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Veröffentlicht am 2013-12-24 15:24:13 in /k/

/k/ 19622: Dieser Bernd möchte ins Geschäft einstie...

linux29 Avatar
linux29:#19622

Dieser Bernd möchte ins Geschäft einstiegen und würde sich vorher gerne Ratschläge abholen.

Welcher Kompressor ist zu empfehlen? Was muss beachtet werden? Ist ein hoher Druck relevant?
Welche Farben muss Bernd sich zulegen? Wenn ich meinem Auto eine Grafik verpassen möchte, brauche ich einen Lack? Oder einen zusätzlichen Lack?

Kannst du außerdem Eigenkreationen liefern, Bernd? :3

michigangraham Avatar
michigangraham:#19625

Du brauchst viele Liter Luft, dh. einen großen Lufttank. Bild relatiert ist m.Erfahrung nach klein und gerade so brauchbar. Bernd hatte den Seinen mit einem gleich großen Drucktank vom Schrott erweitert. Dann einstellbare Druckminderer, Wasser/ölabscheider (!) dahinter 2 Zapfstellen für Airbrush und ein oder zwei größere für Dekopistole (für Flächen).
Deine Pistolen sollten lichtechte Pigmentfarben vertragen, aber die schmirgeln die Düsen.
Wenn sie sie nicht gerade verstopfen.
Mit der Grundierung fängt es an, dafür braucht es eine Lackierpistole mit großer Düse, die Flächen macht wohl niemand mit der Paasche, also fehlt noch eine Dekopistole mit mittleren Düsen, dann das Bild. [dasn extra Buch, Schablone oder Freihand? Meist Kombination]
Viel Reinigungsspass.
Klarer Endlack muss drüber. Und der muss sich mit den Airbrush Farben vertragen, also technische Merkblätter des Lackherstellers lesen.
Dann braucht es je nach Teilegröße eine vor allem staubfreie, beheizte Kabine/Box für Endlackierungen. Ein echter Rattenschwanz von Problemen steht dir bevor. Und ausserhalb von DMAXXs bunter Hollywoodwelt gibt es selten jemand der den Aufwand bezahlen mag. Probier es trotzdem.
Eigenkreation geht nicht wg. nackig undso.

alagoon Avatar
alagoon:#19626

>>19625
Vielen Dank für die schnelle und umfangreiche Antwort, Bernd :3
Besitzt du einen Plotter, mit dem du deine Schablonen erstellst?
Selbst hab ich schon viel mit Skalpell gemacht aber es sieht niemals so aus, wie ich es gerne haben möchte.
Freihand habe ich auch gelernt, aber die Konturen und Kanten werden nicht so schön.
Habe mir jetzt einen 23 Liter Kolbenkompressor zugelegt. Sind die Chancen gut, damit als Anfänger einen guten Einstieg zu haben?

greenbes Avatar
greenbes:#19629

Hallo Bernd. Wollte nur mal einwerfen, ob ihr eure Pistole nach jeder Farbe reinigt. Oke das wa ales

rangafangs Avatar
rangafangs:#19677

>>19629
ja! IMMER

aadesh Avatar
aadesh:#19866

Der Typ Farbe, den du für solche (professionellen) Anwendungen brauchst, soll logischerweise sehr schnell an der zu besprühenden Oberfläche haften, was bedeutet, dass die Farbe sehr klebrig ist. Deshalb: IMMER DIREKT REINIGEN.

Großer Lufttank ist sehr wichtig, da dies sichert, dass du auf lange Sicht einen gleichbleibenden Luftdruck und damit gleichmäßigen Farbauftrag hast. Der Luftdruck, den der Kompressor dabei aktiv erzeugt, ist nur in sofern wichtig, als dass er einen bestimmten Mindestdruck erzeugt. Ab einem bestimmten Druck regelt der Mechanismus in der Pistole die Regulierung. Will heißen, mach dir keine Sorgen um zu viel Druck, nur um zu wenig.

Und zum Thema Auto:
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Fang klein an, bevor su mit sowas loslegst, den bei dieser Disziplin kannst du dir keine Fehler erlauben. Außerdem brauchst du sehr viel mehr als nur ein bisschen Farbe, wenn du willst, dass das über Jahre hinweg hält. Für so etwas musst du den Lack des Autos anschleifen, eine passende Grundierung auftragen, die eigentlichen Farbschichten nach und nach auftragen, und dann noch mehrere Schichten Klarlack und Versiegelung aufbringen. Das ist zum einen eine Heidenarbeit, und zum anderen unnötig. Mit aufgeklebter Folie bist du besser bedient. Außerdem hast du da nicht das Problem, dass es ungleichmäßig wird, weil das vom Kompjutah erzeugt wird.