Krautkanal.com

Veröffentlicht am 2016-06-25 18:05:03 in /m/

/m/ 64084: Habe neuerdings festgestellt, dass es sehr viel an gro&...

leelkennedy Avatar
leelkennedy:#64084

Habe neuerdings festgestellt, dass es sehr viel an großartiger Musik gibt, die Musiker ohne Labels, größtenteils auch kostenlos, auf Seiten wie Soundcloud und Bandcamp anbieten.
Ist die Zeit eigentlich schon gekommen, wo man komplett auf alle Zwischenvermittler, sprich Musikindustrie und Musiklabels, verzichten kann?
Ich werde die nächsten Monate mal im Selbstversuch ausschließlich solche kostenlose Musik von genannten Seiten hören, und suchen. Kann dann gerne nochmal einreportieren, wie meine Fühls gewesen sind, komplett ohne kommerzielle Musik, ohne Labels und bekannte etablierte Künstler ausgekommen zu sein und ob ich meine "alte" Musik vermisst habe.

Hat noch jemand Tipps dazu, insbesondere zur Vorgehensweise, neue Musik zu entdecken? Ich werde in erster Linie auf https://bandcamp.com/#discover nach Genres zufällig rumklicken und reinhören (sortiert nach "new arrivals", um auch Unbekanntere zu erwischen), bei Soundcloud scheint es nicht ganz so einfach/übersichtlich zu sein, hier werde ich vielleicht zufälliger vorgehen und ein paar Genretags anklicken, bei Künstlern dann wieder auf jemanden aus "Following" mich durchhangeln usw.

shadowfreakapps Avatar
shadowfreakapps:#64088

Klingt nach einem kühlen Experiment.

Bitte berichte regelmäßig, was du so gefunden hast, Bernd. :3

kinday Avatar
kinday:#64093

Tag 2: Habe 5 Tracks in meiner Soundcloud-Like-Liste und ein Album von Bandcamp runtergeladen (Vaporwave). Hab mir etwas mehr von Soundcloud erhofft, da ich viel angehört aber nur wenig geliked habe. Aber liegt vielleicht an meinem Musikgeschmack (Tech-Irgendwas, Elektronisch bis Ambient). Erstaunlich viele Mullenprofile auf Soundcloud (natürlich mit entsprechend vielen Fotzenknechtfollowern). Bisherige Vorurteile die ich habe, die dazu führen dass ich ein Soundcloud-Profil ungehört fortklicke: Offensichtliches Unteralter mit Selfie, oder Animu im Profilbild. Außerdem dämliche Tags verwendet, die nichts über die Musik aussagen.

danro Avatar
danro:#64094

>Ist die Zeit eigentlich schon gekommen, wo man komplett auf alle Zwischenvermittler, sprich Musikindustrie und Musiklabels, verzichten kann?
Leider nein. Selbst wenn du auf Soundcloud etwas höhrst, verwenden sowohl du als auch die Musiker den Mittelsmann Soundcloud. Sogar das hochladen einer Datei hier auf KC verwendet den Mittelsmann KC. Solange die Musiker nicht ihre eigene Seite zum Hosten ihrer Musik haben, und eventuell einen eigenen Online-Laden, sind sie von jemandem Abhängig der die Möglichkeit hat Musik zu hosten und online zu verkaufen.
Ich find das auch schade, aber Soundcloud u.Ä. ist schon mal ein guter erster Schritt.

Ich genieße übrigens immer wieder gerne die unglaublich guten Werke von "Shokk Butt". Eine überraschend interessante mischung aus absolut schlechtem Gangsterrap mit selbgemachtem Dubstep sorgt für sowohl amüsante, als auch sehr rhytmische Musik.
Beispielmusik im Anhang.

saarabpreet Avatar
saarabpreet:#64103

Also wenn du elektronisch unterwegs bist, ist das absolut machbar.

Wobei ich eher wenige Leute kenne, die ihre Musik dann auch bei Bandcamp selbst zum Download anbieten. Ich schätze wie denen geht es auch mir ganz ähnlich: Prestige über Veröffentlichungen im Katalog eines Labels ist deutlich kühler als ein bisschen NG was über Bandcamp reinkommt.


t. Soundcloudkonto mit regelmäßiger Frequenz

kuldarkalvik Avatar
kuldarkalvik:#64104

>>64094
>Leider nein.

Am besten sollen die Künstler wohl alles verschenken und jeglichen Wunsch nach finanzieller Freiheit begraben, damit autistische Nackenbärte sowie linke Parasiten und Schmarotzer zufrieden sind, nicht wahr?

karlkanall Avatar
karlkanall:#64108

>>64104
>2016
>Mit Musik Geld verdienen wollen

shalt0ni Avatar
shalt0ni:#64112

Soundcloud ist (aus Künstlersicht) im Grunde eine riesige Kreiswichsveranstaltung. Es geht ständig darum, die Anzahl der Follower zu erhöhen, da dies die einzige naheliegende Möglichkeit ist, mehr Aufmerksamkeit für seine Musik zu bekommen. Das führt dann dazu, dass ein ständiges "folgst du mir, folge ich dir"-Prinzip herrscht, in dem hunderte, wenn nicht tausende Follower an Profilen hängen, die sich für die Musik allerdings null interessieren. Das macht das Ganze dann wiederrum völlig wertlos, man kann zwar mit hoher Followerzahl prahlen, da es aber nur zum kleinsten Teil echte "Fans" sind, hat es absolut keinen Wert. Es gibt dort Musiker, die nahezu wahllos von Profil zu Profil gehen, den Künstlern folgen, alles liken, aber die Musik sich nicht mal wirklich anhören, sondern sich halt nur selbst promoten wollen.

Im Grunde also absoluter Krebs. Bandcamp hat das in der Hinsicht zumindest besser gelöst, wenn du ein Bandcampprofil aufrufst, weisst du fast nichts (höchstens anhand von Rezensionen) über die Popularität des Künstlers. Das nimmt auch den Druck, irgendwelche Nummern und Statistiken künstlich in die Höhe treiben zu müssen.

Bernd Avatar
Bernd:#64129

>Hat noch jemand Tipps dazu, insbesondere zur Vorgehensweise, neue Musik zu entdecken?

Bernd sucht bei everynoise.com

Einfacher Aufbau mit kleinen Musikbeispielen vom Genre und Künstlern.

Spotify ist nicht Pflicht aber essenziell um schnell bei Künstler/Alben reinzuhören.

ryanmclaughlin Avatar
ryanmclaughlin:#64130

Wo bekombt bernd .mp3 oder .ogg? Ohne krebsige Requester, einfach per URL?

Alles mit krebsland.com/krebs#sokoolfick?a=3 ist raus.

anjhero Avatar
anjhero:#64150

>>64130
Tja, entweder das Soundcloud-Konto hat den File-Download aktiviert, oder du musst halt den 128k-Stream abgreifen.

canapud Avatar
canapud:#64164

>>64093
Ich bin nun 4 Jahre auf Soundcloud unterwegs und es hat sich zu meiner Haupt-Aufnahmequelle von Musik entwickelt.
Inzwischen sind es 900+ Likes und 325 Interpreten/Labels und Kollektive denen ich folge. Vorgegangen bin ich einfach so, dass ich Interpreten die aus meinen Lieblingsgenres gefolgt bin und nach und nach durch deren Reposts und Likes auf andere Leute aufmerksam geworden bin. Ganz herkömmlich also.

Allerdings ist der ganze Spaß relativ Zeit aufwendig und funktioniert nicht innerhalb von Wochen. Sich auf unbekannte Plattformen zu stürzen und mit Wundern zu rechnen erzeugt nur Antipathie. Lass dir Zeit, check ab und zu mal deinen Stream und benutz ansonsten deine bekannten Musikquellen. Da hast du im Endeffekt mehr von. Nach einer Weile fallen dir Interpreten und Tracks von ganz alleine in den Schoß, je nachdem wie aktiv deine Followings sind. Nach Genres suchen würde ich nicht empfehlen, weil die Seite hauptsächlich von kantigen Teenagern benutzt wird. Am besten ist wenn du, wie du bereits sagtest, deren Followings und Likes checkst.
Achja. Discover lohnt sich sehr, je mehr Likes du hast und damit deinen Geschmack eingrenzt.

langate Avatar
langate:#64165

>>64164
>ATH_M50x_2_sq.jpg

Überbewertetste Kopfhörer jemals.

adhiardana Avatar
adhiardana:#64171

>>64165
Meinetwegen. Dennoch bestes Preis-/Leistungsverhältnis seiner Klasse.