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Veröffentlicht am 2016-11-21 20:09:26 in /keller/

/keller/ 9385: Harro

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ggavrilo:#9385

/b/Bernd meinte zu mir: "....du akzeptierst deine Existenz als Kellerbernd und kannst die Vorzüge des Kellerlebens auch nutzen."

Was genau sollen die Vorzüge sein? Ich lebe teilweise komplett zurückgezogen und es stört mich nur manchmal. Trotzdem erschließen sich mir keine Vorzüge. Es ist einfach so.

jimmywebdev Avatar
jimmywebdev:#9387

Nicht jeden Tag dem Druck des Schafslebens ausgesetzt zu sein, lässt den einen oder anderen den kargen Lebensstil in kauf nehmen. Mit "Normies" jeder Art und Güte den ganzen Tag auf der Weide konfrontiert sein, kann auf Dauer unfassbar belasten. Plus freie Freizeitplanung und kein fremdbestimmtes, ritualisiertes Leben wie "ich muss um 6 Uhr aufstehen, damit ich um 7.30 auf der Arbeit bin" und diese Dinge. Aber wie gesagt: verherrlichen sollte man es nicht, da man mit sehr wenig Geld auskommen muss und damit einen sehr einfachen Lebensstil pflegt. Meiner Meinung nach eine reine Abwägungssache, wenn man die Wahl hat und nicht z.B. wie viele aus gesundheitlichen Gründen (viele Bernds haben wohl ernsthafte psychische Probleme) nicht arbeiten können oder wollen.

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macxim:#9425

>>9387
Dies.

Ich habe mich zum Beispiel dafür entschlossen da ich sowieso nicht glaube das ich jemals wirklich ein multimillionär 20m+ besitzen werde, meiner Meinung nach beginnt dort erst der Spaß.

Warum sollte ich täglich 8+stunden schafen um dann ein Haus zu kaufen und es abzubezahlen während man eine Frau und Kinder hat die man versorgen muss, nur damit man ein oder zwei mal im Jahr in den Urlaub gehen kann.

Dieses Leben ist es einfach nicht wert all die scheiße durchmachen zu müssen mit nervigen Normies und der ewigen Arbeiterei. Warum sollte man einen Haufen scheiße fressen um eine Cocktailkirsche essen zu dürfen und das soll dann das Leben gewesen sein? Am besten während der Arbeit sterben dann war es ein richtig gutes Leben..

Bin eh zu duhm um einen IT Job anzugehen, geschweige denn von einem Studium und selbst wenn man das abschließt hat man glück wenn man 6k im Monat verdient wobei man dann 3k rausbekommt, super wirklich.

Dann lieber Hartzen, einen auf unvermittelbar machen oder eben sich kaputtschreiben lassen dann hat man seine ruhe und kann monatlich noch 100-150€ sparen und trotzdem jährlich einen kleinen Urlaub machen. Tschechien ist ein günstiges Land und da kann man mit 400-500€ wirklich guten Urlaub machen mit täglichem Restaurantbesuch und sehr gutem Essen.

Natürlich muss man abstriche machen, wohne in einer kleinen Wohnung aber ich brauche auch nicht viel, es gibt auch genug Möglichkeiten dort zu sparen wo es geht. Kommt eben darauf an was du mit deinem Leben machen willst.

Man muss nur wissen wie man mit seiner zeit umgeht und ein Sinngefühl sollte man haben, ansonsten fällt man in ein Loch. Aber das gute an der vielen Zeit ist das man was produktives anfangen kann, programmieren lernen, sport machen, freiwiligen Arbeit machen und jederzeit aufhören.

Ist für mich pure Freiheit, du kannst mit deiner Freizeit anfangen was du willst.

markmushiva Avatar
markmushiva:#9426

Ich war mal ein paar Tage bei einer vom Jobcenter verordneten Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung 1€-Job. Die ging sechs Stunden pro Tag, fünfmal die Woche.
Da ist mir erst mal richtig klar geworden, wie viel Zeit so ein Arbeitsleben frisst. Mir kommt der Tag so schon sehr kurz vor in Anbetracht all der Dinge, die ich machen will - lesen, Anime, Videospiele, Bilderbretter besuchen etc. Als ich dann von der Maßnahme nach Hause kam hatte ich auch selten Bock noch irgendetwas Produktives zu tun. Mit 'nem Job bleibt so irre wenig Zeit möglich, es ist Wahnsinn wie Schafbernd das schafft.

Ich kann's jedenfalls nicht. Für 8,50 ist mir eine Stunde Lebenszeit einfach zu schade.

orkuncaylar Avatar
orkuncaylar:#9429

>>9426
Bernd arbeitet momentan 8 Stunden pro Tag und kennt dieses Problem. Selbst Wochenenden sind nicht wirklich schön, weil erschöpft und eh zu kurz. Bernd wird noch zwei Monatsgehälter abgreifen und wieder NEETen. Im Februar werde ich frei sein.