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Veröffentlicht am 2015-03-03 00:28:42 in /ng/

/ng/ 5960: Unabhängiges Leben/Lebensweg Generell

alv Avatar
alv:#5960

Hallo Bernd,

ich beende gerade meinen Bachelor in BWL und habe bereits ein Arbeitsangebot nach dem BA zum Beginn mit 2,7k € Brutto monatlich. Die Aussicht danach doch lediglich nur so wenig zu verdienen verunsichert mich darüber ob die Entscheidungen, die ich in meinem bisherigen Leben getroffen habe - z.B. auch das Studium, welches ich aus reinem Interesse an dem Managementgelaber eines Familienmitgliedes in besserer Stellung gewählt habe - so richtig waren insbesondere wenn man hier so 60k € Einkommen p.a. liest und ich mit dem Anfangsgehalt einer Köchin nach 3 jähriger Ausbildung geworben werde.

Wenn ich mir überlege, dass es doch auch anders gehen muss ist mein Problem, dass ich noch nicht einmal wüsste wie es anders gehen könnte, also welche anderen Möglichkeiten es gibt seine Lebenszeit und seine Arbeit so zu alloziieren, dass am Ende ein großes Stück Freiheit und (finanzielle) Unabhängigkeit unterm Strich bleibt. Wie lautet denn der Weg? Arbeitnehmerschaft und hocharbeiten? Selbstständigkeit als kleiner Pißunternehmer, der gegenüber den extremen großen Playern keine Chance hat? Und dann auch noch für wen, wenn man sowieso am Ende lediglich die Schelle bekommt und dann 7 Jahre auf der Ersatzbank seine Insolvenz absitzen muss (wie meinen Eltern passiert die Unternehmer waren bzw. gerade werden).

Hast du Buchtipps, Ideen, ZL;NG?

uxdiogenes Avatar
uxdiogenes:#5963

Ist 2700brutto nicht das Durchschnittseinkommen in Deutschland? Und als Jungeselle verdient man eben zwischen ~2200-2800€ je nach Fach (Außreißer nach oben und unten gibts immer). Allein, wenn man im Osten lebt bekommt man schonmal eher weniger als mehr.


Dieser Bernd hat aber das gleiche Problem wie OP - bloß "schlechteres" Studienfach, sehr wahrscheinlich älter, noch keine Aussichten und Angst, dass er mit um die 2000€ brutto handeln muss, wenn er Pech hat.
Ich werde "einfach" versuchen so viel wie möglich zu sparen und es dann in ETFs anlegen (>>5512). Als Bernd braucht man selbst nicht soviel und ich würde versuchen, eine Schafstelle zu finden wo ich auch in die unmittelbare Nähe ziehen kann und keine riesigen Extrakosten durch Auto uä habe.

snowwrite Avatar
snowwrite:#5965

>>5963
>Sparen
>EFTs

Das klingt für mich alles nicht überzeugend, denn soeinen billigen "Life-Cheat", dass du einfach so Geld auf einen Haufen wirfst und es sich vermehrt kann es garnicht geben. Auch die Summe die du bei diesen geringen Bruttogehältern sparen könntest ist total erbärmlich.

Es muss doch auch einen anderen Weg geben als zu Schafen. Ist im Büro angekommen und rumklicken wirklich das Ende der Fahnenstange? Ich habe keinen Bock 10 Jahre in der gleichen Firma zu hocken um dann Brutto 700€ mehr zu haben, das verändert doch nicht wirklich meine finanzielle Situation und die Klasse in der ich lebe.

superoutman Avatar
superoutman:#5966

>>5960
Bernd, keine Sorge, das ist dein Einstiegsgehalt, das wird sich noch nach oben entwickeln wenn du gute Arbeit leistest und motiviert bist. Ein Koch verdient das nach der Ausbildung sicher nicht.

60k direkt nach dem Studium sind extreme Einzelfälle. Hier in Bayern bekommen Master bei richtig großen Playern zum Einstieg ca. 48k p.a. Du wirst sicher Weihnachts und Urlaubsgeld erhalten, also 13x 2700 NG, was dann 35100 NG p.a. macht. Das als total erbärmlich darzustellen würde etwas übers Ziel hinausschießen. Du bist wie alt und kommst aus welcher Region?

eloisem Avatar
eloisem:#5968

>>5966
>Alter
26
>Region
SH

>Entwicklung des Gehalts
Ja wie soll das denn ablaufen und wann vor allem? Niemand verspricht in diesen Fragen Hoffnung. Ich hab das Gefühl an jeder Stelle im Leben werden einem von allen immer nur Horrorgeschichten erzählt, so z.B. auch jetzt dass dieses Gehalt "Niemals gut sei" und "viel zu wenig für einen Bachelor!" und "das harte Studium war umsonst, mehr als 2 Netto gibts da nich" und dann trifft man die Leute beim Probearbeiten die schon seit 30 Jahren auf der gleichen Stelle hocken - studiert wohlgemerkt - und der andere erzählt, dass mein Abschluss nichts wert sei und ich glücklich sein soll überhaupt etwas bekommmen zu haben. Egal wann und egal wo haben alle immer nur genörgelt und lange genug habe ich mich von dieser Scheiße gängeln lassen.

Ich kann doch nicht der gleiche Idiot (oder sogar noch dümmer) wie alle anderen 0815-Mittelschulabschlüsser sein, oder habe ich irgendetwas an den Regeln in unserer Welt nicht gerafft? Das Leben kann doch nicht daraus bestehen zufrieden mit dem harten Brot was man zu essen hingeworfen bekommt zufrieden zu sein!

suribbles Avatar
suribbles:#5969

>>5965

Dieser Bernd lebt aktuell von 600€ ganz ok und es gab auch letztens einen Faden wie viel Bernds an Geld verleben - da waren einige die sich im 500-800€ Bereich bewegten. Mit 2700brutto hast du auch 1700€ netto also eigentlich locker 700-800€ pro Monat zum Sparen.

Klar kannst du auch eine eigene Firma aufmachen und dann über Nacht reich werden, bloß

1. kommen vor der Nacht meist 3650Tage in den 12h am Tag geschuftet und geschwitzt wird

2. ist selbst 1. kein Garant dafür wirklich mal groß rauszukommen

Vergiss auch nicht: klar hört man von vielen Erfolgsgeschichten - allerdings bleiben die Misserfolge, die in der Menge viel mehr sind, verborgen - mit denen geht keiner hausieren.


Und wie schon gesagt, das Durchschnittseinkommen in Deutschland liegt bei 2700€ oder sogar noch drunter - das bedeutet die meisten gehen mit weniger heim und du bist als Berufsanfänger unzufrieden damit, wzf? Kenne zudem keinen normalen Koch der mit 2700€ anfängt - mit 3000€ in Rente gehen ok aber damit anfangen?



Ich habe mal in einem Statistischen Landesamt gearbeitet und dort Einsicht in die Gehälter von Firmen eines Bundeslandes im Osten gehabt und kann dir versichern, dass sich die Gehälter der Normalbevölkerung mit Berufserfahrung(!) bei 30-40000 bewegen mit +/-10000 für die schlechteren bzw besseren Jobs bzw nach Alter. Klar gab es ein paar die auch 60k hatten aber das waren irgendwelche studierten alten Säcke in Ämtern oder Leute in fetten Chemie/Energiefirmen oder so. Abgesehen von denen gibt es in den normalen kleineren und Mittleren Firmen nur 2-3 große Ausnahmen nämlich die Typen ganz oben in der Firma und nur die verdienen 80-100k und mehr.


Wenn du mehr Freizeit und Geld willst musst du passiv Geld verdienen - eben durch Dividenden oder verkaufte Bücher, Internetseitenwerbung etc

aleclarsoniv Avatar
aleclarsoniv:#5970

hier nochmal Kochgehälter in brutto um dein Weltbild zurechtzurücken

http://www.lohnspiegel.de/main/lohnspiegel-spezial/zusatzinformationen/koechinnen-und-koeche


http://www.gehaltsvergleich.com/gehalt/Koch-Koechin


wie es aussieht gehen die sogar noch nicht mal mit dem in Rente, was du als Berufsanfänger hier als zu wenig ansiehst... Dann machen die Überstunden und stehen den lieben langen Tag bei 40°C+ in der Küche dafür

tube_man Avatar
tube_man:#5971

>>5968
>und "das harte Studium war umsonst, mehr als 2 Netto gibts da nich"


1. wenn ein Bachelor so hart war dann
a) hat man entweder was studiert, was einem nicht liegt oder
b) ist man einfach nicht wirklich für ein Studium geeignet

2. mehr als 2k netto als wenig ansehen
was ist bitte dein soziales Umfeld? Alle im höheren Management in einem der größeren DAX-Unternehmen, eigene Firma, Unternehmensberater, Chefärzte?

bouyghajden Avatar
bouyghajden:#5972

>>5968

Ja indem du nicht dein ganzes Leben auf der selben Stelle versauerst, indem du jedes Jahr zu Chef rennst, sagst du willst mehr Geld und was du dafür tun musst? Du hast jetzt ein Studium und eine Stelle. Das war die erste Miete, jetzt musst du dich in der Arbeit beweisen wenn es vorwärts gehen soll.

terpimost Avatar
terpimost:#5973

>>5971

letztens auch erst von ein paar Unternehmern gehört, die gut mit ihrer Firma verdient haben. Jetzt ist die Firma pleite, weil sich die Herren ein bisschen zu sehr am Geldtöpfchen bedient haben. Glaube so stellt sich das OP vor:


-eigene Firma
-selbst nicht viel machen, sondern Arbeit an Experten delegieren
-sich ordentlich Geld aus der Kasse nehmen, schließlich möchte man ja sein "Ottonormal"-350.000€-Haus in 12Jahren abbezahlt haben so wie das eben jeder normale Deutsche tut




OP man wird nicht wohlhabender indem man mehr verdient sondern indem man mehr spart als andere. Ab einem bestimmten Gehalt, was das grundlegenste Überleben abdeckt ist dann die Frage:
-verkonsumierst du den Rest wie die meisten anderen, die du so liebevoll Idioten und 0815-Mittelschulabschlüssler nennst

oder
-konsumierst du nur Sachen, die du für wichtig hälst und die du unbedingt für deine Zufriedenheit benötigst und sparst den Rest


Die meisten normalen Menschen, die sich ein Haus kaufen, die sparen sich das ja auch 20-30Jahre lang zusammen. Die kaufen sich das nicht mal so locker von einem Jahresgehalt.

samscouto Avatar
samscouto:#5976

> BWL Bachelor
> versteht Angebot und Nachfrage nicht
> wundert sich über schlechtes Gehalt

Also mal ernsthaft Bernd. Du kannst doch mit einem BWL-Bachelor, wahrscheinlich noch an FH oder Noname-Uni mit 3.0 und Vertiefung Marketing, nicht erwarten, dass du mehr verdienst.
MINT/-Bernds steigen alle mit 40-50k ein und WiWi's (Master) bei Banken/Versicherungen/UB ebenfalls.

oskamaya Avatar
oskamaya:#5977

>>5976
>>5973
>>5972
>>5971
Ich habe jetzt schon länger nicht mehr auf diesen Faden geantwortet, obwohl ich es hätte tun können. Insbesondere danke ich >>5970 für eine ernsthafte und relevante Antwort, aber was ihr anderen hier für einen Hass und Unverständnis für mein wesentliches Anliegen an den Tag legt hätte ich nicht erwartet. Immerhin schrieb ich nicht auf /b/.
Ich danke euch trotzdem für die verlorene Lebenszeit und die uninteressanten Informationen, die ich durch das Lesen eurer gedanklichen Scheiße gewonnen habe.

iamfelipesouza Avatar
iamfelipesouza:#5980

>>5977

Habe >>5972 verfasst und bin nun stutzig warum du meinst dir würde Hass entgegen schlagen. >>5966 ist auch von mir.

murrayswift Avatar
murrayswift:#5981

>>5977
Na, merkst Du gerade dass Du 3 Jahre lang nur rumgekrebst hast?