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Veröffentlicht am 2017-07-03 20:53:02 in /l/

/l/ 25378: Harari

nicoleglynn Avatar
nicoleglynn:#25378

Bernd,

ich finde keinen Faden zu Harari, _DEM_ Populärgelehrten dieser Tage schlechthin. Warum nicht? Kennt Bernd ihn nicht, mag er ihn nicht?
Dieser Bernd ließt gerade den Rest seiner kurzen Geschichte der Menschheit, und Homo Deus ist vorgemerkt, sobald es als Taschenbuch auf Deutsch verfügbar ist. Bis jetzt bin ich ziemlich angetan. Ja sicher, hier und da ist er ein wenig oberflächlich. Aber es ist ja auch kein Lehrbuch, sondern Abriss. Bernd ist sei Hawking ein kleiner Fan dieser "kurzen Geschichten" von irgendwas, und findet, Harari hat hier gute Arbeit abgeliefert.

Bernd Avatar
Bernd:#25379

>DEM_ Populärgelehrten dieser Tage
Ja, ganz ofensichtbar.
Slalom und yemach sehemam.

suprb Avatar
suprb:#25381

Die kurze Geschichte der Menschheit hab ich grade gelesen. Fands ganz gut, kurzweilig zu lesen und eine gute Mischung zwischen soziologischen Erklärungsmodellen und klassischer personenbezogener Geschichtsvermittlung (Franklin und der Blitzableiter etc). Er scheint sich auch sehr um Objektivität zu bemühen (ist Imperialismus gut oder schlecht? Beides! dialektik.jpg), bei der Sache mit den Neanderthalergenen war ich sogar etwas überrascht, dass ein Mainstreamautor so etwas schreiben kann/darf.

Viel Neues erfährt man natürlich nicht, in Erinnerung wird mir vielleicht nur "wenn wir aufhören an Peugeot zu glauben, existiert der Konzern nicht mehr" bleiben.

p_kosov Avatar
p_kosov:#25447

Lese lieber Carl Schmitts "Land und Meer", da erfahren wir sogar etwas über Yuval Noah Harari und seinesgleichen:

"Nach mittelalterlichen Deutungen der sogenantnen Kabbalisten, ist die Weltgeschichte ein Kampf zwischen dem mächtigen Walfisch, dem Leviathan, und dem ebenso starken Landtier, dem Behemoth, den man sich als einen Stier oder Elefanten vorstellte. Die beiden Namen, Leviathan und Behemoth, stammen aus dem Buche Hiob (Kap. 40 und 41). Die Kabbalisten sagen nun, der Behemoth bemühe sich, den Leviathan mit den Hörnern oder Zähnen zu zerreißen, der Leviathan dagegen halte mit seinen Fischflossen dem Landtier Maul und Nase zu, daß es nicht essen und nicht atmen kann. Das ist, so anschaulich we es eben nur ein mythisches Bild vermag, die Schilderung der Blockade einer Landmacht durch eine Seemacht, die dem Land die Zufuhren abschneidet, um es auszuhungern. So töten sich die beiden kämpfenden Mächte gegenseitig. Die Juden aber, sagen diese Kabbalisten weiter, feiern dann das festliche tausendjährige "Gastmahl des Leviathan", von dem Heinrich Heine in einem berühmten Gedicht erzählt. Der Kabbalist, der für diese Geschichtsdeutung vom Gastmahl des Leviathan meistens zitiert wird, ist Isaak Abravanel. Er lebte von 1437 bis 1508, in der Zeit der großen Entdeckungen, war Schatzmeister erst des Königs von Portugal, dann des Königs von Kastilien und starb 1508 als großer Mann in Venedig. Er kannte also die Welt und ihren Reichtum und wußte, was er sagte."

nasirwd Avatar
nasirwd:#25448

>>25447
hä, was erfahren wir?