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Veröffentlicht am 2013-11-22 20:06:42 in /n/

/n/ 4842: http://www.youtube.com/watch?v=iIlCrJ1OTz0 Dieses...

davidcazalis Avatar
davidcazalis:#4842

http://www.youtube.com/watch?v=iIlCrJ1OTz0
Dieses Video gab mir Fühls. Gibt es Bernds die in der Landwirtschaft arbeiten und Erfahrungen damit teilen könnten? Imker, Bauern, was auch immer?
Wie schwer ist es, selbst einen kleinen landwirtschaftlichen Betrieb aufzumachen, und worauf kommt es vor allem an?

xravil Avatar
xravil:#4845

>>4842
Ich lasse dir mal einfach diesen Link da:
http://www.hofgruender.de/

kazukichi_0914 Avatar
kazukichi_0914:#4857

Dieser Stadtrand-Bernd wird im Frühjahr als Teilhaber auf dem Hof eines jetzigen Kunden anfangen.
Bis dahin ist Theorie angesagt.
Dürfte ziemlich kühl werden, die h aben Milchvieh, Schweine und Enten und irgendwas um die 40 Ha und einen eigenen Hofladen mit Gemüselieferdienst für die neureichen Zugezogenen.
Bei interesse werde ich im Frühjahr gerne mal berichten.

n_tassone Avatar
n_tassone:#4858

>Wie schwer ist es, selbst einen kleinen landwirtschaftlichen Betrieb aufzumachen?

Landwirt Bernd sagt:Landwirtschaft in Mitteleuropa bedeutet heutzutage die Herstellung möglichst gleichförmiger,billiger Rohstoffe für die Nahrungsmittelindustrie sei es Obst,Milchprodukte,Fleisch,Eier,Getreide usw.
Bei Mastschweinen z.b.geht ein Betrieb bei ca.500-800 Stück los mit nach oben offenem Ende.
Bei Hühnerhaltung egal ob Eier oder Mast bei ca.10000 (das sind Kleinbetriebe)
I.d.R sind diese Betriebe keine Neugründungen sondern über Jahrzehnte gewachsene "Erbhöfe"
Möglicherweise bietet Bernd sich die Gelegenheit einer Einheirat in einen solchen Betrieb (Das ist jetzt nicht sarkastisch gemeint)

Ein anderer Weg währe der Ankauf,Pacht oder "Leibrente" eines älteren,in Auflösung befindlichen Betriebes welcher mehr oder weniger große Umbau-oder Renovierungsmasnahmen bedarf.
In diesem Fall solltest du mit deiner Bank die anfallenden Kosten sehr genau überschlagen und wissen wo die Reise hingehen soll:Eigenversorger mit Nebenerwerb,Vollerwerb und Vergrößerung etc.

>worauf kommt es vor allem an?
Kentnisse in Betriebswirtschaft,Kentnisse in Tierhaltung,Ausbildung als Landwirtschaflicher Facharbeiter(Abendkurs,mehrwöchig)um EU Förderungen beantragen zu können,
Finanzielles Durchhaltevermögen,Arbeitsbereitschaft (kein 8 Stunden Tag)um die wichtigsten Voraussetzungen zu nennen.
Soll es Richtung Selbstvermarktung gehen kommen noch Kurse/Bewilligungen in Hygienemanagement und Betriebsführung hinzu sowie die Einrichtung geeigneter Räumlichkeiten.

aiiaiiaii Avatar
aiiaiiaii:#4860

>>4858
Was würde ein lohnenswerter Betrieb, wie Du es nennst, in etwa kosten?
Also ich würde mir Schweine, Rinder und etwas Landwirtschaft vorstellen. Einen Trecker hätt ich eigentlich auch gern.
Norddeutschland wäre fein.

silv3rgvn Avatar
silv3rgvn:#4861

>>4860
Die Kosten kann ich nur sehr schwer einschätzen.Auch deshalb weil ich aus einer anderen Ecke komme.Das Hektar Ackerland in guter Lage kommt bei uns auf 700-900€ Pacht/Jahr.Grünland ist entsprechend billiger.Noch günstigere Flächen muß man sich genau anschauen da kann von sauren "Sumpfwiesen" bis zum Steinbruch alles dabei sein.
Einen Mischbetrieb würde ich dir nicht empfehlen das ist zu viel Arbeitsaufwand also entweder Schweinemast ab 500 Stück absolute Untergrenze oder Milchvieh oder Hühner.
Ein einzelnes Mastschwein zur Eigenversorgung ein paar Hühner oder eine Milchkuh lässt sich sicher noch irgendwo unterbringen falls du das möchtest.
Hier noch etwas über die Kosten von Mastplätzen,gibt auch einen kleinen Überblick:
http://www.landwirt.com/Stallbau-Mastplatz-unter-400-Euro,,5456,,Bericht.html

keyuri85 Avatar
keyuri85:#4862

>>4860
Du kannst Pi mal Daumen von Minimum 400 000 NG ausgehen.

herrhaase Avatar
herrhaase:#4866

>>4862
mit träcker?

curiousonaut Avatar
curiousonaut:#4870

Kommt vor allem darauf an, was man produzieren will.

Gerade im Bereich Schweine, Rinder, Geflügel, Milchwirtschaft etc. herrscht eher ein Überangebot und starke Konkurrenz innerhalb der EU. Möchte man kostendeckend produzieren, bleibt von den Vorstellungen vom romantischem Landleben eigentlich nicht mehr viel übrig.

Potential haben meineserachtens Produkte, die bspw. von der Lebensmittelindustrie oder auch der Kosmetikbranche stark nachgefragt werden, aber nicht unbedingt im Mittelpunkt der traditionellen Landwirtschaft stehen.

Bspw. Aronie

http://www.maz-online.de/Brandenburg/Bio-Aronia-aus-Brandenburg


Hier halten sich die Anfangkosten sowie Betriebsaufwand in halbwegs überschaubaren Grenzen und man wird vermutlich geringe bis keine Probleme haben zuverlässige Abnehmer zu finden.

cbracco Avatar
cbracco:#4872

>>4870
>Kommt vor allem darauf an, was man produzieren will.
Bzw. mit welchem Konzept man es produziert, anbietet und bewirbt. Auch hier gibt es Nischen. Ein Landwirt ist heutzutage eben auch Unternehmer.

>Gerade im Bereich Schweine, Rinder, Geflügel, Milchwirtschaft etc. herrscht eher ein Überangebot und starke Konkurrenz innerhalb der EU.
Übrigens mit einer der Gründe, dass Deutschland die Bauern ausgehen, da Nachwuchs fehlt. Agrarprodukte können ja schließlich billig importiert oder in Großbetrieben hergestellt werden. Die Frage ist aber, ob "man" das so wirklich will.

freddetastic Avatar
freddetastic:#4873

>>4872
Ganz interessant in dem Zusammenhang:

>http://www.agrarheute.com/betriebszahlen

>http://www.badische-zeitung.de/kreis-waldshut/der-landwirtschaft-geht-der-nachwuchs-aus--68115512.html