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Veröffentlicht am 2017-02-21 18:54:45 in /ng/

/ng/ 9356: Schlachtplan mit GF

jodytaggart Avatar
jodytaggart:#9356

Bernd zieht bald mit GF zusammen, evtl. steht auch bald ein kleiner Bernd, Bernadette ins Haus. Überraschenderweise nicht Bild relativiert

Jetzt haben Bernd und sein GF ca. 4.200 Needow zusammen. (podensielles Kindergeld nicht drin)
Wie würde Bernd dieses Einkommen im Falle des Falles verteilen? Was würde er sparen und was würde Bernd für Wohnung/Haus evtl. Autos etc. ausgeben? Vl. haben Bernds ja auch in diesem Bereich schon Erfahrungswerte sammeln können? alsob.png

Bernd würde nämlich gerne einen Plan erstellen und sich das ganze mal durchrechnen. Nur so aus Interesse. Bernd bekommt kalte Füße :3

Die Rahmenbedingungen lauten wie folgt: Bernd und GF wohnen noch in kleinen Wohnungen getrennt. Möbel und Komputah wären erstmal vorhanden. Keiner von uns beiden hat ein Auto. Sollten wir somit zwingend in der Stadt bleiben und einen Teil unseres Einkommen dem Miet-Juden in die gierigen Hände werfen? Alternativ bekommt der Automobil-Jude diese Shekkel?

Bitte keine Diskussion über Sinn/Unsinn von Beziehungen, kleine Bernds und muuhhh Doppelhaushälfte im Speckgürtel.

Bernd dankt.

axel_gillino Avatar
axel_gillino:#9357

>>9356
Habe mit Ex-GF zusammen gewohnt, über 3 Jahre.

Finanziell das beste was man machen kann.

Ob es auch mit euch beiden passt, weiß man spätestens nach den ersten 3 Monaten.

Wie ich es gemacht habe:
Jeder eigenes Konto, jeder spart für sich. Minimum auf hoher Kante 3 Monate Netto-Gehalt.
Miete, Strom, Nebenkosten, Internetz, weitere fixe Kosten werden durch 2 geteilt.
Variable Kosten fair aufgeteilt. Da ich fit-Bernd bin und 3x soviel esse als ex gf, habe ich auch bei den Einkäufen das dreifache gezahlt als die kleine 48KG gf.

Wenn ihr wirklich ein Kind plant, dann heirate vorher. Steuerklasse 3+4 FICK JA! Du musst so oder so zahlen sobald du ein Kind hast. Da macht es nur Sinn zu heiraten, du verschenkst sonst shekkel an Vater Staat.

Dann auch direkt ein gemeinsames Konto eröffnen wo jeder fair einen Prozentsatz einzahlt und kein fixen Beitrag zu gleichen Teilen. Hier immer fair denken. Davon dann gemeinsam in Urlaub, Essen gehen, oder sonstige gemeinsame Aktivitäten von bezahlen.

orkuncaylar Avatar
orkuncaylar:#9358

>>9356
> Keiner von uns beiden hat ein Auto. Sollten wir somit zwingend in der Stadt bleiben und einen Teil unseres Einkommen dem Miet-Juden in die gierigen Hände werfen?
Ihr solltet bei der Überlegugn auf jeden Fall die Kinder im Hinterkopf haben. Jeden Tag morgens vom Dorf zur Arbeit fahren ist kein großes Ding, je nach Verkehr ist das ja sogar schneller als innerhalb der Stadt mit ÖPNV. Aber wenn das Kind dann jeden Tag in die Schule, Musikschule und zum Sport gefahren werden will, dann sieht die Sache anders aus. Bei mehreren Kindern kommen dann auch gleich mehrere Fahrten pro Tag zustande. Andererseits braucht man mit Kindern natürlich mehr Platz und will eventuell einen Garten und so. Und natürlich gibt es Leute, die trotzdem mit Kindern aufm Dorf glücklich werden oder die Kinder fahren halt mit dem Bus usw. Aber mitdenken sollte man es definitiv.

ayalacw Avatar
ayalacw:#9359

>>9358
Nochwas: Bedenke, dass bei einem Kind die Mulle dann vermutlich nicht mehr 100% arbeiten geht. Dafür zahlt ihr weniger Steuern und bekommt Kindergeld und so.

safrankov Avatar
safrankov:#9360

>>9356
Wie viel Geld du sparen kannst kommt natürlich stark auf die Stadt und eure Ansprüche. Wenn ihr unbedingt 100qm braucht und in München wohnt ist das was anderes als wenn ihr mit 50qm glücklich seid und im tiefsten Osten haust.
Selbiges gilt für essen und andere Konsumausgaben.
Auch: Wie sicher bist du, dass es die 4200 bleiben, wenn dein GF wirft? Sie wird vermutlich mindestens ein Jahr Elternzeit nehmen. Da bekommst sie glaube ich nur noch 70%. Will sie drei Jahre Elternzeit machen bekommt sie nach dem ersten Jahr nichts mehr.
Hast du dir 2 Jahre vorher die Eigentumswohnung mit einer monatlichen Rate von 1500€ gekauft wird es dann auf einmal sehr schnell sehr eng.

Selbiges gilt für Auto. Hat ein Bernd ja bereits gesagt, jedoch sollte das rumfahren erstmal überschaubar sein, wenn Kleinbernd noch in die Hosen scheißt.

Heirat ist meiner Meinung nach sinnvoll, wenn ihr plant länger zusammenzubleiben und Nachwuchs in die Welt zu setzen. Steuervorteil ist ganz nett und es ist rechtlich mit Kindern für dich deutlich besser. Schau aber, dass du einen Ehevertrag aufsetzt.

Zum sparen/Geld verteilen, grundsätzlich was >>9357 bereits gesagt hat. Kommt aber auch wieder etwas auf euch an. Meine Ehemulle und ich haben jeder seperates Geld (ihrs ist von einem Erbe aus vor der Beziehungszeit, meins bar/Edelmetalle, niemand weiß, dass das Geld existiert) Da Frauen in der Regel im Falle einer Scheidung vor Gericht besser wegkommen und ich etwas paranoid bin habe ich so wenigsten etwas Geld im Notfall. Ansonsten soll laut Vertrag unser gemeinsam gespartes gleichmäßig aufgeteilt werden. Wie das im Falle einer Scheidung konkret aussieht wenn sie sich das Sorgerecht durchklagt und mit den Kindern im noch nicht abbezahlten Haus wohnen bleibt kann ich nicht sagen. Wird man dann sehen. Meinen Vater hats damals aber finanziell sehr stark getroffen.
Das ist auch etwas wodrüber man nachdenken sollte. Ich hoffe natürlich das meine Beziehung noch eine Weile hält. Wissen tut es aber niemand.

tereshenkov Avatar
tereshenkov:#9361

>>9360
Ein Bekannter von Bernd hat bei der Scheidung jetzt alles.png verloren. Seine neue C-Klasse + ca. 20.000 Euro an Zahlungen. Also für Trennungsunterhalt, Kosten für Gericht usw.

Mit Kindern wäre das noch viel krasser geworden. Jetzt sitzt er mit Schulden in einer 1 Zimmer-Klitsche. Naja, er musste ja auch fremdgehen :3

iamglimy Avatar
iamglimy:#9362

>>9361
Es gibt in dieser DDR 2.0 kein Schuldprinzip mehr im Familienrecht. Hätte sie ganz Negerstan geknattert, über 9000 Negerpenen in ihrem Arschloch gehabt und ihm ein fein dokumentiertes und liebevoll mit Wachsmalern verziertes Fotoalbum mit jeder einzelnen zum Geburtstag geschenkt, hätte sie genau dasselbe bekommen.

Ergo: heiraten lohnt sich für die Frau in jedem Fall, ist für den Mann immer ein (nahezu unkalkulierbares) Risiko und im Wesentlichen eine Wette darauf, dass die Steuerersparnis, in einem Land, dass wahrscheinlich bald eine Regierung als Heuchel-Populismus-SPD, der ehemaligen SED und den Gängel-Nörgel-Kinderficker-Grünen haben wird, schon irgendwie das Risiko aufwiegt, weil "ja nix passieren wird"(tm).

newbrushes Avatar
newbrushes:#9364

>>9362
Ich habe mir wegen der Steuer da mal urst den Kopf zerbrochen und bin zu folgendem Ergebnis gekommen: Angenommen die Stärken und Schwächen von Mann und Frau wiegen einander etwa auf, dann ist die Steuerersparnis immer noch kein Gewinn, sondern einfach nur fair. Die Ehegatten sichern sich nämlich gegenseitig sozial ab. Das spart dem Staat im einfachsten Fall die Sozialhilfe für nicht erwerbstätige (egal ob die Ehe dann noch besteht oder nicht, steuern sparst du übrigens auch in beiden Fällen etwa gleich viel). Was aber noch viel gravierender dazukommt: wenn ein Familienmitglied zum Pflegefall wird, tragen das ja auch erstmal Versicherungen, andere Familienmitglieder und erst dann der Staat (Bei den alten Säcken und Stinkfotzen bald ein Thema).
Da aber Frauen im Allgemeinen ziemlich scheiße sind, lohnt eine Ehe finanziell eigentlich nur mit einem Mann. Den maximalen Gewinn erntet man dann übrigens beim Wakashudo, also wenn ein gut verdienender intelligenter Mann mittleren Alters einen Jüngling mit guten Aussichten ehelicht. Der Alte geht dann arbeiten und macht seine 100 k im Jahr, während der jüngere die Schulbank drückt und dann studiert. In diesem Fall lohnt sich das Ehegattensplitting weil der Alte im Pflegefall sowieso auch für sich selber sorgen könnte und der Junge ohnehin noch kein Geld verdient.
Würde theoretisch auch mit einer Mulle klappen, man müsste sie sich nur ganz früh greifen, in den Keller sperren und ganau darauf achten, welchen Umgang sie pflegt... Also eigentlich kann man da die Vermuselung schon wieder begrüßen -- wenn in allen anderen Fragen nicht auch der Rückschritt ins Mittelalter drohte.

sokaniwaal Avatar
sokaniwaal:#9365

Ach Bernd,

du willst auch nicht dazu lernen was?

VinThomas Avatar
VinThomas:#9369

>Jeder eigenes Konto, jeder spart für sich. Minimum auf hoher Kante 3 Monate Netto-Gehalt.

Ein Konto Tipp, wird Bernd beherzigen

>meins bar/Edelmetalle, niemand weiß, dass das Geld existiert

So werde ich es auch machen. Bernd hat ca. 50K aufm Konto, davon weiss aber niemand. Das soll auch so bleiben!

>Ich hoffe natürlich das meine Beziehung noch eine Weile hält. Wissen tut es aber niemand.

Die Chance ist natürlich höher, dass sie nicht hält. Bei all diesem negativ Geschreibe bekommt Bernd auch gerade wieder die Flatter. Mit 40 dann arreine in der Bude zu hocken , zu lauern und zu zockieren ist aber auch nicht so die Erfüllung im Leben, obwohl Bernd bis jetzt ganz entspannt damit fährt. Nur mit 30+ kann man auch nicht jede Mulle herauswerfen, die n Nest bauen will. Ach Bernd, es ist alles.png so Mühsam

irsouza Avatar
irsouza:#9372

>>9369
Ich setz es daher eher auf meine Kinder und weniger auf meine Frau. Nicht falsch verstehen, ich liebe sie und habe es bisher nicht bereut mit ihr zusammen zu sein und hoffe, dass das so bleiben wird.
Wenn du aber mit deiner Frau kinder gezeugt hast und diese halbwegs anständig geraten, dann hast du noch etwas Rückhalt, selbst wenn deine eigentliche Beziehung in die Brüche geht. Sollte ich bei einer Scheidung alles finanzielle verlieren und neu anfangen, dann ist das zwar ziemlich bitter, sofern meine Beziehung zu meinen Kindern erhalten bleibt wars das aber trotzdem wert.
Wobei es für meine Frau aus rein wirtschaftlicher Sicht dumm wäre sich von mir zu trennen. Aber Frauen denken relativ oft nicht wirklich rational.

mylesb Avatar
mylesb:#9373

>>9372
In einer perfekten Welt, ja. Nur ist Linksgrün-Land hier. Die Kinder landen also immer noch bei der Frau und selbst deren 3. Tablettenüberdosis ändert nicht den Doppelstandard, dass Frauen auf der einen Seite starke, unabhängige, gleichberechtigte Wesen, aber auf der anderen Seite kleine, schützenswerte, missverstandene Püppchen sind, die man beschützen muss, weil sie ab und zu mal aus der Fotze bluten.

Die Kinder darfst du schön bezahlen, aber sie kann sie gegen dich aufhetzen wie es ihr beliebt. Und die Gehirnwäsche durchschaut ein kluges Kind dann vielleicht sogar mit Mitte 20, aber dann bist du pleite, alt, alkoholabhängig und zerbrochen.

eloisem Avatar
eloisem:#9374

>>9372
>Wobei es für meine Frau aus rein wirtschaftlicher Sicht dumm wäre sich von mir zu trennen. Aber Frauen denken relativ oft nicht wirklich rational.

Da Bernd schon etwas älter ist und wenige Bekannte hat, die eine Scheidung durch machen mussten, kann Bernd dir sagen, dass Frauen (wie auch dann Männer) in solchen Sachen immer nur emotional denken. Zu 99,9 Prozent werden dann nur die Kinder vorgeschoben um für die Frau (in der Regel) alles zu bekommen, was geht. Ach Bernd, ich könnte dir so viele Beispiele aus dem Leben geben.

Wünsche dir ja selbst, dass alles gut geht und wenigstens ein Bernd im Alter glücklich mit Bernadette und KleinBernds seyn kann. Die Chancen/Statistik stehen allerdings immer gegen euch.

In der Praxis bezahlst du dann für deine EX und ihren neuen Macker den Pauschal-Liebes-Urlaub, während das Kind dann zum ein wöchigen Aikido-Seminar abgeschoben wird. "Es ist ja nur zum besten des Kindes".

OP will es ja auch versuchen, die Chancen stehen allerdings eher mau. So hart das klingt, in westlich geprägten Ländern ist sowas nun mal ein finanzielles Himmelfahrtskommando. Insbesondere, wenn man in Einkommensbereich der Mittelschicht liegt.

suribbles Avatar
suribbles:#9378

>>9373
Im schlimmsten Fall kann das so natürlich laufen. Kenne ich in meinem direkten Bekanntenkreis aber bei niemanden. Ich selbst bin auch Scheidungskind und bin bei meiner Mutter geblieben. Trotzdem haben meine Geschwister und ich ein sehr gutes Verhältnis zu meinem Vater. Zeitweise, als meine Mutter einen neuen Typen hatte, war es schwieriger mit den regelmäßigen Besuchen bei meinem Vater. Ansonsten aber kein Problem. Daher habe ich die Hoffnung, dass wenn die Beziehung zu meiner Frau nicht bleiben sollte wenigstens die zu meinen Kindern bestehen bleibt. Und wenn das der Fall ist, ist mir die Existenz meiner Kinder den wirtschaftliche Schaden wert. Sollten mich die Blagen auch verachten dann wirds natürlich schwieriger. Aber dann betrachte ich mich einfach als moralisch überlegen und lüg mir meine Welt zurecht. Oder geh grillen.

>>9374
Genau diese Überlegungen habe ich auch seit dem ich das erste Mal über Heirat nachgedacht habe. Und sonst immer mal wieder.
Es geht aber auch anders rum. Bei einem damaligen Schulfreund hat sein Vater seine Mutter für eine andere verlassen. Er war selbstständig und hatte dann offiziel kein wirkliches Einkommen mehr. Hat alles der Firma gehört. Das Haus (eher Villa, 2 1/2 Stockwerke + Keller, 2kqm Grundstück in einer Kleinstadt, Wohnzimmer wird gut 80qm gehabt haben. Insgesamt vermutlich 300-400qm Wohnfläche) hat er sich nach der Scheidung aufdie Firma bauen lassen. Wenn irgendwelche größeren Ausgaben anstanden (Urlaub, irgendwas für seine Kinder, Koks+Nutten). Gab es eine Bonizahlung für seine neue Lebensgefährten, die natürlich in der Firma offiziel als Sekräterin angestellt war.

Ich glaube zwar nicht wirklich, dass ich in seiner finanziellen Liga mitspiele. Verdiene aber selbst auch ziemlich gut und sollte die Scheiße den Ventilator treffen ist das auch noch eine Möglichkeit. Andere Möglichkeit ist einfach zu harzen. Wo kein Geld ist kann auch nichts eingeklagt werden. Ich mach etwas auf psychisch krank, will mich umbringen etc. Werde erwerbsunfähig und lauer den ganzen Tag in meiner vom Amt gezahlten 1-Zimmer Wohnung.
Sollte der Sozialstaat soweit zusammenbrechen, dass ich diese Sicherung nicht mehr habe kann ich auch wieder normal arbeiten. Dann gibts auch keine Gerichte die mir das Geld wegnehmen.

edobene Avatar
edobene:#9381

>>9378
Ist an sich nicht ganz unvernünftig. Nur zum Denkanstoß: Bernd ist wahrscheinlich als Kind der späten 70er ein wenig älter als du und hat schockierenderweise auch Familie. Ich kenne noch das Leben, indem es in der Mittelschicht üblich war, dass ein Akademikergehalt für eine wirklich tolle Kindheit und ein gutes, sorgloses Leben mit Eigenheim, Garten, 1-2 Autos ohne Protz und den regelmäßigen Urlaub ausgereicht haben. Geldsorgen gab es nicht.

Heute hast du zwei Akamedikergehälter, eine Indoktrinierung schon im Kindergarten und es langt bei vielen vorne und hinten nicht, wobei selbstverständlich der schöne Schein gewahrt wird. Ergo: von der eigenen Kindheit zu extrapolieren, halte ich für sehr gefährlich.

Wie >>9374 schon schrieb, ich habe das x-fach gesehen und bisher Glück gehabt. Aber daran sind Firmen mit x Einzelschicksalen pleite gegangen, Menschen zerbrochen und noch schlimmer. Die Nummer "meine Kinder werden schon klug genug sein zu sehen, dass ich sie liebe" ist idealistisch und leicht naiv.

Shriiiiimp Avatar
Shriiiiimp:#9385

>>9381
Wenn ich schon wieder höre, dass ein Akademikergehalt nicht reicht...
Ein Akademikergehalt reicht heutzutage auch wenn man es nicht übertreibt und sich keine Villa in Top Lage können möchte sondern sich auch mit einer ETW zufrieden gibt oder eben etwas weiter raus zieht.

Bernds Schwester hat gerade gekalbt und kümmert sich jetzt ums Kind. Ihr Mann ist Informatiker und arbeitet in einer IT Beratung, verdient so knapp 90k im Jahr, Netto also dank SK3 so 4,7k im Monat.
Rate für die 90qm Wohnung in guter Innenstadtlage sind 1200 (Preis vergleichbar mit Vorort-Reihenhaus). Haben nur ein Auto (VW Passat - schätze 500 mit allem auf den Monat heruntergerechnet) fürs Wochenende oder für große Einkäufe, er ist idR nur mit der Bahn unterwegs (hat BC100 vom Arbeitgeber). Lebenserhaltungs und Fixkosten schätze ich mal zusammen auf mtl 1300NG.
Macht zusammen 3000 an Ausgaben und 1700 mtl. zum sparen. Wenn der kleine größer ist macht sie noch einen 450€ Job und hat dann noch etwas mehr in der Haushaltskasse.
Bis jetzt sind die beiden immer einmal im Jahr nach Japan geflogen und haben sonst noch kleinen Urlaub in Europa gemacht (Kroatien, Italien etc). Schätze mal sie behalten das bei und fahren dann eben öfters mit dem Auto weg.

Natürlich reicht ein Akademikergehalt für ein gutes Leben wenn man nicht eben immer das beste vom besten haben möchte. Man muss natürlich sagen dass er nicht schlecht verdient aber mit 35 bekommt man als Lehrer zB auch schon sein 4k im Monat raus.
Aber wenn es natürlich statt dem Passat der Mercedes, das Haus mit Garten in Toplage statt dem Reihenhaus im Vorort und im Urlaub ein 4 Sterne statt einem 3 Sterne Hotel sein muss - dann wird das natürlich eng...

shesgared Avatar
shesgared:#9387

>>9385
>verdient so knapp 90k im Jahr

Super überzeugend mal wieder, Bernd. Geh mal schön wieder zurück in deine Junggesellen-Vorlesungen und lausche der wissenschaftlichen Elite, die sich dort mittlerweile als Honorarprofessor von Zeitvertrag zu Zeitvertrag schleppt, wie du die Welt verändern willst. Der zeigt dir dann auch bestimmt ganz tolle Statistiken mit Gehaltsvergleichen.

Und wenn du dann wirklich erwachsen geworden bist, merkst du vielleicht, dass nicht jeder 90k verdient, du behinderter Vollmongo.

iamkarna Avatar
iamkarna:#9388

>>9387
Jenes. 90k netto ist kein einfaches Akademikergehalt. Da musst du schon mindestens Bereichsleiter, wenn nicht Standortleiter sein.
Bereichsleiter: du leitest zum Beispiel bei VW den Bereich "Motor" und hast die Abteilungen Getriebe, Zylinder und Kolben sowie Nockenwelle unter dir.
Standortleiter: du hast zum Beispiel die Bereiche Motor, Karosserie, Innenausstattung und Endmontage am Standort Wolfsburg unter dir.

Das sind Posten, die bekommt jeweils einer von 100 beziehungsweise 1000 Ingenieuren. Das einzige was an >>9385 Aussage stimmt: solche Posten sind selbstverständlich ausschließlich Akademikern vorbehalten. Und vielleicht noch Juden, wenn es auf Effizienz gerade nicht ankommt...

marshallchen_ Avatar
marshallchen_:#9389

>>9387
>>9388
Die Unterschicht ist Mett und hat keine Lesekompetenz. Ich sprach von 90k Brutto im Jahr nicht Netto - das ist kein so schwer zu erreichende Ziel mit über 10 Jahren Arbeitserfahrung.

>Der zeigt dir dann auch bestimmt ganz tolle Statistiken mit Gehaltsvergleichen.

Die brauch ich gar nicht. Ich beende im Moment meinen Bachelor (WiIng) und werde dann von dem Betrieb in dem ich aktuell als Werkstudent arbeite genommen. So wie jeder andere Einsteiger bekomme ich dann ERA 09 (IG Bayern) - das sind aktuell 3913*13=50869 Brutto im Jahr. Wenn ich dann in 12 Jahren mit 35 - bei gleichbleibendem Arbeitseifer - nicht die 90k habe, dann habe ich was falsch gemacht. Unsere Gruppenleiter (führen 5-10 MAs) verdienen so viel und als Projektleiter sind die 100 drinn.

puzik Avatar
puzik:#9390

>>9389
Dein Text ist missverständlich geschrieben.
Statt
> verdient so knapp 90k im Jahr, Netto also dank SK3 so 4,7k im Monat.
Wäre besser:
> verdient so knapp 90k im Jahr, also dank SK3 so 4,7k im Monat Netto.
oder
> verdient so knapp 90k im Jahr, also dank SK3 so 4,7k Netto im Monat.

Drück dich künftig weniger wie ein Vollspast aus, dann wirst du auch verstanden.

markmushiva Avatar
markmushiva:#9391

>>9389
Gott, bist du ein Volldepp. Nimm dir mal die Zeit auszurechnen, was von deinen 90k in deiner kleinen, lächerlichen Filterblase so netto bleibt. Oder lass es eben bleiben. Absolut lächerlich, was heutzutage für eingebildete, unfähige Schneeflocken aus den Unis hervorgehen. Hurr durr, mein Tarifvertrag. Schau dich in ein paar Jahren noch mal um, mein Jung.

abdots Avatar
abdots:#9392

>>9385
90k sind wirklich nicht der Durchschnitt. Aber die Leben auch besser als der Durchschnitt.

>>9381
Die Wunschvorstellungen die man hier hört sind ja mal wieder unglaublich. Tut mir Leid falls es jetzt etwas falsch rüberkommt aber ich glaube du siehst die Kindheit hier etwas verklärt. Sofern man nicht die Ansprüche hat sein 200qm Loft in Mitte München zu haben und man nicht gerade Germanistik Master und irgendwas mit Medien Bachelor gemacht hat muss man schon ziemlich hart misswirtschaften, damit das Geld hinten und vorne nicht reicht.

>Ich kenne noch das Leben, indem es in der Mittelschicht üblich war, dass ein Akademikergehalt für eine wirklich tolle Kindheit und ein gutes, sorgloses Leben mit Eigenheim, Garten, 1-2 Autos ohne Protz und den regelmäßigen Urlaub ausgereicht haben. Geldsorgen gab es nicht.

Alles klar, wird mal losgerechnet. Der Einfachheit halber nehmen wir an, dass der Man Netto 2500 im Monat hat. (42k Brutto, Sk 3. Sollte grob hinkommen. 42k Brutto sind auch realistischer als die 90k). Frau hat 450€ Job. +384€ Kindergeld. Macht Netto im Monat rund 3300€. Nur einer verdient. Zwei Kinder.
Nun hätte man gerne ein Haus mit Garten. 45 min Weg zur Arbeit. Mann arbeitet in HH-Finkenwerder.
Mögliches Grundstück http://www.immonet.de/angebot/26964440?drop=sel kostet 57k€.
Weil 2 Kinder braucht man 4 Zimmer. Jedes Kind eins + Wohnzimmer +Elternzimmer. Fertighaus: https://www.fertighaus.de/haeuser/raumwunder-100-sued/ Sind nochmal 122k. Zusätzlich kommen 20k für weitere Ausgaben hinzu. Da der Mann keine zwei linken Hände hat kann er eine Muskelhypothek über 20k aufbringen. Außerdem sind 20k Kapital vorhanden. Müssen also 160k finanzieren lassen. 20 Jahre Rückzahlung macht selbst bei 3%, zur Zeit sind es eher weniger, macht 900€ im Monat. Bleiben noch 2400€ übrig.
Von Autos habe ich keine Ahnung. Hab einfach mal von Sixt was zum Leasing genommen, geht definitiv günstiger. Zwei Autos sollten es sein. Ein Corsa als kleines Auto https://www.sixt-leasing.de/opel/corsa_schraeghecklimousine und ein Zafira als Familienkutsche https://www.sixt-leasing.de/opel/zafira
Mit etwas Ausstattung sind das 400€ im Monat. Bleiben 2000€ übrig.
Pro Kopf wird mit 50€ Essen die Woche gerechnet (Viel zu viel, wenn man selbst kocht und Kinder essen nicht so viel, aber die Familie geht öfters mal auswärts essen). Sind nochmal 800€. Bleiben noch 1200€ übrig. Familie hat jetzt was zu essen, zwei Autos und ein eigenes Dach über dem Kopf. Was fehlt noch? Versicherungen! https://de.statista.com/statistik/daten/studie/182264/umfrage/jaehrliche-versicherungskosten-einer-deutschen-familie/ Da Angestellter ist man gesetzlich versichert. Private fällt also raus. Durchschnittliche Familie liegt bei 180 im Monat (ohne private Krankenversicherung) unser Beispiel zahlt 200 für Versicherungen. Sind noch 1000€ im Monat übrig. Kommen noch die Nebenkosten dazu http://www.geldsparen.de/wohnen/immobilien/nebenkost.php Nochmal grob 300€. Bleiben noch 700 übrig. Urlaub war noch gewünscht. Geht einmal in die Türkei für 2 Wochen https://urlaub.check24.de/suche/region?airport=HAM&adult=2&childrenCount=2&children_0%5Bage%5D=11&children_1%5Bage%5D=9&departureDate=2017-07-05&returnDate=2017-08-24&travelDuration=2w&cateringList=allinclusive&pageArea=allinclusive&countryId=114&regionId=578,1093,577,586,580,584,579,581,587,582,583,1092,760&recommendation=-&sorting=categoryDistribution&order=asc&offerSort=price&offerSortOrder=asc&regionSort=topregion&regionSortOrder=asc&extendedSearch=1&oceanView=0 (keine Ahnung obs richtig geladen wird. Grob 2000€. Hotel mit All-incluse + Flug geht ab 1300. Dann noch 700 zum verprassen. 2 Wochen) Zusätzlich macht man im Herbst nochmal eine Woche Urlaub in Dänemark und mietet sich eine Hütte. http://www.novasol.de/r/208?SD=14-10-2017&DUR=7&Q20=Y&C=208&R=&Q00=&PE=2&K=2&ED=21-10-2017. Hütte kostet rund 500. +nochmal 500 für anderen Kram in Dänemark. Da man auch mal ins Schwimmbad oder ins Kino will nimmt man nochmal 600€ im Jahr für solche Aktivitäten. Also für Urlaub etc 3600 im Jahr. macht 300 im Monat. Bleiben noch 400 übrig.
Mit den 400€ kauft man neue Kleidung und spart den Rest. Habe ich was vergessen? Passt dir das für dein Mittelklasseleben?

adammarsbar Avatar
adammarsbar:#9393

Klar die Rechnung ist sehr einfach gehalten. Sollte ich auf die Schnelle große Ausgaben vergessen haben sag Bescheid. Dafür habe ich aber stellenweise großzügig gerundet. Meiner Meinung nach ist es einfach diese unglaubliche Erwartungshaltung die mittlerweile so viele Leute haben. Ich komme aus einer Arbeiterfamilie. Haus hat mein Vater mit Arbeitskollegen selbst gebaut. Urlaub gab es Zelten und alle 2 Jahre im Winter mal nach Dänemark. Bevor ich 20 Jahre alt war habe ich einmal die Berge auf einer Kurfahrt gesehen. Nie weiter als 800km gereist. Fernseher hatten wir einen. Im Wohnzimmer. Handys? Computer? Gabs noch/ bei uns nicht. Trotzdem schöne Kindheit. Autos gab es auch zwei. Welche kann ich dir nicht mehr sagen, da ich mich nie wirklich für Autos interessiert habe. Eine war glaube ich ein Toyota und das andere ein Ford. Geldprobleme? Bestimmt haben meine Eltern mehrmals überlegt, wenn es eine größere Anschaffung gab. Hab ich als Kind aber nicht mitbekommen. Sowas macht man vor seinen Kindern auch nicht. Würde mir im Traum nicht einfallen meinen Kindern zu erzählen, dass es irgendwas nicht gibt weil kein Geld. Wird eine andere Erklärung vorgeschoben, sollte es wirklich am Geld mangeln.
Da ich selbst auch eine Familie habe +Kinder +Eigenheim +Autos (alte ranzige, meine Fahrräder haben mehr gekostet als unsere Autos) kann ich dir sagen, dass man mit einem Gut-Verdiener Akademiker problemlos leben kann. Auch das sparen ist noch möglich.

antonyryndya Avatar
antonyryndya:#9394

>>9393
Naja sehr einfach gehalten die Rechnung, es gibt mtilerweille Kosten an den du nicht Vorbeikommst. DSL mind. 20,-, Handykosten je 10,- pro Erwachsener. Oh plötzlich muss man für das Parken auf der Arbei bezahlen weil Grossstadt und so. Die Kinder wollen im Sommer öfters in Schwimmbad je 26,- http://www.sittensen.de/rathaus/ortsrecht/samtgemeinde-sittensen/Freibad_Gebuehrensatzung_2014.pdf

Oh im Neubaugebiet wird endlich die Strasse richtig erstellt und ein Parkplatz in der Ecke zahlt man auch noch mit 1/10, weil auf der Strasse nicht mehr geparkt werden kann aufgrund von 3m Strassenbreite, 15.000,-. Rücklagen für das Haus weil nach 15 Jahren schonmal ne Heizung kaputt gehen kann, jeden Monat 100,-. Ab und zu ein neue Waschmaschine oder ein Trockner.

Vieles wird einem erst bewusst wenn man zuhause auszieht.
Habe mit anfangs 1200 netto im Monat, Jahre gebraucht die Wohnung halbwegs einzurichten mit couch und Tisch usw.

kazukichi_0914 Avatar
kazukichi_0914:#9395

>>9394
Trockner braucht man nicht wirklich. Mit Kindern manchmal ganz nett, vor allem wenn sie kleiner sind und es schaffen mehrmals am Tag alles.jpg einzusauen. Hatte vor 40 Jahren aber vermutlich auch nicht jeder.

Schwimmen kann man auch in einem See. Gerade wenn man ländlich wohnt ist das kein Problem. Bin selbst in der DLRG tätig und an den drei beaufsichtigten Stellen wo unsere Satzung Dienst leistet ist Eintritt frei. Aber in Sittensen hab ich auf den ersten Blick jetzt kein See in direkter Nähe gesehen. Punkt für dich. Ist aber bei den 600€ für sonstige Urlaubsaktivitäten mit berücksichtigt. Zieht man nochmal 100€ ab, dann kann die ganze Familie das komplette Jahr baden gehen (2 Eltern und alle Kinder unter 18).
Waschmaschine sollte doch mindestens 5 Jahre halten. Wären dann 10 Euro pro Monat. 400 waren in dem Beispiel ja noch übrig. Mehr als 200 monatlich für Kleidung wird man vermutlich nicht ausgeben. Sachen zum täglich anziehen im Kindergarten habe ich gerade bei meinen Jungs was von Kik geholt. Da spart ziemlich viel Geld und den Kindern ist es egal ob die Hose die sie im Schlamm versenken 10€ oder 100€ gekostet hat.

Ich bleib dabei. Wenn man meint man könne in Deutschland von einem Akademikergehalt (3000-3500netto im Monat, 4 Köpfe) nicht gut leben oder eine Familie ernähren, der macht irgendwas falsch. Ich bekomme (mit Frau und Kindergeld etc.) zwar etwas mehr. Habe dafür aber auch einige Ausgaben die nicht unbedingt Not tun würden, wo ich leicht nochmal ganz gut was sparen könnte und ich kann noch monatlich gut was zur Seite legen.

garand Avatar
garand:#9396

>>9394
Jenes. Und das würde sich noch beliebig fortsetzen. Ich zahle mittlerweile für die Privatschule meines Kindes einen nicht ganz geringen Betrag, weil das öffentliche Schulsystem zum Spielball von politischen Sonderinteressen geworden ist und ich nicht beabsichtige Tütenintegration und Inklusion als Messlatte für das, was erwartet wird, zu akzeptieren. Aber da >>9395 ja meint entscheiden zu können, was für Leute, die nicht in seiner Lebenssituation stecken akzeptabel und notwendig ist, bringt die Diskussion nichts. Das ist das, was sich seit dreißig Jahren in diesem Land eingebürgert hat: nach Toleranz schreien, selbst bedienen und dann für andere Menschen definieren, was diese zu tun und zu leisten haben.

Im Übrigen...

>>9395
>Ich bleib dabei. Wenn man meint man könne in Deutschland von einem Akademikergehalt (3000-3500netto im Monat, 4 Köpfe) nicht gut leben oder eine Familie ernähren, der macht irgendwas falsch. Ich bekomme (mit Frau und Kindergeld etc.) zwar etwas mehr. Habe dafür aber auch einige Ausgaben die nicht unbedingt Not tun würden, wo ich leicht nochmal ganz gut was sparen könnte und ich kann noch monatlich gut was zur Seite legen.

Da bin ich auch drüber. Mit drei akademischen Titel, jahrelanger Auslands- und Führungsverantwortung. Und du lebst in deiner eigenen kleinen, arroganten Welt. Das, was bei dir "reicht", ist für andere vielleicht nicht ausreichend. Und du bist nicht derjenige, der für mich definiert, was akzeptabel ist. Und wir leben (noch) nicht im Sozialismus, wo es darum geht, was "ausreicht" und wo es eine Grenze dessen gibt, mit dem sich der gute Arbeiter zufriedenzugeben hat.

Auf mich wirkt es einfach so, als wenn es dir deutlich zu gut geht und du keinerlei Ahnung davon hast, wie es läuft, wenn man wirklich mal Risiken eingeht und dafür auch entsprechend entlohnt werden will. Mein Geld ist nicht für die Selbstbedienung der staatlichen Umverteilung bis an den "es reicht gerade noch"-Punkt gedacht.

buddhasource Avatar
buddhasource:#9398

>>9396
>Und du bist nicht derjenige, der für mich definiert, was akzeptabel ist
Da hast du natürlich recht. Meine Beispielrechnung/Aufzählung, was auch immer bezog sich auf diese Aussage:
>Ich kenne noch das Leben, indem es in der Mittelschicht üblich war, dass ein Akademikergehalt für eine wirklich tolle Kindheit und ein gutes, sorgloses Leben mit Eigenheim, Garten, 1-2 Autos ohne Protz und den regelmäßigen Urlaub ausgereicht haben. Geldsorgen gab es nicht.

Und die stimmt meiner Meinung nach halt einfach nicht. Wenn man heutzutage den Anspruch hat, dass das Kind auf eine Privatschule kommt und man mehrmals im Jahr an allen Ecken der Welt Urlaub machen muss, dann braucht man dafür natürlich mehr Geld als ein normales Akademikergehalt.
Das Schulsystem war früher genauso ein Spielball politischer Interessen. Mittlerweile sind diese politischen Interessen leider häufig nicht mehr mit denen der "normalen" Leute deckungsgleich. Ändert aber nicht direkt etwas an meiner Kernaussage. Wenn man vor 30 Jahren nicht wollte, dass das Kind in der Schule den von der Politik diktierten Unterricht genießt, dann brauchte man auch damals mehr als ein Durchschnittsgehalt. (Ich wähle bewusst Durchschnittsgehalt an dieser Stelle und nicht Akademikergehalt. Denn vor 30 Jahren waren deutlich weniger Leute Akademiker als heutzutage, dadurch war man als Akademiker in der Regel etwas besser gestellt als ein heutiger Akademiker. Sofern man aber etwas auf den Kasten hat, kann man auch als Akademiker heutzutage über dem Durchschnittsgehalt seiner Vergleichsgruppe liegen. Bestes Beispiel scheinst ja du zu sein mit deinen drei Titeln.)

Aber interessant zu lesen, dass ich nicht wisse was es bedeutet Risiken einzugehen und ich Leuten diktiere wie sie zu leben haben, wenn du scheinbar selbst definieren kannst, dass das was man heutzutage als Durchschnitt hat zu wenig ist, obwohl der heutige durchschnittliche Lebensstandard objektiv über dem von vor 30 Jahren liegt.
Nochmal: Wenn dir dein Gehalt nicht ausreicht musst du besser werden. Irgendwann wird es schwierig, da man in vielen Bereichen auch mal Vitamin B braucht. Das war vor 30 Jahren aber nicht anders.
Vielleicht kannst du mir konkret, gerne mit Zahlen, aufzeigen, dass man für das GLEICHE Leben (Urlaubsziele, Reisekomfort, Technologie, Essensvielfalt, etc.) von vor 30 Jahren heutzutage eine wirtschaftlich höhere Stellung benötigt.

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rangafangs:#9399

>>9398
> Wenn dir dein Gehalt nicht ausreicht musst du besser werden.
So oft dies! Sag ich den Kollegen auf Arbeit auch immer, wenn sie über den geringen Lohn rumflennen. Jeder hat immer folgende drei Möglichkeiten:
1. Mehr Lohn fordern und gegebenenfalls einen anderen Arbeitgeber suchen.
2. Die eigene Qualifikation steigern, mehr Verantwortung übernehmen und dann 1.
3. Eine eigene Firma gründen in der alle nur noch halb so viel arbeiten, doppelt so viel verdienen, die Produkte doppelt so gut und nur halb so teuer sind. (Ist ja gemäß Darstellung vieler frustrierter Schafe alles gar kein Problem und wird nur vom doofen Management verhindert)

jacobbennett Avatar
jacobbennett:#9403

>>9385
>verdient so knapp 90k im Jahr

OP arbeitet in einem größeren Unternehmen (ca. 9.000 Leute) solche Gehälter sind bei uns die absolute Ausnahme. Teamleiter bewegen sich bei rund ca.60K . Abteilungsleiter und damit teilweise schon FK1 liegen dann so bei 90K. Lediglich der Vorstand bekommt mehr. Diese Stellen werden allerdings alle nicht ausgeschrieben. Kann Bernd also knicken, an solche Stellen zu kommen. Die meisten Leute bei uns beziehen ihren Reichtum aus einem Erbe oder gar einem geerbten Haus. Damit erzielt man bei uns die größten "Gehaltssprünge". Es gibt allein bei mir im Team einige, die seit ca. 10 Jahre keine Miete mehr etc. zahlen. Das Haus ist abbezahlt und mit Mitte 40 geht es dann jedes Jahr in den Luxusurlaub.

Bernd entnimmt diesem Faden jetzt, dass 4,2 Nedow zusammen nicht viel ist und man damit eigentlich schon die Mittelschicht fürs Leben gebucht hat. Da haben Bernd und GF wohl das falsche studiert ...

Fühlt sehr ernüchternd und das obwohl Bernd und GF keinen hohen Lebensstandard haben. Beide Arbeiter-Familien und nie groß weggewesen. Unserer Wunsch besteht eigentlich nur darin, nicht im absoluten Ghetto (Innenstadt) oder nicht am Arsch der Welt zu wohnen. Im entsprechenden Stadtteil kostet eine Mietwohnung (ca. 70 qm, mit 2 1/2 Zimmern) jetzt lockere 1.350 kalt. Das macht Bernd massiv mett, da er und GF eher ungern jeder ein Auto hätten und damit gar 9.000 Kilometern zu fahren.

Solche Dinge eben

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rdbannon:#9407

>>9403
>Bernd entnimmt diesem Faden jetzt, dass 4,2 Nedow zusammen nicht viel ist und man damit eigentlich schon die Mittelschicht fürs Leben gebucht hat. Da haben Bernd und GF wohl das falsche studiert ...

Nicht wirklich. Bernd hat Diplom und zwei Meister und kennt auch einige Leute aus seinem Studium, die weit jenseits der 100k liegen. Und viele, bei denen es eher im Bereich von 35-40k liegt.

Was du brauchst, ist entweder eine Zeitmaschine in die Vor-68er-Gleichmacher-Zeit, wo Gutmenschen angefangen haben für dich zu definieren, was du zu brauchen hast. Deshalb hat auch jeder Ungelernte in deren Welt mindestens die 1600 NG netto zu haben. Bisschen Abstand muss noch zu ihnen im öffentlichen Dienst sein, denn man ist ja was besseres, auch wenn man es nicht zugeben will. Und bei >5k netto ist man eh nicht mehr als Angestellter unterwegs. Ja, es gibt da Ausnahmen, aber im Wesentlichen hast du vier Möglichkeiten, wenn du die DDR 2.0 und deren System hinter dir lassen willst:

1. Verlasse das Land und lebe irgendwo anders. Machen erstaunlich viele, auch wenn das in der Systempresse natürlich nicht so dargestellt wird. Bernd kennt aus dem Studium aber viele Ausländer, die hier gelebt haben und die sind mittlerweile alle weg. Nicht nur wegen dem Geld, sondern vor allem wegen der Vermuselung und dem eindeutigen Gefühl, dass es bergab geht.

2. Selbstständigkeit. Das geht ganz gut mit zwei Gehältern und läuft vor allem, da du den Posten Steuern & Sozialabgaben wegrechnen kannst, aber dabei nicht den Wasserkopf einer eigenen Firma hast.

3. Werde Chef. Problem hast du selbst beschrieben. Und da hast du alle Nachteile von Deutschland, aber ohne die Vorteile eines Arbeitnehmers. Geschäftsführer vor die Tür setzen? Kein Problem. Ja, du kannst eine Abpfindung raushandeln, wenn du das denn hinbekombst.

4. Die HIV-Karriere, schwarz arbeiten, alles vom Staat finanzieren lassen. Nein, dafür hast du nicht studiert. Ist aber erstaunlich lukrativ. Und wenn ich erstaunlich sage, meine ich deprimierend.

>Fühlt sehr ernüchternd und das obwohl Bernd und GF keinen hohen Lebensstandard haben

So sieht es aus.

pjnes Avatar
pjnes:#9410

>1. Verlasse das Land und lebe irgendwo anders. Machen erstaunlich viele, auch wenn das in der Systempresse natürlich nicht so dargestellt wird. Bernd kennt aus dem Studium aber viele Ausländer, die hier gelebt haben und die sind mittlerweile alle weg. Nicht nur wegen dem Geld, sondern vor allem wegen der Vermuselung und dem eindeutigen Gefühl, dass es bergab geht.

Wo soll den die Reise hingehen? Ganz Europa ist gepozzrotzt mit Tütenweinen. USA sieht dank Trump auch nicht grade schön aus. Andre Länder(bis auf paar Ausnahmen wie zb Kanada) haben einen wesentlich niedrigeren Lebensstandart

2. Selbstständigkeit. Das geht ganz gut mit zwei Gehältern und läuft vor allem, da du den Posten Steuern & Sozialabgaben wegrechnen kannst, aber dabei nicht den Wasserkopf einer eigenen Firma hast.

Wie inzu Steuern und Sozialabgaben wegrechnen?? Könntest es für Dummbernd erklären?

3. Werde Chef. Problem hast du selbst beschrieben. Und da hast du alle Nachteile von Deutschland, aber ohne die Vorteile eines Arbeitnehmers. Geschäftsführer vor die Tür setzen? Kein Problem. Ja, du kannst eine Abpfindung raushandeln, wenn du das denn hinbekombst.

Du meinst eher: Werde Inhaber. Chef ist man ja bereits als Teamleiter

4. Die HIV-Karriere, schwarz arbeiten, alles vom Staat finanzieren lassen. Nein, dafür hast du nicht studiert. Ist aber erstaunlich lukrativ. Und wenn ich erstaunlich sage, meine ich deprimierend.

Mal ernsthaft: Kann man da nicht mit Autohandel unter der Hand viel NG machen?

keyuri85 Avatar
keyuri85:#9564

Warum zum Teufel soll Bernd hier Bernds Ficktrophäe mitbezahlen? All mein Hass.

Ansonden: 4200NG ist nach zwei Monade futsch. Haushälfte für Kleinfamilie ist für etwas zwischen 150 - 200NG zu haben, mit Finanzierung und allem drum und dran (Staat, Notar, Gemeinde, Schornsteinfeger, Heizung, Strom, Müll, Reperaturen, Anschaffungen, Zwangsversicherungen) kann Bernd mit etwa x2 des Kaufpreises als Gesamtkosten rechnen. Viel Spaß im Hamsterrad.

Bernds Tipp: erstmal mit kleiner und billiger Eigentumswohnung anfangen (dem Kind ists eh egal), dafür aber möglichst nah am Arbeitsort sodass Bernd sich möglichst gut auf der Weide positioniert. Wenn was schief läuft (Bernd dod, Freundin dod, Kind dod, Weide dicht, Beziehung dod) ist das Risiko somit minimal und in 2-5 Jahren kann Bernd dann viel entspannten mit mehr Eigenkapitalanteil (und besserer Kreditbewertung) suchen.

krdesigndotit Avatar
krdesigndotit:#9565

Bernd hier hat selbst studiert, und kann jetzt die Z-transformierte eines gefensterten Audiosignals bestimmen, doch das Schlaufon bauen trotzdem die Chinesen. Und zum verdienen fällt Bernd nur ein: "That woman deserves her revenge, and we deserve to die."

aleclarsoniv Avatar
aleclarsoniv:#9566

>>9410
>USA sieht dank Trump auch nicht grade schön aus.
Eggsbärtenstatement vom feinsten.
Sprich: Trump hat das Land heruntergewirtschaftet.
In 4 Wochen? Rekort.

Drin vor Dummschwätzrekord. Wer es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt, darf keine Grammatiktreue von mir erwarten.