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Veröffentlicht am 2016-05-20 15:40:13 in /ng/

/ng/ 7891: ETF & Literatur

erikdkennedy Avatar
erikdkennedy:#7891

Bernd hat sich nun durch das Buch von Gerd Kommer geackert.

Kann die meisten Argumentationen von Kommer auch logisch nachvollziehen.

Finde den Ansatz "Kaufen & Halten" sowieso ziemlich kühl, da Bernd auch nicht die Muße hat soviel Zeit zu investieren. Auch hat dieser Bernd in den nächsten 5-7 Jahren nicht die Absicht eine größere Anschaffung (Haus) zu tätigen.

Dem gegenüber stehen real noch knapp 40 Jahre Knechtschafft.

Kann Bernd noch weitere Literatur liefern? Wie steht Bernd zum Juden Kommer?

Es geht um knapp 40k NG, wovon ich 30k versenken würde. Ist zwar langweilig, aber in Bernds Familie gab es wohl keine jüdischen Einflüsse.

thierrymeier_ Avatar
thierrymeier_:#7893

Nicht der richtige Zeitpunkt. Ob "buy & hold" noch funktioniert, wenn wir eine Zentralbank haben, die ganz bewusst Währung und Aktienmärkte manipuliert und eine Politik, die sich offen gegen die Interessen des eigenen Volkes und Wirtschaftsraumes wendet, halte ich darüber hinaus zumindest für diskussionswürdig.

davidtoltesy Avatar
davidtoltesy:#7894

Lies noch Kaufen oder Mieten

und guck das
https://www.youtube.com/watch?v=PHe0bXAIuk0


Dann vielleicht noch "Thinking fast and slow" von Kahneman.

eduardostuart Avatar
eduardostuart:#7896

Wo wir gerade bei dem Thema sind und bevor ich extra dazu einen neuen Faden aufmache:

Könnt ihr günstige Broker für das Weltportfolio mit ETFS nennen?

Ich bin im Augenblick bei Flatex. Diese sind eig. schon günstig nur sobald es um Dividenden aus dem Ausland geht kommen dort immer unschöne Gebühren zustanden.

Was ich bräuchte wäre:
Geringe Kostenstruktur
Keine Serviceleistungen wie Webinare, Echtszeitkurse usw.

Käufe würde immer in der Höhe von ca. 2500; 5000 Euro stattfinden. Zu dem Thema informiere ich mich im Augenblick auch selber nur läuft man ja gerne Gefahr einen entsprechend guten Anbieter zu übersehen.

puzik Avatar
puzik:#7899

>>7896
So riesig ist das Angebot da nicht in dieser DDR 2.0. Flatex, DeGiro, die Fotzen von finanzen.net, Lynx. Einen habe ich noch vergessen, aber der Name fällt mir gerade nicht ein.

aleclarsoniv Avatar
aleclarsoniv:#7900

Bernd liest immer wieder den Kommentar "Nicht der richtige Zeitpunkt", aber wann sollte dieser sein? Woran macht Bernd diese Aussage z.Zt. fest?

Betrachtet Bernd wieder die Aussagen von Kommer in seinem Buch, so ist der Einstiegszeitpunkt relativ uninteressant, vorausgesetzt man setzt auf längere Anlagezeitpunkte.

Weiterhin ging es in den letzten Jahren für Fonds die den MSCI World Value oder den MSCI Emerging Market abbildeten nicht wirklich nach vorne. D.h. im Umkehrschluß für mich, dass die Wahrscheinlichkeit eines Anstieges wieder steigt.

uxdiogenes Avatar
uxdiogenes:#7902

ComDirect ist gut für ETF-Sparpläne. Für Einzelkäufe unsicher, ob besser.

Anbei ein Anfängerbuch für ETFs.

lanceguyatt Avatar
lanceguyatt:#7905

>Weiterhin ging es in den letzten Jahren für Fonds die den MSCI World Value oder den MSCI Emerging Market abbildeten nicht wirklich nach vorne. D.h. im Umkehrschluß für mich, dass die Wahrscheinlichkeit eines Anstieges wieder steigt.

Gegenargument: Dow auf Allzeit-Hoch, S&P-Korrektur steht auch aus, Dax wird massiv manipuliert, Markt ist nervös, EZB zeigt der Welt, wie man es nicht machen sollte und betreibt Staatsfinanzierung mit der Notenpresse, was nicht ewig gut geht.

Kann also sein, dass das noch ein paar Jahre gutgeht. Kann sein, dass wir eine Korrektur wie im Februar hatten. Kann auch sein, dass es einen wirklichen Crash gibt.

Würde ich es wissen, wäre ich jetzt auf meinem eigenen Flugzeugträger und würde Topmodels im Akkord wegficken.

seanwashington Avatar
seanwashington:#7908

>>7905
> Dax wird massiv manipuliert
Nach oben oder nach unten? Wenn ich mir Werte wie BASF, Linde, K & S, Thyssen etc ansehe, sehen die für mich eigentlich alle sehr solide aus. RWE ist (war) halt scheiße, weil Fremdkapitalquote von über 80%. Aber Buchwert ~ Aktienkurs. Bei K & S ist der Buchwert sogar höher und die Fremdkapitalquote nur um 50%.

> Dow auf Allzeit-Hoch
Da gehe ich mit...
Einen Crash würde ich eher bei Werten wie Amazon erwarten. Wo die Aktie mit über 500 $ gehandelt wird, der Buchwert je Aktie aber nur 30 $ ist und das KGV über 9000. Wo soll denn da in den nächsten Jahren der ganze Zuwachs herkommen, um die 500 $ zu rechtfertigen? In diesem Sektor würde ich in den nächsten Monaten oder Jahren ganz massive Kurskorrekturen erwarten. Bei Google könnten auch komische Dinge passieren, zum Beispiel, dass jeder seinen eigenen (teil-)Google zu Hause rumstehen hat, weil das schneller ist. Plötzlich wären die ganzen Serverfarmen fürn Arsch und das nur, weil sich irgendein Idiot was mit verteilten Netzen ausgedacht hat...

>>7894
Lese gerade "Kaufen oder Mieten," kannst du das Buch aus dem OP auch liefern?

stuartlcrawford Avatar
stuartlcrawford:#7909

>>7905
Gerade die Zusammensetzung des Dow wird ja von vielen kritisiert.

Könntest du den Punkt Manipulation bitte erläutern?

Diese exorbitanten Summen von Amazon und Ko erscheinen mir auch mehr als suspekt, weshalb ich den Ansatz von Kommer, auf Indizes mit einer Value-Gewichtung zu setzen, auch mit meinem Bauchgefühl übereinbringen kann.

Ich möchte mich hier nicht zu Kommer's Speichellecker degradieren, aber stichhaltige Gegenargmumente, welche ich ja gerade Suche, finde ich bislang nicht wirklich.

Will mir Bernd nicht für meine 30k NG eine reale Rendite von 2% p.a. zahlen?

guischmitt Avatar
guischmitt:#7911

>>7908

cat_audi Avatar
cat_audi:#7912

>>7908
>
Nach oben oder nach unten? Wenn ich mir Werte wie BASF, Linde, K & S, Thyssen etc ansehe, sehen die für mich eigentlich alle sehr solide aus. RWE ist (war) halt scheiße, weil Fremdkapitalquote von über 80%. Aber Buchwert ~ Aktienkurs. Bei K & S ist der Buchwert sogar höher und die Fremdkapitalquote nur um 50%.

Sowohl als auch. Bemerkt man vor allem im Daytrading, wenn man an Werten sehr nahe dran ist und auf die Markttiefe schaut. Auf einmal sind da Bewegungen im Markt, die überhaupt keinen Sinn machen (von der technischen Analyse mal losgelöst), aber dafür aberwitzige Volumina haben. Das gab es schon immer - Spekulation eben. Aber nicht in diesen Dimensionen. Zumal es nur wenige Leute gibt, die dreistellige Millionenbeträge in die Hand nehmen (können) um Werte in die gewünschte Richtung zu drücken. Und ich rede nicht vom Hexensabatt. Mischt die EZB dann auch noch mit, wird es richtig lustig. Insgesamt hat es aber bei vielen Werten in meinen Augen einfach eine Entkopplung von der Bewertung und den Fundamentaldaten gegeben. Teilweise gestützt, insgesamt auf den Dax gezogen aber gedrückt, d.h. die Belastungen wirken sich zu stark aus, die Erholungen aber nicht stark genug (auch hier unabhängig von der technischen Analyse, also Widerständen, sondern langfristig).

>Einen Crash würde ich eher bei Werten wie Amazon erwarten. Wo die Aktie mit über 500 $ gehandelt wird

Da bin ich vielleicht nicht der richtige Ansprechpartner, da Amazon mein zweitbestes Investment dieses Jahr ist (nach Tesla - da allerdings Short). Ich würde sogar davon ausgehen, dass der Wert noch steigt. Nicht vierstellig, aber dennoch mittelfristig ein gutes Stückchen. Und dann rechne ich mit dem Crash. Allerdings des Gesamtmarktes.

Dennoch war mein größter Fehler dieses Jahr (neben CFD-Spekulationen, bei denen das Timing einfach falsch war) so groß in Deutschland investiert zu sein. Anfang des Jahres war es knapp 70:25 D/USA und das hat viel mögliche Rendite gefressen.

rohan30993 Avatar
rohan30993:#7913

>>7911
aktuelle Version:
http://libgen.io/ads.php?md5=94BD478B0FA837BDF1D46685C2186D41

(oben auf das DOWNLOAD)

cheezonbread Avatar
cheezonbread:#7918

>>7911
>>7913
Danke Bernd.

>>7912
Das ganze Daytradinggeraffel ist mir zu hoch. Ich lauer schon zu viel auf KC, würde ich damit auch noch anfangen, wär das mein Untergang. Außerdem fehlt mir dazu das nötige Kapital. Was für Summen schubst du denn so durch die Gegend und wie läuft es und wie lange schon? Was für eine Strategie verfolgst du? Wenn du einzelne Aktien kaufst, nach welchen Kriterien wählst du die?

Werde auf jeden Fall erstmal nur im Kommerstil arbeiten, also buy and hold oder wie man hierzulande sagt: Blitzkrieg und dann halten bis Steiner kommt.

javorszky Avatar
javorszky:#7940

>>7912
>nach Tesla - da allerdings Short

Bernd hat heute Tesla gekauft, 10er Hebel Call.
War das eine falsche Entscheidung? Ich gehe davon aus, dass die mit dem Model 3 eine Bombe zünden werden. Haben sich ja jetzt den einen Manager von Audi gekrallt und ich glaube echt, dass die in spätestens 2 Jahren auf ~500$ sein werden.

aluisio_azevedo Avatar
aluisio_azevedo:#7943

>>7918
>Außerdem fehlt mir dazu das nötige Kapital. Was für Summen schubst du denn so durch die Gegend und wie läuft es und wie lange schon?

Sei froh und lass die Finger davon. Es ist extrem einfach das ganze als Spiel aufzufassen oder sich psychologisch da reinziehen zu lassen. Ich habe das mal mit relativ kleinen Summen (2-4k) und überschaubaren Hebeln gemacht. Und wenn du dann in einem Monat dein "Einsatz" (und das passt begrifflich wirklich) verdreifacht hast, denkst du, du bist Gott und hast das Timing so drauf wie andere nicht. Das nennt sich Glück. Dann läuft es nicht - und dann hast du zwei Möglichkeiten. Eben die Verluste hinnehmen und bei der Strategie bleiben. Oder Risiko gehen und hoffen, dass es gut geht. Dann bist du dem Markt ausgeliefert und das ist der Punkt, wo Leute sich um Haus und Hof bringen. Hast du da keine feste Grenze und die nötige Disziplin empfehle ich eher Heroin. Da hast du mehr von. Oder mache es mit Spielgeld und schaffe den Absprung. Aber dann nur mit harter Grenze (max. 3 Monatsbruttogehälter würde ich sagen).

>>7940
Ist eine Frage des Investmenthorizonts. Ich habe Tesla immer höchstens auf drei Monate "getippt". Und viel mehr war es nicht - tippen, dass die Blase noch hält. Das ging bei den Puts war das entscheidende aber das Timing. Für mich persönlich ist Tesla aber ein Spekulations- und kein Investment-Werte. Ich gehe davon aus, dass das Geschäftsmodell nicht nachhaltig ist und wenn die Stütze nachgibt (z.B. weil es der Gesamtmarkt tut und institutionelle Anleger ihr Geld für andere Sachen brauchen), Tesla ein riesiges Cashflow-Problem haben wird. Ich habe übrigens schon zweimal bei Werten, die ich für deutlich überwertet hielt deutlich zu früh verkauft, wenn Buy & Hold richtig profitabel gewesen wäre. Waren beides kleine Firmen: Amazon und (damals) Google. Weiß man vorher leider nie.

Im Moment wäre ich aber gerne aus dem Markt komplett raus. Kann ich aber nicht wirklich - und das ist ein Zeichen dafür, dass dieses Jahr nicht gut läuft. Mit viel Glück geht es glimpflich ab. Mit noch mehr Glück stehen die angepeilten 8-15% p.a. Beides sieht für mich momentan eher unwahrscheinlich aus.

posterjob Avatar
posterjob:#7944

>>7943
Wann sollte man aufhören?
Bernd vor knapp einem Monat mit 400NG angefangen und hat jetzt knapp 1k NG.
Ich glaube aber bald ist es wieder weg.

rdbannon Avatar
rdbannon:#7945

>>7944
Das ist die Kunst (wenn es dein eigenes Geld ist) und hängt wohl auch von der persönlichen Gier ab. Was mir geholfen hat ist strikte Buchführung, mit der ich für zumindest auf die Schnelle jeden Tag überblicken kann. Die einzelnen Trades (teilweise 50+ pro Tag) habe ich dann noch mal separat ausgewertet. Wenn dir dann klar wird, dass du nicht "nur 2k" verballert hast, weil du ein paar mal danebengelegen hast, sondern auch noch die 5k an vorherigen Gewinnen, motiviert das ganz ungemein es für einige Zeit bleiben zu lassen.

Irgendwann bist du im Minus. Das ist eben so. Und klassischerweise solltest du eben wissen, wo Schluss ist bevor du die Position aufmachst. Das mag sich verschieben, aber irgendwann ist eben auch dann mal Schluss. Auf der anderen Seite kannst du nicht jedes mal, wenn es nicht läuft die Reißleine ziehen, denn dann verlierst du nur Geld.

Egal was du machst, sei nicht der Typ, der dann am Ende alles auf eine Karte setzt. 50k mit einem hunderfachen Hebel auf eine Indexposition zu setzen ist lustig mit dem Geld anderer Leute. Es ist sicherlich auch megacool, wenn es klappt und du in Sekunden das verdient hast, was andere im Monat nicht nach Hause bringen (und haha, "ohne Risiko" - Take-Profit automatisch setzen und kein Limit, denn der Markt wird es schon richten und so). Das ist die Art von Gier, wegen der erfolgreich, kluge und gebildete Leute irgendwann aus dem Fenster springen.

zl;ng: mach dir vorher Gedanken um deine Ein- und Ausstiegsmarken und wenn du deutlich im Plus bist, lieber mal Stop-Nachziehen und riskieren, dass du eben raus bist, auch wenn es danach wieder nach oben geht.

sawalazar Avatar
sawalazar:#7948

>>7891
Habe noch Ben Grahams Intelligent Investieren gelesen. Der einzige für mich relevante Teil war eine Fußnote die besagte, dass man erst ab >100k über Einzelaktien nachdenken sollte und darunter auf Indexfonds setzen sollte bis man die 100k erreicht hat. Der Rest funktioniert vielleicht in VSA, aber in Europa vermutlich nicht. Als Privatmensch in Unternehmen die grundsolide und unterbewertet sind investieren bevor der restliche Markt davon Wind bekommt halte ich generell für unwahrscheinlich und in Europa kommt noch dazu dass diese kleinen Unternehmen oft nicht an der Börse gehandelt werden.

areus Avatar
areus:#7950

>>7948
das schreibt Bernd hier seit Jahren! Der Markt der VSA is viel dynamischer.

Deutschland hat halt seine "hidden Champions", hat halt andere Vorteile ...

stephcoue Avatar
stephcoue:#7952

>>7948

Eins der Probleme in jedem Land ist, dass die Anleger viel zu viel Heimatmarktbias haben und überproportional in den eigenen Markt investieren.

Es sollte also sowieso allgemein Ziel sein nicht nur in lokale Sachen zu investieren.

bluesix Avatar
bluesix:#7953

>>7948
Würde ich nur unterschreiben wenn es um einen passiven Anleger oder konservativen Vermögensaufbau geht. Und selbst dann würde ich mir dreimal überlegen einen erheblichen Teil der 100k einfach so in irgendeinen thesaurierenden Dax ETF zu buttern und zu vergessen.

>>7952
Wahrheit. Aber was der Bauer nicht kennt... Ich predige das seit Jahren und falle selbst ab und zu noch darauf rein. Der Glaube nur über einen oder mehrere Index-ETFs vernünftig diversifiziert zu sein ist häufig ein Trugschluss.

Spielt man bei den Nebenwerten mit, wird nur das Thema Volatilität interessant. Das Thema hat Bernd bei ein paar Dividendenwerten. Muss man eben mit klarkommen. Oder man lässt die Finger davon.

pehamondello Avatar
pehamondello:#7955

>>7943
Hmm, danke für die Bestätigung. Werde weiter mit zufälligen Einzelwerten fahren, auch wenn das nicht optimal ist. Bin letzten Freitag bei Bayer eingestiegen, vielleicht war es diesmal sogar kein Griff ins Klo:

> LEVERKUSEN (dpa-AFX) - Bayer-Chef Werner Baumann hat das im Zuge der Milliarden-Offerte für den US-Saatgutspezialisten Monsanto gedrückte Kursniveau zum Aktienkauf genutzt. Allein seit Montag hat der erst seit gut drei Wochen amtierende Chef des Dax-Konzerns Aktien für fast eine Million Euro erworben, wie aus Stimmrechtsmitteilungen hervorgeht. Insgesamt kaufte Baumann 11 000 Bayer-Aktien. Der Kurs der Aktien ist seit den aufkommenden Spekulationen über eine Übernahme von Monsanto kräftig gesunken.
> Am Montag hatte Bayer die 62 Milliarden US-Dollar schwere Kauf-Offerte öffentlich gemacht. Bayer bietet 122 US-Dollar in bar je Monsanto-Aktie. Händler und Analysten waren von der Höhe des Gebots überrascht. Baumann hatte am Montag für den Kauf geworben. Er zeigte sich von der industriellen Logik des Deals überzeugt und sprach von einer einzigartigen Gelegenheit.
> Bayer würde mit dem Mega-Deal auf einen Schlag zur Nummer Eins im Markt für Agrarchemikalien aufsteigen. Für die Leverkusener wäre es nicht nur die größte Übernahme in der Firmengeschichte, sondern auch der bisher größte Zukauf eines deutschen Konzerns./jha/mne/stb

Spaß ist vielleicht der falsche Begriff dafür. Ich glaube nach 10...20 Jahren auf den Kapitalmärkten entwickelt man sich auch charakterlich weiter. Lernt, nicht wegen jedem Scheiß rumzubürgern. Wer wegen 5k weint, der weint auch wenn er sterben muss. Ein Mann der auf dem Totenbett weint ist ein beschämender Anblick. Man darf halt, wie du schreibst, nicht alles auf eine Karte setzen. Ich ergänze: selbst wenn mein Blatt am Ende beschissen ist und ich 75% Verlust einfahre, hab ich immer noch mehr als Malte mit seinen drei Scheidungskindern und Torben mit seinem Kreditfinanzierten Eigenheim.
8% p.a. sind natürlich auch nicht zu verachten...

joeymurdah Avatar
joeymurdah:#7956

>>7955
>Bayer

Bernd hat gestern auch mit etwas Spielgeld in Bayer investiert. Mal sehen.
Ich hatte eigentlich erwartet, dass die Monsanto kaufen und ich dann in 1-2 Jahren mit ordentlich Gewinn rausgehe.
Ist ja gerade ein ziemlicher Schnäppchenpreis für Bayer.

horaciobella Avatar
horaciobella:#7957

>>7956
Zum Fick, wat is dat denn? Das sieht mir nach einem hochriskanten Geschäft aus. Für meinen völkischen Hassfonds* wär mir das zu heiß. Wo bist du eingestiegen? Ich hab mit meiner Gier den bisherigen Tiefststand am Montag leider verpasst. Wenn der Baumann das Angebot nochmal erhöht, kann es nochmal eine ganze Ecke südwärts gehen.
Was ich nicht verstehe ist, warum die Aktionäre angeblich alle so mett sind. Kann doch eigentlich nur die kurzfristigen Spekulanten betreffen, denn langfristig wäre eine Aquise von Monsanto doch eher von Vorteil. Im Idealfall kommt TTIP durch und dann kann Bayer einfach auf Zulassung der fraglichen Substanzen klagen -- völlig unabhängig von der öffentlichen Meinung über Monsanto. Und auch sonst schadet es nie, Monopolist zu sein. Und eine Kapitalerhöhung ist doch auch nicht verkehrt? Der Kurs sinkt zwar, aber die Bezugsrechte sind wie eine kleine Dividende für Zwischendurch. Wenn man langfristig investiert...

Drinvor: simples Weltbild.jpg

*alles was Sören mett macht, werde dokumentieren...

mefahad Avatar
mefahad:#7958

>>7957
>Zum Fick, wat is dat denn?
Ein Turbo oder auch Mini-Future.
Hat ein einen Hebel, aber wenn die Aktie auf einen bestimmten Wert geht (in meinem Fall habe ich 60€ genommen) wird das Papier wertlos.
Gekauft hab ich das gestern, bei etwa 86€.

>>7957
>langfristig wäre eine Aquise von Monsanto doch eher von Vorteil
Das hat man bei Daimler-Chrysler auch gedacht...
Bei solchen Deals kann auch einiges schiefgehen. Außerdem mögen (langfristige) Anleger auch nicht wenn sich ihr Unternehmen verschuldet und eine Menge Kohle ausgibt.

fffabs Avatar
fffabs:#7959

>>7955
> Ich glaube nach 10...20 Jahren auf den Kapitalmärkten entwickelt man sich auch charakterlich weiter. Lernt, nicht wegen jedem Scheiß rumzubürgern. Wer wegen 5k weint, der weint auch wenn er sterben muss. Ein Mann der auf dem Totenbett weint ist ein beschämender Anblick.

Finde ich gut, die Einstellung. Es ist letztendlich auch "nur Geld". Machst du es vernünftig und es läuft schief, sollte niemand außer dir Schaden nehmen. Zumal das bei Aktien eigentlich auch nicht so stressig ist. Daytrading ist da eine andere Hausnummer, besonders wenn die Hebel größer werden und du hängst ständig am Markt. Nur ist der Markt leider eine Hure.

>8% p.a. sind natürlich auch nicht zu verachten...

Gemessen am Risiko aber eigentlich zu wenig. Ist zwar noch im Plan und ich lebe so, dass ich die Rendite nicht zwingend brauche, aber es sollte sich eben auch die Waage halten.

>>7957
>Kann doch eigentlich nur die kurzfristigen Spekulanten betreffen

Die auch, aber vor allem Fonds wird es stören. Ist ein Risikogeschäft, was immer Gift ist. Ist genehmigungspflichtig, was nicht gut ist. Die Politik hat sich schon eingeschaltet (und dazu noch die Spinner von der Gängel- und Verbotspartei), was nie gut ist. Dazu ist es teuer (relativ und absolut). Und es ist dem Michel allgemein suspekt, weil er es nicht kennt.

Dazu kommt, dass damit eine Kapitalerhöhung fast unausweichlich wird (wird überbewertet in meinen Augen) und man sich eben auch dem Kreditrisiko aussetzt. Gerade bei dem letzteren Punkt ist der Markt im Moment so rationell wie eine Feministin im Auschwitz Werkverkaufsladen. Hat man ja auch bei Freenet gesehen. Wobei ich da auch falsch liegen kann. Wenn nicht, habe ich Spaß dran.

alek_djuric Avatar
alek_djuric:#7960

>>7958
> Gekauft hab ich das gestern, bei etwa 86€.
Nicht schlecht. Hast du den Tiefpunkt bewusst abgepasst oder einfach nur Schwein gehabt?
Wie lange ist dein Papier gültig und was passiert, wenn die Autosäge kombt?

melvindidit Avatar
melvindidit:#7961

>>7960
Ja mehr oder weniger habe ich gelauert.
Zuerst gekauft habe ich beim ersten Sturz auf 95€ am 12.5, habe dann aber wieder bei 96,5€ verkauft (mit dem Hebelprodukt waren das halt schon wieder über 10% Gewinn) weil mir das doch zu heikel war und ich abwarten wollte.
Wollte dann bei unter 90 wieder einsteigen, da hatte jetzt alles gepasst.

>Wie lange ist dein Papier gültig und was passiert, wenn die Autosäge kombt?

Ich kaufe immer Papiere mit unbegrenzter Laufzeit, diese Produkte gibt es auch mit begrenzter Laufzeit und dafür höheren Hebel, aber das ist mir zu riskant.
Selbiges gilt für die Autosäge. Das Papier wird dann nämlich komplett wertlos. Ich suche mir daher immer ein Papier mit einem Punkt mindestens unter dem 52W Tief mit ordentlich Abstand. Wie auch bei der Laufzeit gilt dort auch, desto niedriger der Abstand, desto geringer auch der Hebel. Aber ich möchte kein Kapital vernichten.
Und wenn ich Pech habe halte, ich mal ein Papier für längere Zeit.

Beispiel aus jüngster Vergangenheit: Als MunichRe Ende April innerhalb von 3 Tagen von 180€ auf 160€ gefallen ist, habe ich im Sturzflug bei 165€ gekauft.
Dummerweise blieb es nicht bei 160€ sonder fiel im Laufe des letzten Monats weiter auf knapp 156€. Hatte aber ein KO von 140€ im Papier und daher war das Risiko eines Totalverlustes nicht so hoch.
Ist aber trotzdem riskant.

bruno_mart Avatar
bruno_mart:#7962

>>7961
Wie findest du die Scheine? Klingt ganz interessant die Strategie. Bisschen weniger heftig als CFDs, wobei da natürlich auch Risiko bei ist (siehe z.B. VW).

mr_arcadio Avatar
mr_arcadio:#7963

empfehle http://jlcollinsnh.com/category/stock-investing-series/

als europäische Variante empfiehlt Bernd einen synthetischen thesaurierenden ETF der MSCI World nachbildet.

Sparplan einrichten und alle paar Jahre mal nachgucken.

Bernd plant FU Status in ca 10 Jahren

saarabpreet Avatar
saarabpreet:#7967

>>7959
Hmm, danke für die Ausführungen darüber, warum die Aktie eines Unternehmens fällt, wenn es ein anderes schlucken will. Immerhin warum die Aktien des zu absorbierenden Unternehmens steigen, das kapier ich schon.

Retrospektiv hätte ich lieber in Monsanto investieren und dann vom Übernahmeerlös Bayeraktien kaufen sollen. Gibt es für Normalbleppos wie mich irgendeine Chance sowas vorherzusehen? Ich meine entsprechende Gerüchte hat es schon vorher gegeben. Gibt es solche Gerüchte sowieso immer (also als Rauschen wertlose Information), oder darf man da ruhig mal drauf setzen?
Kann natürlich auch sein, dass Bayer BASF das Feld überlässt und der Bayerkurs direkt wieder auf 100 € hüpft. Wäre ich um 250 € reicher. Und Werner Baumann um über 9000 €. Extrabonus wenn er außerdem noch mit Monsantoaktien rumgeschachert hat. Darf der das so einfach? Ich finde es jedenfalls ziemlich kühl, der Baumann macht öffentlich offensichtliche Insidertrades und gibt einfach keinen Fick.

> ich lebe so, dass ich die Rendite nicht zwingend brauche, aber es sollte sich eben auch die Waage halten.
Des heisst du bist einer von den finanziell Unabhängigen, die nur von Kapitalerträgen leben? Mit groß ist dein Arbeitsvermögen und wie lange machst du das schon?

>>7961
Hmm. Du kaufst und verkaufst, du machst es richtig, glaube ich.
Diese Zauberpapiere die du da handelst, weisst du wie genau die funktionieren? Ich meine, der der die emittiert macht das ja nicht nur aus Jux und Dollerei. Ist das vielleicht so eine Art "Versicherung" gegen Kurseinbrüche (wenn man das Papier hält) oder Kursausbrüche (wenn man das Papier kaufen möchte, sich aber noch unsicher ist)?

jamesmbickerton Avatar
jamesmbickerton:#7969

>>7967
>mm, danke für die Ausführungen darüber, warum die Aktie eines Unternehmens fällt

Gerne. Das war aber natürlich nur die Kurzversion. Unterschiedlich Interessengruppen wirken da mit und beeinflussen den Markt.

>Gibt es für Normalbleppos wie mich irgendeine Chance sowas vorherzusehen?

Jein. Es gibt Leute, die auf Gerüchte hin traden. Es gibt Leute, die bauen auf Insider-Geschäfte auf. Ich halte beides für sehr riskant. Passt es zur eigenen Strategie, wird man schnell nachlässig. Hat man nicht mal eine eigene Strategie, liefert man sich hoffnungslos dem Markt (und noch schlimmer) der Herde aus. Denn die Interessenlage ist bei weitem nicht so simpel, dass man sagen könnte "Insider kauft = alles wird gut" - schon gar nicht bei großen M&A-Geschäften.

Ich würde das in dieselbe Kategorie packen wie CfD-Reiten (irgendwer glaubt ein Muster erkannt zu haben, nimmt dann wenig Geld in die Hand, haut einen Hammer Hebel drauf und profitiert von den 10 Punkten Differenz x Hammerhebel). Funktioniert, kann man machen, hab ich auch schon. Wenn du gut bist, kriegst du damit recht gut 1000 Besatzergeld am Tag brutto raus. Und dann kommt der Punkt, wo es nicht mehr klappt, du lässt die Position stehen und irgendwann musst du sie zumachen, weil du den gesamten vorherigen Gewinn verzockt hast. Traden auf Gerüchte ist ähnlich - oftmals leichter Profit mit überschaubarem Risiko, außer du liegst falsch. Im Daytrading kann man das aber machen. Da ist aber allgemein das Risiko das du dein Leben komplett ruinierst und wenn du es im großen Stil machst, auch locker innerhalb von Minuten.

Was Bayer angeht, rechne ich mit zwei bis drei Tagen harten Verhandlungen, da der Druck des Marktes enorm ist. Und ich würde es sehr begrüßen, wenn das dann scheitert, denn die Erholung ist mehr als überfällig, aber dafür zerbrechlich hoch drei. Meine Erwartung geht in eine andere Richtung: sie werden den Deal durchdrücken, Aufschlag 6-8% und damit eindeutig zu teuer und gegenwärtig nicht eingepreist.

>Des heisst du bist einer von den finanziell Unabhängigen, die nur von Kapitalerträgen leben?

Nein. Ich war erst angestellt, dann selbständig und habe mir mit Mitte 40 überlegt, dass ich wenig Lust auf bestimmte Sachen habe. Zu dem Zeitpunkt herrschte noch der Glaube vor, dass wir die DDR hinter uns gelassen haben und eine Veräußerung von profitablen Unternehmen war nicht unüblich, so dass ich das Aufgebaute einfach mal (größtenteils) verkauft habe. Davon lebe ich. Selbst wenn ich morgen auf die Idee komme, dass Google meinen Aluhut zum Glühen bringt und massiv Shortpositionen aufbaue, fasse ich das Geld nicht an. Und noch weniger um "foll attraktiv und mit bodentiefen Fenstern!!1!" beworbene Eigentumswohnungen in Berlin zu erwerben oder ähnlichen Schwachsinn. Gewisser Luxus, der mir Spaß macht (Segelboot, nicht fünfzehn Ferraris) wird aber eben aus Kapitalerträgen finanziert. Fallen die weg, hat der feine Herr eben kein Boot mehr. Würde mich stören, aber nicht umbringen. Für einen Teilzeit-Renter bin ich aber noch relativ jung - das Risiko ist entsprechend gewählt. Müsste ich meine Miete damit bezahlen und nicht die Liegegebühr in Bad Schießmichtot, wäre das anders.

n1ght_coder Avatar
n1ght_coder:#7976

>>7962
Bei der ING Diba gibt es eine schöne Suche dafür

https://www.ing-diba.de/wertpapiere/hebelprodukte/

>>7967
>Gibt es für Normalbleppos wie mich irgendeine Chance sowas vorherzusehen?
Nein gibt es nicht. Außer deine Frau arbeitet in einer der M&A Boutiquen/Banken die angefragt wurden die Übernahme zu planen, oder bei Bayer.

>Extrabonus wenn er außerdem noch mit Monsantoaktien rumgeschachert hat. Darf der das so einfach?
Nein darf er nicht und er wird was sowas angeht ziemlich überwacht. In so einer Position musst du deine Konton offen legen etc.

>Ich finde es jedenfalls ziemlich kühl, der Baumann macht öffentlich offensichtliche Insidertrades und gibt einfach keinen Fick.
Das war kein typischer Insiderhandel. Insiderhandel wäre es gewesen, wenn er vor dem Bekanntwerden der Übernahme Monsanta Aktien gekauft, oder auf fallende Kurse von Bayer oder DAX gesetzt hätte. Und das darf er nicht. Bernd arbeitet auch in einem großen Unternehmen und hier schaut uns die Compliance Abteilung kräftig auf die Finger, welche Aktien wir handeln. Und die Belegschaftsaktien dürfen wir nach Mindesthaltefristen auch nur in bestimmten vorgegeben Zeitpunkten verkaufen.
Und Herr Baumann hat das nicht selbst bekanntgegeben, sondern solche Insidertrades müssen als Ad Hoc Nachricht veröffentlicht werden. ( http://www.finanzen.net/aktien/Bayer-Aktie Scrolle mal auf der Seite ganz nach unten, da stehen die Insidertrades die als AdHoc bekanntgegeben wurden).

Was Herr Baumann gemacht hat war eine Nachricht an die Aktionäre zu senden und zu sagen "Bayer geht es gut! Der aktuelle Kursrückgang ist total übertrieben. Seht her, ich kaufe für 1 Millionen NG von meiner privaten Kohle Aktien."

>Diese Zauberpapiere die du da handelst, weisst du wie genau die funktionieren?
Ja ich weiß wie sie genau funktionieren. Und ja man kann sie auch prima als "Versicherung" für sein Depot benutzen, oder sie halt auch einfach zum zocken benutzen wie ich.
Die Banken machen damit durch die Courtage und Gebühren Geld, außerdem sind die ein guter Indikator dafür wie die Anleger gerade ticken.

Nach dem Pfosten hier: >>7956
Habe ich das Papier verkauft, weil mir Bayer durch zu risikoreich war um es mit einem 10er Hebel zu halten. Habe es daher verkauft und mir eins mit geringerem Hebel und niedrigerem KO gekauft.
Außerdem habe ich die Chance genutzt und mich bei Daimler und BMW eingekauft, weil die im Moment auch mega günstig sind. War am Montag.

gojeanyn Avatar
gojeanyn:#7977

>>7958
Wie ist denn der Hebel von deinem Papier?
Bei 60€ finde ich Papiere mit einem Hebel von ca. 3,5.

erikdkennedy Avatar
erikdkennedy:#7978

>>7977
Hatte ich vertan, KO lag höher. Jetzt habe ich NG1XR6. Hebel 6x, KO 72

joki4 Avatar
joki4:#7981

>>7976
> Insiderhandel wäre es gewesen, wenn er vor dem Bekanntwerden der Übernahme Monsanta Aktien gekauft, oder auf fallende Kurse von Bayer oder DAX gesetzt hätte.

Er hat ja auf fallende Bayerkurse gesetzt. Und zwar bis zu dem Zeitpunkt, an dem er eingestiegen ist. Das ist etwas, was meine zockenden Arbeitskollegen nicht zu kapieren scheinen: um auf fallende Kurse zu setzen, muss ich nicht erst irgendein Hebelprodukt kaufen:
Wenn man 10 k und eine möglichst hohe Dividendenrendite anpeilt, kann man sich entscheiden: wenn man annimmt, die Kurse werden steigen, steigt man sofort ein. Wenn man annimmt, die Kurse werden schneller fallen als das Geld durch die Inflation entwertet wird, wartet man eben. Ziel ist es, am Ende einen möglichst großes Kuchenstück zu bekommen.

Also lehrt der höhere Jude: man kann sich den Finanzmärkten gar nicht entziehen. Wer kein Geld in Wertpapieren anlegt, setzt immer auf fallende Kurse.

>>7969
Wow. Hier sind ja doch mitunter noch ganz kühle Leute unterwegs (also außer mir).
Wenn ich übermäßig viel Schwein habe, kann ich mit 50 etwa so rumpimmeln wie du jetzt. Sollte es zu diesem Ergebnis kommen, würde ich wohl mit Fug und Recht behaupten können, alles.jpg im Leben richtig gemacht zu haben. Und wenn mein Pfeil irgendwo weiter unten einschlägt, kann ich mich immerhin damit trösten es versucht und nur mich alleine die Scheiße geritten zu haben.


Hmm, ja. Wenn ich euch so lese, ist glaube in meinem Fall kaufen und halten wirklich die einzig vernünftige Strategie. Für basiertes Vorherwissen fehlen mir Zeit und Überblick. Meine Stärke ist die Zeit: im Gegensatz zu Leuten die kurzfristig an Geld gekommen sind und sofort 100k investieren müssen, sind es bei mir nur 10k übers Jahr verteilt. Da hab ich viel Zeit um zu lernen.
Das Einzige wovor ich richtig Schiss habe, sind solche ganz großen Dinger, dir nur alle 100 Jahre passieren. Wenn man langfristig investiert (über 5...30 Jahre) hat man nämlich gute Chancen in so ein Ding hineinzugeraten (5...30% eben).

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buddhasource:#7983

>>7981
>Also lehrt der höhere Jude: man kann sich den Finanzmärkten gar nicht entziehen. Wer kein Geld in Wertpapieren anlegt, setzt immer auf fallende Kurse.

Vollkommen richtig, schön ausgedrückt und gut, dass du es erwähnst. Denn das führt zu einer weiteren Erkenntnis, die viele Marktteilnehmer nicht präsent haben. Wir aktiven Heinos setzen nicht nur auf fallende Kurse (sidelines), sondern möchten zusätzlich während der von uns erwarteten Kursbewegung profitieren. Wir sind also Möchtegern-Turbojuden.

Das ist aber nicht nur eine andere Herangehensweise (bei beiden setzen wir auf fallende Kurse), sondern kann einen anderen, nächsten Schritt nach sich ziehen. Als passiver Investor mache ich nichts; fallen die Kurse nicht so wie erwartet, entgeht mir auch nichts. Selbst Opportunitätskosten, die sowieso in unseren Bereichen überbewertet werden, entstehen nicht zwangsläufig, denn ich habe nicht immer nur eine Aktie im Auge.

Bin ich aktiv, shorte einen Wert (und ich glaube, ich habe es schon mal irgendwo bei einem Tesla-Faden erwähnt, da ich das dort recht lustig betrieben habe), setzte ich natürlich auf fallende Kurse, aber das heißt nicht, dass ich ihn danach nicht wieder long gehe. Wenn ich einen Werte shorte, bedeutet das nicht, dass ich ihn verachte. Umgekehrt finde ich ihn nicht toll, nur weil ich ihn halte. Mal sehr überspitzt formuliert: mir ist es im Prinzip egal, ob die Wasserwerke oder die Gaswerke Auschwitz hinter den Fundamentaldaten stecken. Bei dieser Methode bin ich aber natürlich investiert und liege ich damit falsch, kostet mich das unter Umständen Geld (theoretisch unbegrenzt). Das ist in meinen Augen ein weiterer unbeachteter Unterschied: als Möchtegern-Turbojude habe ich ein erhöhtes (aber nicht doppeltes) Risiko (Folgeinvestment ist ja nicht "if done"), aber auch doppelte Ertragschancen. Vorausgesetzt meine Vorhersage passt.

Die etwas älteren und klügeren Turbojuden unter uns haben auch erkannt, dass wenn ich "Vorhersage" sage, ich in Wirklichkeit "Wette" meine. Das ist wie in der Presse: linke Krawalle kommen von "Aktivisten", rechte Krawalle kommt von rechtsradikalen Randalierern.

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snowshade:#7985

>>7981
Danke. Ist aber viel Timing (und damit Glück) und ein beträchtlicher Teil Elternhaus (weniger "hier ist der Hof und die Ländereien", sondern Erziehung, Bildung und Werte) mit dabei.

Das grundsätzliche Problem ist ja, dass du Risikomanagement nicht wirklich effektiv betreiben kannst (ich auch nicht - dafür braucht es mehr Geld), denn das kostet. Das war egal, als man noch sicher Geld für 5% anlegen konnte, denn damit war das attraktiver als das Risiko wegzuschieben.

Dagegen ist normalerweise "buy & hold" eine halbwegs universell einsetzbare Strategie. Voraussetzung ist: du kannst das finanziell und mental durchhalten und willst das auch. Ansonsten eben mit Stops arbeiten, was aber nicht unbedingt weniger anstrengend ist (Beispiel: du hast gerade 20% deines Kapitals verloren, der Kurs zieht leicht an - verpasst du jetzt den Aufschwung? Oder hast du dein Kapital gerade "gerettet"?).

Was "buy & hold" im Moment in den Augen vieler unattraktiv macht, ist das nichts "normal" ist. Die EU ist ein Kunstgebilde von selbsternannten politischen Eliten, die ihren Traum den Massen meinen verkaufen zu müssen. Die daraus resultierende Währung darf deshalb nicht scheitern. Gleichzeitig dürfen die Maßnahmen zum Erhalt dieser Währung aber nicht die Wirtschaft abwürgen oder zu größeren internationalen Spannungen führen. All das NichtMehrMeinDeutschland.jpeg-Gehabe klappt aber nur, wenn die Leute den Eindruck haben, es gehe ihnen gut, der sich nur eine gewisse Zeit künstlich aufrecht erhalten lässt, denn das System klappt weg, wenn man ihm die Beine wegzieht. zl;ng: Unsicherheit nicht was die Entwicklung angeht (normal), sondern den substantiellen Bestand und die Ausrichtung des Systems (=Gift).

Erfahrungswerte haben wir aber so oder so nicht damit und so geschickt wie die Politikprofis, deren Job das immerhin ist, agieren würde mich auch ein Krieg in Europa in den nächsten 10 Jahren nicht wirklich schocken.

Daher wäre der normale Rat: mach nichts, halt die Füße still. Mein Rat wäre das genaue Gegenteil: plane mit den 10k, die du nicht brauchst, 80:20. Die 80% nimmst du für "buy & hold", so wie es dir richtig erscheint. Tue mir nur den Gefallen und diversifizier dich außerhalb Europas. Die 20% nimmst du für Sachen, die dir nicht logisch, aber sympathisch erscheinen. Mach von mir aus was kurzfristiges damit. Oder nimm es wirklich als Risikokapital. der Buchwert von den 20% ist aber null. Du rechnest nicht mit dem Geld. Du planst nicht mit dem Geld. Machst du gewinne, reduzierst du den Anteil wieder auf 20% und machst weiter.

Ach ja, und gönn dir ab und zu mal was. Muss nicht teuer sein - aber sollte Spaß machen. Würde das Boot es mir nicht mehr, wäre es auch verdammt schnell weg. So sollte es bei allem außer Familie sein.

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albertodebo:#8002

>>7957
> Im Idealfall kommt TTIP durch und dann kann Bayer einfach auf Zulassung der fraglichen Substanzen klagen

http://www.deraktionaer.de/aktie/monsanto--das-sind-die-wahren-ziele-von-bayer-245580.htm
> Sollte TTIP Realität werden, würde Monsanto weitere Produkte auf den europäischen Markt bringen dürfen – insbesondere Saatgut, das nicht in Europa zugelassen ist. Bayer würde sich so also nicht nur einen Wettbewerber vom Hals schaffen, sondern sich mit diesem jetzigen Konkurrenten auch den Weg in den eigenen Markt ebnen und an Monsantos Erfolg verdienen.

Höhö, damit bin ich jetzt offiziell im Rang eines Megaspezialisten. Was hält Bernd von folgender Prognose: Baumann hat die Bayer-Aktien nicht gekauft um den Bayer-Aktionären Sicherheit zu suggerieren. Er hat sie gekauft um den Monsanto-Managern zu signalisieren: "Wenn ihr ablehnt, platzt der Deal halt. Bin ich um 300k reicher und gebe keinen Fick." Er lässt den Deal platzen und sorgt bei den amerikanischen Kristallmethmanagern für episches Mett. Dann kommt BASF und macht auch ein Übernahmeangebot, aber ein geringeres als das von Bayer. Weil die ganzen Monsantoaktionäre nach dem geplatzten Bayerdeal steil gingen, wird dieses Angebot dann angenommen. Sozusagen als Nothlösung um die Koksrechnungen zu bezahlen. 2018 fusionieren Bayer und BASF, die IG-Farben ist endlich wieder handlungsfähig, bereit für die große Auschwitzneueröffnung 2041.

Ich weiss, dass ich mich damit ziemlich weit aus dem Fenster lehne (und das im Endeffekt nur eine Rationalisierung meiner Kaufentscheidung ist, also ein Streich meiner Psyche). Aber es wäre um so lustiger, wenn es wirklich so kommt und hier schon so stand.


>>7983
>>7985
Ich bin gerade bei, meine Theorie vom Superjuden weiter auszubauen: Wenn man nur einen Wert betrachtet, haut das erstmal hin, was wir bisher gesagt haben. Das man immer entweder auf steigende oder fallende Kurse setzt. Je nachdem, ob man investiert ist oder nicht. Risiko ist 50%. Jetzt hatte ich aber noch folgenden Gedanken: Wenn ich nicht investiert bin und nicht nur einen Wert beobachte, sondern 10 Werte. Dann reicht es ja, dass nur einer der 10 beobachteten Werte fällt. Vorausgesetzt, ich kaufe den Wert dann und er steigt wieder (-> https://de.wikipedia.org/wiki/Maxwellscher_D%C3%A4mon).
Darum hab ich mich auch auf Bayer gestürzt, wie ein hungriger Wolf auf ein blutiges Lamm. Da muss ich auf jeden Fall noch an mir arbeiten. Der Vorschlag mit dem 80:20 klingt ganz basiert. Wird halt bei 2k-Blöcken erst in 12...24 Monaten relevant. Wobei ich mal versuchen werde, nicht immer gleich zu investieren, wenn ich einen 2k-Block zusammen habe. Sondern immer mindestens 2k flüssig vorzuhalten, für Notfälle (wenn die Waschmaschine kaputt geht, oder wenn Thyssen wieder unter 15€ fällt).

> Daher wäre der normale Rat: mach nichts, halt die Füße still. Mein Rat wäre das genaue Gegenteil:
Entspricht auch etwa meinem Bauchgefühl. Das System sieht aus als ob es uns jeden Moment um die Ohren fliegt. Aber was, wenn es das doch nicht tut? Mit dem Schlaufon und der sich daraus ergebenden Totalüberwachung, Boston Dynamics, KI, selbstfahrenden Autos und Raketen etcpp hat das System bald ein paar sehr verfickt mächtige Hebel in der Hand um sein Überleben zu gewährleisten. Man wünscht den Pegidisten und Zecken zwar manchmal Erfolg. Aber was, wenn die längst schon auf dem Niveau von irgendwelchen Negern angekommen sind, die sich darüber beklagen nichts von den Profiten der Coltanbergwerke und Erdölförertürme, die kürzlich in der Nachbarschaft errichtet wurden, abzubekommen? Dafür spricht: die Neger merken es meist auch nicht. Was, wenn die von Kaczynski und Tyler Durdon prophezeihte Technologieapokalypse längst Realität ist?


> Ach ja, und gönn dir ab und zu mal was.
Letztes Jahr einen fetten PC gekauft, das Jahr davor TV und Kamera. Konsumbedürfnis ist erstmal befriedigt. Dann hab ich noch viele Hobbys die nichts kosten: KC, wichsen, Fliegenpilze, Elektronik, Animu... Viele Leute scheinen sich über ihren Konsum zu definieren. Und das macht die kaputt, bzw. zu Konsumschafen.
Apropos Superjude und elterliche Erziehung: Mein Vater meinte, man muss alles Nazigold was man als Schaf übrig hat erstmal irgendwie anlegen. Und erst mit der Rendite die das dann abwirft, darf man Blödsinn machen. Der alte Sack hat mir jetzt 12 Gläser Honig vermacht, ist irgendwie zu viel Wasser drin oder so, kann er nicht verkaufen, kann ich Kilju mit panschen :^)

kennyadr Avatar
kennyadr:#8075

Aktienbernd entdeckte diesen Faden und laß sehr interessiert mit. Danke

carlosgavina Avatar
carlosgavina:#8121

>>7891
Bin mit dem Buch im OP jetzt durch und vermutlich hat es mir ziemlich viel Mett und Arschverletztheit erspart. Werde zwar auch weiterhin in Lachsaktien investieren, aber mittelfristig nur noch so ca 75% und auf weltweite Diversifikation achten (ist ja auch eine schöne Möglichkeit an der Ausbeutung von Negern und Sandnegern direkt zu partizipieren). Mir schwebt ein Depot aus 25% Schwellenländer-ETFs vor und der Rest in BIP-gewichteten Einzelaktien auf EU, Japan und USA verteilt. Wenn am Ende die Neger besser performen als die Herrenmenschen: auch gut. Man muss ihnen ja eine Chance geben :3
Mir ist offen gestanden erst durch die Lektüre von Kommer so richtig klar geworden, wie riskant Aktien tatsächlich sind. Die Exkursionen zu den Themen Randomwalk und effizienter Markt waren auch sehr lehrreich.

Mir fällt noch eine Sache zum Anlagehorizont ein: wenn ich pro Jahr X investiere, dann hab ich nach 20 Jahren ja 1 Jahr alte Neuaktien und 20 Jahre alte Altaktien im Depot. Heisst das, ich hab dann statistisch/effektiv gesehen nur 10 Jahre Anlagehorizont?
Weil damit Aktien sicher rentieren, braucht man einen Mindesthorizont von 15 Jahren oder so. Wenn man nun aber fortlaufend eine konstante Summe investiert, wäre dieser Zeitraum erst nach 30 Jahren erreicht. Erhöht man die Investition sogar noch im Zeitablauf, dauert es noch länger...

Hat Bernd noch mehr seriöse Literatur zum Thema?

anaami Avatar
anaami:#8122

>>8121


Das Thema direkt nicht, da Kommer eigentlich auch mehr oder minder das meiste schon sagt.

Man kann sich noch sein Buch zum Hauskauf durchlesen, um sich Immobilien schlecht zu machen und beim nächsten Besuch bei Hausbesitzern mitleidig lächelnd in der Ecke stehen zu können.


Kahnemann: thinking fast and slow
Ihnalt: alle möglichen Illusionen und Fehleinschätzungen, Regression zur Mitte bei guter vs schlechter Performance von Test-Kandidaten, Überschätzen von Experten, Überschätzen der Aussagekraft von Vergangenem auf Zukünftiges, Überschätzen der Bedeutung von einzelnen Sachen die man tat auf ein Ergebnis vs der Einfluss der vielen Sachen die nicht passiert sind und somit das Ergebnis begünstigt haben, intellektuelles Verstehen von Fehlwahrnehmungen aber dennoch ignorieren dieser Erkenntnis...

VinThomas Avatar
VinThomas:#8123

>>8122

Hat aber auch Abschnitte wie
the illusion of stock-picking skill (S.200 irgendwas)

rohan30993 Avatar
rohan30993:#8149

>>8122
Habe mir das Buch besorgt und bin am Lesen. Der erste Eindruck geht aber eher so in die Richtung: "Ich hab schon immer gewusst und beobachtet, dass Leute wirklich so bescheuert sind. Aber selbst steh ich da wohl wegen irgendeiner göttlichen Fügung drüber. Und finde keine Freunde, weil meine bloße Existenz alle normalen Menschen mett macht. Schließlich bin ich ja der lebende Beweis, dass ihre Fehler keine fiesen Schicksalsschläge oder Verschwörungen sind, sondern einfach nur ganz banale eigene Dummheit. Bei der Frage nach dem Farmer und dem Bibliothekar wusste ich vor seiner Erklärung überhaupt nicht was er wollte (gibt viele bekloppte, eigenbrötlerische Bauern) und bei der Frage nach den Wörtern mit k an dritter Stelle vermutete ich eine Falle, weil in der Frage genau ein k vorkam und das war in einem Wort an dritter Stelle. Hätte aber geantwortet: "keine Ahnung, würde einen Alghorithmus übers Wörterbuch (oder Texte) wandern lassen und dann weiss ich was Phase ist."
Werde weiterlesen, um zu checkieren ob ich irgendwo etwas übersehen habe. Der Jude ist auf jeden Fall nicht doof, auch wenn mir viele seiner Erkenntnisse ziemlich banal scheinen. Vielleicht hat auch mit Blick auf eine breitere Leserschaft bewusst ein bisschen das Nivau gesenkt und man darf deswegen nicht gleich beleidigt sein. Nobelpreis kommt ja nicht von ungefähr. Gnihihihi

Ken Jebsen hat den Autor von "Die Psychotrader" zu Gast. Leider wenig Details aber dafür kurzweilig und ein paar interessante Grundgedanken. Jebsen hat zwar keine Ahnung und Handon ist wirklich ein Psychopath -- also genau wie Bernd es mag: https://www.youtube.com/watch?v=7GkcGIn543Y

Mich hat es jedenfalls ganz gut unterhalten und überlege mir das Buch zu besorgen. Vielleicht hat es ein Bernd ja schon gelesen oder kann es mir noch ausreden?

clementc Avatar
clementc:#8150

>>8149

Es kommen im Buch viele verschiedene Fehleindrücke und Ursachen für Fehlschlüsse bei Entscheidungen mit Beispielen.


Bewerber die toll sind enttäuschen dann wenn man sie eingestellt hat (Regression zur Mitte).

In Dorf X neben AKW voll viel Krebs (Gesetz der kleinen Zahlen).

Ignorieren von Experten, die alles etwas differenzierter sehen aber etwas(!) bessere Voraussagen treffen als der unwissende Pöbel vs feiern von einigen Über-Experten, die dann dadurch ihre Fähigkeiten überschätzen und so letztendlich öfter falsch liegen, als wenn man seine Entscheidung statt mithilfe der Expertenmeinung mittels Münzwurf gemacht hätte.

Komplettes ignorieren von Fakten (über deren Existenz man vielleicht sogar weiß) und weiterleben in dem den Fakten entgegenstehenden Glauben zb beim Glauben an den "stock-picking-skill" und bezahlen der "Experten" entsprechend ihres "Könnens" obwohl die Bank Zahlen/Daten hat, die bezeugen, dass es ein solches Können gar nicht gibt
oder bei Auswahl von Bewerbern anhand irgendwelcher tollen Test/Übungen mit entsprechend lausigen Ergebnissen, die einen aber dann nicht zum Umdenken bringen - stattdessen macht man munter weiter seine Tests und Übungen (illusion of validity).


Vieles davon hat man vielleicht auch schon gehört oder kann es sich denken. Oft ist einem das Ausmaß des entsprechenden Versagens des Klaren Denkens aber doch gar nicht so wirklich bewusst.

abotap Avatar
abotap:#8151

>>8150
> Oft ist einem das Ausmaß des entsprechenden Versagens des klaren Denkens aber doch gar nicht so wirklich bewusst.

Das Fühl wenn seit früher Kindheit im vollsten Bewusstsein dieses Versagens lebend: finde Elektroschrott, denk dir so: "Hey, viele Bunte Dinge -- damit bau ich irgendwas voll Kühles, so wie Professor Norton Nimnul." Ohne entsprechende Anleitung wird es natürlich nichts, mit der Skalarhaubitze. Vielleicht explodiert mal ein Kondensator, aber das wars dann auch schon. Und während die anderen Kinder fleißig Namen von Automarken oder Fußballspielern auswendig gelernt haben, ist Nazibernd an seiner Unwissenheit verzweifelt.

Vielleicht schreibt er dazu ja auch noch was... also zum Hochstaplersyndrom.

jitachi Avatar
jitachi:#8171

Wie funktionieren denn thesaurierend Indexfonds? Der Fond versucht doch den Index 1:1 abzubilden. Wenn aber die Dividende reinvestiert werden um den Fond wertvoller zu machen bildet der doch nicht mehr den Index ab?

t.Neubiene

id835559 Avatar
id835559:#8175

>>8171
Wenn du die Rendite von irgendwas berechnest, ist die Dividende da natürlich mit drin. Ob der Fonds die Dividenden ausschüttet oder reinvestiert, ist völlig egal. Im ersten Fall kann der Anteilseigner die ausgeschüttete Dividende selbstständig wieder reinvestieren. Im zweiten Fall kann der Anteilseigner ja in dem Maße Anteile verkaufen, wie sie durch die Dividenden Aufgewertet wurden.

abdots Avatar
abdots:#8176

>>8171

Ja richtig. Und auch falsch.

"normaler" ausschüttender Dax-ETF
= Index ist der Dax
Ziel des ETFs ist Nachbildung des Dax

thesaurierender Dax-ETF
= Index ist der Performance-Index des Dax in dem neben Wertsteigerung auch Dividenden mit drin sind
Ziel des ETFs ist Nachbildung der kompletten performance des Dax

Der zugrundegelegte Index ist also ein anderer.
Somit ist auch keine Abweichung vorhanden.



Vorteil Thesaurierung:
Zinseszinseffekt wird maximal ausgenutzt

Vorteil Auschüttung:
man hat immer mal eine kleine Belohnung seiner Sparanstrengungen und kann sie in was handfestes umsetzen ohne ggf dafür Anteile mit Verlust verkaufen zu müssen.



Wichtig ist dann auch noch der Unterschied zwischen swap-ETF und ETFs mit voller Replikation. Swap ist (grob) nur die Nachbildung während volle Replikation die Kopie ist. Dh man kann beim swap den Indexverlauf mit durch anderes Zeug bilden, was im eigentlichen Index gar nicht vorkommt, so dass die Endrendite aber die des angezielten Index erreicht. Dabei sind gewisse Abweichungen erlaubt und möglich. Vorteil: es spart Kosten und ist einfacher, da nicht jeder Index nur aus 30 Werten besteht, wie der Dax. Allerdings hat man damit ein zusätzliches Risiko falls es beim Rückkauf der swap-Bestandteile Probleme gibt.