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Veröffentlicht am 2015-02-13 11:39:22 in /n/

/n/ 6167: Hallo Bernd. Lebst du als Selbstversorger? Dieser Ber...

kimcool Avatar
kimcool:#6167

Hallo Bernd.
Lebst du als Selbstversorger? Dieser Bernd hat vor einer zu werden. Leider hat dieser Bernd keine Ahnung wieviel Land dafür benötigt wird. Kannst du Bernd helfen?

chatyrko Avatar
chatyrko:#6170

Ich glaube man braucht recht viel Land.
Man muss ja nicht nur ein bisschen Salat anbauen.
Man braucht auch Platz für Hasen, Schweine, wenn man denn will sogar Kühe.
Ich weiss nicht, ob sich der Aufwand lohnt.
Man ist ja schliesslich auch verantwortlich für das ganze Land.

arashmanteghi Avatar
arashmanteghi:#6171

>>6170
Dies.
Auch wenn ohne Tiere, musst du bedenken, dass du ja für die Wintermonate einen Vorrat brauchst.
Kartoffeln sind da ideal, auch wegen Lagerung.
Einmachen kannst du grundsätzlich alles.
Also wenn du nur dich selbst versorgen musst, kannst du mit einem halben Hektar - wenn effektiv und effizient bewirtschaftet - dich locker mit Gemüse selbst versorgen und hast sogar noch was über zum verschenken.
Darfst halt nicht so Platzräuber wie Artischocken oder so anbauen, damit gleich mal 1qm belegt ist, wo eigentlich 6 Kartoffelpflanzen und dazwischen ein Kürbis Platz hätten.

t. Feldbesitzer

anass_hassouni Avatar
anass_hassouni:#6173

>>6171
Landwirtschaft-Laie hier.
Wie funktioniert das überhaupt, dass man kontinuierlich übers Jahr ernten kann?
Meerere gestaffelte Aussaten? Oder kann man das an einem Standort eigentlich gar nicht und es scheint im Laden nur so, weil die Waren von überall her kommen?

kamal_chaneman Avatar
kamal_chaneman:#6174

>>6167
Wie stellst du dir das denn genau vor?
Möchtest du nur selber ernähren oder auch selber Strom produzieren, usw.?
Mit oder ohne Tiere?
Arreine oder mit einer Familie?

So allgemeingültig kann man das nicht beantworten. Abgesehen davon kommt es auch auf deinen Anspruch an.

Ich kann dir übrigens folgendes Buch von John Seymour empfehlen: Das neue Buch vom Leben auf dem Lande. Schneidet so ziemlich alles an und man kann sich inspirieren lassen.

Ansonsten auch mal hier reinschauen: experimentselbstversorgung.net

joynalrab Avatar
joynalrab:#6178

>>6173
Kommt darauf an, was du anbaust.
Zum Beispiel Salate kannst du mehrmals im Jahr ernten. Die werden dann in zeitlichen Abständen vorgezogen, die Jungpflanzen ausgebracht und in periodisch geerntet.
Kartoffel, Mais oder Getreide wird auch schonmal gelagert, damit der Marktpreis nicht einbricht.
Wenn du mal im Discounter darauf achtest, wirst du feststellen, dass Gurken, Paprika, Tomaten im Winter wesentlich teurer sind, da eben Regional nichts dergleichen - außer in Gewächshäusern - gefördert wird.
Beantwortet das deine Frage?

silv3rgvn Avatar
silv3rgvn:#6179

>>6173
>kontinuierlich übers Jahr ernten
Ohne beheizte Treibhäuser kann Bernd nicht 12 Monate im Jahr Erdbeeren ernten.
Die kontinuierliche Ernte geht eher auf natürliche Fruchtfolgen, Sommer- und Wintersaaten, Früh-, Mist und Hochbeete, Hausmast und -schlachtung, Milchverarbeitung, einmachen, einsalzen, brauen, keltern und brennen.
Bernd sollte vom "John Seymor" lesen:
Das neue Buch vom Leben auf dem Lande
Selbstversorgung aus dem Garten
Vergessene Künste: Bilder vom alten Handwerk

turkutuuli Avatar
turkutuuli:#6180

Hallo Bernd, OP hier.
Das Ziel ist keine vollständige Selbstversorgung, sondern vielmehr mit einem Hobby Geld sparen, unabhängigkeit vom System und Freude an der Natur.
In erster Linie geht es mir darum möglichst wenig Nahrungsmittel einkaufen zu müssen. Das heisst für den Anfang Obst + Gemüse. Später dann Hühner und div. Nutztiere anschaffen. Um den Gemüsebedarf einer Kleinfamilie abzudecken habe ich mal eine Fläche von ca 400m2 ausgerechnet. Wenn Tiere und Nuss- und Früchtebäume dazukommen ca 10'000m2, eher sogar mehr.

Spannend ist auch die Lebensmittel haltbar zu machen.
Vielen Dank für die Buchempfehlung Bernd, amüsanterweise hat gf vor kurzen eben dieses Buch bestellt. Sollte heute mit der Post kommen.

funwatercat Avatar
funwatercat:#6182

>>6178
Ja, danke.
Sowas dachte ich mir eigentlich auch.

>>6179
Erdbeeren, klar.
Aber was ist mit "härteren" Gemüsen?
Katofln, Kohl, Zwiebeln?
Und danke für den Seymor.
Bin eh schon seit Tagen dabei, Dinge aus dem Netz zusammenzutragen.
Am Ende möchte ich ein Kompendium aus laminierten .pdf-Seiten erschaffen.
Für weitere agrare Ratschläge idF wäre ich dankbar.

roybarberuk Avatar
roybarberuk:#6199

>>6180
bedenke bei deiner flächenberechnung das dass land auch mal brag liegen muss, gerade wenn du mehrfach im jahr kohl erntes. und baum abstände usw. also 400m² sind glaub ich ein wenig zuklein für eine klein familie. also wir sind vier personen haushalt und haben knapp 1000m² und das reicht nicht zur kompletten selbstversorgung(keine tiere bis auf hühner)

arnel_lenteria Avatar
arnel_lenteria:#6527

Bernd zieht diverse Kräuter für Tee und diverse Gewürze im Garten. Ferner Erdbeeren, Tomaten, Meerettich (zerfickt allen Meerettich den man kaufen kann, alte Zucht von Opa/Uropa), Bohnen, Radieschen, Zwiebel, Himbeeren, Johannisbeeren, Brombeeren, Stachelbeeren, Äpfel, Pflaumen, Haselnuß. Bernd wird ferner bald dem örtlichen Imkerverein beitreten. Selbstversorger also nicht ganz, Platz für soviel Kartoffeln, daß Bernd über den Winter hinkäme ist zwar noch da, Bernd hat aber keine Lust auf Kartoffelanbau.

donjain Avatar
donjain:#6532

Grundsätzlich ist eine Selbstversorgung möglich, wenn man Pflanzzeit, Wachstum und Ernte beachtet, dann kannst du Beete mehrmals im Jahr bewirtschaften. Du mußt aber auch bedenken dass man Beete auch ruhen lassen muss, ggf mit Gründünger bepflanzen damit sich die Erde erholt. Ich nutze selbst den Garten nicht zur Selbstversorgung sondern eher als Ergänzung und als Hobby. Selbstversorgung ist schon fast ein Vollzeitjob da nicht nur der Anbau anfällt sondern auch die verarbeitung. Obst und Gemüse Einmachen, Kräuter sammeln und trocknen.

salleedesign Avatar
salleedesign:#6533

https://www.youtube.com/user/rrhase

Das beste was die Judenröhre Deutschland in Sachen Selbstversorgung zu bieten hat .

sindresorhus Avatar
sindresorhus:#6534

>>6533
Guter Kanal, danke Berndi. Der Typ erinnert Bernd sehr an Peter Lustig :3

mefahad Avatar
mefahad:#6757

Mit einem oder zwei Hektar bist Du schon ganz gut versorgt - und beschäftigt. Getreide u.Ä. ist da übrigens außen vorgehalten.
Und für Stadtbernd: Ein Hektar ist eine Fläche von hundert mal hundert Meter...

kershmallow Avatar
kershmallow:#6758

>>6757
>flaechenveranschaulichung.png
Ich glaube es hackt

axel_gillino Avatar
axel_gillino:#6759

>>6757
>Mit einem oder zwei Hektar bist Du schon ganz gut versorgt

Bernd fragt sich, ob man sich auch im Kleinen "selbstversorgen" könnte. Also beispielsweise mit einem Stadtgarten.

Es gibt ja durchaus Methoden, wie den vertikalen Anbau (Erdbeer- oder Kartoffeltonnen,...) und Anbausysteme, wie die Milpa.

Was meint Bernd?

ademilter Avatar
ademilter:#6760

>>6759
Oder hydroponic-System im Keller.

syntetyc Avatar
syntetyc:#6761

Es ist nicht /b hier.
Dein Hydro belichtest du mit äh.. Strom aus dem Plutoniumdings aus dem Keller daneben, oder wie?

Wenn Anbaufläche klein, Bernd muß effektive Pflanzen pflanzen. Wie etwa Bohnen.

kennyadr Avatar
kennyadr:#6762

>>6761
Es ging um Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln, nicht um Amisch-Lifestyle reloaded. Klar, wenn OP sich völlig von den Vorzügen der modernen Welt abkappseln will, dann ist hydroponic unbrauchbar. Aber was spricht dagegen Solarzellen auf dem Dach zu haben und damit im Winter im Haus Lampen und Pumpen zu betreiben?

kamal_chaneman Avatar
kamal_chaneman:#6763

>>6759

Klar kann bernd im Kleinen schon ne Menge ernten. Zwei Hektar würden einen Selbstversorgernoob alleine sicherlich völlig überfordern. Etwas in der Größe eines großen Schrebergartens (400-500 m²) ist meiner Meinung nach schon wirklich ambitionierter Einstieg. Muss ja nicht nur wachsen, sondern auch geerntet und verarbeitet werden.
Bernd, nimm wasde kriegen kannst, bei Gefallen/Erfolg erweitern - Rest abstoßen. Wirklich Selbstversorger will dieser Bernd hier sicherlich nicht werden, lieber geht er ein bißchen schafen. Aber die Arbeit draußen ist gut und es ist das Fühl wenn Du isst, was Du hast wachsen sehn.
Gegen Stadtgarten spricht, dass das Land in der Stadt zwecks Bebauung normalerweise teuer ist. Heimliches Grünstreifen- und Brachengärtnern wäre einfach nicht mein Ding, genauso wie wohl vermutlich die meisten Schrebergartensiedlungen. Relativ günstige landwirtschaftliche Fläche im Umland ist meist für Nicht-Landwirte nicht ohne Weiteres zu bekommen - bleibt als Option in der Regel Gartenland zu kaufen oder zu pachten. Der Garten muss aber gut erreichbar sein, weil das sonst zu 99% schiefgeht - warum soll ich lange fahren, um dann freiwillig (Garten-)Arbeit zu machen, um möglicherweise in ein paar Wochen was Essbares zu haben, was ich aber nicht wirklich brauche, weil ich Schland...
Also mein Punkt ist: In den Garten morgens reinzustolpern hilft ungemein. Und da ist die Kartoffeltonne auf dem Balkon dem Stadtgartenprojekt zwei Stadtteile weit weg einfach überlegen.


Und weil schon hydroponic gefallen ist:
Bedenke, dass jeder Schritt weg von dem Anbau auf Erde Material und Energie und damit Geld benötigt - das fängt bei den Plastetöpfen und der gekauften Gartenerde an und hört bei den Fischbecken mit Pumpsystemen und elektronischer Steuerung in Zukunft sicherlich nicht auf.
Nichts gegen Zukunft - nur sagend.

zl;ng - Erdboden ist foll toll.

teylorfeliz Avatar
teylorfeliz:#6766

>>6763
Ach Bernd, ich hätte ca. 400meterzumquadrat bestes Gartenland neben einer Pferdekoppel, 10min per Rad entfernt haben können.
Ich hatte es schon besichtigt und mich mit der Besitzermulle gut unterhalten.
Nachdem mich die Besitzermulle aber endlos vertröstet hat, fand ich beim zufälligen Suchen genau das Land (die ganze Koppel) für 1,2mio Dukaten zum Kauf wieder.
Versteh einer die Ferdemullen.
Werde aber weitersuchen, es ist Stadtrand hier und eigentlich gibt es genug Weiden und Wiesen.

splashing75 Avatar
splashing75:#6821

>>6762
>paar Solarzellen auf dem Dach
>im Winter damit Lampen und Pumpen betreiben

Dagegen spricht, dass das nicht so einfach funktioniert wie du es dir vorstellst.

im_jsmith Avatar
im_jsmith:#6822

>>6821
Warum nicht? Falls kurze Faden-Entgleisung erlaubt ist

creartinc Avatar
creartinc:#6823

>>6822
Erstmal musst du die Energie ja irgendwie speichern, um sie im Winter zu nutzen. Denn im Winter generiert man damit keinen Strom.
Lampen zur Pflanzenzucht verballern richtig viel Energie, mit einer 80W Lampe kannst du dir keinen Jahresvorrat anlegen. Um das effektiv zu verwirklichen brauchst du also mehr als ein paar Solarzellen auf dem Dach, und eine Möglichkeit das Effizient zu speichern. Ist sicher irgendwie möglich aber das kostet dann ein Schweinegeld und braucht auch viel Platz, und wenn man den Platz hat, kann man doch auch gleich Beete drauf anlegen.

carlosgavina Avatar
carlosgavina:#6835

>>6167
Naja, hier wird viel von so Ökoschucheln übertrieben was den Landverbrauch und den Aufwand angeht. Die wollen sich nur wichtig machen und Dich verunsichern.

Tatsache ist, dass wenn Bernd nicht übermäßg viele Ansprüche (Luxus) stellt, sehr gut mit 1-2m² Land auskommen kann. Das ist günstig und findet man auch im Hinterhof und muss nicht lange suchen. Von dem Land kannst Du viel essen (Moose,Flechten,Erde,Samen,Wurzeln,Steine,Blüten) und Tiere gibts da auch!!

jacobbennett Avatar
jacobbennett:#6836

>>6835
... und vergessen: das ist ja fast endlos (Erdkern) tief! Hast also bis ans Ende Deiner Tage was davon und wärmer wirds auch. vielleicht sind ja auch ein paar Bodenschätze (Gold,Uran,Stromleitungen) drin!!

itskawsar Avatar
itskawsar:#6845

Bernd baut grade eine verbesserte Version von
> http://www.krisenvorsorge.com/der-kartoffelturm/
Bernds Öko(rechts)nachbar hat damit in diesem Jahr zwischen 15 und 20kg Kartoffeln aus der Erde gezaubert.

Ist sicher nicht der Weg zu vollkommener Autarkie, aber es ist ein Anfang. Auch eine Parzelle in einem Kleingartenverein ist ein guter Weg um den grünen Daumen auf Touren zu bringen.

Aber nochmal zum Innentüranbau:
Benutzen nicht z.B. Drogenbernds Kisten mit (stark vereinfacht) einem Ventilator und einer LED-Pflanzenleuchte für ihre kriminellen Machenschaften? Könnte man nicht vergleichbares mit nicht verbotenen Pflanzen tun?

davidbaldie Avatar
davidbaldie:#6846

Lerne zu Solarkonstante.

liang Avatar
liang:#6859

>>6845

Klar wachsen in ner Wachskiste auch Tomaten. Fang mal an zu rechnen, bevor Du die Landwirtschaft revolutionierst: Anschaffung, Energieverbrauch, Arbeitszeit für Aufbau, Kontrolle, Unterhalt wird der Bioladenpreis entgegengehalten.
Exberndentip: Is fürn Arsch, solange Du für das Gramm Tomate keine 5 NG kriegst.

Wenn jetzt nochmal die Solarzelle kommt...

>>6823

Dies.

---

Wir leben in einem Land mit ultra niedrigen prozentualen (auf das durchschnittliche Einkommen bezogen) Lebensmittelkosten. Der einzige vernünftige Grund zur eigenen Kartoffel ist entweder weniger Scheisse zu fressen oder reine Hur-Dur-Wirtschaftskollaps-Langeweile.

Chakintosh Avatar
Chakintosh:#6868

Die Frage ist eher, wieviel Land kannst du alleine überhaupt bestellen? Ist natürlich abhängig von dem, was du anbaust und welche Hilfsmittel du zur Verfügung hast.

Protip: Lass so Sachen wie Getreide gleich bleiben. Bleib lieber bei Kürbis, Bohnen, Erbsen, Freilandgurken, Tomaten und natürlich ganz viel Kartoffeln.

sava2500 Avatar
sava2500:#6874

Bohnen und Katofl beste

Bohne wächst und wächst und reichert Nitrogen an
Katofl wächst überall auch in Sand, und ist erträglich zum Essen, trotz hohem Stärkeanteil, Protein wenig aber gut.

keyuri85 Avatar
keyuri85:#7377

>>6199
>Brache

Warum?

Mann kann doch auch Düngen, halt nach entzug. Auch nach Brache ist dein Land nach 5 Jahren ausgelaugt. Du baust einfach die natürliche Humusschicht im Boden ab. Dann doch eher Zwischenfrüchte anbauen die auf deinen Entzug abgestimmt sind und die Frucht die du danach anbauen willst.