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Veröffentlicht am 2015-11-26 17:35:3 in /ng/

/ng/ 7087: Wie lange muss man Aktien haben um auch was von der Div...

rcass Avatar
rcass:#7087

Wie lange muss man Aktien haben um auch was von der Dividende zu bekommen?

Was ist, wenn ich 1 Tag vor der Dividendenausschüttung die Aktien kaufe?
Was ist, wenn ich sie 11 Monate, 3 Wochen und 4 Tage hatte, und sie dann am Tag vor der Dividendenausschüttung verkaufe?

Wieso will man überhaupt Dividende bekommen, wenn der Kurswert in der gleichen Höhe sinkt, wie Dividende ausgeschüttet wird?

iamgarth Avatar
iamgarth:#7089

Das hängt von der Aktie ab. Bei den meisten Aktien bekommst du dann was ab. Dann bekommst du in der Regel nichts, außer vielleicht einer Bockwurst bei der HV. Weil Mullen feucht werden, wenn man ihnen erzählt, dass man gerade mal auf Dividende ist.

vj_demien Avatar
vj_demien:#7091

Der Tag der Ausschüttung ist egal, in der Regel ist der Stichtag der Tag der Hauptversammlung, auf der die Dividende beschloßen wird. Die liegen meist ein paar Tage ausseinander.

Und man will eine Dvidende bekommen, wenn man nicht an kurzfristiges Zocken denkt, sondern langfristige Anlagen.

mhwelander Avatar
mhwelander:#7093

Das jeder so versessen auf Dividenden ist, mir auch ein Rätsel.

Auf den ersten Blick wirken Dividenden ja wie eine Art Verzinsung auf die Aktienanlage. Da, wie OP bereits geschrieben, der Kurs nach der Ausschüttung auf Vortageskurs - Dividende fällt und man auf die Dividende ja auch noch Abgeltungssteuer bezahlen muss, verliert man doch eigentlich eher Geld, oder?

pf_creative Avatar
pf_creative:#7094

>>7093
Kurzfristig ja. Aber beim Verkauf müsstest du die Gewinne ja auch exakt so versteuern. Mit der Dividende hast du das Geld aber und der Kurs steigt i.d.R. wieder recht schnell auf "Normalniveau" (ist ja alles dufte, sonst gäbe es auch gar keine Dividende, blablubb).

Kommt aber so oder so auf die Perspektive an. Obiges ist die Sicht, die auch berücksichtigt, dass es kaum mehr vernünftige Alternativen gibt.

Ist man dagegen Investor, glaubt an "seinen" Wert und bleibt ihm Buffet-mäßig ewig treu, passt thesaurierend wohl besser. Will man nur Gewinne realisieren, habe ich ganz gerne auch die Rendite und nehme die mal mit.

Als dritten Wert gibt es noch bestimmte krisenfeste, dividendenstarke Werte (die jetzt alle viel, viel zu teuer sind), bei denen die Dividende wirklich als nettes Nebeneinkommen herhalten kann (bestimmte Tabak-Werte fallen z.B. in die Kategorie - du brauchst nur eine Zeitmaschine).

thehacker Avatar
thehacker:#7095

Sagt mal, seid ihr alle irgendwie vollbescheuert? Die Dividende ist die ursächliche Motivation, warum irgendwer Aktien kauft. Der Aktienkurs reflektiert immer die Erwartung der Anleger bezüglich zukünftiger Dividenden. Ein Wertpapier bei dem niemand mehr eine Dividendenausschüttung erwartet ist konsequenterweise weitestgehend wertlos! Dass durchaus auch Aktien mit stabilem Kurs gehandelt werden, die jahrelang keine Dividende ausgeschüttet haben liegt schlichtweg daran, dass es neben euch Hirnis auch Marktteilnehmer gibt, die Jahre oder Jahrzehnte in die Zukunft schauen. Wer meint die Aktiendividende sei irrelevant, kann genausogut mit Pokémon-Sammelkarten traden.

nelshd Avatar
nelshd:#7096

>>7095
Die höchste Dax Dividende dieses Jahr hatte 5% Rendite. Angesicht des Wertverlustrisikos bei kurz- bis mittelfristigen Anlagen lohnt sich das nur bei kleinen Einzelinvestoren kaum. Langfristig gesehen sind Dividenden natürlich wichtig.

carlosgavina Avatar
carlosgavina:#7098

>>7095
> Wer meint die Aktiendividende sei irrelevant, kann genausogut mit Pokémon-Sammelkarten traden.

So ist es ja auch. Was du meinst ist alte Schule. Das habe ich damals im Grundstudium auch so gelernt. Hat aber netterweise nichts mehr mit der Realität zu tun, weil wieinzu Geldmarktpolitik.

Das ich mir die Mühe mache Analyse zu betreiben hat nichts damit zu tun, dass ich den Wert jahrelang halten will. Das ist eine reine Absicherung. Lege ich den relativen Wertverlust von VW an BenutzeHoeschen, Inc. an, wäre der Laden hinüber. Bei VW stehen dem entsprechende Werte entgegen, bei denen ich sage "juckt mich nicht, wird nicht ins Bodenlose fallen, lässt sich traden".

rohan30993 Avatar
rohan30993:#7101

Aktien sind Anteile am Wert einer Firma.
Man legt in Aktien an, weil es halbwegs Inflationssicher ist und wenn man glaubt, die Firma wachse noch dh man könne später mit Gewinn verkaufen.

Dividenden-Sachen lohnen sich zb für Leute, die davon leben wollen und dafür regelmäßige Ausschüttungen gebrauchen können. Mit der Dividende fließt aber auch Geld aus dem Unternehmen, was erst wieder reingeholt werden muss. Daher ist im allgemeinen die Rendite dort (bei Sachen mit Dividende+Kursgewinn) öfter geringer als bei Sachen, die nichts ausschütten (dh wo man als Rendite nur den Kursgewinn hat).

Einige Leute machen den Fehler und setzen allein die Dividende mit Rendite gleich.


Aktienhandel ist Handel mit den Emotionen der anderen. Der Jude inszeniert Angst um billig einzukaufen und verkauft dann später zu höheren Kursen, wenn sich alles wieder beruhigt hat. Dafür sind Dividenden nicht nötig.

carloscrvntsg Avatar
carloscrvntsg:#7102

>>7095
>Ein Wertpapier bei dem niemand mehr eine Dividendenausschüttung erwartet ist konsequenterweise weitestgehend wertlos! Dass durchaus auch Aktien mit stabilem Kurs gehandelt werden, die jahrelang keine Dividende ausgeschüttet haben liegt schlichtweg daran, dass es neben euch Hirnis auch Marktteilnehmer gibt, die Jahre oder Jahrzehnte in die Zukunft schauen.


Hat damit nicht unbedingt was zu tun.

Leute mit buy-and-hold nehmen zb einfach die 5-8% pa an Wachstum des Marktes mit. Divdidende ist da nicht nötig - da man das Zeug ja verkaufen kann, verkauft man es einfach, wenn man wieder an sein Geld will.

ryanjohnson_me Avatar
ryanjohnson_me:#7111

>>7102 et al.
> Hat damit nicht unbedingt was zu tun.
Doch. Ohne Dividende ist jede Aktie wertlos. Da kann das Unternehmen noch so toll wachsen, wenn es keine Dividende gibt und nie geben wird, ist die Aktie genau 0 € Wert. Andernfalls könnte ja ein schlauer Nazibernd daherkommen, eine AG gründen und 5 Aktien á 100€ emittieren. Ihr kauft die dann und freut euch. Ich kauf mir von dem Geld Animufigürchen und eine Vitrine (Wertstabil) und emittiere im nächsten Jahr wieder 5 Aktien mit einem Nennwert zu je 100€. Mein Unternehmen ist dann innerhalb von einem Jahr um 100% gewachsen und es gibt keinen Grund anzunehmen, dass dieses Wachstum jemals aufhört. Dennoch werdet selbst ihr nicht so dämlich sein, Anteile an meiner Gesellschaft erwerben zu wollen.
Was ihr da erzählt und was eure Professoren euch als den letzten Schrei verkaufen ist folgendes: Ihr spekuliert nicht mehr direkt auf die Dividende, sondern darauf, dass andere auf die Dividende spekulieren. Die ganz gewieften Experten unter euch spekulieren darauf, dass andere auf andere auf andere auf andere auf andere spekulieren, die auf eine Dividende spekulieren. Man kann auch auf keine Dividende spekulieren, also auf fallende Kurse. Aber am Ende laufen immer alle Fäden bei der Dividende zusammen. Natürlcih gibt es auch davon abweichende Effekte, die sind aber nie langfristig zuverlässig. Kurzfristig kann der Preis zum Beispiel bei einer Übernahme mit Kniffen mal wilde Sau spielen (siehe VW damals). Aber auf sowas würde ich nicht wetten, dazu sind wir zu klein. Mit Glück kann man ein oder zwei solche Dinger mitnehmen. Aber wenn man sich ausschließlich in solche hochspekulativen Geschäfte reinhängt, bewegt man sich mit seiner Schnauze unweigerlich Richtung Bodenbelag. Das kann zehn, zwanzig, dreißig Jahre gut gehen und dann kommt der Knall. Muss man wissen!

marciotoledo Avatar
marciotoledo:#7112

>>7111
jep. wachstum muss nicht sein, aber unternehmen muss halt gewinn machen oder aussicht auf gewinn bieten. der marktbedarf fuer waschmittelprodukte in zb europa ist vermutlich nicht besoderns schwankend aber wenn ein fiktives unternehmen eben 30 jahre lang (ohne weitere marktanteile der konkurrenz zu uebernehmen etc aber sich auch keine wecknehmen laesst) einfach konstant waschmittel mit insgesamt immer etwas gewinn produziert/verkauft reicht dies ja voellig aus.

>>Animufigürchen und eine Vitrine (Wertstabil)
animufiguerchen sind jetzt das neue gold <3

was man in diesem zusammenhang auch noch beachten kann/sollte sind eben unternehmensanleihen. die moeglichkeit gibt es statt der aktie mit dividende natuerlich auch(mit all seinen vor/nachteilen bzw unterschieden).

olgary Avatar
olgary:#7114

>>7111
Ich kaufe deine 5 Aktien, setze einen Aufsichtsrat ein, der dich absetzt und erzwinge bei der Hauptversammlung die Ausschüttung der Dividende.
Hat Warren Buffett in seinen früheren Jahren sehr ähnlich gemacht, wenn Unternehmen sich weigerten, eine Dividende zu zahlen.

Abgesehen davon:
Wie willst du als Vorstand "einfach so" jährlich neue Aktien auflegen, wenn du die ursprünglichen schon verkauft (und damit nicht die nötige Mehrheit zur Erhöhung des Kapitals) hast?

Abgesehen davon:
AktG §84, Abs. 3
>Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Ein solcher Grund ist namentlich grobe Pflichtverletzung, Unfähigkeit zur ordnungsmäßigen Geschäftsführung oder Vertrauensentzug durch die Hauptversammlung [...]
Dein Figurenkauf fällt vermutlich darunter, so wie deine Idee ein Einzahlungs-Perpetuum-Mobile zu konstruieren.

superoutman Avatar
superoutman:#7115

Ich hab auch mal ne Frage, sie passt zwar nicht hier rein aber ich möchte auch keinen extra Faden dafür aufmachen. Bernd zahlt seit kurzem in einen Deka Dividenden-Fond ein und eben habe ich mir den Chartverlauf der letzten 5 Jahre angeschaut. Der Fond wurde Ende 2010 ins Leben gerufen und ist seitdem etwa 60% gestiegen. Der Ausgabekurs war 100,00 und jetzt ist er bei 161,40. Nun zu meiner Frage: Wenn ich mir sagen wir mal 10.000€ bei einer Bank leihe und dieses Geld direkt in einen Fond einzahle, habe ich dann nicht nach 5 Jahren genug Geld um den Kredit zurück zu zahlen und nebenbei Gewinn erwirtschaftet? Warum leiht sich nicht jeder bei der Bank Geld und legt es sicher an? Habe ich einen groben Denkfehler?

bighanddesign Avatar
bighanddesign:#7116

>>7115
Weil es nicht sein muss, daß der Fond steigt, es kann auch gut sein er fällt, dann hast du nicht nur einen Kredit zum zurückzahlen sondern auch darüber hinaus Schulden gemacht.

Dieses Vorgehen wird aber auch so praktiziert, du bist nicht der erste der auf diese Idee kommt.

Man weiß eben erst immer hinterher ob es ein gutes Geschäft war.

armcivor Avatar
armcivor:#7117

Und wenn man hier solche Fragen stellen muss, dann sollte man definitiv die Finger davon lassen.

Ansonsten alles was >>7116 gesagt hat. Menschen, die sowas mit ihrem eigenen Geld machen, wissen in aller Regel ungefähr was sie tun und packen das dann auch nicht in irgendwelche loldeka Fonds.

drinnen vor wieichinzucfg

oanacr Avatar
oanacr:#7118

Dfw meine Eltern nicht mehr arbeiten müssten, wenn sie sich um ihr Vermögen kümmern würden. Stattdessen vertrauen sie blind dem Sparkassenjuden. Bestes Beispiel war einmal ein "Geld Zurück Garantie Anleihe". Nach 5 Jahren Laufzeit gab es genau den gleichen Betrag wieder zurück. Bravo. Würden sie doch einfach nur in den Dax investieren. Ich glaube so ziemlich alles wäre besser als Spaßkasse.

m_kalibry Avatar
m_kalibry:#7119

>>7118
Das Problem bei solchen Leuten ist, dass sie von einem Extrem ins Andere pendeln. 25 Jahre Sparkasse, dann schneller Profit bei irgendeinem Dax-Produkt und dann geht es los mit "lol, ist das einfach" und auf einmal sind 50k weg.

lanceguyatt Avatar
lanceguyatt:#7121

>>7119


Dies.
Deine Eltern werden die typischen Anleger sein:

Kein Grundlagenwissen, einfach den Verkäufer Berater der Bank machen lassen.


Wenn dann mal schlechte Zeiten kommen, glaubt man am Anfang, die Kurse würden schnell wieder steigen. Dann sind die Kurse ganz unten und Papa realisiert die Verluste, weil er die Nerven verliert. 3Jahr später steht das Ding dann mit 140% des Ausgangspreises da, aber Papa hatte bei 60% verkauft und meckert seit dem über die Bankenjuden.


Bei eine Fernsehkauf von 2.000€ oder einer Waschmaschine fährt man 3 Tage durch die Republik und kuckt sich Sachen an, liest Stiftung Warentest und was weiß ich. Wenn es um ein Vielfaches von dem Geld geht, versucht man hingegen gar nicht erst sich irgendwie darüber zu informieren um ein Grundverständnis aufzubauen, sondern vertraut blind in tolle Broschüren und das Geheimwissen des Banklehrlings.

_vojto Avatar
_vojto:#7122

>>7111


Wenn die Aktie keine Dividende abwirft aber die Firma wächst, dann steigt normalerweise auch der Preis der Aktie und da hast du deinen Gewinn - ob du ihn realisierst oder nicht ist dann deine Entscheidung.
Weiß nicht was daran so neu und unverständlich sein soll.

Man hofft als Anleger nicht auf Dividende sondern auf Rendite allgemein. Und Rendite ist nicht nur Dividende sondern auch Wertanstieg des Papiers (als Spiegel des Wertanstiegs der Firma). Bringt dir ja nix wenn du 10% Dividende hast, wenn ein halbes Jahr später der Wert des Papiers um 50% einbricht.

Alles Geld, was die Firma dann zwischendrin als Dividende ausschüttet, kann sie zudem nicht mehr (teilweise steuergünstig) ins Wachstum der Firma reinvestieren, was sich zwangsläufig negativ auf das Wachstum der Firma (und damit den Aktienkurs) auswirkt.

Ein Vorteil von Dividenden ist dass du nichts verkaufen musst (und ggf Ordergebühren zu zahlen hast) und deinen jährlichen Freibetrag so ausschöpfen kannst ohne weitere Kosten zu haben.



Was kommt als nächstes für Schwachfug? Große Unternehmen bringen mehr Rendite, weil sie groß sind?

commoncentssss Avatar
commoncentssss:#7123

>>7122
Irgendwann muss aber mal eine Dividende gezahlt werden und spätestens wenn endgültig klar ist, dass nie eine Dividende gezahlt werden wird ist die Aktie wertlos. Da kannst du rumsülzen so viel du willst; es ist so.
Schau dir doch einfach mal die Charts der letzten 10 Jahre von einigen Firmen an. Vergleiche ganz grob die, die regelmäßige Dividenden zahlen mit denen, die nie oder nur sporadisch Dividenden zahlen. Da wirst auch du mit deiner geistigen Einzigartigkeit schnell feststellen, dass es zum Beispiel eine starke Korrelation zwischen Volatiliät und Dividende gibt: regelmäßige Dividendenzahlungen führen meist zu einem stabilen Kurs während keine Dividenden über längere Zeiträume oft durch starke Kursschwankungen begleitet sind. Das ist auch logisch, denn je unwahrscheinlicher eine regelmäßige Dividende ist, desto spekulativer ist der der Titel. Bei Aktien die regelmäßige Dividenden zahlen stellt sich ein relativ stabiler Kurs abhängig vom aktuellen Basiszins ein. Ist auch logisch: Wenn ich mir zu 4% Geld leihen kann und eine Aktie unter Einpreisung des Risikos 4,1% Gewinn abwirft, dann wäre es dumm diese Aktie nicht zu kaufen. Zumindest aus Sicht der Banken, die ohnehin viel mit Fremdkapital arbeiten und keinen Fick geben falls der Karren mal an die Wand fährt (Mutti wirds schon richten). Und die Banken machen den nunmal den Preis, nicht du und deinesgleichen mit euren 0,001% Marktanteil. Sinken die Zinsen zum Beispiel auf 2%, dann steigt der Aktienkurs bis das KGV auch etwa bei 2% angekommen ist.

Na ja, mach was du willst. Bist bestimmt foll der erfolgreiche Trader und lädst uns an Silvester alle mal so richtig gepflegt in' Edelpuff ein, was?

clubb3rry Avatar
clubb3rry:#7124

>>7123

Ahja und ein Haus hat auch keinen Wert, weil es keine Dividende ausschüttet oder wie?


Du zahlst bei Dividendenartikeln die Dividende aus dem geringeren Kursanstieg selbst.

Zumal der Nachteil der Versteuerung dazukommt: einmal wenn die Firma die Dividende ausschüttet und dann wenn du Privat vielleicht noch deine Gewinne versteuern musst (und das musst du selbst dann, wenn du Kursverluste/insgesamt Verluste zu verbuchen hast).


Dividende ist zwar leicht zu verstehen und es ist toll, dass man sich mal (in schlechten Zeiten) ein Eis kaufen kann, wenn man (auf bessere Zeiten) wartet um so dann etwas die Nerven zu beruhigen. Dividenden sind auch praktisch, wenn man sie als regelmäßige Einnahmequelle braucht zb im Alter. Es ist aber dämlich auf 3% Rendite zu bestehen, wenn man dann bei wachsenden Firmen, die ihr Geld lieber reinvestieren auf 20-30% Kursanstieg verzichtet.



Schau dir mal das große Ganze an:
Werte von kleinen und mittleren Unternehmen bringen auf lange Sicht mehr Rendite als die von großen - und zahlen sicher keine große Dividende.


Mit einer Aktie kaufst du eben nicht nur Dividende. Die Dividende hat auch nicht unbedingt was mit Gewinnen der Firma zu tun - einige zahlen grade in Verlustjahren höhere Dividende aus (zb Telekom). Dividendenausschüttungen zwingen Firmen auch nicht zu besserem Wirtschaften oder ähnlichen Sachen sondern sind einfach eine Ausgabe die ansonsten den Wert des Unternehmens vergrößert hätte.

husamyousf Avatar
husamyousf:#7125

>>7124
Das du die Dividende auch direkt reinvestieren kannst, kraft deines Stimmrechtes, ändert an meiner Aussage über die Relevanz der Dividende nichts. Du tust so als würde ich komplett daneben liegen. Dabei ist das, was du sagst lediglich eine kleine Randnotiz: "Aus Anlegersicht kann es günstiger sein, auf die Dividende zu verzichten und den Gewinn direkt zu reinvestieren."
Das setzt aber nunmal einen Gewinn voraus, der als Dividende ausgezahlt werden könnte. Man könnte also aus dem Gewinn eine mögliche Dividendenausschüttung berechnen und ich wette das geht dann irgendwie wieder in den Kurs ein.

Sehr schöne Beispiele sind Atmel und Microchip:
Microchip zahlt regelmäßig eine leicht steigende Dividende und der Kurs reflektiert weitgehend die allgemeine Marktsituation. Atmel dagegen ist nahe dran am Pennystock: die haben die Dotcom-Blase voll mitgenommen und krebsen jetzt seit Jahren um den Ausgabebreis herum. Wer in Atmelaktien investiert, spekuliert entweder auf kurzfristige Kursschwankungen oder auf den langfristigen Durchbruch am Markt. Letzteres wird wohl nie passieren weil Ti einfach mal hart überlegen ist. Aber man kann ja trotzdem spekulieren, ist ja nicht verboten (Und die Hipsteruntermenschen machen ja auch so viele tolle Sachen mit AVRs). Vielleicht kommt ja auch irgendwann eine große Übernahme, da kann man auch drauf spekulieren. Ti hat die Dotcom-Blase übrigens auch voll mitgenommen -- zahlt aber eine Dividende (ist eben ein bodenständiges fest im militärischen Komplex verankertes Unternehmen).
Ich würde also eher in Ti oder Microchip investieren als in Atmel. Mit dieser "Strategie" kann ich natürlich genauso auf die Fresse fliegen: Der RWE-Aktie hat es gefallen, seit ich sie erwarb um 50% an Kurswert zu verlieren ;_;
Scheiße, wie bin ich eigentlich auf RWE gekommen? Das hab ich nur getan wegen Atom und Kohle und um Sören zu ärgern. Meh, die olle Drecksau, gleich mal auf /rvss/ mett machen!!!

Und bei dir so, alles tutti?

herkulano Avatar
herkulano:#7127

>>7125

Kaufe nur wenn es billiger ist als "normal" dh im Crash bzw kurz danach, wie der Jude* (bisher auch nur einmal geschehen) und auch keine Einzelwerte, da mir das zu heikel ist. Hab dann 5 Jahre gehalten und bin aktuell draußen.


Das schwerste war, sich zu zwingen nicht jede Woche zu kucken was passiert.



___
*logischerweise aber mit schlechterem timing als jener

samscouto Avatar
samscouto:#7128

>>7127
Haha, oh wow: Brufaust! Das ist meine Strategie auch: guck mal wann ich bei RWE eingestiegen bin.

Mein Masterplan sieht so aus:
> Habe monatlichen Überschuss von ca 500...750 €
> Investiere alle 2...3 Monate 1000...2250 € in einen Wert (die 20 € Provision sind dann auf verschmerzbare 1...2% zusammengeschmolzen)
> Wiederhole für 5...20 Jahre
> ???
> ???

Mit RWE ist also nur der erste Schuss in den Ofen gegangen (oder auch nicht, hab die Verluste ja noch nicht realisiert und das darf ich auch noch bis zu 19 Jahre vor mir herschieben -- also ist noch alles drin).
Dieses Jahr ausnahmsweise nur einen Wert gekauft, weil viel Geld in ein neues Lauergerät und in Schuldenabbau geflossen ist. Es war mir ein wichtiges Anliegen, mit Abschluss meiner Zauberlehre Schuldenfrei zu werden.
Auf jeden Fall hat mir die Geschichte mit RWE schon eine wichtige Lehre erteilt: Wenn man Geld hat, nicht sofort investieren, ruhig noch eine Weile lauern und lernen. Denn steckt der Schmotter erstmal in einem Scheißwert, sind einem die Hände gebunden.

zackeeler Avatar
zackeeler:#7130

>>7128
>Haha, oh wow: Brufaust! Das ist meine Strategie auch:


Hä? Ich investiere, wenn es einen (höchstwahrscheinlich) nicht firmenbegründeten Crash gibt wie bspw Finanzkrise 2007 ff und alle Preise fallen und nicht wenn der Kurs einer einzelnen Firma fällt und ich hoffe, dass die sich schon wieder fängt...

michaelkoper Avatar
michaelkoper:#7133

>>7130
> und nicht wenn der Kurs einer einzelnen Firma fällt und ich hoffe, dass die sich schon wieder fängt...
Ich führte den Kursabfall bei RWE darauf zurück, dass die Norweger zu der Zeit in großem Stil aus dem Kohlegeschäft ausgestiegen sind: Norwegischer Rentenfonds hielt riesige Mengen an RWE-Aktien, Norwegisches Parlament beschloss da auszusteigen, wegen Klima und Fukushima und so. Der Jude judet manchmal auch nur auf einzelnen Werten, weisst du?
Na ja, ändert nichts daran, dass ich mich verschätzt und angeschissen hab.
Komma nix mache.