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Veröffentlicht am 2016-02-15 09:47:26 in /ng/

/ng/ 7445: Depotmanagement

kuldarkalvik Avatar
kuldarkalvik:#7445

Zwei Fragen an Finanzbernd, der am Kapitalmarkt aktiv ist:

1. Da richtiges Shorten in Deutschland ja nicht geht,

a) lohnt es sich zu einem Broker aus UK/USA zu wechseln, um das dann umsetzen zu können?;

b) ist das sicher? Worauf muss man achten, was kann empfohlen werden?


2. Hinsichtlich der Depot-Insurance-Strategie...was ist da denn die Daumenregeln, wenn man sich dafür entschieden hat, auf dem Weg über Stop-Loss-Funktionalität abzusichern? Wie errechnet sich denn das prozentuale Niveau für den Stoppkurs einer Position im Depot sinnvollerweise?

intertarik Avatar
intertarik:#7448

Bernd kann über Zertifikate, CFDs usw Shorten, wo ist das Problem?

Geh halt zu FXCM etc.

artcalvin Avatar
artcalvin:#7449

>>7448

Der Unterschied ist dir aber schon klar, hoffe ich, denn der ist gewaltig. Kein seriöser Ansatz sollte außer für Währungswechselkursabsicherungen CFDs bemühen. Zertifikate eignen sich zur Depotabsicherung im Sinne von protective puts als Alternative zu Stop-Loss-Absicherungen. Die Depotstrategie an sich, falls sie eine Long-Short-Strategie ist, kann aber nicht anders als durch Primärpositionen aufgebaut werden, die sowohl im klassischen Aktienerewerb - als Positionsaufbau für die Longrichtung - als auch im Leerverkauf - als Position für die Gegenrichtung - bestehen. Aktien sind Realwerte, Derivate eben nicht. Alleine vom Money- und Riskmanagement aus gesehen, ist das überhaupt keine valide Strategie, Leerverkäufe durch Derivate zu ersetzen.

bobwassermann Avatar
bobwassermann:#7460

https://www.interactivebrokers.co.uk/en/home.php

sicher is ueberhaupt nichts. allerdings haben die in uk auch einlagensicherungszeugs etc wo fuer dich vermutlich ausreichend is.

worauf du zb achten musst ist, dass es bei amerikanischen aktienboersen bzw optionen auf die aktien eine daytraderregel gibt sofern du umgerechnet nicht ueber 25k usd an wert auf dem depot/account hast.

husamyousf Avatar
husamyousf:#7462

>>7460
Dieser Bernd ist seit Jahren bei IB und hat dort aktuell ~100 KiloNG.

Wenn ein Broker pleite geht, ist vermutlich zuerst die Barkohle oder alles in Derivaten des Brokers (CFD, Zertifikate) futsch, Aktien, Fonds und Derivate dritte gehören ja Dir und dürfen vom Broker nicht "für was anderes" verwendet werden.

Es gibt ein paar deutsche Wiederverkäufer von IB wie Lynxbroker, Captrader oder Banx - die sind aber etwas teurer, dafür braucht man nicht gleich 10.000€

Gemeinsam haben sie aber alle sehr günstige Handelspreise u.a. auch für richtige Optionen (NICHT: Optionsscheine) - damit kann man auch sehr gut auf fallende Kurse spekulieren. Optionsscheine sind hingegen Abzocke.

1markiz Avatar
1markiz:#7469

>>7462
is fuer vielhandel bzw internationalen zugang zu allen wichtigen maerkten glaub als europaeer ziemlich alternativlos. einzig ein reiner usa futures-broker koennte noch sinn machen sofern man arreine diese handeln wuerde.

"bedenken" wegen sicherheit hab ich bei ib einzig wegen der groesse. wenn da mal ein mitarbeiter/aehnliches durchdreht koennte halt massiver schaden entstehen. aktien usw sollten wie du sagst aber nicht betroffen sein, is ja sondervermoegen. auch hat uk jedenfalls damals (bin auch schon ewig dort...) staatliche sicherung bis zu einem bestimmten betrag gehabt. wie das jetzt genau rechtlich is weiss ich nun aber auch nicht, wird ja staendig geaendert. diese "bail-in" regeln fuer banken sind ja zb auch ganz neu seit anfang dieses jahres(db-kurs laesst gruessen) und hab ich mich auch noch nicht wirklich mit beschaeftigt.

mr_arcadio Avatar
mr_arcadio:#7470

>>7469
nachtrag: was evtl noch fuer bnd wichtig is, is dass falls er doch knock-out/optionsscheine handeln will dies ueber ib oft nicht moeglich ist, da nicht alles was auf den deutschen handesplaetzen rumschwirrt dort ins system implementiert wird(kannst hoechstens ueber support dann machen sie evtl genau den schein den du willst rein). gibt in deutschland ja extrem viele und dauernd neue (ganz spezielle deutsche eigenart....in usa is so was zb verboten) welche eben zum grossteil dort einfach nicht integriert werden. falls man dies handeln will empfiehlt sich ein zweitbroker.