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Veröffentlicht am 2014-06-04 23:08:26 in /ph/

/ph/ 10609: Bernd, ich tue mir schwer mit abstrakten Konzepten. ...

chatyrko Avatar
chatyrko:#10609

Bernd, ich tue mir schwer mit abstrakten Konzepten.

Was ist Fortschritt?

Ich meine damit einerseits die so genannte Idee in der Aufklärung - also den Fortschritt als Geschichtskonzept; als auch den Fortschritt als verinnerlichter Kompass des modernen Menschen (bspw.: Marktwirtschaft ist vom Fortschritt/ Wachstum abhängig). Evolution und Fortschritt sind dem Menschen von heute so selbstverständlich, wie das religiöse Zyklendenken früher auch den Menschen und die Gesellschaft als Ganzes geformt hat.

zl;ng: war früher alles besser oder wird alles gut?

madebyvadim Avatar
madebyvadim:#10610

> zl;ng: war früher alles besser oder wird alles gut?

In welchem Kontext? Fortschritt ist wenn man voran kommt z.b in der Wissenschaft. Ob es gut oder nicht ist kann man so klar natürlich nicht sein, vielleicht waren die Menschen damals glücklicher, während uns die Technik und die Gesellschaft heute unglücklich macht, aber niemand würde wieder gerne so leben wie früher.
Früher gab es sicher nicht so viele depressive Menschen, aber vielleicht ist es auch Heute besser, immerhin haben wir alles.

samscouto Avatar
samscouto:#10611

>>10610
Naja , es geht ja zuerst Mal um eine Vorstellung davon, was Geschichte ist.
War die Welt einmal ein Paradies, das durch Verrohung der Menschheit immer fürchterlicher wird bis zum Kali Yuga oder Jüngsten Gericht, oder verbessern wir uns fortwährend und evolutionieren uns quasi zivilisatorisch zum Gottmenschentum?
Oder konnte es damals Fortschritt nur innerhalb einer Kultur geben, der sich darin wie die vier Jahreszeiten abspielt und mit dem Frühjahr (var.: nach dem Winter) als neue Zivilisation erblüht?

adewaleolaore Avatar
adewaleolaore:#10612

>>10611
Damals haben wir funktioniert, heute funktionieren wir. Die Erde war niemals ein Paradies, damals musste man ums Überleben kämpfen und der Fortschritt passiert kaum durch Evolution, da nichts selektiert wird, und die Zeit dafür zu gering ist.
Damals haben die Menschen lange gelebt, heute tun sie dies, und wie glücklich die Menschen damals waren kann ich nicht sagen, aber depressiv waren sie auf jeden Fall nicht im dem Ausmaß wie die Menschen es heute sind, denn Lustlosigkeit setzt sich nicht so gut durch in der Wildnis.
Wir sind halt Menschen, und halb angepasst an Wildnis und halb angepasst an eine Gesellschaft, und da es keinen Selektionsdruck gab sind wir nun auch nicht angepasst auf diesen Fortschritt, da dieser Fortschritt aber unser Überleben sichert geht es immer weiter, die Evolution kehrt nicht darum ob wir uns glücklich fühlen oder nicht, so lange wir funktionieren.
Aber guck dir z.b Japan an wo viele sehr depressiv sind, kaum Ficken, und viel Selbstmord begehen, ist wohl weniger etwas von der Evolution, und mehr ein Problem der Gesellschaft.

Habituation setzt ein, und vieles wird schnell langweilig, und irgendwann kommt der Stillstand.

Vor allem mit dem Internet, in dem man so viele Informationen bekommt wie man will, und es zur Sucht werden kann, man bekommt darin auch soziale Kontakte, und kann fappieren, Problem ist nur wenn es zur Sucht wird hört vieles anderes auf Spaß zu machen.

> oder verbessern wir uns fortwährend und evolutionieren uns quasi zivilisatorisch zum Gottmenschentum?
In welcher Hinsicht? Natürlich verbessern wir uns, werden immer toleranter, und immer mächtiger, aber ob wir auch immer glücklicher werden kann ich dir nicht sagen, ich bezweifle es.

Ich würde ja sagen vielleicht gehört dieser Zustand einfach dazu, und er hatte in der Evolution Vorteile, weshalb er nicht ausgelöst ist durch diese Zustände die wir Heute haben, da zu diesem Zustand aber oft Lustlosigkeit gehört bezweifle ich dies.

jffgrdnr Avatar
jffgrdnr:#10616

>>10612
Puh, ich hätte nicht fragen sollen..

ovall Avatar
ovall:#10618

>>10612
>Natürlich verbessern wir uns

Ach, ist das so? In Anbetracht unserer heutigen Moralstandards benimmt sich die Menschheit doch wohl eher schlimmer als frühere Menschen im Verhältnis zu früheren Moralsystemen.

xspirits Avatar
xspirits:#10620

>>10618
> In Anbetracht unserer heutigen Moralstandards benimmt sich die Menschheit doch wohl eher schlimmer als frühere Menschen im Verhältnis zu früheren Moralsystemen.

Dazu hätte ich gerne Quellen. Immer diese kantigen Misanthropen die glauben die Menschen werden immer schlimmer und schlimmer.

Die Gewalt geht immer weiter runter, Straftaten gehen immer weiter runter, so gut wie alles geht runter, also ja wir verbessern uns in dieser Hinsicht.

Und was soll diese dumme Frage? Selbst wenn wir uns nach heutigen Moralsystemen schlechter benehmen würden, so würden wir uns trotzdem besser benehmen als damals, was interessiert einen dann die Moral, wenn es funktioniert?

creartinc Avatar
creartinc:#10621

>>10620
Gut oder schlecht sind 'Werte', die einen Maßstab benötigen. Und eben dieser verändert sich regelmäßig.

Zu Kants Zeit galten Tiere noch ohne Wenn und Aber als Lebewesen OHNE moralischen Wert, da sie sich selbst, um mit Kant zu reden, keine Pflicht auferlegen können. Vor diesem Hintergrund ist der damalige Umgang mit Tieren doch wohl anders zu bewerten.

Es gibt längst genug Philosophen, die ein für alle Mal gezeigt haben, dass es keinen logischen Zusammenhang gibt, der obigen Schluss zulässt. Eine Ethik, die sich selbst im letzten Sinn als eudaimonistisch begreift (nüchtern gesehen sind sie das ALLE), muss Tieren einen Schutzwert zusprechen, da sie leiden können. Ist unser gegenwärtiger Umgang vor diesem Hintergrund nicht wesentlich empörender (Massentierhaltung sei nur als das offensichtlichste genannt)?

Und dass wir noch immer mit überwältigender Mehrheit zumindest indirekte Kriegstreiber wählen, lässt mich wirklich daran zweifeln, dass der Fortschritt allzu groß ist. Aber ich bleibe ohnehin dabei: "Besser" und "schlechter" sind relative Werte. Und unsere wesentlich feinere Moral lässt unsere Taten in einem bedauernswerten Licht erscheinen.

Auch: Was rede ich überhaupt mit einem, der "kantig" schreibt?

id835559 Avatar
id835559:#10622

>>10621
Noch ein Beispiel dafür, dass man tadelnswert und lobenswert relativ mit steigenden Fähigkeiten bemisst:

Niemand würde eine Fliege, die permanent dadurch nervt, dass sie einem ins Essen fliegen will, schlecht nennen.

Niemand würde dies bei einem Wellensittich tun, wenn er in den Teller flattert.

Tut ein Hund dies, schimpfen wir immerhin schon, ohne es ihm in einem moralischen Sinne anzukreiden.

Steckt ein nicht gerade notleidender Fremder seine Hand in dein Essen, um sich etwas wegzunehmen, wird man ihn sehr wohl als moralisch fragwürdig einstufen bzw. ihn einen schlechten Menschen nennen.

Und frage dich noch einmal, ob du Menschen nicht relativ zu ihrem Entwicklungsgrad bewerten willst.

smenov Avatar
smenov:#10623

>>10621
> Gut oder schlecht sind 'Werte', die einen Maßstab benötigen. Und eben dieser verändert sich regelmäßig.


Ok von diesem Standpunkt aus gesehen können wir alles über den Haufen werfen, und brauchen nicht mehr zu diskutieren, denn dabei kommt dann nur Geschwurbel raus, da Gut und Böse subjektiv sind.
Du erzählst hier nichts neues, aber von diesem Standpunkt aus gesehen hat dieser ganze Faden keinen Zweck, da schon die Frage lautet:

> zl;ng: war früher alles besser oder wird alles gut?

> Es gibt längst genug Philosophen, die ein für alle Mal gezeigt haben, dass es keinen logischen Zusammenhang gibt, der obigen Schluss zulässt.

Bitte was? Seine Aussage war was? Es sind Tiere ohne moralischen Wert, oder ohne Moral?
Und Bitte was haben Philosophen bewiesen? Bist du zufällig der Bernd aus dem letzten Faden, der genau in dieser Weise übers Sterben geredet hat?

Viel Geschreibsel um nichts.

> Ist unser gegenwärtiger Umgang vor diesem Hintergrund nicht wesentlich empörender (Massentierhaltung sei nur als das offensichtlichste genannt)?

Was soll diese dumme Frage? Es ist so oberflächig und einfach, ich verstehe dieses Schwarzweißdenken nicht.
Heute tötet man keine Schuchteln, damals hat man es getan. Also ist man heute moralischer. Ob es dann trotzdem viele Menschen gibt die sich nicht an die heutigen Regeln halten tut doch gar nichts zur Sache, vor allem da es heute viel mehr Regeln gab.
Dieses Brechen der Gesetze gehört zur menschlichen Natur.

Und zu deiner Massentierhaltungsfrage...was genau haben Philosophen da nun bewiesen?
Und selbst wenn, die Welt funktioniert nicht so einfach, es war keine Entscheidung wir nehmen uns jetzt Tiere und töten sie für Fleisch, es war ein schleichender Prozess mit der Motivation Geld, und wenn es dir um Moral geht, und nicht um die Taten die heute passieren, dann ist es moralisch nicht ganz so schlimm, da die Menschen all dies nicht einmal mitbekommen haben, und es für sie normalisiert wurde.
Genau so wie ein Soldat der im Krieg jemanden tötet in den Augen der meisten nicht so schlimm ist wie ein Mörder, obwohl die Ergebnisse gleich sind.

Aber ich verstehe deine Aussage nicht, was willst du sagen? Es gab keinen Fortschritt und wir sind heute schlimmer?
Von mir aus, können kantige Jugendliche gerne so sehen, ist immerhin subjektiv.

m4rio Avatar
m4rio:#10624

>>10623
Meine Güte, das tut langsam schon beim Lesen weh.

>Ok von diesem Standpunkt aus gesehen können wir alles über den Haufen werfen, und brauchen nicht mehr zu diskutieren, denn dabei kommt dann nur Geschwurbel raus, da Gut und Böse subjektiv sind.

Stimmt schlicht nicht. Nur weil etwas nicht für alle Zeit in Stein gemeißelt ist, heißt das nicht, dass man sich nicht AUF ZEIT auf Standpunkte festlegen könnte oder, wie Nietzsche meint, sogar muss, da es gar nicht anders geht.

Was du hier vertrittst, ist letztlich nichts Anderes als radikalste, hohle Dogmatik. Hohl, weil du keinen intersubjektiv vermittelbaren, konsistenten Maßstab vorlegen kannst. Daran sind alle Ethiken mit so einem Anspruch gescheitert.

>Bitte was? Seine Aussage war was? Es sind Tiere ohne moralischen Wert, oder ohne Moral?

Du scheinst vor lauter Schaum vorm Mund schon das Denken verlernt zu haben.

Kant sprach Tieren eine Schutzwert ab, weil sie sich keine Pflicht auferlegen können. Stand schon da. Und nun liest du das nochmal - oder denkst nochmal nach. Ansonsten sei dir dringend wenigstens die Lektüre des fünften Bandes von Nelsons gesammelten Schriften empfohlen.

>Es ist so oberflächig und einfach, ich verstehe dieses Schwarzweißdenken nicht.

>will EINEN Maßstab für die Ethik haben
>hält andere für simpel

Wow.

(das weitere Gestammel überspringend)

>Aber ich verstehe deine Aussage nicht, was willst du sagen? Es gab keinen Fortschritt und wir sind heute schlimmer?

OP fragte, was Fortschritt ist. - Und blieb dabei so allgemein, dass auch die Frage, ob es einen moralischen Fortschritt gebe, dazugehört. Ich habe zu dem hier Geäußerten lediglich eine Gegenposition formuliert. Wo ist also dein Problem?

>Von mir aus, können kantige Jugendliche gerne so sehen, ist immerhin subjektiv.

Zitiert für königliche Dummheit.

subtik Avatar
subtik:#10625

>>10624
> wie Nietzsche meint
> Wie Nietzsche sagt

Nietzsche ist tot.

> Stimmt schlicht nicht.

Du hast doch damit angefangen, mit deinem Geschwurbel.

> Kant sprach Tieren eine Schutzwert ab, weil sie sich keine Pflicht auferlegen können.

Wo ist dann dein Problem wenn er als Begründung für X Y nimmt? Wie zum Fick können Philosophen da dann irgendetwas beweisen?
Was soll dieser Esoterikmist?

>will EINEN Maßstab für die Ethik haben

Ach du meine Güte, toller Strohmann.

> Zitiert für königliche Dummheit.


Uhh, hast mich dumm genannt, zu kantig für mich.Bist sicher einer von diesen Spinnern der Menschen hasst, und Tiere ganz toll findet, um die 21 ist, und gerne Bio isst, immerhin ist dies gesünder.

sgaurav_baghel Avatar
sgaurav_baghel:#10626

>>10625
Na bitte, kommst ja langsam aus dem Schafsfell. Wurde Zeit.

Ich erinnere dich übrigens nur allzu gerne daran, dass ich nirgends von einem Beweis sprach. Das ist dein Strohmann. Ich habe nur gesagt, dass sich zeigen lässt, dass der Schluss unzulässig ist. Gerade du als Feind der Subjektivität solltest doch ein bisschen was von der Logik halten.

Ich fasse deinen Standpunkt mal zusammen:


>Subjektivität is fol pöse
>es ist nicht alles relativ, es gibt fol die Wahait

Nun widerlege uns doch 1. mal die Aussage, dass Moral relativ ist - und zwar nicht nur durch moralische Empörung - und zeige uns 2., auf welches Fundament du bitte deine ethische Vorstellung stützt. Inhaltlich kam von dir da bisher reichlich wenig.

>.Bist sicher einer von diesen Spinnern der Menschen hasst, und Tiere ganz toll findet, um die 21 ist, und gerne Bio isst, immerhin ist dies gesünder.

Wieder zitiert für königliche Dummheit.




Da du ja hier der König der O

nerrsoft Avatar
nerrsoft:#10627

>>10626
Da du ja hier der König der O

Fixiert. Blieb unbemerkt stehen.

okcoker Avatar
okcoker:#10628

>>10626
>Subjektivität is fol pöse

Wat?

>es ist nicht alles relativ, es gibt fol die Wahait

Wat? Du redest von Themen die man schon im ersten Semester Philosophie hat, du weißt schon du erzählst hier nichts neues, und davon ab, erzählst du auch sonst nichts.

Jeder weiß es gibt keine Wahrheit, Gut und Böse sind relativ, und so weiter, warum spielst du dich hier so auf?

> Nun widerlege uns doch 1. mal die Aussage, dass Moral relativ ist - und zwar nicht nur durch moralische Empörung - und zeige uns 2., auf welches Fundament du bitte deine ethische Vorstellung stützt. Inhaltlich kam von dir da bisher reichlich wenig.
> Uns

Ist dies dieser Isidor? Versucht er immer anderen Menschen etwas beizubringen, was eigentlich jeder weiß?

> Wieder zitiert für königliche Dummheit.

Ach Isidor, du gehst gerade wieder wie im letzten Faden fol verzögert, und dann am Ende wunderst du dich warum dich alle Dummkopf nennen.

albertaugustin Avatar
albertaugustin:#10629

>>10628
Isidor wurde hier noch nie beleidigend. Dir ist schon klar, dass du dich hier gerade maßlos blamierst?

DU hast DICH hier über den moralischen Subjektivismus empört. Daher wird man doch wohl annehmen dürfen, dass du GUTE Gründe hast, dies zu tun. Ich warte/wir warten noch immer darauf, diese lesen zu können.

michigangraham Avatar
michigangraham:#10630

>>10629
So wie du schreibst bist du sogar ganz bestimmt er.

bassamology Avatar
bassamology:#10631

>>10629
> DU hast DICH hier über den moralischen Subjektivismus empört.

Es ist subjektiv, Gut und Böse sind relativ, und abhängig wie sie aufgenommen werden.
In diesem Fall sind es nun mal die Menschen, die ihre bestimmte Verhaltensweise und Triebe durch die Evolution geformt bekommen haben, und aus denen sich so langsam eine Moral gebildet hat.

Dies kann bei irgendwelchen Aliens wieder ganz anders sein, z.b verbrennen diese vielleicht ihre Eltern so bald diese keine Nutzen mehr für sie haben....nur was genau tut dies zur Sache?
Gut und Böse sind relativ, Moral ist subjektiv, und du willst nun was?
Du erzählst hier was, was jeder von uns hier schon tausend mal durchgekaut hat, und mit dem Thema hat es auch gar nichts zu tun.

Vor allem hast du angefangen mit: Schlimmer

> Ach, ist das so? In Anbetracht unserer heutigen Moralstandards benimmt sich die Menschheit doch wohl eher schlimmer als frühere Menschen im Verhältnis zu früheren Moralsystemen.

Dazu gerne noch Statistiken. Haben sich die Menschen früher im Durchschnitt häufiger an die Moralvorstellungen ihrer Zeit gehalten?

bighanddesign Avatar
bighanddesign:#10632

>>10630
Und wieder keine sachbezogene Reaktion.

Würde ein Mod bitte bestätigen, dass meine IP aus einem ganz anderen Bereich kommt? Du musst ziemlich neu sein, wenn du meinen Schreibstil Isidor zuordnest.

joshclark17 Avatar
joshclark17:#10633

>>10631
>Ok von diesem Standpunkt aus gesehen können wir alles über den Haufen werfen, und brauchen nicht mehr zu diskutieren, denn dabei kommt dann nur Geschwurbel raus, da Gut und Böse subjektiv sind.

Deine Worte. Daher: Noch immer auf eine Rechtfertigung dieser Empörung wartend.

Zum Rest: Du redest an der Sache vorbei.

strikewan Avatar
strikewan:#10634

>>10632
> Du musst ziemlich neu sein, wenn du meinen Schreibstil Isidor zuordnest.

Meine Güte, es wird lächerlich. Vor allem wie du über "Isidor" redest, natürlich bist du er. Immer wenn du mett wirst lässt du die Namensschuchtelei sein, und mettest hier rum.
Und ich bin mir ziemlich sicher du bist der Typ aus dem letzten Faden, oder nicht?
Da können die Mods ja gerne mal prüfen.

>>10633
> Deine Worte. Daher: Noch immer auf eine Rechtfertigung dieser Empörung wartend.

Ja es sind meine Worte, was willst du nun hören? Von diesem Standpunkt aus gesehen lohnt sich diskutieren nicht, da ja eh alles subjektiv ist, und wer weiß, vielleicht sind wir ja auch gar nicht real, also gar nicht erst diskutieren.

Wir können aber über Moral so diskutieren wie wir sie empfinden, warum wir sie für richtig halten, und warum sie besser und nicht schlechter geworden ist über die letzten Jahre, da der Mensch dankt Evolution eben sehr einheitlich ist, und man mit Menschenverstand da ziemlich weit kommt.
Sicher ist alles dann immer noch relativ, aber so lange eine Schuchtel sich hier nicht aufspielt und dies dauernd erwähnen muss ist doch alles gut.

> Deine Worte. Daher: Noch immer auf eine Rechtfertigung dieser Empörung wartend.

Wieso eine Rechtfertigung, für den Mist den du hier schreibst? Du hast hier angefangen mit dem Mist von alles ist subjektiv, und so weiter.

Ach Isidor.

husamyousf Avatar
husamyousf:#10636

>>10634
Bist du Flachkopf jetzt langsam mal fertig?

Einerseits hältst du es für eine Selbstverständlichkeit, dass alles subjektiv bzw. relativ ist, andererseits regst du dich wahnsinnig darüber auf, wenn man es nur wagt, eben das anzusprechen. ("Du hast hier angefangen mit dem Mist von alles ist subjektiv, und so weiter.")Was soll der Unfug? Es passt vorn und hinten nicht zusammen.

Bisher beschränkst du dich einzig und allein darauf, irgendwelche einzelnen Verbesserungen für Zeichen schlechthin zu erklären, als wären Verschlechterungen schlicht nonexistent. Einen Grund dafür, warum man trotz der von dir großzügig eingeräumten Relativität keinen relativen Maßstab anlegen darf, hast du bisher auch nicht geliefert. So wie du allgemein nur gepöbelt, aber keine Einwände geliefert hast.

>Wir können aber über Moral so diskutieren wie wir sie empfinden, warum wir sie für richtig halten, und warum sie besser und nicht schlechter geworden ist
>warum sie besser und nicht schlechter geworden ist

Aber da das dein a priori zu sein scheint, erwarte ich in Anbetracht deiner bisherigen Beiträge ohnehin nichts Gehaltvolles.

oskamaya Avatar
oskamaya:#10637

>>10636
Geh wo anders Leute nerven, der Faden war gut bis du genervt hast.

shesgared Avatar
shesgared:#10640

>>10637
Bitte was? Ich habe eine Frage gestellt und einen eigenen Ansatz vorgeschlagen. Ist auf /ph/ natürlich komplett illegitim.

aluisio_azevedo Avatar
aluisio_azevedo:#10641

>>10640
> Ach, ist das so? In Anbetracht unserer heutigen Moralstandards benimmt sich die Menschheit doch wohl eher schlimmer als frühere Menschen im Verhältnis zu früheren Moralsystemen.


Tolle Frage.

oscarowusu Avatar
oscarowusu:#10642

>>10641
Es wurde allgemein behauptet, dass sich die Menschheit 'verbessert', oder? Da wird man doch wohl bitte fragen dürfen, ob das wirklich so ist. Und gerade dann, wenn eine Begründung der Nachfrage wollte. Stell dich nicht so dusselig.

xspirits Avatar
xspirits:#10643

>>10642
>wollte.

Sollte folgte werden. Sitze gerade an einer etwas ausführlicheren Darstellung.

mugukamil Avatar
mugukamil:#10644

>>10642
> Es wurde allgemein behauptet, dass sich die Menschheit 'verbessert', oder?

In welcher Hinsicht? Der Mensch an sich verbessert sich nicht großartig, aber seine Ansichten erleben einen Fortschritt, ob diese aber gut oder schlecht, oder eben besser sind ist wie schon in meiner Postierung gesagt fraglich.

> Da wird man doch wohl bitte fragen dürfen, ob das wirklich so ist.

Kannst du gerne machen.

mylesb Avatar
mylesb:#10645

>>10640
So, Gedanken nicht mehr woanders.

Da die Diskussion mit einem gewissen Bernd hier ohnehin keinen Sinn hat, mal der Versuch, nochmal klarzustellen, um was es mir geht und ging.

Die allgemeine Frage nach 'einem' Fortschritt verlangt zunächst wenigstens eine Präzisierung, da Fortschritt nicht nur mindestens 2 Vergleichspunkte (vorher - nachher; früher - gegenwärtig etc.) benötigt, sondern auch einen 'Gegenstand' zur Beurteilung der Entwicklung braucht. Geht es lediglich um einen rein technischen Fortschritt, wird niemand leugnen, dass sich ziemlich objektiv ein Fortschritt zeigen lässt.

Deutlich problematischer wird es, wenn es um die Frage des moralischen Fortschrittes geht.

Man kann nun freilich die offenkundigen Verbesserungen aufzählen (Rückgang oder gänzliches Verschwinden der Kinderprostitution, der Häufigkeit von Leibeigenschaften etc.). Aber ist's damit erledigt? Wissen wir nicht heute mehr, ohne daraus die Konsequenzen zu ziehen? Allein durch die Medien bekommen wir heute wesentlich mehr weltweites Elend mit. Helfen wir, wie es uns möglich wäre? Die Anzahl der jährlich sinnlos in Tierversuchen getöteten Tiere steigt unaufhörlich, obwohl wir wissen, dass nur 0,2% aller Studien am Ende einen medizinischen Nutzen hervorbringen. Was früher die Freakshow vor 100 Leuten war, findet heute im Fernsehen vor einem Millionenpublikum statt. Konnte man früher aus Geldgier mit dringend benötigten Lebensmitteln Spekulationen betreiben? Hat man früher aus Markenschutzrechten jedes Jahr tausende Tonnen gute Kleidung vernichtet, die viele Menschen so dringend bräuchten? War es der frühere oder der moderne Mensch, der die schlimmsten Kriege hervorbrachte und die Annihilation des ganzen Planeten ermöglichte? Schadet der moderne Mensch der Natur mehr oder der längst vergangene? Ist im Zeitalter von Drohnen und Angriffen per Knopfdruck nicht diejenige Hürde genommen, die noch am ehesten Mitleid wecken kann: der Blick in das Gesicht seines Gegenübers? Hat nicht erst die moderne Kommunikationstechnik Betrug in nie gekanntem Ausmaß ermöglicht? Die heute wesentlich üblere Behandlung von Tieren (aufgrund der Masse) habe ich schon erwähnt.

Wie dem auch sei ... Das von mir weiter oben gebrachte Beispiel zeigt ohnehin deutlich genug, dass wir der moralischen Beurteilung immer einen den Möglichkeiten und Fähigkeiten angepassten Maßstab zu Grunde legen. Mit einem bloßen Vergleich allein ist es noch nicht getan, obwohl der schon zeigt, dass es mit 3-4 positiven Beispielen nicht getan ist (vor allem deswegen nicht, da viele Untaten heute weitaus subtiler stattfinden können). Die Frage, wie gut oder schlecht die Menschheit aus moralischer Perspektive zu betrachten ist, wird also von ihren Bedingungen abhängen müssen. So wenig wie ich von einem Kind dasselbe wie von einem Erwachsenen erwarte (selbst unser Strafrecht spiegelt dies wider!), so wenig kann ich auch von Menschen erwarten, dass sie ohne ein Problembewusstsein dasselbe Verhalten an den Tag legen. Freilich wird man beispielsweise sagen können, dass kulturell/religiös bedingte Frauenmisshandlung schrecklich ist, aber man sollte darüber nicht vergessen, dass die eigenen Verhaltensweisen ebenso sichtlich von Bedingungen abhängen, die unter anderen Bedingungen hochgradig verwerflich sein könn(t)en. Ein schönes Beispiel ist die gegenwärtige Verschwendung unserer Ressourcen.

Ich wage daher zu behaupten, dass man unter den gegenwärtigen Umständen moralische Fehlleistungen deutlich strenger bewerten muss. Einen Mann, der aus Hungersnot ein Brot unbezahlt einsteckt, wird man weniger streng beurteilen als einen Mann, der reich ist und dies aus bloßem Nervenkitzel tut. – Unsere Gesellschaft ist satt, in der Regel überversorgt und verfügt zumindest in potentia über ein deutlich feineres Moralgefüge. Was wir im Verhältnis daraus machen, lässt sich zwar nicht mit mathematischer Genauigkeit mit früheren Zuständen vergleichen, allerdings wird man wohl auch zugestehen können, dass es zu kurz gedacht ist, einfach pauschal von einer stetigen, sich logisch ergebenden Verbesserung zu sprechen. Auf jeden Menschen kommen heute mehrere Tonnen Sprengstoff. Wir sind maximal schlecht gezähmte, stets angriffsbereite Kampfhunde.

aiiaiiaii Avatar
aiiaiiaii:#10646

>>10644
>Natürlich verbessern wir uns [gefolgt von Beispielen]
>warum sie besser und nicht schlechter geworden ist über die letzten Jahre

Reicht das nicht an Pauschalaussagen?

350d Avatar
350d:#10656

>>10646
> >warum sie besser und nicht schlechter geworden ist über die letzten Jahre

Wer sie?

mauriolg Avatar
mauriolg:#10657

>>10645
So viel Gutmenschenmüll.

> (Rückgang oder gänzliches Verschwinden der Kinderprostitution, der Häufigkeit von Leibeigenschaften etc.)

Da nun ja alles subjektiv ist, warum ist dies gut? Was verbessert sich da? Verschlechtert es sich nicht eher für mich, wenn ich dies haben will?

tube_man Avatar
tube_man:#10658

>>10656
>Wer sie?

Das musst du schon den zitierten Bernd, nicht mich, fragen.

>Gutmenschen

Diskussion mit dir somit endgültig beendet. Verpiss dich nach /rvss/.

arashmanteghi Avatar
arashmanteghi:#10659

>>10658
Da gab es nie eine Diskussion, nur eine Schuchtel die versucht hat kluge Texte zu schreiben ohne viel Inhalt.

antonyryndya Avatar
antonyryndya:#10660

Es passieren weniger Dinge die andere Verletzen, die diskriminieren, die nach heutigem Standpunkt als schlecht angesehen werden.
Aber natürlich, früher haben Menschen schlechte Dinge getan aber geglaubt es sei richtig, und auch Heute tun sie dies auch noch, und würden heute mehr Menschen schlechte Dinge tun und wissen es ist schlecht, so würde ich nicht kehren, wenn es insgesamt weniger schlechte Dinge gibt.
Aber dieser Satz:
> Ach, ist das so? In Anbetracht unserer heutigen Moralstandards benimmt sich die Menschheit doch wohl eher schlimmer als frühere Menschen im Verhältnis zu früheren Moralsystemen.

Kann so nicht stimmen, denn auch heute reden sich die Leute die falsches tun meist ein sie tun etwas was richtig ist.
Bei den Nazis dachte niemand es sei falsch, und heute denken Moslems die jemanden enthaupten nicht es sei falsch.

anhskohbo Avatar
anhskohbo:#10662

[-]

sawalazar Avatar
sawalazar:#10663

>An Fortschritt glauben

strikewan Avatar
strikewan:#10664

Der Mensch ist ein unglückliches Tier, und die Habituation setzt schnell ein.
Wir sind hier nicht in unserem natürlichen Lebensraum, auch haben wir uns nicht angepasst an diesen.
Aber es funktioniert.

>>10663
Also bitte.

nelshd Avatar
nelshd:#10974

Woher kommt denn diese lineare Betrachtung eigentlich? Wann und wieso hat sie die Betrachtung Allem als Kreislauf abgelöst?

ggavrilo Avatar
ggavrilo:#10987

>>10974
Na ja, es gibt solche und solche Arten von Entwicklung. Technologischer Fortschritt etwa ist seit dem Mittelalter zumindest in Westeuropa recht linear verlaufen - und ich denke dieser Fortschritt ist auch der erste, der in den Sinn kommt, wenn das Wort fällt. (Vielleicht noch der Fortschritt eines Ladebalkens ...)

Eigentlich würde ich dafür plädieren den Begriff für gar nichts anderes zu verwenden; die Geschichte ist voller Entwicklungen. "Fortschritt" ist gleich so ein wertender Begriff, der impliziert, es könne eine Vervollständigung geben.

anass_hassouni Avatar
anass_hassouni:#11006

fortschritt ist Evolution

tjisousa Avatar
tjisousa:#11031

>>11006
Unsinn.