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Veröffentlicht am 2016-11-21 23:10:16 in /p/

/p/ 101771: Hey, ich hätte hier nen Definitionsversuch, was de...

xarax Avatar
xarax:#101771

Hey, ich hätte hier nen Definitionsversuch, was deutsch sein bedeutet als kleinsten Nenner:

1. Wer nicht in Deutschland geboren ist:
a) deutsch in Schrift und Wort gut beherrschen
b) Akzeptanz und Respekt der deutschen Gesellschaft und deren Institutionen (Gleichberechtigung, Gewaltenteilung zum Beispiel)
c) Teilhabe an der deutschen Gesellschaft
d) deutscher Staatsbürger sein

2. Wer in Deutschland geboren ist:
a) deutsch in Schrift und Wort gut beherrschen oder wenigstens annehmbar, aber dafür muss der lokale Dialekt beherrscht werden (und damit meine ich nicht das "Alta, gehma macdonalds")
c) Teilhabe an der deutschen Gesellschaft
d) deutscher Staatsbürger sein

Grund ist: Wir können die Deutschen, die leider nicht die deutsche Gesellschaft respektieren rauswerfen, aber für mich ist das kleinste Bindeglied die Sprache.
Und mir gehts am Hauptbahnhof auf den Sack, dass ich das fast gar keine deutschen Gespräche mehr höre und die Läden weder in Deutsch noch Englisch ihre Anschrift/ihren Ausschlag haben, sondern in Arabisch.

Wenn die Leute kein Deutsch können, wie sollen die sich integrieren können? Ich bin auch dafür, dass Deutschkurse deutlich mehr bereitgestellt werden sollten.. Das bisher ist echt traurig wenig.

Wer aber kein deutsch sprechen oder verwenden will, der gehört für mich einfach nicht zu der deutschen Gesellschaft.

Zerschlagt meine These.

heikopaiko Avatar
heikopaiko:#101772

>dafür muss der lokale Dialekt beherrscht werden
Nö, lass mal. Der Dialekt meiner Heimatstadt ist derart armselig und urhässlich dass ich ihm von Herzen das Aussterben wünsche.

Grundsätzlich stimmt Bernd aber zu, Beherrschung und Qualität der deutschen Sprache sind meist sehr gute Gradmesser dafür, wie kühl die Einwanderer sind, mit denen Bernd zu tun hat.

t1mmen Avatar
t1mmen:#101774

>>101772
Warum wird hier nicht die Einwanderung an sich infrage gestellt, wie es sich gehört? Am OP gibt es sowieso noch sehr viel mehr zu kritisieren. Leider bin ich jetzt zu beschäftigt.

antonyryndya Avatar
antonyryndya:#101775

>>101772
Soviel Selbsthass? K.Lautern?

itsracine Avatar
itsracine:#101777

>>101772
Finde das "Lokale Deutsch" reicht idR aus. Wer in Bayern wohnt muss nicht unbedingt Hochdeutsch sprechen können. Bernds Neffe wurde eingeschult und kämpft damit, dass das Geschriebene (Hochdeutsch) und das Gesprochene (Bauernmundart) nicht übereinstimmen.
Schreibe "... und dann habe ich es dort hinein gelegt."
Sprich "uana do hobi desnei duad."

Und mit so mancher Ostblockmändy im örtl. Krankenhaus (die sind aus strukturschwachen in -starke Regionen migriert) verstehe ich auch nicht besser als meinen iranischen Kollegen. Nur der arbeitet an sich, Mändy ist eine wahre Doitsche und muss sich nicht anpassne!

Ansonsten finde ich "Teilhabe an der Gesellschaft" schwer zu definieren. Hartz4-Wohnblock-Insassen jeglicher Coleur nehmen auch nicht wirklich am gesellschaftlichen Leben teil außerhalb ihres Wohnghettos. Wird denen das Deutschsein abgesprochen?

OP scheint einfach gesellschaftliche Integration wichtig zu sein. Warum man das 'deutsch' nennen muss... weiß ich nicht.

Die nichtdeutschen Gespräche finde ich angenehmer als die assideutschen, die auch die kleinen Arier mittlerweile führen. In Schreilautstärke. Neben Bernd in der Bahn. Über undwichtige Belanglosigkeiten. Da kriegt Bernd wenigstens nicht mit worum es geht und kann seinen Gedanken nachhängen.

Und die lokalen Afrika-, Asien- und Nahostmärkte sind nicht unbedingt für Bernd gemacht, aber als Langnase wird Bernd dort immer freundlich begrüßt und beraten. Im generischen Supermarkt ist Bernd mehr den Regaleinräumern im Weg. Ich finde diese Läden sind in der Großstadt das nächste an den Tante-Emma-Läden Bernds Kindheit.

timgthomas Avatar
timgthomas:#101780

die Amischen und die Hutterer sind Deutsch

husamyousf Avatar
husamyousf:#101781

>>101774
>Warum wird hier nicht die Einwanderung an sich infrage gestellt, wie es sich gehört?
Weil, solange plausible Richtlinien und Bedingungen bestehen, absolut nix dagegen spricht, dass jemand von einem Land in ein anderes zieht.

>>101775
Nah dran.

>>101777
>Finde das "Lokale Deutsch" reicht idR aus.
>verstehe Ostblockmändy nicht
Merkste selbst? Gerade dafür ist das Hochdeutsch ja da, damit der Bauerntrottel aus A den Bauerntrottel aus B verstehen kann.

Gebe Dir sonst teilweise recht, allerdings bringt auch der netteste Gemüse-Ali nix, wenn man gar nicht versteht, was er überhaupt von einem will. Und ich kann auch nicht nachvollziehen bzw. entschuldigen, dass er sich so wenig auf seine neue Heimat einlässt, dass er nicht mal die Sprache spricht. Wer würde denn z.B. nach Neuseeland ziehen und sich dort stur nur mit den paar Deutschen rumtreiben, statt gescheites Englisch zu lernen?

xarax Avatar
xarax:#101790

>>101781
>>101772
Als der Herrgott Jesus noch auf Erden wandelte, -und er ist weit herumgekommen und hat wohl viel Elend gesehen-, da kam er eines Tages auch durch die schöne Pfalz, als er am Wegesrand einen Mann sah, der bitterlich weinte. "Sag an" sprach der Herrgot Gesu, "Mann, warum weinest du so? Hemmungslos, als wie eine jüdisch Femannzi, siehst denn nicht wie meine Sonne diese wundervolle Landschaft blühen und die Fökeleyn singen lässt?, reiss dich zusammen, gehe hin und hebe! Manne auf"

"Ge fott!" sagte der Mann als er aufblickte und den Herrgot erkannte "Wääscht des net? Ei, ich san vun Kusel"
Da setzte der Herrgott sich neben den Mann und weinte mit ihm.

alessandroribe Avatar
alessandroribe:#101791

>>101781
> Wer würde denn z.B. nach Mallorca ziehen und sich dort stur nur mit den paar Deutschen rumtreiben, statt gescheites Spanisch zu lernen?
Fixiert.

Aber ja, Parallelgesellschaften, an sich etwas durchaus positives, können zu weit gehen. Etwa wenn Paralleljustizen entstehen.

Aber freiwillig separierte Wohnquartiere, die sich die Menschen nach ihren Vorstellungen herrichten, mit Geschäften, Dienstleistungen und Kultur bestücken, die ihnen gefällt...warum nicht.

Eine der best-'angekommenen' Gruppen in der jüngeren Migrationsgeschichte sind nicht umsonst die chinesischen Immigranten der USA. Siedlungen in denen Neuankömmlinge sich verständigen konnten, Hilfestellungen hatten waren perfekte Startrampen für diejenigen, die wirklich etwas aus sich machen wollten und eine chinesisch-amerikanische Migrantenidentität entwickelten, die ihr Leben als 'Harte Arbeit, ehrliche Arbeit, Erfolg"-Geschichte schreibt.

Problematisch sind nicht per se diejenigen, die in solchen Vierteln wohnen bleiben, egal wie mangelhaft ihre Sprachkenntnisse sind - das quartierseigene Netzwerk kriegt von Arztbesuch bis Behördengang noch alles hin. Problematisch sind die Chanchenlosen, die Abgehängten, die Unnützen. Wer weder der Einwandererenklave noch der Großgesellschaft einen Mehrwert anbieten kann, der rebelliert - durch Zerstörung von Privateigentum, (Vandalismus) fremder (Gewalt)oder der eigenen (Drogen) Person.

Und siehe da, der Gemüseali und sein Nachbar sind zweierlei Geschöpfe - die Bernd nicht gleichsetzen sollte.

clementc Avatar
clementc:#101797

>>101791

Trotzdem nimmst du dieses Konfliktpotenzial in Kauf. USA ist ein Einwanderungsland, Deutschland historisch gesehen nicht.
Außerdem mag ich meinesgleichen, ich bin gerne von weißen Deutschen umgeben, die mit höherer Wahrscheinlichkeit meine Wertevorstellungen teilen.
Die "rassenreine" Gesellschaft ist die friedlichste und konfliktärmste Gesellschaftsform, die es gibt.
Was ist mit den Nigger-, Asiaten- oder Mexikanerbanden in Amerikas Armenvierteln? Das liegt nicht nur an Armut. Das liegt auch an einem gefährlichen "Diaspora-Gemeinschaftsgefühl", "Du bist armer Nigger, ich bin armer Nigger, lass zusammentun".

Alles andere ist eine Probe: Passt sich der Fremde an? Wie wollen wir das durchsetzen? Was machen wir, wenn wir schon zig Einwanderer mit Staatsbürgerschaft hier haben, die unser Land hassen?
Die kann man nicht abschieben, das wäre unrechtsstaatlich, also gar nicht erst jedem Dahergelaufenen die Staatsbürgerschaft schenken.
Wie willst du diese Bereitschaft zur Assimilation einem Menschen ansehen?
Außerdem: Die Kinder der alten Türken (durchaus gut integrierte arbeitende Menschen!) legen ein deutlich anderes Verhalten an den Tag und sind nicht selten empfänglich für IS und sonstige religiöse Radikalität!

Also, warum, frage ich jetzt ganz ernst, *müssen* wir uns einen solchen Arsch voll Problemen/Konflikten/Fragen ins Land holen?

>>101774

meinte nämlich sicherlich sowas in der Art. Abgesehen davon, dass man sich für die kulturelle Reinhaltung seines Landes nicht zu rechtfertigen braucht. Das macht z.B. Japan auch.

Selbstverständlich esse ich auch mal beim Chinesen oder Dönermann aber ich muss jetzt nicht ganze Viertel dieser fremden Kultur hier sehen, dann bauen sie nämlich ihr eigenes Land hier nach und das gefällt mir einfach nicht, sehr sehr wenige, gut ausgewählte und gut verteilte Ausländer sind ein netter Spritzer Kulturbereicherung.

Aber so wie es jetzt aussieht hilft nur noch ein totaler Einwanderungsstopp, es reicht bei weitem.

polarity Avatar
polarity:#101798

>>101797

Ansonsten ist das auch ein Teil Sozialisation unsererseits: Wären wir in einem kulturtreuen wunderschönen Deutschland aufgewachsen, dann würden wir uns nicht nach Döner oder Pizza sehnen, da wir unsere eigene Esskultur weiter ausgebaut hätten und wertschätzen würden. Die Menschen haben vorher ja auch nicht nur Bratwurst gegessen und Bier getrunken.

Eine Kultur kann sich nur in ihr selbst wahrlich weiterentwickeln, alles andere ist Stagnation mehrerer Kulturen auf einem Fleck.
Wie soll sich die türkische Kultur hier weiterentwickeln ohne die Türkei? Diese Kultur ist nur aufgrund ihrer Herkunft so wie sie ist.

Das nennt man Nationalismus, jedem Volk sein Land, keine Überlegenheit, keine Aggression, friedliche Koexistenz der Völker ohne unnötige Vermischung.
Alles andere ist Nationalchauvinismus.

lisakey1986 Avatar
lisakey1986:#101805

Deutscher ist:

>Wessen Vorfahren vor 1949 (bei Gründung der GmbH) die deutsche Staatsbürgerschaft besaßen.

>Europäer und andere westliche Völker (VSA, Kanada, Australien,Neuseeland) die seit mindestens drei Generationen hier leben und gut Deutsch sprechen; Türken gelten nicht als Europäer, Zigeuner auch nicht und nicht europäische Einwanderer die sich in anderen europäischen Ländern die Staatsbürgerschaft erschlichen haben, ebenfalls nicht.

>Für nicht europäische Länder wie Japan oder Korea könnte man ein "ehrenhalber weiß" einführen wie es die Südafrikaner gemacht haben, für die würden dann die gleichen Bedingungen wie bei Europäern gelten.

https://en.wikipedia.org/wiki/Honorary_whites

Andere Völker wie Musel oder Neger, können grundsätzlich niemals Staatbürger werden.

keyuri85 Avatar
keyuri85:#101811

>Hey, ich hätte hier nen Definitionsversuch, was deutsch sein bedeutet als kleinsten Nenner:
Das ist ganz einfach: Wenn du fragen musst, was es bedeutet, Deutsch zu sein, dann bist du kein Deutscher.

remiallegre Avatar
remiallegre:#101822

>>101811
Ergibt Sinn. Bloß nichts zu hinterfragen ist schließlich die Deutsche Tugend Nr. 1.

chrisvanderkooi Avatar
chrisvanderkooi:#101823

>>101822

Andere Formulierung, meinerseits (bin nicht der Autor): Wenn deine Herkunft fragwürdig ist, dann bist du vermutlich nicht deutsch, warum überhaupt die *Frage*?
Der Regelfall sollte "deutsch" sein und fertig. Einwanderung ist unnötig, da können die Linken noch so sehr lügen, ich bin weiß und von deutschen Eltern geboren, also bin ich deutsch und du sicherlich auch also warum diese unsinnige Diskussion über Dinge, die in anderen Ländern selbstverständlich sind?

yassiryahya Avatar
yassiryahya:#101825

>>101823
>warum diese unsinnige Diskussion über Dinge, die in anderen Ländern selbstverständlich sind?
Sind sie eben nicht. Ius Sanguine ist vor allem eine europäische Geschichte, die mit dem Nationalismus aus dem 19. Jahrhundert eng verbunden ist. Die Frage, ob das dauerhaft so bleiben muss, ist völlig gerechtfertigt.

Die USA sind mit dem Ius Sole sicher nicht schlecht gefahren, und in der islamischen Welt geht's auch schon seit vielen Jahrhunderten praktisch nur mit einem Glaubensbekenntnis als gemeinsamer Grundlage.

davidsasda Avatar
davidsasda:#101826

>>101771
https://www.youtube.com/watch?v=BjqB-p3jj8Q

mbilderbach Avatar
mbilderbach:#101839

>>101825

>Die USA sind mit dem Ius Sole sicher nicht schlecht gefahren, und in der islamischen Welt geht's auch schon seit vielen Jahrhunderten praktisch nur mit einem Glaubensbekenntnis als gemeinsamer Grundlage.

USA haben auch viele Probleme mit Nichtweißen, oder?

>Sind sie eben nicht. Ius Sanguine ist vor allem eine europäische Geschichte, die mit dem Nationalismus aus dem 19. Jahrhundert eng verbunden ist. Die Frage, ob das dauerhaft so bleiben muss, ist völlig gerechtfertigt.

Ja, *europäische Geschichte, unsere Geschichte*.
Vorher waren die Gesellschaften deutlich rassenreiner, kleine Fürstentümer etc..
Nationalismus war nur ein Verbund dieser regionalen Identitäten, die auch schon vorher genetisch wie ethnisch sehr ähnlich waren.
Also warum ist diese Frage berechtigt?
Geh doch mal auf meinen Post

>>101797

ein, siehe Konfliktpotenzial. Warum *muss* man das hinnehmen? Warum ist diese Frage berechtigt?
Warum kann man nicht einfach Deutscher in Deutschland bleiben und gut ist? Hast du ein Problem mit deiner eigenen Identität oder warum willst du jeden oder überhaupt Fremde hier haben?
Ich habe mit meinesgleichen kein Problem und Fremde kann und will ich sogar gerne in der Fremde sehen.

Also ich will einfach, dass meine Kultur die größte Präsenz in meinem Land hat und das sehen viele Menschen so und daran ist nichts verwerflich.

falvarad Avatar
falvarad:#101840

>>101825
>in der islamischen Welt geht's auch schon seit vielen Jahrhunderten praktisch nur mit einem Glaubensbekenntnis als gemeinsamer Grundlage

HAHAHA OH WOW Bei den Museln gibt es keine gemeinsame Grundlage, sondern ausschliesslich die eigene Sippe, Naiv-Bernd.

adewaleolaore Avatar
adewaleolaore:#101842

>>101781
>Weil, solange plausible Richtlinien und Bedingungen bestehen, absolut nix dagegen spricht, dass jemand von einem Land in ein anderes zieht.

Du weisst aber doch, dass es hier nicht um individuelle Migration (z.B. Bernds Mutter kommt nach Deutschland um die Sprache zu lernen und heiratet Bernds Vater) in homöopathischen Dosen geht, nicht wahr? Die Migration ganzer Volksgruppen ist ein ganz anderes Kaliber und aus vielen Gründen problematisch.

darcystonge Avatar
darcystonge:#101852

Was ist mit Deutschen, welche die Gewaltenteilung nicht respektieren?
Bist du etwa ein gottverdammter Demokrat?