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Veröffentlicht am 2016-01-16 16:48:43 in /l/

/l/ 24072: Das Handy weckt mich aus dem Schlaf. Ich schrecke auf u...

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jqueryalmeida:#24072

Das Handy weckt mich aus dem Schlaf. Ich schrecke auf und suche es. Statt auf die Wiederholungstaste schalte ich es einfach aus.
Ich wache wieder auf und starre auf den Haufen von Papier auf meinem Schreibtisch. Der Anblick lähmt mich, also versuche ich mich abzulenken. Planlos durchwühle ich mein Bett um mein Handy zu finden. Unter dem Kopfkissen werde ich fündig und schalte es ein. Die Akkuanzeige meldet fast leer zu sein und schnell hängt sich das Gerät auf. Vorher sehe ich jedoch noch unbeantwortete Emails und eine neue Nachricht von meiner Mutter.
Statt den Akku zu laden schalte ich den Laptop ein, welcher schon vorher direkt neben mir im Bett lag. Ich bewege die Maus um den Bildschirm zu entsperren, nicht mal den Standbymodus konnte ich vorm Schlafen aktivieren.
Das Emailkonto zeigt unzählige ungelesene Nachrichten an - Bestellrechnungen und Teilnahmeinformationen von Kursen die ich belegt habe. Manche von ihnen sind mehrere Wochen alt, aber ich traue mich nicht sie zu öffnen.
"Erst einmal etwas Spaß haben um dann Energie für den Tag zu haben", denke ich mir. Zur Aufmunterung suche ich ein gutes Spiel, jedoch finde ich keines. Ich fange an neue Spiele zu recherchieren, schweife jedoch ab und lande auf einer Seite mit Nachrichten. Desinteressiert durchwühle ich sie.
Nach einiger Zeit im Bett fangen mein Körpergeruch und meine fettige Haut an mich zu stören, sie bereiten mir ein unwohles Gefühl. Jedoch ist es zu schwer aufzustehen. Ich versuche mich mit Musik zu motivieren, durchforste meine Ordner, jedoch breche ich jedes Lied nach ein paar Sekunden wieder ab. Auch bei der Suche nach neuen Liedern schaffe ich es nicht etwas zu finden was mir gefällt.
Der Harndrang meldet sich, ich mühe mich aus dem Bett. Dabei sehe ich meinen Wäscheberg, er riecht. Das ganze Zimmer riecht muffig nach Wäsche. Der Haufen lähmt mich. Ich traue mich nicht ihn zu ordnen und ziehe eine Unterhose aus ihm hervor. Statt auf die Toilette gehe ich duschen. Meine fettige Haut und der Ekel hindern mich daran mich auf sie zu setzten. Der Abfluss der Dusche riecht. Das Licht ist vom Staub auf der Birne gedämmt. Die Duschwanne wirkt schmierig. Nach ein paar Minuten unter dem Wasser muss ich pinkeln halte den Strahl auf den verkalkten Abfluss. Es kommt zuviel Urin und verteilt sch in der Duschwanne. Das heiße Wasser treibt mir den Geruch in die Nase. Meinen trockenen Mund versuche ich mit dem Duschwasser zu füllen, jedoch ekelt mich der Geschmack. Mein Mundgeruch steigt mir in die Nase.
Ich stelle das Duschwasser ab. Statt mich zu trocknen lege ich mich ins Bett. Es riecht nach Wäsche und Muff im Zimmer. Der Geruch stört mich, also versuche ich liegend das Fenster zu kippen. Dabei fällt mir die dreckige Fensterbank auf, betäubt starre ich auf den Staub. Zur Ablenkung schalte ich das Handy wieder ein. Ich sehe die Nachricht meiner Mutter und beantworte sie halbherzig.
Langsam wird es kalt im Zimmer. Die halbnasse Bettdecke drehe ich um und quetsche meine kalten Hände zwischen meine Oberschenkel, das Gefühl erregt mich. Angestrengt schau ich zur Zimmerdecke. Aus ihr hängt ein Kabel, die Lampe dazu traue ich mich nicht zu kaufen. Ich versuche mich daran zu erinnern, was ich heute tun wollte. Allerdings fällt es mir nicht ein. Mir kommen Pläne, welche ich erledigen könnte in den Sinn. Die Gedanken an sie strengen mich an. Wieder starre ich zur Zimmerdecke, der Anblick des Kabels macht mich schuldig.

wiljanslofstra Avatar
wiljanslofstra:#24073

Oke, und nun gehe in die Tiefe und hole aus dem Kabel raus was drin steckt.
Ist das eine Peitsche? oder die Urschlange?
Ist Fliegendreck darauf und warum ist das wichtig?

adammarsbar Avatar
adammarsbar:#24074

>>24073
>Oke, und nun gehe in die Tiefe und hole aus dem Kabel raus was drin steckt.

Bloß nicht. Wenn man etwas über die Urschlange zu sagen hat, soll man über die Urschlange schreiben und nicht über Kabel.

adhiardana Avatar
adhiardana:#24075

>>24074
Das lyrische Ich greift nach dem Kabel, Staub bröckelt aus der Decke und es stirbt. Die Nahtoderfahrung zeigt ihm dann schwarzweiße Horrorvisionen rückblickend aus seinem Leben. Es wacht plötzlich aus dem Traum auf, nimmt sein Leben wieder in die Hand und stirbt kurz darauf weil es sich nach der Vision zuviel getraut hat.
Moral: Das Leben ist Scheiße

erikdkennedy Avatar
erikdkennedy:#24076

>>24074
>>24075
Es ist Kadse hier, nicht die Muppetshow!