximalen Gewinn.

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cat_audi:#36398

>>36363
Vielen Dank, ich lerne zwar schon mit Genki Japanisch, aber interessante unwichtige Nebeninformationen sind ganz nett von dem Blog.

ritapetrilli87 Avatar
ritapetrilli87:#36503

Eines vorweg: Methoden sind dafür da, (deine) Ziele zu erreichen. Das Zwischennetz ist voll von Arschbürger-Debatten zu jeder einzelnen dieser Methoden, die gerne mal als alleinseligmachendes Heilsmittel gepriesen oder als nutzloser Schund verdammt werden. Für einen kostenlosen Schnupperkurs in diese extremen Auswüchse des Autismus reicht ein Blick in den DJT auf dem Kanal der Vieren, der in der Regel zu 90% aus Metadiskussion über diverse Angebote und Methoden besteht.

Daher gilt der generelle Ratschlag: Sei dir deiner Ziele bewusst und schau dir in deren Licht die verschiedenen Angebote an. Das Problem ist nämlich: Die Arschbürger-Kritik ist häufig sogar berechtigt, du verstehst sie aber ohne vertiefte Kenntnisse sowieso nicht.

Zu deinen Fragen:

>Welche guten Anlaufstellen gibts es anschnur
"Kommt drauf an". Für deine Zwecke empfehle ich das Standardprogramm: Erstmal per realkana.com die Kana ins Hirn prügeln, danach entweder mit Tae Kim aka guidetojapanese.org/german/ oder imabi.net den Start in Grammatik und Kanji angehen.

>Mit welchen Hilfsmitteln und wie häufig hat Bernd gelernt?

alle.jpg. Verschiedene Anki-Decks, die beiden oben genannten Ressourcen, einem "echten" Lehrbuch, ein paar andere Sachen angetestet. Gelernt ohne Meisterplan, aber dafür ziemlich regelmäßig, Kanji jeden Tag Allerdings nur passiv, beim schreiben per Hand versagt Bernd immer noch regelmäßig.

>Wie lange hat es gedauert um auf ein einigermaßen akzeptables Niveau zu kommen?

"Kommt drauf an" die 9000ste. Akzeptables Niveau ist was du draus machst. Es soll Leute geben, die können ihre Mangos lesen und ihre Animus verstehen, aber abseits von Phrasen und einfachsten Sätzen selbst nichts produzieren. Andere sind flüssig in der Sprache, können aber nicht wirklich lesen.

>Hat ein anderer Bernd auch schon einen Sprachkurs an der Uni belegt?
Ja, den habe ich aber nur belegt, um Sprechen zu üben. Habe auch einen (erfolgreichen) Vortest gemacht, um mir den "Ohayou gozaimasu, watashi no namae wa berunto desu!" und "5-Kana-pro-Woche"-Scheiße nicht geben zu müssen.

>Wenn ja, wie zeitintensiv war er?
Zweimal die Woche je 90 min

>Erfahrungsberichte?
Ist in Ordnung, die Wieherbu-Quote ist nicht so hoch wie man es vielleicht befürchtet, allerdings ist es komplett nutzlos, wenn man sich etwas anderes verspricht als zweimal die Woche ein bisschen Sprechen zu üben. Grammatik und tatsächliches Lernen macht man besser alleine und regelmäßig jeden Tag. Falls dein Ziel aber nur ein paar Kreditpunkte und ein Reinschnuppern ins Japanische sein sollte, könntest du auch mit weniger Aufwand durchkommen, vor allem das erste Semester sollte einfach wie Fick sein.

craigelimeliah Avatar
craigelimeliah:#36504

Einsteiger Unisprachkurse sind allesamt auf A1 Niveau, das heisst die Sprachkenntisse die man dort erlangt sind sehr rudimentär. Um Texte oder Konversationen zu verstehen, die über Textbuch Beispielsätze hinausgehen, sollte man schon mindestens auf B1 Niveau sein.

starburst1977 Avatar
starburst1977:#36508

Bernd hatte das auch mal so gemacht. Einfach mal den Japanischkurs seiner Hochschule belegt.
Er freute sich riesig.
Plötzlich: Es ist eine völlig verwirrte Japanerin, die nicht einmal verständliche Sätze auf Deutsch herausbringt und bei jedem Satz "NE NE NE NE EN SO NE NE NE NE SO NE" ... ranhängt.
Ihr Lehrmaterial war unstrukturiert, die Bilder verpixelt und die Nummerierung unübersichtlich.
Furchtbar, dass sowas überhaupt lehren darf.
Am schlimmsten war dann, als sie per Zufallsprinzip Leute aufrief und ihnen Fragen stellte, dann auch noch vorwurfsvoll einwarf, "haben Sie nicht gelernt NE"

Er hatte einen gestandenen Professor erwartet, am besten einen Deutschen mit Japanhintergrund, der einem alles vernünftig erklären kann. Da schaut sich Bernd lieber den fluchenden Amerikaner in Japan an, der motiviert einen wenigstens und man ist im sicheren Lauerkeller.

mylesb Avatar
mylesb:#36509

>>36508
>Er hatte einen gestandenen Professor erwartet

Hast du wirklich erwartet, dass ein Japanologie Prof einen der japanisch Einsteigerkurse hält?

kennyadr Avatar
kennyadr:#36510

>>36509
Ja, das habe ich erwartet. Ist Qualität bei der Bildung zuviel verlangt?

yassiryahya Avatar
yassiryahya:#36511

>>36510
Für Spracherwerb auf Höchstniveau hat der Kamisama das Studium der Japanologie erdacht ob als, wem versuche ich hier eigentlich was vorzumachen ;_______;. Den "den eigenen Namen in Katakana schreiben in nur zwei Wochen!"-Kurs könnte auch ein dressierter Affe leiten, ich glaube du bist möglicherweise einfach zu dum :3

adhiardana Avatar
adhiardana:#36512

Ich habe nach Sprachschulen geguckt aber das was sie anbieten ist nur Privatunterricht und kostet übertrieben viel.

nateschulte Avatar
nateschulte:#36513

>>36508

Rohlehrer ist der Beste! :3 Dank (?) ihm hat Berundo überhaupt zum Japanischlernen begonnen.

Hochschulkurs (II und III) habe ich dann später gemacht, japanische Lehrerin war ebenfalls völlig verplant. Ich hatte zwar schon viel gelernt, aber dass ich dann tatsächlich so gut wie gar nichts dazulernte, hat mich überrascht. Deutlich weniger überraschte mich, dass ich entgegen meiner Hoffnungen kein Süßmödchen aquirieren konnte.

Einmal waren wir kurzfristig in einem anderen Raum, nämlich etwas entlegen im obersten Stockwerk, und die Lehrerin erschien nicht. Plötzlich sahen wir sie im Regen hilflos auf der gebäudeumfassenden Dachterrasse herumirren und mussten ihr rufen, damit sie herfand. Es hätte eine Szene aus einem Scheibchen Leben-Animu sein können.

aiiaiiaii Avatar
aiiaiiaii:#36514

>>36510
Das hat nichts mit Qualität der Lehre zu tun, da ich bezweifel, dass Japanologie Profs (oder andere Sprach/Kulturwissenschaftliche Profs) überhaupt geeignete Lehrpersonen für fachfremde Spracheinsteiger wären. Profs sind nunmal Wissenschaftler und eher ungern Lehrer.