Krautkanal.com

Veröffentlicht am 2015-10-08 00:49:31 in /n/

/n/ 6794: Können Käfer im Blumentopf ersticken?

samscouto Avatar
samscouto:#6794

Mal angenommen, ich versiegele einen grossen Blumentopf oben mit Frischhaltefolie und sorge unten für einen ausreichenden Wasserstand: Würden die in der Erde dieses Topfes lebenden Käfer/Larven in einen friedlichen Schlaf übergehen und nie wieder aufwachen?

Oder benötigt ein Käfer/Wurm gar keine Luft zum Atmen?

tmstrada Avatar
tmstrada:#6795

Bezweifle, dass du mit der beschriebenen Methode eine ausreichend dichte Versiegelung hinbekommst. Falls du von einem Tonblumentopf sprichst, ist sie sowieso Unfug.

>Oder benötigt ein Käfer/Wurm gar keine Luft zum Atmen?

-_-

davidbaldie Avatar
davidbaldie:#6796

Was dieser Bernd sagt (auch: Folie ist oft aus Cellophan, was eine Art Papier ist und durchlässig zumindest für Feucht)

Prinzipiell sind Insekten aber wohl O2 benötigend, wie alle höheren Lebensformen. Glykolyse geht nicht weit genug und Fettbrennen ist obligat aerob.
Allerdings kann es sein, daß die Viecher sehr wenig brauchen, insbesondere irgendwelche Eier, Sporen oder Rhizome sind berüchtigt dafür, alles.jpg zu überleben, warum also nicht eine 100 Pa-Atmosphäre für ein paar Tage

carlyson Avatar
carlyson:#6797

>>6795
>>6796
Dies. Eigentlich wäre es doch sinnvoller den ganzen Kübel möglichst Wassergesättigt zu halten, sprich Wasserstand oberhalb der Bodenoberkante.

Wozu eigentlich das Ganze, OP?

hoangloi Avatar
hoangloi:#6800

>>Wozu eigentlich das Ganze, OP?

Ich wollte euch eigentlich nicht meinen "Frag Mutti" Fragen belästigen, daher die direkte Frage nach etwas, was in meinem Kopf herumspukte um mein Problem zu lösen.

Hintergrund ist wie folgt: Bernd hat eine Yucca "Palme", seit Jahren gehegt und gepflegt, diese ist jetzt gross und breit. Im Sommer steht sie auf dem Balkon.

Aber dieses Jahr galt es Blattläuse zu bekämpfen, primär bei anderen Pflanzen, aber auch auf die Yucca gehüpft und ein Teil der Strategie (insgesamt erfolgreich, dieser Teil nicht) bestand im Hinzufügen von gemahlenen Kaffeeresten zur Erde (ätherische Öle, welche ich in die Pflanze bekommen wollte). Das Ergebnis war aber nicht wie gewünscht: der oben abgebildete Käfer nistete sich in Form von Larven im leckeren Kaffeekompost an. Die Erde ist schön luftig, keine Frage. Aber Larven-Viecher sind echt gross.

Jetzt habe ich zwei Sorgen:
1. Jedes Mal wenn Viecher schlüpfen, fliegen sie laut zum Fenster und ich entlasse sie dann in die Freiheit. Aber was passiert, wenn sie eingesperrt bleiben, weil ich mal nicht in meiner Höhle bin. Die fressen mir bestimmt die halbe Wohnung so gross wie die sind. Und auch sonst, die sind gross und machen laute Geräusche, habe Angst mit Ihnen zusammen in einem Raum zu schlafen.

2. Habe ich erwähnt, dass die Larven riesig sind. Solange sie sich vom Kaffee ernährt haben ok, aber der Nachschub für sie ist versiegt. So gross wie die waren, die ich aus dem Topf entsorgt habe, fressen die alle Wurzeln ehe man sich versieht.

Daher lautete der Entschluss: Lieber Bernd, jetzt kein Verdruss, dichte den Topf schön ab, und neue Käfer entkommen nicht um die wenigen Klamotten zu fressen und bestehenden Käfer und Larven schlafen sanft ein.

seanwashington Avatar
seanwashington:#6801

Du hast Rosenkäfer in der Wohnung? Das ist ja allerliebst. So versorge er sie mit mehr Kaffee, das haben sie verdient!

vikashpathak18 Avatar
vikashpathak18:#6802

>bekämpfe Widerlinge mit anderen Widerlingen
>wat nu

Es ist doch klar: Das Problem ist der Spinnenmangel!

alagoon Avatar
alagoon:#6803

auch:

>kompostierung auf dem fensterbrett
>was könnte schief gehen?

hampusmalmberg Avatar
hampusmalmberg:#6818

>>6801
>>6802
>>6803
lacht nur über mein Versagen. Möge nicht Botaniker Balkon-Bernd daraus lernen.

Habe am nun zwei Pflanzen komplett von Erde befreit und neu eingetopft. Beide hatten einige nette fette Larven.

Interessante Entdeckung:
An der Yucca-Pflanze sind die Käfer scheinbar nicht so schlimm. Diese hatte viele alte Wurzeln, die diese Käfer verwerteten und entsprechend viele kleine düngende Kotbällchen hinterliessen. Erde war echt luftig und Kot gut verteilt. Ich denke, die hätten noch jahrelang in Symbiose leben können, ohne sich im Wachstum zu beeinträchtigen.

Ganz anders war es beim Ficus. Dieser litt bereits sichtlich, seitdem ich die "Kaffee-Kur" eingestellt und ihn nach innen befördert hatte. Die dortigen Rosenkäfer-Larven hatten sich auf die Kernwurzeln spezialisiert. Von wegen Wikipedia, "Rosenkäfer fressen nur totes Material, ganz toller Käfer, Naturschutz bla", am Ficus frassen sie nur die frischesten Wurzeln in der Mitte und wo es am meisten schadete.

Hoffe jetzt an diesen Pflanzen alles los geworden zu sein und auch mögliche Nachkömmlinge abgespült zu haben.

kennyadr Avatar
kennyadr:#6820

Die Larven sind doch dein geringstes Problem. Das kaffeezeug schimmelt schon in der Kanne (Na gut, das ist man als Topfpflanzenopfer gewöhnt)