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Veröffentlicht am 2015-07-01 00:53:54 in /ph/

/ph/ 12330: Das Streben nach Glück

bobwassermann Avatar
bobwassermann:#12330

Wir reden hier über das Streben nach Glück, und warum so viele daran scheitern.

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kinday:#12332

Zu viele machen ihr Glück von äußeren Zuständen abhängig und ruinieren sich ihren Tag auf sehr hohem Niveau. Wer verhungert und unglücklich ist - ok. Wer kein neues Smartphone hat und unglücklich ist - oh weh.

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funwatercat:#12333

>>12330
Scheitern so viele daran? In Deutschland ist das Ganze doch noch 'relativ' ok. (Bild relatiert.)

Ich kenne in meinem Freundeskreis nur einen, der wahrscheinlich unglücklich ist. Er hat extreme Selbstzweifel, abgebrochenes Studium, arbeitslos bzw. irgendwelche Minijobs. Gleichzeitig geradezu unfassbar gebildet, man muss so eine Art Trampelpfad nehmen, wenn man durch seine Zimmer will, weil rundherum alles mit Büchern voll ist. Schwer zu sagen, warum der jetzt so einen unglücklichen Eindruck macht. Wahrscheinlich enttäuschte Erwartungen und die Unfähigkeit, sein Ideal loszulassen.

Und natürlich Angst, in den Augen der Gesellschaft versagt zu haben. Krankheit, Arbeitslosigkeit und verweigerte Anerkennung kann man m. M. gelten lassen. Unfreiwilliges Zölibat kann man meiner Meinung unter verweigerte Anerkennung zählen. Ansonsten gilt jedenfalls >>12332 .

uxdiogenes Avatar
uxdiogenes:#12334

Gemeinhin glaubt man, um glücklich zu sein, muss man etwas leisten. Nicht nötig: man muss sich nur geistig von den Anforderungen der Umwelt unabhängig machen. Wir vergleichen uns mit anderen, und obwohl wir haben, was wir brauchen, lautet das Gebot der Gesellschaft, man müsse mehr haben und können als die anderen, um das Recht auf Glück zu erhalten.
Nichts liegt den Tatsachen weiter entfernt. Wie du dich fühlst, ist ein Ergebnis dessen, wie du dein Leben betrachtest. Ohne dass es einem bewusst wäre, bewerten wir unser Leben nach den Maßstäben der Personen, die uns erzogen und beeinflusst haben. Vater, Mutter, Lehrer, Freunde, sie und ihre Werte sind Teil deines Über-Ich, dein Überich ist dein gesellschaftliches oder moralisches Bewusstsein.
Es kommt aber oft vor, dass wir unglücklich sind und nicht wissen, warum. Die Ursache dafür ist nicht in äusseren Geschehnissen zu suchen. Deine Traurigkeit stammt daher, dass du es allen recht machen willst. Du glaubst, du hättest hohe Anforderungen, doch in Wirklichkeit sind diese Anforderung nicht deine, sondern die deines Über-ich.
All dein Unglück stammt daher, dass du deine Wünsche mit den Wünschen anderer verwechselst, die aus dir sprechen.
Du bist depressiv, weil dir deine Beschäftigung nicht gefällt? Wer sagt dir, dass du diese Beschäftigung tun musst? Wenn es dein eigener Wunsch wäre und deine eigene Überzegung, so würdest du nicht an dir zweifeln.
Unglücklich wird man, wenn man vor lauter Anforderungen an sich vergessen hat, zu wissen, was man selber tun möchte. Du wurdest seit frühster Kindheit mit Vorstellungen konfrontiert, denen du nicht entsprechen kannst oder willst und längst glaubst du, dies seien deine ganz eigenen Gedanken. Falsch. Der Mensch an und für sich ist sehr wohl fähig, selbst durch den bescheidensten Lebenswandel höchst zufrieden zu sein - wenn er nur nach und nach einsieht, dass 95% aller Wünsche, Bedürfnisse und Anforderungen an sich nicht seine eigenen sind und er folglich in keiner Weise dazu verpflichtet ist, sein Leben nach den Werten Anderer zu leben.

iamgarth Avatar
iamgarth:#12335

>>12333
Jupp, es ist die Gesellschaft im eigenen Kopf, das gesellschaftliche Gewissen, das den Menschen quält und nicht zur Ruhe kommen lassen will. Warum sollte man auf etwas hören, das nur Unglück und Depression zur Folge hat? Der Mensch selbst ist nicht dazu geboren, sich zu hassen oder gar Selbstmord zu begehen - dies sind die Folgen davon, wenn man die gesellschaftlichen Anforderungen für unumgänglich begreift. Doch das sind sie nicht: ein Mensch wird für sein Betragen gerügt und gerät in eine tiefe Krise, ein anderer in der selben Situation lacht darüber und gibt keinen Fick.
Grundsätzlich geben unglückliche Menschen viel zu viele Ficks. Was kümmert es dich, kein GF zu haben? Du bist ein vollständiger Mensch, und wenn eine Stimme in deinem Kopf dir etwas anderes erzählt, lach drüber, es ist nicht dein Gedanke sondern der einer angstzerfressenen Gesellschaft, die es nicht besser weiß.
Betrachte die Gedanken, die dich runterziehen, dann wird dir auffallen, dass diese nicht von dir stammen, sondern unbewusst angesammelter Gedankenballast sind, den du abwerfen oder ignorieren kannst. Die Leute werden dich mit Anerkennung überschütten, wenn du durchscheinen lässt, dass du vor nichts Angst hast. Das Gute: wenn du nicht mehr auf die jammernde grübelnde Stimme in dir hörst, wirst du auch keine Anerkennung von außen mehr benötigen, denn durch diesen Prozess der Relativierung von gesellschaftlichen Werten wertest du dich selbst auf - du erlangst das Gefühl für deinen ursprünglichen Wert zurück, das ist so eine Art natürliches Koksgefühl: Selbstvertrauen ohne Schnee im Bart.

jqueryalmeida Avatar
jqueryalmeida:#12339

Nun, Glück ist ja eigentlich nur Mittel zum Zweck. Eine körpereigene Droge als Teil des Belohnungssystems. Evolutionär gesehen hat es keinen Sinn, wenn Menschen andauernd glücklich sind. Es ist das Zuckerbrot für besondere Anlässe.
Gehirn: Du hast eine neue Familie gegründet? Fein gemacht, ich schmeiss eine Runde Glückshormone. Du hast deiner Familie eine sichere Umgebung gewährleistet und kannst mit deiner Liebsten jetzt den Sonnenuntergang geniessen? Endorphinparty!

Das ist die Ausgangssituation. Nun sind wir als aufgeklärte Menschen der ersten Welt aber nicht dazu verpflichtet, uns als Bioroboter unserer Programmierung zu beugen. Bemerkenswert auf dem Gebiet Glückssuche war für mich Josef Kirschner, der Glücklichsein als Lebensziel für sich deklariert hat und konsequent danach gesucht hat. Konsequent heisst eben nicht automatisch Geld und Bitches, bäm glücklich. Konsequent heisst, jeden Tag zu sondieren und sich ehrlich zu beantwoten ob das was man macht, das was man besitzt, das was man ist, einen eher glücklich oder unglücklich macht. Und dann Strategien und Verhaltensweisen zu lernen, die einen glücklich machen. Als "Nebenprodukt" kam er auf überraschend schlüssige Gedanken zum Thema Egoismus, Überfluss, Manipulation, etc. Obwohl 70er-Jahre-Material, immer noch aktuell und lesenswert, aber nur die ersten Bücher, nicht die Aüfgüsse. Kostet ´n Eurofuffzich bei Amazon und kann Leben ändern.

http://www.amazon.de/Die-Kunst-ein-Egoist-sein/dp/3868201424

http://www.amazon.de/Hilf-selbst-sonst-hilft-keiner/dp/3868201521

http://www.amazon.de/Kunst-ohne-%C3%9Cberfluss-gl%C3%BCcklich-leben/dp/3868824812

http://www.amazon.de/Manipulieren-erfolgreiche-Strategien-Menschen-Einfluss/dp/3868201416

adriancogliano Avatar
adriancogliano:#12340

Wir sind nicht auf der Welt um glücklich zu sein, sondern um unsere Pflicht zu erledigen.

llun Avatar
llun:#12341

>>12340
Was ist die Pflicht des Menschen? Komm jetzt nicht mit "die Natur des Menschen ist es, sich fortzupflanzen". Der Mensch ist zu nichts verpflichtet.

aadesh Avatar
aadesh:#12342

>>12341
Er ist nicht einmal dazu verpflichtet, seinem Willen nachzugeben. Er kann sich allem enthalten.

irsouza Avatar
irsouza:#12344

>>12341
Keine Ahnung, frag Bismarck, von dem stammt das Zitat. Mich baut es manchmal auf, denn glücklich bin ich fast nie, aber meine Pflicht tue ich fast immer.

Hier ist die Pflicht gegenüber dem Vaterland gemeint.

jamesmbickerton Avatar
jamesmbickerton:#12345

Und jetzt zieht euch das mal rein: Man kann das Glück nicht direkt erstreben. Das wäre eine performative Paradoxie - vergleichbar mit: "Streng dich an, entspannt zu sein!" Mit ein Grund, warum viele Menschen im Schmutz neben dem steinigen Pfad der Glückssuche verenden, ohne auch nur einen Blick auf ihr Ziel erhascht zu haben.

Wie der Heilige Gral kann Glück nur indirekt bzw. 'zufällig' gefunden werden, nicht aber planhaft. Bezeichnenderweise liegt der deutsche Wortursprung von Glück im mhd. 'gelucke', was soviel wie positives Schicksal/Zufall heißt. Zufall?

Ich denke nein. Obwohl das Glück nicht direkt herbeigeleitet werden kann, können die Möglichkeitsbedingungen für Glück durchaus herbeigeführt werden. Ignorance is bliss? Hier nicht!

Verdeutlicht euch immer: Glück ist sozusagen ein Abfallprodukt von 'Sinn'. Beschäftige dich mit Dingen, die du für sinnvoll hältst und es ist nicht unwahrscheinlich, dass dabei Glück entsteht.

Doch was ist mit dem Glück, wenn man bei 35 Grad ein optimal gekühltes Bier trinkt? Das ist doch ziemlich hervorsehbar, dass mich das glücklich macht und gar nicht so zufällig, oder? Rrrischdiiisch, deswegen unterscheiden wir zwischen Zufallglück und 'Wohlfühlglück'.

tube_man Avatar
tube_man:#12346

>>12345
Proofs?

mikaeljorhult Avatar
mikaeljorhult:#12347

>>12346
Introspektion.

remiallegre Avatar
remiallegre:#12348

>>12345
> Verdeutlicht euch immer: Glück ist sozusagen ein Abfallprodukt von 'Sinn'. Beschäftige dich mit Dingen, die du für sinnvoll hältst und es ist nicht unwahrscheinlich, dass dabei Glück entsteht.

Diese Form von Glück basiert doch auf Ignoranz. Die meisten Fälle, in denen man Dinge tut, weil man sie für sinnvoll hält, hat man nie in einer ruhigen Minute betrachtet. Man lebt so vor sich hin als Mann, fühlt sich hingezogen zu Frauen und bekommt welche ins Bett. Dann sagt er: "das muss sinnvoll sein, denn dabei springt Glück für mich herum. Ist ja klar, es ist ja meine Bestimmung, mich fortzupflanzen und mein Körper belohnt mich dafür."
Ähnlich ist es mit Arbeit: "Hier kann ich meine Fähigkeiten einsetzen für einen größeren Zweck" - in den meisten Fällen arbeitet man für ein entbehrliches Produkt und der empfundene Sinn ist nur imaginär.
Wenn der Mensch sich in einer stillen Minute gründlich selbst betrachtet, sieht er, dass er gerade zu nichts bestimmt ist. Seine Triebe, Wünsche und Gelüste haben nur solange Macht über ihn (sie haben Macht, weil die Erfüllung derselben den Menschen belohnt - insofern ist er genauso kluk wie ein Hund oder eine Ratte im Labor), wie er sie sich nicht bewußt werden lässt. Wenn ihm die Ursachen für seine Gedanken, Gelüste und Handlungen klar werden, verschwindet der Zwang, ihnen zu erliegen. Dass er wider besseres Wissen sich dann doch ihnen hingiebt, ist Ergebnis von Bequemlichkeit, denn angepaßt zu sein erscheint letztlich besser, weil man so die Annehmlichkeiten der Gesellschaft nutzen kann, ganz egal, ob es erfüllt oder nicht. Das ist die Mentalität der Dekadenz, man konsumiert ohne Grund, es geschieht einfach, es ändert nichts, weil der Geist die Illusion längst entschleiert hat, aber er sich nicht die Mühe machen will, der erste in seinem Umfeld zu sein und die Maske der Unwissenheit fallen zu lassen.
Sinn ist höchst relativ, und ein einmal gefundener Sinn kann leicht verworfen oder dekonstruiert werden. Glück wie es der alltägliche Mensch kennt, ist flüchtig und seine Anstrengungen laufen ins Leere, weil er vor sich selbst flüchtet, dabei wäre die Erkenntnis seiner selbst die Lösung seines Problems.

linux29 Avatar
linux29:#12350

>>12347
Nicht besser als Esoteriker.

sunshinedgirl Avatar
sunshinedgirl:#12351

>>12348
Ich stimme dir zu und sehe keinen Widerspruch zu meinem Pfosten. Der ignorante Sinn ist natürlich eine Schwundstufe des Sinns. Der Sinn vor der Emanzipation sozusagen.

>>12349
Die ganze Subjektphilosophie ist introspektiv Berndi. Und 'Sinn' und 'Glück' sind eben sehr subjektive Angelegenheiten. Du kannst auch zu sehr interessanten empirischen Urteilen über diese Gegenstände kommen - aber erst, nachdem du sie (subjektphilosophisch) bestimmt hast.

ajaxy_ru Avatar
ajaxy_ru:#12353

>>12351
Ergänzung. Vielleicht müsste man sagen phänomenologisch. Introspektiv ist ja nur auf den eigenen Geist gerichtet, aber das ist natürlich immer auch mit Beobachtungen der (sozialen) Außenwelt verstrickt.

marciotoledo Avatar
marciotoledo:#12354

Weil viele die dritte Stufe schon nicht erreichen.

andrewofficer Avatar
andrewofficer:#12360

>>12354
Maslow war ein kluger Mann, ich habe allerdings mal in einer Interpretation der Bedürfnispyramide erfahren (und es klang ziemlich einleuchtend), dass wenn man seine Selbstverwirklichung und das Streben nach Erkenntnis an höchste Stelle stellt, also sein Leben danach ausrichtet, Erfolge auf dieser Ebene Auswirkungen auf alle unteren Ebenen haben werden. Darum sind Leute, die sich ausschließlich um Anerkennung bemühen, sehr oft gefangen darin, Defizite zu bearbeiten, deren Ursachen ihnen nicht bekannt sind - die Leute aber, die philosophisch veranlagt sind, haben die Möglichkeit, irgendwann zu klären, was sie können, wollen und was sie sind. Erkenntnis ist mächtig und verhilft dem Menschen dazu, unnötiges Verlangen aus seinem Leben zu streichen und so effizienter vorzugehen als jene die sich gedanklich immer am Fundament der Pyramide aufhalten. Selbsterkenntnis intensiviert Ausstrahlung und Anziehungskraft, dadurch werden die unteren Ebenen der Bedürfnispyramide im Handumdrehen bedient, umgekehrt, mit einer Orentierung auf materielle Sicherheit, ist das viel mühsamer.

chatyrko Avatar
chatyrko:#12365

>>12354
Früher stand auf der untersten Ebene auch Sex. Das erreiche ich ja schon nicht. ;_;

aluisio_azevedo Avatar
aluisio_azevedo:#12366

>>12330
Woran scheitern sie? Am streben an sich, weil sie dazu nicht ausreichend in der Lage sind, oder scheitern sie an der Erreichung des Ziels ihres Strebens?

iamglimy Avatar
iamglimy:#12370

>>12360
Ausgezeichneter Pfosten. Danke Bernd.

danro Avatar
danro:#12371

>>12365
Kein Stress, Bernd, Glück ist keine Frage der Leistung, sondern der inneren Einstellung. Was meinst du, wie viele Leute wohl Sex haben, bloß um sagen zu können, sie hatten Sex? Es geschieht soviel aufgrund gesellschaftlichen Drucks. Doch ist das der Sinn von Sex? Es soll, wenn es mal passiert, Spass machen. Frauen und Männer betrügen sich sehr oft selbst, wenn sie Sex haben und sie eigentlich nur nach Bestätigung suchen.
Bernd, du bist in keiner Weise dazu verpflichtet, dich schlecht zu fühlen, weil du in diesem Idiotenspiel namens Gesellschaft nicht besonders toll abschneidest, das geht jedem so. Egal wie erfolgreich du sein wirst, es wird immer einen Typen geben, der noch mehr erreicht hat, und plötzt schmeckt dir dein Essen nicht mehr und nichts macht dir mehr Spaß. Es ist eine Frage der Einstellung: mache dir klar, dass die gesellschaftliche Konvention letztlich jeden Menschen zur Witzfigur macht. Du bist nicht gezwungen, darauf zu hören. Von außen kann das Glück nicht kommen, die Zufriedenheit stellt sich gerade dann ein, wenn man einsieht, dass die gesellschaftlichen Anforderungen unrealistisch und absurd sind und dass du jedes Recht der Welt hast, schon jetzt mit dir zufrieden zu sein.

jjshaw14 Avatar
jjshaw14:#12372

>>12366
Ich würde sagen, Streben und Glück sind wie Bewegung und Ruhe, etwa so wie Bernd schon vor mir das gesagt hat, indem er Glück mit Entspannung verglich.
Da liegt schon alles drin, in diesem einen Bild: wer käme auf die Idee, zu hetzen, um sich entspannen zu können? Je mehr Anforderungen man wahrnimmt, desto mehr strebt man, aber man strebt immer auf den Erfolg, die Erfüllung, kurzum auf die Zukunft, auf das Kommende hin. Aber das Glück bedeutet, den Moment zu erleben. Glück lässt sich nicht planen oder bestellen, Glück ist. Wer strebt, ist nicht glücklich und wer glücklich ist, strebt nicht, weil nichts, das erstrebt wird, wirklich existiert. Alles Streben richtet sich auf die Zukunft, doch es gibt nur diesen einen, unteilbaren Moment, der immer nur "jetzt" ist. Nur im Jetzt geschieht das Leben, alle Sorgen der Vergangenheit, alle Nöte der Zukunft sind imaginär. Wie fühlst du dich in diesem Moment? Du scheinst die Zeit zu haben, zu lesen, das heißt, du kannst für dich sein, hast vielleicht sogar ein wenig Ruhe, in die du dich fallen lassen kannst. Wie fühlst du dich, wenn du bedenkst, dass alles, was dir Sorgen macht oder dich traurig stimmt, nur Ergebnis deines Denkens ist, das immer zurück, immer voraus schaut, doch nie in die unendliche Fülle, in den enzig wirklichen Ort, in das Jetzt, in welchem das Leben geschieht und alles Glück immer auf dich wartet?
Wenn du strebst, kehrst du der einzigen wirklichen Sache, die es gibt, den Rücken und du verfängst dich weiter in deinem Begehren nach Dingen, die du nicht brauchst, du verfängst dich in der Illusion der Zeit. Um glücklich zu sein, brauchst du überhaupt nichts zu tun. Wende dich nur dir selber zu, schließe die Augen und horche in dich hinein. Schmecke den Moment: er ist das einzige, was wirklich dein ist. Gleichzeitig ist er alles, was wirklichen Wert besitzt. Wende dich deiner stillen Tiefe zu und die Welt liegt dir zu Füßen.

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jqueryalmeida:#12384

>>12339 Nimm dich noch eben der Beduerfnispyramide an.... Der Mensch als Einzelgaenger war eben nicht Erfolgsmodel.
Die Menschwerdung erfolgte als er den Zusammenhang von Sex und Fortpflanzung begriff.

pf_creative Avatar
pf_creative:#12389

>>12384
>Die Menschwerdung erfolgte als er den Zusammenhang von Sex und Fortpflanzung begriff.
Das tun Affen auch. ¯\°_o/¯