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Veröffentlicht am 2015-07-07 18:00:07 in /ph/

/ph/ 12416: Der Lohn für Glauben ist im Paradies ist unendlich...

hampusmalmberg Avatar
hampusmalmberg:#12416

Der Lohn für Glauben ist im Paradies ist unendlich, die Wahrscheinlichkeit als Moslem, Jude, Christ und als moralischer Mensch den Aufnahmekriterien zu entsprechen ist höher als Null. Folglich ist Glaube das logisch Richtige. Warum die viele/beliebige Götter Kritik diese Erkenntnis nicht berührt sollte klar sein, (würde ausserdem nicht in dieses Textfeld passen) einfach mal selber Nachdenken dies ist eine Seite für Intelligente Menschen ;3 (z.B würde ein Gott der Gläubige bestraft, der Menscheitsgeschichte in der Hominisation den Glauben in die Wiege legen?)

Wie kommt es eigentlich, dass diese nicht sonderlich neue Einsicht so wenig verbreitet ist? Sie leuchtet unmittelbar ein und widerlegt grundlegende Konzepte der Atheisten ausgesprochen zügig. Oder wie mauscheln die sich daran vorbei?

Humanismus ist christliche Moral ohne kontrollierend Instanz und wird in der nächsten Katastrophe untergehen. Achja: Wer den Atheismus stützt,stützt auch den Gesellschaftlichen Verfall. (Genderunis usw.)

johnriordan Avatar
johnriordan:#12421

>Der Lohn für Glauben ist im Spaghettihimmel ist unendlich ist, die Wahrscheinlichkeit als Diskordianer (nicht Christ, Moslem, Jude, Ausschlusskriterium nach Spaghetti IIa) und als spaghettiessender Mensch den Aufnahmekriterien zu entsprechen ist höher als Null. Folglich ist Nudelnkochen das logisch Richtige. Warum die viele/beliebige Teigwaren Kritik diese Erkenntnis nicht berührt sollte al dente sein, (würde ausserdem nicht in dieses Textfelt passen) einfach mal selber Pasta machen dies ist eine Seite für foll Intelligente Menschen ;DDD sprölölö(z.B würde ein Nudellord der Nudeligkeit bestraft, der Menscheitsgeschichte in der Hominisation den Weizenanbau in die Wiege legen??ß)

dutchnadia Avatar
dutchnadia:#12423

>>12416
Hast du mal das Neue Testament gelesen, OP? Oder die Evangelien, welche die Kirchenväter auf ihrem Konzil einfach aussortiert haben? Es gibt da eine Person, die davon spricht, dass das Himmelreich hier ist, es ist jetzt, es ist in diesem Moment, und doch heißt es in der Kirche, das Himmelreich würde kommen, gar nach dem Tod. Der Mensch kann sich mit seinem Glauben trösten, aber er betrügt sich selbst, wenn er annimmt, es würde je eine Zeit kommen, die besser ist, als der Moment, in welchem er jetzt gerade sich befindet. Denn nichts gehört dem Menschen wahrhaftig außer dem Moment, und die Tiefe der Jetzt-Erfahrung ist es, worauf die Mystiker, allen voran der Mann aus Nazareth, abzielten, wenn sie vom Himmelreich sprachen. Im Jetzt geschieht das Leben und der Mensch ist darin ganz er selbst, er ist frei.

Wer im Jetzt lebt, der verspricht sich keinen Lohn irgendwann später, wie es ein Sklave tut, der sich einmal gut beträgt und auf Milde hofft. Nein, wer hofft und fürchtet, wird immer enttäuscht werden. Wer sein Bewußtsein auf den einen Moment, das ewige Jetzt richtet, der hofft nicht und fürchtet nicht, nein, er ist.

Wir glauben, die Kirche hätte keine Macht mehr über uns, aber ihre verdrehten Lehren hängen noch in so vielen Hirnen, und wir müssen sie hinausfegen. Denn wir wissen, dass Katholiken nicht die Lehre Christi predigen, sondern eine eigene absurde, lebensferne, schuldfokussierte Religion hergestellt und seinen Namen mißbraucht haben und damit letztlich ein starreres System als das Judentum errichtet haben.
Das Heil, das die Kirche verspricht, ist so viel wert wie das Versprechen des Investmentbankers, dein Geld zu vermehren und zu hüten. Wenn wir getauft werden als Kind, so werden wir Bürger der Kirche und ihre Leibeigenen.
Wir glauben, die Kirche hätte ihre Macht verloren, aber der Glaube an Autoritäten ist noch immer lebendig. Die Macht der Autoritäten ist illusionär, aber eine Illusion kann mächtig sein, wenn sie nicht hinterfragt wird. Doch besonders Deutschland, das jedem herrischen Gebaren hündisch folgt, scheint sich nicht von Zuckerbrot und Peitsche entwöhnen zu wollen, es liebt die preußische Untergebenheit und müsste seine gesamte Identität in Frage stellen, wenn es nun erstmals in der Geschichte sich zu Freiheit von Doktrin und Dogma bekennen würde.

bnquoctoan Avatar
bnquoctoan:#12424

>>12421
Lies erneut, aber ich gebe dir recht Teepot und Pastafari ist sehr witzig aber als ernsthafte Religionskritik völlig ungeeignet, ist eher Religionskritiksatire also eine Religionssatire die aufgrund ihrer Verwendung als Religionkritik selber zur Satire wird. Fahstehst du?

RussellBishop Avatar
RussellBishop:#12425

>>12423
Während ich deinen Post sehr gut und überraschend klar finde - bin sonst nicht so der isidor-Fan - vermute ich jedoch, dass du auf einen Troll reingefallen bist. Spätestens bei

>Achja: Wer den Atheismus stützt,stützt auch den Gesellschaftlichen Verfall. (Genderunis usw.)

wird das eigentlich ziemlich deutlich. Nichtsdestotrotz ein schöner Beitrag.

Selbstsäge, weil Meta.

olgary Avatar
olgary:#12426

>>12423
Hast du mal das Neue Testament gelesen, OP? Oder die Evangelien, welche die Kirchenväter auf ihrem Konzil einfach aussortiert haben?
>Ja, sie haben dies sehr demütig und sorgfältig getan auch wenn die kath. Kirche wahrlich nicht ohne Sünde ist.
Es gibt da eine Person, die davon spricht, dass das Himmelreich hier ist, es ist jetzt, es ist in diesem Moment, und doch heißt es in der Kirche, das Himmelreich würde kommen, gar nach dem Tod.
>Kwalle oder nie passiert, denn eigentlich kommt das Himmelreich an Jüngsten Tag auf die Erde und vorher gehen die Menschen dorthin.
Der Mensch kann sich mit seinem Glauben trösten, aber er betrügt sich selbst, wenn er annimmt, es würde je eine Zeit kommen, die besser ist, als der Moment, in welchem er jetzt gerade sich befindet.
>Völlig neben der Spur dieses Argument, Behauptung ohne Beweis, sogar das Leben ist eine Abfolge von Höhen und Tiefen, es kommt nach dem Tod entweder Himmel/Hölle oder nichts und Wiedergeburt. Der Fokus aufs Jetzt ist tierisch Triebhaft.
Denn nichts gehört dem Menschen wahrhaftig außer dem Moment, und die Tiefe der Jetzt-Erfahrung ist es, worauf die Mystiker, allen voran der Mann aus Nazareth, abzielten, wenn sie vom Himmelreich sprachen. Im Jetzt geschieht das Leben und der Mensch ist darin ganz er selbst, er ist frei.
>Unangebrachte Pathetik und erinnert mich eher an buddhistische Meditation. Jesus spricht nicht vom kommenden Himmelreich? Steile These.

Wer im Jetzt lebt, der verspricht sich keinen Lohn irgendwann später, wie es ein Sklave tut, der sich einmal gut beträgt und auf Milde hofft. Nein, wer hofft und fürchtet, wird immer enttäuscht werden. Wer sein Bewußtsein auf den einen Moment, das ewige Jetzt richtet, der hofft nicht und fürchtet nicht, nein, er ist.
>Klingt nach Nietzscheanischen Hedonismus, absolut ekelhaft. Außerdem beißt sich Vertrauen auf Jesus und streben nach irdischem Glück nicht unbedingt sondern er bereichert es tausendfach.

Wir glauben, die Kirche hätte keine Macht mehr über uns, aber ihre verdrehten Lehren hängen noch in so vielen Hirnen, und wir müssen sie hinausfegen. Denn wir wissen, dass Katholiken nicht die Lehre Christi predigen, sondern eine eigene absurde, lebensferne, schuldfokussierte Religion hergestellt und seinen Namen mißbraucht haben und damit letztlich ein starreres System als das Judentum errichtet haben.
>Starre Autorität ist einer der wichtigsten Teile des Gesellschaftlichen Kitt. Deine Katholikenphobie klingt fast pathologisch Sozialistisch.
Das Heil, das die Kirche verspricht, ist so viel wert wie das Versprechen des Investmentbankers, dein Geld zu vermehren und zu hüten. Wenn wir getauft werden als Kind, so werden wir Bürger der Kirche und ihre Leibeigenen.
>Es ist das Versprechen Jesu Christi von Menschen verwaltet, in verschiedenen Kirchen.
Wir glauben, die Kirche hätte ihre Macht verloren, aber der Glaube an Autoritäten ist noch immer lebendig. Die Macht der Autoritäten ist illusionär, aber eine Illusion kann mächtig sein, wenn sie nicht hinterfragt wird. Doch besonders Deutschland, das jedem herrischen Gebaren hündisch folgt, scheint sich nicht von Zuckerbrot und Peitsche entwöhnen zu wollen, es liebt die preußische Untergebenheit und müsste seine gesamte Identität in Frage stellen, wenn es nun erstmals in der Geschichte sich zu Freiheit von Doktrin und Dogma bekennen würde.
>Wow du klingst wie ein enttäuschter Antifant den es verwundert das sein Steineschmeissen nicht zur Revolution führt.

Tut mir Leid das meine Antwort so polemisch ausfällt aber ich ärgere mich halt über Dummheit verpackt in Gedankenexperimente die der Benutzer nicht versteht.

creartinc Avatar
creartinc:#12427

>>12426
>Steile These.
Oh, da hat sich jemand verraten. Hallo Kantig-/ph/-Bernd. :3 Na, viel Spaß beim Falschflaggen heute?

mbilalsiddique1 Avatar
mbilalsiddique1:#12428

>>12425
Was nicht dem Brettkonsens entspricht ist ein Troll? Sehr billiger Versuch sich einer Diskussion mit einem überlegenen Kontrahenten zu entziehen.

Dieser Faden erörtert die Gottesfrage nach dem Ansatz was wissen wir, was können wir daraus schließen. Der Gesellschaftliche Nutzen von Religion steht (so dachte ich) außer Frage weshalb es ja auch viele agnostische Christen gibt. Für ein gesellschaftphilosophische Diskussion würde ich einen neuen Faden aufmachen und euch dort mit eisenharten Fakten in die Submission parlieren.

Und tatsächlich ist die Trollfreude gerade groß, auch wenn (ich schwöre bei Gott) dies nicht Zweck des Fadens ist.
(Wie kann man sich auf den Schwur eines Atheisten verlassen? Wieder ein gesellschaftlicher Vorteil von Religion)

agromov Avatar
agromov:#12429

Bernd stimmt >>12421 zu. Die eigentliche Handlung ist austauschbar und ändert sich eh mit der Zeit. Riten sind bedeutungslos, es sei denn jemand misst ihnen Bedeutung bei. Dieses Verleihen von Sinnhaftigkeit wird von Menschen durchgeführt und erhält also seinen Charakter und Inhalt aus den Möglichkeiten des Menschen. Ob nun diese Möglichkeiten eine Wiedergeburt, Gottwerdung oder ewiges erlöstes Leben mit einschließen, ist dann bei den Anhängern einer Religion durch die Interpretationsweite des jeweiligen religiösen Textes und bei allen anderen durch ihre Vorstellungskraft und ihr spirituelles Verlangen beschränkt.

>ohne kontrollierend Instanz
Die ist in dem Fall der Mensch selbst.

jqueryalmeida Avatar
jqueryalmeida:#12431

>>12428
Ich mag diesen Christen, obwohl er ein Idiot ist. Wir sollten ihm ein /ph/-Ehrenschild umhängen und sein Foto bei uns ins Wohnzimmer stellen.

christianoliff Avatar
christianoliff:#12432

>>12431
Idiot ist der medizinisch korrekte Fachterminus für einen Menschen mit einem IQ unter 70. Das trifft bei mir nicht zu, außerdem Ad Hominem.

>>12429
Gott zeigt sich so wie er in der jeweiligen Kultur verstanden wird, er gibt den Menschen was sie an spiritueller Nahrung brauchen.
Nein der Mensch ist nicht Kontrollgremium genug, zum Glück werden auch die Ungläubigen gerichtet. Auch z. B. durch Karma. Das Gesetz darf sich nicht den Meinungen von Menschen beugen, (Genderunis) sondern muss offenbart sein. Aber das zu erleutern ist wieder Material für mehrere Bücher bzw. einen Faden mit gesellschaftlichen Ansatz.

murrayswift Avatar
murrayswift:#12433

>>12416
Der Niederste begehrt nach der Erfüllung der Instinkte. Der Schlauere nach der Anerkennung seiner Mitmenschen oder eines Gottes. Aber der wahrhaft Weise verlangt nur nach dem Wissen.

Was sagt ein persönlicher Gott zu diesem Satz?

edobene Avatar
edobene:#12434

Schritt 1: Dem Atheisten klar machen dass er eigentlich Agnostiker ist.
Schritt 2: Dem Agnostiker den Nutzen des Glauben aufzeigen und ihm die persönliche Wachstumsgeschichte erklären.
Schritt 3: Den agnostischen Christen erste Erfahrungen machen lassen und ihn das Evangelium erfahren lassen.
Schritt 4: ???
Schritt 5: Halleluja!

Funktioniert immer wieder, bei den meisten von selbst.

salleedesign Avatar
salleedesign:#12435

>>12434
Du erinnerst mich irgendwie an einen Pillenverkäufer auf dem Schulhof.

id835559 Avatar
id835559:#12436

>>12433
Was mein Gott zu diesem Satz sagt weiß ich nicht, ich bin kein erwählter Prophet.

Ich persönlich empfinde ihn als durchaus Weise, denn die Wissenschaft ist das beste Werkzeug zum Erkennen der Schönheit der Schöpfung. Auf dem Boden des Kelches voller Wissen wartet der Glaube.

antongenkin Avatar
antongenkin:#12437

>>12436
Wie kannst du den Satz weise finden und gleichzeitig an einen persönlichen Gott glauben. Bitte erklär es mir, das ist sicherlich psychologisch interessant (ernstgemeint).

tjisousa Avatar
tjisousa:#12438

>>12437
Hoffentlich nicht Pathopsychologisch?

ankitind Avatar
ankitind:#12439

>>12438
Ich denke nicht. Was dann heute alles als pathologisch gekennzeichnet sein müsste, lässt sich gar nicht abzählen. Aber zu Krisen müsste es meiner Meinung schon ab und zu kommen.

carlosgavina Avatar
carlosgavina:#12440

Es steht im NT, das Himmelreich ist hier, ganz ausdrücklich, in klarer Abgrenzung zur Auffassung der Schriftgelehrten, die sehen wollen, wo und wann es beginnt. Man muss sich vor Augen halten, das Jesus zwar kein Buddha war, aber die Erkenntnis und Weisheit von beiden den selben Ursprung haben - beide unterscheiden sich in Deutung und Vermittlung ihrer Lehre. Die nichtkanonischen Evangelien zeigen deutlich, dass Jesus im Umgang mit den Jüngern sich einer Sprache bediente, die dem Daoismus und Zen nicht fernsteht. Wenn er von Himmelreich spricht, dann meint er damit keinen Ort, sondern einen Zustand, vergleichbar mit Satori, Erleuchtung, Buddhabewusstsein (manche nennen es auch Christusbewusstsein / Christ consciousness). Himmel und Hölle sind Bewusstseinszustände, die Heiligen und Mystiker haben beides durchlebt, sie sind während ihres Erdenlebens tausend Tode gestorben und die Zeugnisse von Heiligen und Erleuchteten auf der ganzen Welt deuten darauf hin: alles, was den gewöhnlichen Menschen vom Himmelreich trennt, ist die Illusion, er sei nur die Rolle, die ihm die Gesellschaft auferlegt hat. Doch Meister Eckhart spricht zutreffend von der Armut im Geiste, die den heiligen Menschen kennzeichnet: wer der Illusion ledig geworden ist, wer nichts mehr will, hat oder begehrt, dem ist das Himmelreich schon auf Erden verliehen.
So extrem muss es aber nicht einmal sein - man muss nicht alles verlieren, um die Fülle und stille Majestät des Seins zu erfahren, obwohl die Armut im Geiste (hat nichts mit Unbildung oder Naivität zu tun, wie man es gelegentlich auslegt) die Sache freilich beschleunigt.
Das heißt nicht, das nach dem physischen Tod es nicht weitergeht. Allerdings, so der Philosoph, Erfinder und Prophet Emanuel Swedenborg, geht es im Jenseits so weiter wie auf der Erde - wenn man hier in Schande, Lüge und Angst lebt, ist es sehr wahrscheinlich, dass das unkörperliche Leben ganz ähnlich ausfällt. Gehorsam aus Furcht vor Strafe oder Autoritätentreue ändern daran wenig, genauso wenig wie Ablasshandel. Die effektivste Art, so h zu retten, ist und bleibt der Weg der Erkenntnis, das heißt, Glauben ist nur der erste Schritt, aber dann erkenne man sich selbst als in Christus begriffen, dann erkenne man, dass man im tiefen Innern, in der Tiefe des Jetzt eins ist mit der Quelle. Das bedeutet: Ich und der Vater sind eins.
Was ist denn, glaubst du, OP, die frohe Botschaft des NT? Evangelium, das bedeutet übersetzt frohe Botschaft. Ist es die katholische Idee, Jesus habe uns von unseren Sünden freigekauft? Wenn ja, warum lässt sie Lebendige wie Tote auf immer bereuen, verdammt und verbrennt Menschen, denen doch längst vergeben worden ist? Nein, die wahre frohe Botschaft Jesu lautet: ich bin Sohn Gottes, das heißt, ein einzigartiger Ausdruck der Ewigkeit, des Unendlichen, und ihr seid ebenso Töchter und Söhne der Ewigkeit, werdet euch dessen bewusst - seid eingedenk der Gewissheit, dass ihr aus der Liebe stammt und in die ewige Liebe zurückkehrt. Erkennt ihr diese Kraft in euch, werdet ihr unter keiner Knechtschaft, weder körperlicher noch geistiger, zu leiden haben. Denn wer begreift, dass sein Wesen von der unendlichen Liebe nicht verschieden ist, der kann nicht sterben - und wer die Herzen der Menschen und der anderen Lebewesen bewegt, für den ist jede andere Macht Spielzeug.

suprb Avatar
suprb:#12441

Gegen welchen Strohmann wetterst du eigentlich, OP? Bernd ist gnostischer Christ und fühlt sich gut damit.

robergd Avatar
robergd:#12442

>>12439
Für mich beißt sich Glaube und Wissen nicht, du weißt was du weißt und du glaubst oder glaubst nicht, was du nicht weißt. Nach Kant ist die Metaphysik vollständig UNWISSBAR bedeutet hier geht die denkerische Freiheit der Religion noch deutlich weiter als die der Philosophie.
Warum ich als vernünftiger Mensch an einen persönlichen Gott glaube? Unendlich viele Gründe, die rationalsten sind: 1. Tatsächliche unwiderlegbare Chance auf Errettung, siehe Eröffnungspfosten und 2. Meine Überzeugung von der Überlegenheit des christlichen Wertesystems welches anders als der Humanismus eine kontrollierende Instanz hat.

Ich bin wie bereits gesagt ein großer Freund der Wissenschaft und hoffe sogar auf eine Zusammenarbeit in der progressiven Theologie, ein Mensch der Logik und Gefühl verbinden kann könnte wahrlich Weise werden. (Ein Prophet?)

Anbei etwas biblische Schopenhauerphilosohie:
http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/prediger/1/
Gottesbeweise

vovkasolovev Avatar
vovkasolovev:#12443

>>12441
Gegen mein persönliches Feindbild, den Fedoraatheismus.

Mit meiner Vermutung diesen hier anzutreffen lag ich nicht falsch.

sava2500 Avatar
sava2500:#12444

>>12440
Wo findet man besagte Evangelien? Interessiertbernd hier.

maiklam Avatar
maiklam:#12445

>>12442
Ein sehr schöner Pfosten. Auch wenn du trollst. Danke Christbernd.

iamfelipesouza Avatar
iamfelipesouza:#12446

>>12444
Einfach nach nichtkanonische Evangelien gugeln, dazu gehört zum Beispiel das Thomas-Evangelium.

irsouza Avatar
irsouza:#12447

Muhammed sagt wenn ich euch dies offenbaren würde ohne es von Gott zu haben wäre mir die Hölle sicher.

Nehmen wir mal an Muhammed war kein nietzscheanischer Übemensch und auch nicht verrückt, was bleibt ist eine Aussage die höchst wahrscheinlich nicht gelogen ist.

Solche Beispiele gibt es bestimmt auch in der Bibel, mir fällt dieses Beispiel aus dem Koran nur gerade ein weil ich ihn (den Koran) vor zwei Wochen durchgelesen habe.

steynviljoen Avatar
steynviljoen:#12448

>>12443
Dagegen habe ich mich auch einige Zeit lang wortreich ausgelassen, habe mich mittlerweile aber nun davon abgewendet, weil mir eine Anti-Haltung immer wie eine unterschwellige Bestätigung des Bekämpften erscheint: bietet man den Gegnern Widerstand, fühlen sie sich bestätigt und verhärten noch mehr. Statt mit der Kirchenkeule bin ich nun dabei, mithilfe der Philosophie von Alan Watts, Meister Eckhart, Spinoza und Swedenborg, die ursprüngliche Philosophie des Christentums zu entstauben.

> Warum ich als vernünftiger Mensch an einen persönlichen Gott glaube? Unendlich viele Gründe, die rationalsten sind: 1. Tatsächliche unwiderlegbare Chance auf Errettung, siehe Eröffnungspfosten und 2. Meine Überzeugung von der Überlegenheit des christlichen Wertesystems welches anders als der Humanismus eine kontrollierende Instanz hat.

Die christliche Lehre kann begeistern und fasziniert aus gutem Grund. Zu unterscheiden ist, was die Auslegung dieser irdischen Institution daraus macht und inwieweit sie der Erlösung nicht gar im Wege steht.
Errettung, Vergebung, Erlösung ist möglich, aber hast du noch etwas Geduld für mich übrig, wie dies aus deinem Glauben an einen persönlichen Gott folgt?
Freilich, es gibt Gründe, viele persönliche Götter für existent anzunehmen und die stützenden Theorien sind vielfältig. Denken wir an die Götter der Sumerer, darunter Enki und Gilgamesch, sie waren Mensch und Gott - aus heutiger Sicht könnte man folgern, ihre Göttlichkeit lässt sich auch zurückführen auf einen Prozess der Erleuchtung, der Erkenntnis des eigenen göttlichen Ursprungs. Ähnlich kann man die Herkunft verschiedenster Götterfamilien erklären: Odin / Wotan in der germanischen Mythologie war einst ein Mensch mit einem großen Wissensdurst, der sich mit allem Wissen vereinigen wollte, um der Welt das Heil zu bringen. Auch bei ihm muss eine Transformation stattgefunden haben und er wurde Gegenstand der Verehrung.
Der Gott des Christentums aber, der sich zu den Göttern der Griechen, Sumerer oder Germanen aber verhält wie ein reines Element zu einem Molekül, ist ein Gott anderer Ordnung: Wenn Jesus von Gott spricht, so ist Gott der logos, das Sein selbst, Tao, der Urgrund, während Jesus vielleicht ein Gott ist wie Krishna, und wie jeder andere Mensch, der seinen göttlichen Ursprung völlig vergegenwärtigt hat. Sind dies für dich alles ketzerische Gedanken, wie ihr auf /r/ so schön sagt, oder kann man mit dir reden, wo du ja auch die Vernunft besitzt, Theologie mit Wissenschaft in Dialog treten zu lassen?

VinThomas Avatar
VinThomas:#12449

>>12447
Daraus folgt doch wieder nichts, was auf einen persönlichen Gott hindeutet. Es ist die menschliche Sprache, die suggeriert, Gott sei dinglich oder gar menschlich. Das Göttliche ist unmanifest und alles Vergängliche kann nur als kümmerliches Gleichnis dienen, so wie jede große Dichtung endliche Dinge als Gleichnis für das Unendliche heranzieht oder wie in der Sufidichtung, wo die Liebe zu einem Menschen und die Sehnsucht zu einem lebenden Wesen als Symbol für die Sehnsucht nach dem Unendlichen herhält.

VinThomas Avatar
VinThomas:#12450

>>12447
Wusste ich doch immer, dass Mohammed ein Übermensch ist, er war ja auch angefüllt mit Lolipower. :3
War Mohammed nun ein Übermensch weil er ein RL-Loli-GF hatte oder hatte er ein RL-Loli-GF, weil er ein Übermensch war?
In jedem Fall ist das die Rehabilitierung für Loliphilie.

albertodebo Avatar
albertodebo:#12451

>>12416
>Nach Kant ist die Metaphysik vollständig UNWISSBAR bedeutet hier geht die denkerische Freiheit der Religion noch deutlich weiter als die der Philosophie.

Interessant, Bernd. Das gilt, wenn ich das richtig sehe, nur für eine bestimmte Art von Philosophie. Aber ich stimme dir zu, dass vom 'Geist der Utopie', wie Bloch das unwissbare Gute wohl nennen würde, einiges in der Theologiegeschichte sedimentiert ist.

Im Grunde findest du diese konkreten Utopien aber auch abseits von philosophischen Systemen in jeder Literatur. Zum Beispiel in der Idylle - und in den modernen und postmodernen Abziehbildchen davon; die Schwarzwaldklinik und so weiter. Du findest sie erst recht in Mythen. Mythen können sogar recht institutionalisiert sein, entbehren also auch nicht einer "kontrollierenden Instanz." Solche "halbinstitutionaliierten Mythen" sind zum Beispiel einzelne Narrative der Medien - auch Staatspropaganda - und die zahllosen massenmedial präsenten Gegenerzählungen ebenso. Sie können ständig ausgetauscht werden, sind angewandte Theologie oder Philosophie; in der Anwendung gewinnen sie an Tendenz und verlieren an systematischer Strenge. Ein Prophet wäre vielleicht ein Agent im Feld dieser mythischen Diskurse sein.

Bernd Avatar
Bernd:#12452

http://www.meyerbuch.de/pdf/Thomas-Evangelium.pdf

karsh Avatar
karsh:#12453

Ich vermute Isidor will auf Gott ist alles und folglich nichts hinaus.

leandrovaranda Avatar
leandrovaranda:#12454

>>12453
Der eine Gott ist das große Mysterium und ihn mit einer Person, einer Form, einem Gedanke, einem Begriff zu identifizieren, begrenzt ihn. Sein Wesen ist die Wesenlosigkeit, seine Form ist die Formlosigkeit, als Gedanke ist er das Nicht-Denken, er ist das ungetrübte reine Bewußtsein, das Tao, das nicht zögernde Handeln, das Sein.
Es gibt viele personale Götter, aber diese sind eben nicht allmächtig, doch sind sie das, was sich ein durchschnittlicher Mensch unter dem Wort vorstellt: ein transzendentales Wesen mit übermenschlichen Fähigkeiten, oder auch eine Art Geist.
Wir haben das zu beachten, wenn wir das Wort Gott gebrauchen. Der christliche Gott ist selbst ja auch nichts Reines, er ist wiederum nach Aspekten unterteilt, der Vater als der Urgrund des Seins, der Sohn als der Mittler zwischen vergänglicher Welt (zwischen der Illusion) und dem Vater, der Realität, Gott, dem Absoluten - und der Heilige Geist, die sich offenbarende Macht des Göttlichen in unserer Welt. Unsere Diskussion greift wesentlich ins Leere, wenn der eine eine schamanische Auffassung des Begriffs Gott hat (Gott = transzendentales, personales oder transpersonales Wesen mit beschränkter Macht) und der andere eine mystische (Gott = logos, Tao, Substanz, das Lacansche Reale, Allah, der Urgrund, das Sein, das Ding an sich, das Formlose, Brahman, die Leere, der heilige Geist, Duende, die Liebe etc).

safrankov Avatar
safrankov:#12457

Trollfaden startete gut, jetzt wird's fad. Mein Tipp: Gnostik und Genderuni-Anficken sind schon lustig, aber du solltest auf jeden Fall noch was gegen Impfungen sagen und dich dabei möglichst auf die Hermetiker beziehen.

craighenneberry Avatar
craighenneberry:#12458

>>12457
Mit wem redest du? Wie kommst du jetzt auf Impfungen?

thehacker Avatar
thehacker:#12459

>>12458
Steht alles zwischen den Zeilen.

baluli Avatar
baluli:#12460

>>12457
> Trollfaden

Eine seit Jahrhunderten waltende katholische Absurdität hervorzuholen, gilt als Trollage? Nennst du es auch trollen, wenn dir deine Politiker sagen, sie würden sich um Menschenrechte kümmern, liefern aber Waffen in Krisengebiete? Trollage ist kein Synonym für das Vorstellen von altbekanter Lügen.

antonyryndya Avatar
antonyryndya:#12461

>>12454
Finde ziemlich gut, dass isidor gegen das /r/-Geschwurbel vorgeht, das ihm sonst immer selbst vorgeworfen wurde, bei dem der Begriff Gott einfach so verwendet wird, um alles zu rechtfertigen. Hier lese ich zum ersten Mal klar, was alles in den Topf mit der Beschriftung Gott hereingeworfen wird, seitdem die Kirche unsere Leben verwaltet.

vj_demien Avatar
vj_demien:#12463

>>12460
OP(You) tötet nicht indirekt Menschen, sondern unterhält /ph/. Und hebt den Bullshit durch absichtliche Rechtschreibfehler und 3,5 Fauxpas/Absatz relativ deutlich hervor.

stephcoue Avatar
stephcoue:#12464

>>12463
Achso, so ähnlich wie die Bildzeitung? Charmant.

ripplemdk Avatar
ripplemdk:#12466

>>12463
Die Schildbürger waren ein sehr kluges und bewandertes Völkchen, das von allerlei Menschen um Rat gebeten wurde. Irgendwann wurde es ihnen zu blöd und sie taten so, als hätten sie einen Dachschaden. Zu ihrem Leidwesen vergaßen sie, dass sie den Dachschaden nur spielten und blieben dann so. Daran muss ich bei dieser fadenscheinigen Rechtfertigung von geistlosem, dreimal aufgewärmtem Kretin-Risotto denken.

Es ist schön, wenn religiöse Themen wertfrei untersucht werden, ohne allzu augenscheinlich missionarische Tendenzen an den Tag zu legen. Ich gebe auch zu, dass ich mir dabei auch an die eigene Nase fassen muss. Es ist auch schön, mal richtig gut getrollt zu werden, denn das gepflegte Trollen trainiert Medienkompetenz. Hierbei sieht es eher danach aus, als wollte man sich verlegen aus der Affäre ziehen, indem man Mängel an Inhalt und Form für absichtlich erklärt. Sollte das wirklich der Fall sein, ist das Ergebnis eine sehr traurige Ausbeute. Zehnmal zu wiederholen "haha, nur getrollt :-DD" macht es nicht besser.

suribbles Avatar
suribbles:#12468

>>12421
Warum sollte ein Nudelgott Menschen erschaffen die unter seinesgleichen jeden Mittag eine Shoa veranstalten?

Das ist als ob eine Gans den Weihnachtsbraten einführt.

chatyrko Avatar
chatyrko:#12469

Ich bin Christ doch ich liefere jetz trotzdem noch einen weiteren Gottesbeweis aus dem Koran. Ich habe den Koran momentan halt am besten vor Augen. Alles Zufall, genau so wie die Hygienevorschriften des alten Testament?

http://www.islam-guide.com/de/ch1-1-a.htm

katiemdaly Avatar
katiemdaly:#12470

>>12469
Wer hat dich denn dazu genötigt, einen Gottesbeweis herauszusuchen? Ich glaube, der Großteil der in diesem Faden pfostierenden Bernds bestreitet die Existenz Gottes nicht. Streitfall ist nur, dass du einen personalen Gott mit dem einen Gott verwechselst. Gott in Menschengestalt ist das, was die Inder Boddhisattva oder Avatar nennen. Der eine Gott zeigt sich in unzähligen Formen, das bestreite ich nicht. Aber die Form und die Erscheinung mit dem Sein, Phänomen mit Noumenon zu verwechseln, das ist es, was mich an deinem Vortrag stört.

eloisem Avatar
eloisem:#12471

>>12450
Stell dir vor Aisha sucht ihr Halsband und wird von Gottes Alphamusel (Momo) der sein irl loli Gf sucht schlafend in deinem Garten gefunden. Und alle denken du hättest sie geweitet.

Ist wirklich passiert damals.


Abschnitt 11-17
http://islam.de/13827.php?sura=24

thehacker Avatar
thehacker:#12472

>>12470
Hey ich bin nicht so schnell, komme gerade erst von der Arbeit zurück und muss erst aufholen.

vladarbatov Avatar
vladarbatov:#12473

>>12470
Wer hat dich denn dazu genötigt, einen Gottesbeweis herauszusuchen? Ich glaube, der Großteil der in diesem Faden pfostierenden Bernds bestreitet die Existenz Gottes nicht. Streitfall ist nur, dass du einen personalen Gott mit dem einen Gott verwechselst. Gott in Menschengestalt ist das, was die Inder Boddhisattva oder Avatar nennen. Der eine Gott zeigt sich in unzähligen Formen, das bestreite ich nicht. Aber die Form und die Erscheinung mit dem Sein, Phänomen mit Noumenon zu verwechseln, das ist es, was mich an deinem Vortrag stört.

Gott erschuf den Menschen nach seinem Ebenbild aber natürlich kann ein allmächtiges Wesen seine Erscheinungsform ändern, deshalb z. B. verschiedene Rassen. Warum Gott den Menschen dies (nach seinem Ebenbild) mitgegeben hat wissen wir nicht, vielleicht ist die Menschenform Gottes Basisform, oder er wollte der Existenz des Menschen durch diese Aufmunterung von der Ursprünglichen Schöpfung abheben, so wie die Erde sei euch Untertan.

carlyson Avatar
carlyson:#12474

Wer sagt eigentlich dass Gott nicht der Schöpfer dieser Simulation also dieser Matrix ist? So eine Art Superalien wie Q?

grrr_nl Avatar
grrr_nl:#12475

>>12457
Das ist kein Trollfaden, in einer kontroversen Debatte starte ich immer mit Schockieren und Erstaunen (shock and awe) um gegen Anfang schon mal den Einklang z. B. auf einem Bilderbrett zu durchstoßen. Eine gezielte stilistische Kakophonie beugt dem nicht beachtet werden vor.

ryandownie Avatar
ryandownie:#12476

>>12473
Das ist ausgenudelter Anthropozentrismus. Und die Sprache der Genesis ist eine dichterische. Wieso sollte gerade der Mensch, nur weil der biblische Schöpfungsmythos es nahelegt, eine Extrawurst vom Absoluten bekommen? Auch die Kakerlaken und Tausendfüßler werden sich denken, sie sehen so aus, weil ihr Gott, die große Kakerlake, der Heilige Tausendfüßler es so gewollt hat.
Das Absolute gab es schon immer, wenn es aber Götter in Menschenform gibt, dann sind sie das Ergebnis normaler Menschen, deren Seele nach dem Tode transzendiert ist, so wie nach dem Ende des Lebens einer Raupe ihr Sein als Schmetterling sich fortsetzt.
Götter, das heißt transzendente Wesen sind auch nur ein weiteres Ergebnis der Evolution.

meisso_jarno Avatar
meisso_jarno:#12477

>>12475
Schockieren und Erstaunen? Bei mir war es Kopfschütteln und Ächzen.

jqueryalmeida Avatar
jqueryalmeida:#12479

>>12477
Es geht um eine Reaktion, welche auch immer :3
>>12476
Das ist ausgenudelter Anthropozentrismus. Und die Sprache der Genesis ist eine dichterische. Wieso sollte gerade der Mensch, nur weil der biblische Schöpfungsmythos es nahelegt, eine Extrawurst vom Absoluten bekommen?
>Einziges selber schöpfendes Wesen? Es gibt viele Unterschieden zwischen Mensch und Tier.
Auch die Kakerlaken und Tausendfüßler werden sich denken, sie sehen so aus, weil ihr Gott, die große Kakerlake, der Heilige Tausendfüßler es so gewollt hat.
>Bei Alice im Wunderland vielleicht.
Das Absolute gab es schon immer, wenn es aber Götter in Menschenform gibt, dann sind sie das Ergebnis normaler Menschen, deren Seele nach dem Tode transzendiert ist, so wie nach dem Ende des Lebens einer Raupe ihr Sein als Schmetterling sich fortsetzt.
Götter, das heißt transzendente Wesen sind auch nur ein weiteres Ergebnis der Evolution.
>Klingt ein wenig wie das was man in Drogenforen über DMT liest. Erinnert auch an http://www.galactanet.com/oneoff/theegg_de_mod.html

m4rio Avatar
m4rio:#12480

Der eine Gott ist das große Mysterium und ihn mit einer Person, einer Form, einem Gedanke, einem Begriff zu identifizieren, begrenzt ihn. Sein Wesen ist die Wesenlosigkeit, seine Form ist die Formlosigkeit, als
> Oder eben doch, aufgrund seiner Omnipotenz kann er Wesenlos und von Gestalt gleichzeitig sein.
Gedanke ist er das Nicht-Denken, er ist das ungetrübte reine Bewußtsein, das Tao, das nicht zögernde Handeln, das Sein.
> Ist mir zu buddhistisch, wir beschreiben hier nicht das Nirwana sondern Gott. (Welcher sich als Nirwana offenbart hat?)
Es gibt viele personale Götter, aber diese sind eben nicht allmächtig, doch sind sie das, was sich ein durchschnittlicher Mensch unter dem Wort vorstellt: ein transzendentales Wesen mit übermenschlichen Fähigkeiten, oder auch eine Art Geist.
> Es gibt nur einen allmächtigen Gott, welcher sich unterschiedlich zeigt.
Wir haben das zu beachten, wenn wir das Wort Gott gebrauchen. Der christliche Gott ist selbst ja auch nichts Reines, er ist wiederum nach Aspekten unterteilt, der Vater als der Urgrund des Seins, der Sohn als der Mittler zwischen vergänglicher Welt (zwischen der Illusion) und dem Vater, der Realität, Gott, dem Absoluten - und der Heilige Geist, die sich offenbarende Macht des Göttlichen in unserer Welt. Unsere Diskussion greift wesentlich ins Leere, wenn der eine eine schamanische Auffassung des Begriffs Gott hat (Gott = transzendentales, personales oder transpersonales Wesen mit beschränkter Macht) und der andere eine mystische (Gott = logos, Tao, Substanz, das Lacansche Reale, Allah, der Urgrund, das Sein, das Ding an sich, das Formlose, Brahman, die Leere, der heilige Geist, Duende, die Liebe etc).
> Diese Auffassungen widersprechen sich nicht, Gottvater, Gottsohn und Gott Heilliger Geist sind Personen in Gott welcher deine Namen vereint und trotzdem persönlich also bewusst ist. Gott in deiner Psyche als mystische Erfahrung ist eine Form des Gebets.

dhooyenga Avatar
dhooyenga:#12482

>>12480
Hier muss ich mir einmal selbst widersprechen denn wir wissen nicht einmal ob Gott den Gesetzten unseres Universums von sein und nichtsein unterworfen ist. Gott könnte der Laborant in seinem Labor sein der die Physik am Computer generiert hat, und die Rohdateien der Verstorbenen in die nächste Simulation einspeist. (Paradies)

Gott auf die innere Logik diese Universums zu beschränken ist Kleingeistig, Gott auf die Erfahrungsbreite des Menschen zu beschränken ist Kleingeistig. Gott auf die Erkenntnisfähigkeit des Menschen zu begrenzen ist Kleingeistig.

Der Mensch wird Gott niemals verstehen können, doch wir sind nicht allein er hat sich uns offenbart in seinem Sohn (Sohnform) und gibt uns Anleitung zur Errettung.

nelshd Avatar
nelshd:#12483

>>12482
We shall overcome!

damenleeturks Avatar
damenleeturks:#12486

>>12483
Nichts werdet ihr überkommen! Denkt an Sodom und Gomorrha! Was denkst du wie oft du sollst nicht töten die Menscheit bereits vor dem Untegang bewahrte? Steile These: Ohne Glaube hätte sich der Mensch bereits selbst vernichtet. Nach der Flut sagte Gott dass er solches nicht noch einmal tun werde, die Entscheidung zu existieren liegt beim Menschen.

https://en.m.wikipedia.org/wiki/Vasili_Arkhipov

marshallchen_ Avatar
marshallchen_:#12488

>>12486
In dem Buch geht es auch darum, dass trotz Glaube eigentlich nichts überkommen wird, das Leben aber trotzdem grausigschön ist. Es geht um einen christlichen Jugendausflug. Muss man wissen.

artcalvin Avatar
artcalvin:#12489

>Ebenfalls unerwünscht: Magische Kategorien, Sprachverwirrung, Argumentation basierend auf Tradition / Abergläubigkeit / Mystik / religiösem Dogma

dwardt Avatar
dwardt:#12490

>>12486
Dafür, dass du in /ph/ pfostierst, schmecken deine Beiträge etwas zu unkritisch. Vertrauen und Glauben in sich selbst als Ausdruck des Unendlichen (wir alle sind so gesehen Personifizierungen oder Manifestationen des Einen) ist gut, aber indem du ungeprüft die Bildersprache der Bibel für bare Münze nimmst, lässt du dich vielleicht ganz einfach vereinnahmen von der unweisen Lehre der Kirche, die Jahrhunderte lang unsere Welt in dystopischen Zuständen gefangen gehalten hat.
Es gibt eine Wahrheit jenseits der Bilder, das ist der Grund, warum viele Kulturen, als sie das Christentum annahmen, ihrer eigenen Religion nur ein neues Kleid verliehen. Der Germanische und Keltische Glauben und Schamanismus bekam durch die Christianisierung ein neues Gewand, doch viele vormals freiheitlichen Strukturen wurden durch die Deutungshoheit des Vatikan zerstört. Allen voran die traditionelle Heilkunde, die für Teufelswerk erklärt wurde. Der Mensch der Jetztzeit ist dazu herausgefordert, die Idee des Christentums zu verstehen, nicht allein daran zu glauben und auf der anderen Seite eine Beziehung zu seinem eigenen Kulturkreis und Lebensraum wiederherzustellen und beides miteinander in Einklang zu bringen. Denn es ist eben keine Gefahr für den Glauben an den einen Gott, die Natur als beseelt vorzustellen oder neben den Maxwellschen Gleichungen und dem Energieerhaltungssatz auch die Existenz von Pflanzengeistern oder dem kollektiven Unterbewussten anzunehmen.

andychipster Avatar
andychipster:#12492

>>12490
Was soll dieses spirituelle Geschwätz auf einem Philosophiebrett? Dafür hat es /r/, oder, wenn sie euch dort nicht wollen, /b/.

likewings Avatar
likewings:#12493

>>12492
Da herrscht ein erzkatholischer Mod, der alles, was philosophisch oder nonkonfessionell ist, für Ketzerei hält und bannt.

_zm Avatar
_zm:#12494

>>12492
Was ist daran schlimm? Eine ganze Menge großer Namen der Philosophiegeschichte befasste und befasst sich mit diesen Themen. Auf /ph/ stehen alle Themen zur Diskussion, wenn man sie philosophisch behandelt. Ein bedeutender Teil der Philosophiegeschichte befasst sich mit Religionskritik, und diese ist nicht mit Feuerbach einfach so abgearbeitet worden. Religion hat auch dort Auswirkungen, wo die Menschen sich nicht zu einem Glauben bekennen, sie umfasst auch Bräuche, Sitten und Rituale, die das Leben der Menschen bestimmen, ohne dass sie bislang hinterfragt oder untersucht wurden.
Wenn hier spirituelle Themen auftauchen, ist das eine Einladung für Bernd, die Sache neu zu betrachten, Für und Wider abzuwägen, die Vorteile zu bedenken und die Nachteile einzukreisen.

samscouto Avatar
samscouto:#12495

>>12493
Ich habe gerade auf /r/ nachgeschaut und ich glaube dir nicht. Mach einen "Spiritualität"-Faden auf. Wahrscheinlich ist, dass du nicht gebannt wirst. Dafür ist es dort viel zu bunt.

>>12494
Über die Existenz von Pflanzengeistern zu "philosophieren" ist Bullshit, das kann man sich doch gar nicht mehr schön reden. Philosophie kann ja reevaluieren, aber wir müssen nicht gleich wieder zurück auf die Bäume.

starburst1977 Avatar
starburst1977:#12496

>>12495
Der Mod hat momentan Urlaub, so scheint es.

karsh Avatar
karsh:#12497

>>12495
/ph/ hat es viel nötiger, sich damit kritisch auseinander zu setzen. Halte es auch für eine Überreaktion, bei einem Wort wie Pflanzengeistern gleich alle Schotten dicht zu machen.

mbilderbach Avatar
mbilderbach:#12499

>>12497
Es gibt nichts neues unter der Sonne, etwas anderes zu behaupten ist intellektuelle Selbstüberschätzung der menschlichen Rasse.

Es gibt keine gesellschaftliche Progression sondern nur Degeneration, welche sämtliche Abweichung kennzeichnet.

vovkasolovev Avatar
vovkasolovev:#12500

>>12499
Möglicherweise stehe ich auf dem Schlauch, kann ich doch gerade nicht nachvollziehen, worauf sich deine Antwort bezieht. Ganz recht, es gibt nichts Neues unter der Sonne, doch es gibt Erinnerung und Vergessen, und auch das wusste schon Platon. Ich möchte teilhaben an der kollektiven Erinnerung unseres Ursprungs, dessen Erkenntnis uns vor Instrumentalisierung von außen schützt und unsere wahre Natur zur Geltung bringt.
Mit dem zweiten Satz hast du Recht, nur ist die Vorstellung des Ursprungs aus Sicht der katholischen Kirche durchweg fingiert, ähnlich wie das philosophische Konzept des Naturzustands oder die Propagandafantasien des Dritten Reichs zu unserem germanischen Erbe. Was dieses Ursprüngliche ist, von welchem wir drohen, abzuweichen, kann uns keine Institution, ja es kann uns keine organisierte Religion, Wissenschaft oder Philosophie verraten. Die Frage danach, das große "Wo kommen wir her?" oder "Was ist die Bestimmung des Menschen" ist gültig, die Antwort derselben von seiten des Vatikan dagegen stinkt zum Himmel.

sketi_ndlela Avatar
sketi_ndlela:#12501

>>12495
Wir philosophieren ja auch über die Existenz von Menschengeistern, ja, Philosophie spielt sich gerade in und durch den Geist ab. Geist ist der Gegenstand der Philosophie schlechthin.

millinet Avatar
millinet:#12504

>>12442
"Ich bin so jung. Die Welt ist so alt." --- Georg Büchner

>http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/prediger/1/

Das ist schöne Prosa. Aber es ist Altemännerprosa. Man muss sich fragen, ob das der Geist des Christentums ist: die Vergreistheit.

Wenn man sich >>12360 ansieht, kommt man zu einem anderen Urteil über die Weisheit. Weisheit ist nicht die Partydroge, die dir ein kurzes Hoch beschert und dich gleichzeitig durch den herbeigeführten körperlichen Zerfall drei Lebensjahre kostet. Vielmehr ist Weisheit gerade das Mittel, um die eigenen Kräfte ökonomischer einzusetzen. Man wird in der Regel nicht weise, weil man weise werden will - egal wie sehr man die Weisheit liebt. Man wird weise, weil die Kräfte nicht mehr ausreichen und man weise werden muss. Weisheit ist also weniger eine Haltung der Wahl als ein Schicksal. Dass der Predigerkönig (lässiger Typ übrigens, würde Bier mit trinken) jetzt dahin gekommen ist, die Weisheit weniger zu lieben - im Sinne von: aktiv herbeiführen wollen -, ist auch weise. Denn es ist Maß in allen Dingen. Und bei ihm war die Liebe zur Weisheit eitel, es ging ihm nur darum, als weise zu gelten. Das schmälert aber nicht die Weisheit selbst, sondern unterstreicht ihren schicksalhaften Charakter.

yesmeck Avatar
yesmeck:#12505

>>12501
>>12497
Was denkt ihr über Steingeister?

>>12499
>Es gibt nichts neues unter der Sonne
Forschung und Entwicklung. Neue Dinge werden jeden Tag konzipiert und realisiert. Dein Horizont ist hinreichend beschränkt, dass sich Dinge unter der Sonne außerhalb davon abspielen können.

turkutuuli Avatar
turkutuuli:#12506

>>12505
Ich denke über Steingeister, dass du nicht der richtige Gesprächspartner für sie bist. :3

Mit der Neuheit und Innovation verhält es sich dergestalt, dass sie eher Ergebnis von einer entsprechenden Präsentation einer Sache ist - unsere Gesellschaft wird durch die Vorstellung der Innovation angetrieben, dabei vergessen wir, dass wir seit der Steinzeit de facto im Faustkeilzeitalter stecken geblieben sind: wir befinden uns im Zeitalter von Geräten und Hilfsmitteln, dahingehend ist ein behauener Feuerstein keine größere Innovation als ein Hummertelefon oder ein Elektronenmikroskop. Der unkundige Mensch wird über Neuheit sehen, diese ist aber nur in seiner beeinflussten Wahrnehmung neu: die Industrie schreitet in kleinsten Trippelschritten voran, um aus den läppischsten Erfindungen den größten Profit zu schlagen, das sieht man besonders bei digitalen Geräten.
Die Fähigkeiten, die uns das Faustkeilzeitalter ermöglicht, liegen allesamt in uns selbst begründet - unser gesamtes Zeitalter lebt in der Illusion, es sei von Faustkeilen oder Mobiltelefonen abhängig, eine Folge der Selbstverleugnung seiner eigenen Natur. Wir sind umgeben von zahllosen Existenzprothesen, davon sprach Nietzsche genauso wie Botho Strauss. Es geschieht nichts Neues, die Prinzipien bleiben die gleichen und ihre Anwendung in verschiedensten Fällen bedeutet nichts weiter, als dass der Geist des Menschen sich an seine ursprüngliche Effizienz und Eleganz besinnt. Alle Zeitalter sind bekannt, wir müssen uns nur daran erinnern: nach dem Faustkeilzeitalter kommt das Spiegelzeitalter, wir sehen in den Dingen, die uns umgeben, dass sie alle Eigenschaften von uns bezeichnen und gelangen somit zur Selbsterkenntnis. Das Internet zum Beispiel ist ein Gleichnis auf die Verwobenheit der sich als individuell erfahrenden menschlichen Geister, es ist die Bewusstwerdung der Struktur des kollektiven Unterbewussten. Ob man etwas für neu hält, hängt davon ab, ob man nur aus der Sicht seiner menschlichen Rolle bewertet oder es vom Ganzen her betrachtet (sub specie aeternitatis), denn dann gibt es nur noch anamnesis, die Erinnerung an das, was einmal ganz gewiss war.

peterlandt Avatar
peterlandt:#12508

>>12506
>eine Folge der Selbstverleugnung seiner eigenen Natur
Die Natur des Menschen ist die Kultur. Dazu gehören Werkzeuge. Wäre ja lustig zu sehen, wie du das alles abschüttelst und mit deinen Fingernägeln Weizen aus der Erde kratzt. Der Stand der Technologieindustrie ist tatsächlich völlig behindert, aber Unterhaltungsspielzeug ist gerade halt gefragt. Die wahre Entwicklung findet jedoch nicht so stumpf statt wie das Update eines Smartphones zum nächsten. Wenn du dich für Technik interessierst, kannst du weit mehr finden; an vielen Orten auf der Welt wird weitaus mehr erforscht und entwickelt als das, was du bei Media Markt zu Gesicht bekommst, und das nicht nur in marktwirtschaftlichen Trippelschritten. Auch, wenn es dir als Nichttechniker so erscheinen mag.

>nach dem Faustkeilzeitalter kommt das Spiegelzeitalter
Gequirlte Kacke. Ist aber nicht das erste Mal, dass sich irgendwer die Menschheitsgeschichte als Ablauf von Zeitaltern vorstellt, das nächste beschreibt und dann mächtig daneben liegt. Selbsterkenntnis gab es schon immer, überall. Wird's auch immer geben. Aber wahrscheinlich stellst du dir die Massen auch als stumpfe Maschinen vor. Bild relatiert.

>Ich denke über Steingeister, dass du nicht der richtige Gesprächspartner für sie bist. :3
Wenn das alles ist, ok.
Nur schade, wenn man mehr erwartet.

buddhasource Avatar
buddhasource:#12510

>>12508
Natürlich sind die Massen stumpfe Maschinen, ich muss es wissen, ich gehöre dazu.
Die menschliche Natur ist seine Kultur? Weiß nicht.

xspirits Avatar
xspirits:#12512

>>12510
Solange der Mensch sich für einen Menschen hält, ist er eine Maschine, weil er sich selbst nicht durchschaut.
Hat der Mensch sich durchschaut, wird er sehen, dass er eine Maschine ist - gerade dadurch aber ist er zur Menschlichkeit gereift.

bruno_mart Avatar
bruno_mart:#12513

>>12512
Sprachverwirrung, Willkür.

ntfblog Avatar
ntfblog:#12514

>>12513
Sprachverwirrung ist es höchstens, wenn man glaubt, dass Worte eindeutige Symbole wären und keine Variablen. Ein Ton, den man in einer Tonart spielt, kann in einer anderen eine völlig andere Wirkung haben, trotzdem ist es der gleiche Ton.

karsh Avatar
karsh:#12517

>>12514
Hat jetzt unglücklicherweise nichts mit meinem Beitrag zu tun. Übrigens: Dein zweiter Satz in Interpretation zum ersten Satz wirkt nicht sonderlich bekräftigend, weil er sich auf eine andere Eigenschaft von Sprache bezieht.

Finde deinen impliziten Vorwurf auch deplatziert.

Du bekommst zwei von zehn Punkten, weil's grammatisch einwandfrei war.

ntfblog Avatar
ntfblog:#12530

Kühler Pfosten, OP. Warum sollte sich ein Mensch auch für Ideen und Ansichten entscheiden, die einem absolut nichts bieten wie eben Agnostizismus und Atheismus. Vielleicht, weil sie wahrscheinlich die Wahrheit sind? Warum sollte man die Wahrheit akzeptieren, wenn sie einem Nichts bieten kann?

Für den Glauben haben sich schon Leute eingesetzt die mehr zum menschlichen Geisteswesen beigetragen haben als alle Atheisten zusammen, Pascal zum Beispiel.

carlyson Avatar
carlyson:#12533

>>12530
Du sagst es, sie sind vielleicht die Wahrheit, vielleicht aber auch nicht.

Mir ganz persönlich reicht als Gottesbeweis dass einem Früchte von selbst auf den Kopf fallen um gegessen zu werden, ist mir vom Gefühl her zuviel Zufall um nicht von Gott so beabsichtigt zu sein.

malgordon Avatar
malgordon:#12534

>>12533
>Mir ganz persönlich reicht als Gottesbeweis dass einem Früchte von selbst auf den Kopf fallen um gegessen zu werden, ist mir vom Gefühl her zuviel Zufall um nicht von Gott so beabsichtigt zu sein.
Vulkanausbrüche, Erdbeben, Sturmfluten, Dürrekatastrophen, Krebs, AIDS, der schwarze Tod, Blitzeinschläge, Stadtbrände, Totgeborene.

Aber hey dir ist ein Apfel auf den Kopf gefallen, es wird wohl einen sorgsamen Gott geben.

https://answers.yahoo.com/question/index?qid=20081223095258AA0zeqW

Außerdem Züchtung.

alexradsby Avatar
alexradsby:#12535

>>12533

llun Avatar
llun:#12536

>>12534
Diese Welt ist nicht mehr das Paradies, du erinnerst dich? Schlange, Apfel und Vertreibung?
>>12535
Was bitte?

axel_gillino Avatar
axel_gillino:#12537

>>12536
Deine Gedankenführung ist etwa so einseitig wie die der abgebildeten Tiere. Weil etwas geschieht, glaubst du, jemand habe das nur für dich so eingerichtet? Habe dir schon eine Frikadelle ans Ohr gelabert und du darfst glauben, was du willst. Was mich doch wieder antworten lässt, ist, dass du dich zu einer weitverbreiteten Unsinnslehre bekennst und sie darstellst, als wäre sie der Heilige Gral.

stephcoue Avatar
stephcoue:#12538

>>12536
>Ich finde etwas Gutes, also gibt es Gott
>Ich finde etwas Schlechtes, also habe ich es verdient

rawdiggie Avatar
rawdiggie:#12540

Das man mit dem Abartigen und Bösen glaubt Gott widerlegen zu können ist doch um Nichts besser als zu meinen ihn mit dem Guten beweisen zu können.

Vielleicht folgt ja alles einem Plan, der Grauen, Abartigkeit, Verschwendung und Unsicherheit dafür einsetzt, um schneller zu einem letztenendes Mensch und Tier wohlwollenden Ziel zu gelangen. Oder vielleicht wird Ziellosigkeit und Unkoordiniertheit der Dinge bewusst eingesetzt, ganz gleichen welches Leid sie verursacht, um irgendwas zu ermöglichen, das nützlich ist.

Dass Gott kein linker, humanistischer Kulturmarxist ist, das ist jedem Gläubigen, der ein bisschen das Alte Testament kennt, bewusst.

Man kennt nicht den Anfang, man kennt nich das Ziel, man weiß nicht mal, ob es überhaupt ein Ziel gibt, wieso soll man dann glauben, mit ein paar Kettenschlüssen alle spektakulären Möglichkeiten, wie Gott und die Welt sein könnte, widerlegen zu können?

jimmywebdev Avatar
jimmywebdev:#12541

>>12540
Also plädierst du für einen radikalen Agnostizismus?

leelkennedy Avatar
leelkennedy:#12542

>>12541

Überhaupt nicht, Agnostizismus ist was für Faule und Feige.

Es ist schon gut, dass die Leute ihren Glauben haben, wenigstens, um sich die lähmende Angst vor der Ungewissheit ein bisschen ausrden zu können.

vikashpathak18 Avatar
vikashpathak18:#12543

>>12542
>Agnostiker sind feige
>Gläubige brauchen Gott um "lähmende Angst" zu überwinden
Hast dir echt gut selbst widersprochen.

mauriolg Avatar
mauriolg:#12544

> erster Faden auf /ph/
> hurr durr warum nicht Paskals Wette

Weil du für jeden dieser absolut unbelegten Drogenphantasien ein Gegenstück postulieren kannst, das genau andersherum funktionert, dich also für Glauben an deinen magischen Himmelszauberer bestraft und für das Gegenteil belohnt.

trickyolddog Avatar
trickyolddog:#12545

>>12544
> genau andersherum funktionert

Dies. Wenn OP von seinem Alleweltsglauben als von einer wunderbaren Methode redet, mit seinem Leben klarzukommen, stellt er es so einseitig dar wie der übliche Mitläufer. Die Vorteile bei einem derartigen Glauben überwiegen auf keinen Fall die Nachteile. Wer sich einer höheren Macht überantwortet, egal ob Regierung, Religion oder metaphysischer Figur, der ist ihr auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Wir sehen das auf allen Erdteilen.
Es gibt durchaus Lebensentwürfe, die als wirklich mutig und konstruktiv abstechen, dazu gehört vor allem die Idee, dass wir Menschen alle in und durch Gott sind (Pan[en]theismus, Atheismus, Animismus), denn bei dieser Lebensauffassung liegt die Verantwortung allein bei uns und wir können und brauchen uns dann nicht herausreden mit: Aber Gott wollte es so! Ich bin nur ein armes Würstchen, das gelenkt wird von transzendenten Wesen!
Natürlich sind dem menschlichen Denken und Verstehen Grenzen gesetzt, die man nur auf Kosten von Verständlichkeit überschreiten kann. Aber einen Glauben dort vorschieben, wo man eigentlich verstehen müsste, ist ein Vergehen gegen seine eigenen Fähigkeiten. Wer glaubt, wo er eigentlich wissen könnte, der versklavt sich selbst.

sketi_ndlela Avatar
sketi_ndlela:#12546

>>12544
Hast du den OP nicht gelesen?

markolschesky Avatar
markolschesky:#12547

>>12546
> Hast du den OP nicht gelesen?

In der Tat habe ich nach dem Satz
> Folglich ist Glaube das logisch Richtige
nur noch halbherzig weitergelesen, aus offensichtlichen Gründen.

> Warum die viele/beliebige Götter Kritik diese Erkenntnis nicht berührt sollte klar sein
Nein, erleuchte mich.

> z.B würde ein Gott der Gläubige bestraft, der Menscheitsgeschichte in der Hominisation den Glauben in die Wiege legen?
Warum nicht? Warum kannst du irgendwelche Annahmen machen?




>einfach mal selber Nachdenken dies ist eine Seite für Intelligente Menschen ;3
Ich bin wohl nicht schlau genug. Bitte um Belehrung!

karlkanall Avatar
karlkanall:#12548

>>12543

Sehr gute Argumentation, jedenfalls steckt mehr an Mut und Aufwand dahinter, eine konkrete Vorstellung zu etwas zu haben und ihr zu folgen, als dass man es einfach aus seinem Alltag und Bewusstseinsradius rausstreicht.

Nun stelle man sich einmal vor wo das menschliche Geisteswesen heute wäre wenn jede Disziplin eine solche agnostizistische Haltung an den Tag legen würde.

emilioiantorno Avatar
emilioiantorno:#12551

>>12547
Bitte lies aufmerksam. Ich fasse jetzt philosophische Abhandlungen von unbegrenzter Länge mit einem Wort zusammen: Innerer, logischer Kontext.

In der Frage nach der Existenz Gottes gibt es zwei Möglichkeiten. 1. ist es gibt ihn und 2. ist es gibt keinen Gott. Du benutzt die nicht perfekte Wissenschaft oder die nicht perfekte philosophische Erkenntnis um einen inneren, logischen Kontext zu erkennen der dir aus deiner eingeschränkten Perspektive als Mensch aufzeigt dass die Existenz Gottes unwahrscheinlich ist (bei mir tut der innere, logische Kontext das Gegenteil) gilt für dieses Universum.

Dies hat keinen Einfluss auf die Pascalsche Wette den beide Überlegungen sind nicht Perfekt. Und die Belohnung für Glaube/Gottgefälliges Leben ist unendlich und damit immer Lohnenswerter als Unglaube, so klein die Chance auch sein mag. Glaube ist immer Lohnenswerter.

Der innere, logische Kontext für Fall 1, also die Möglichkeit das Gott existiert, widerspricht einem Gott der Glauben bestraft, es ist kurz "weniger wahrscheinlich". Die Wahrscheinlichkeit dass ein Gott der Liebe und Hoffnung geschaffen hat Liebe bestraft ist unwahrscheinlicher als das Belohnen von Liebe. Diese Erkenntnis ist anders als die Erkenntnis des Verstandes perfekt, weil sie direkt aus einem menschlichen Gefühl ähnlich eines Urininstinkt entstammt. (Da sind wir wieder beim Buddhismus.) Die Idee dass Gott Liebe bestrafen könnte ist nichts als ein Gedankenexperimente des Verstandes welches das Bild (des Gefühls) eines unfassbaren Gott ins Gegenteil verkehren möchte. Noch ein Beispiel: Wenn Gott Sadist wäre warum dann den Menschen die Hoffnung erlauben und sie erst nach dem Tod bestrafen, wenn man ein schönes Leben gehabt hat? Der innere, logische Kontext des Verstandes und des Gefühls lässt einen Gott der Unglauben bestraft unwahrscheinlich werden.

ggavrilo Avatar
ggavrilo:#12552

>>12548
Mit "Ich weiß, dass ich nichts weiß." fing das menschliche Geisteswesen erst an.

>>12551
Gott will, dass wir Agnostiker sind, weil das die einzige intellektuell redliche Ansicht ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Gott, der Intelligenz geschaffen hat, Intelligenz bestraft, ist niedrig.

Gott wird Agnostiker ins Himmelreich befördern und alle Theisten und Atheisten mit ewigen Höllenqualen strafen. Dort sitzt sein Bruder Hadesatan, der die Leichtgläubigkeit erschaffen hat.

Und jetzt runter von meinem Planeten.

haydn_woods Avatar
haydn_woods:#12553

>>12548
Mit "Ich weiß, dass ich nichts weiß." fing das menschliche Geisteswesen erst an.

Ich weiß, dass ich nichts weiß =/= Ich weiß, dass ich nichts wissen kann.

bruno_mart Avatar
bruno_mart:#12554

>>12552
Jetzt noch die Frage was redlich ist und ob nicht auch ein Theist oder ein Atheist einen intelligenten Grund für seine Überzeugung haben kann.

RussellBishop Avatar
RussellBishop:#12556

>>12553
>Ich weiß, dass ich nichts wissen kann.
Sagt ja auch niemand. Nicht mal Agnostiker. Nicht so allgemein.

>>12554
Planst du hier eine unendliche Rekursion oder so? Wesentlich ist, dass man sich die Gottheit für die Wette willkürlich herleiten kann. Gerade, wenn man sich so wie du nur ein beliebiges Kriterium hernimmt.

Im Zusammenhang dessen, was man als übermenschlich ansieht, dann mit menschlichen Annahmen zu Wahrscheinlichkeiten zu argumentieren, ist natürlich auch hanebüchen. Aber das jetzt nur noch mal oben drauf.

Leider habe ich aber vergessen, dass ich mich hier in einem /r/ Trollfaden befinde, und mir nun unnötige Mühen gemacht. Na ja, auch so kann man Schnelltippen üben.

ryanmclaughlin Avatar
ryanmclaughlin:#12557

>>12556
Planst du hier eine unendliche Rekursion oder so? Wesentlich ist, dass man sich die Gottheit für die Wette willkürlich herleiten kann. Gerade, wenn man sich so wie du nur ein beliebiges Kriterium hernimmt.
> Äh nein, und ich könnte tausende Kriterien anführen, wie gesagt unendlich lange Abhandlungen.
Im Zusammenhang dessen, was man als übermenschlich ansieht, dann mit menschlichen Annahmen zu Wahrscheinlichkeiten zu argumentieren, ist natürlich auch hanebüchen. Aber das jetzt nur noch mal oben drauf.
> Das Übermenschliche (musste erstmal in Gedanken von Nietzsche weg) wirkt auf den Menschen, wir können nur bewerten was wir wahrnehmen. Wie heißt das noch auf Fachchinesisch?
Leider habe ich aber vergessen, dass ich mich hier in einem /r/ Trollfaden befinde, und mir nun unnötige Mühen gemacht. Na ja, auch so kann man Schnelltippen üben.
> Schnell tippen? So einen kurzen Text? Außerdem nur weil ich trolle bedeutend das nicht dass ich es nicht ernst meine.

jehnglynn Avatar
jehnglynn:#12558

>>12551
Du preist deine Haltung mit guten Gründen an. Was mich und nicht nur mich daran stört, ist eher die Schattenseite dieser Haltung. Du bist als Gläubiger deinem Gott verpflichtet, aber besitzt du Gotterkenntnis? Hast du Gott unzweifelhaft geschaut und gefühlt, also ein Erweckungserlebnis gehabt? Berufst du dich auf deine eigene Göttlichkeit und sprichst somit aus natürlicher Autorität? Wenn dem nicht so ist, dann wirken die Nachteile dieser Haltung stärker als der Nutzen, und diese sind der Gehorsam gegenüber Pflichten und Regeln, die du für unumstößlich, weil göttlich hältst. Vielleicht hast du schon Wüsten durchwandert, das heißt, jahrelang gezweifelt und hast eine innere Sicherheit gewonnen. Deine Worte verraten mir aber etwas anderes, denn sie lassen den Schluss zu, dass deine Position aus Unwillen zur Untersuchung eingenommen wurde.
Das heißt nicht, dass größerer Zweifel und größerer Wille zur Untersuchung deine Haltung substantiell ändern würde, aber sie würde in Wort und Ausdruck eindringlicher und überzeugender sein. So klingst du nur wie ein Anhänger einer Religion. Und wir wissen, Religionen sind nicht für Gläubige, sondern sie sind eine Selbsthilfegruppe für jene, die gern glauben wollen, aber nur gehorchen können.
Nur Erkenntnis macht frei, nur Gotterkenntnis, die Erkenntnis, dass du selber Göttliches wirken kannst weil du aus der gemeinsamen Quelle stammst, nur dies verschafft wahre Autorität. Und Erkenntnis ist etwas, das die Religionen verachten, die Religionen sind ein strenger Kindergarten mit magischer Einrichtung, aber wer wirklich verstehen will, muss den geheimen Weg gehen.
Christen, Juden, Muslime, sie sind zum größeren Teil gehorsam - und ihr Glauben ist mehr ihre spirituelle Staatszugehörigkeit. Aber glaubst du allen Ernstes, alle in einer Religion organisierten Menschen wären gläubig? Glaubst du, auch nur 10 % sind wirklich gläubig? Bedenke, dass zum Beispiel die Kirche mit ihren Ritualen der Heiligen Schrift widerspricht, indem sie Kinder und Neugeborene tauft, die doch in keinster Weise zu einem Glauben erwacht sein können. Dieser Brauch lässt sich zurückführen in die Zeit, in der die katholische Kirche den Menschen die ewige Verdammnis angedroht hat, sollten sie ungetauft sterben. Eine perfekte, ja ausgezeichnete Geschäftsstrategie, Menschen zu rekrutieren für den Staate des Papstes.
Reiner Glaube findet sich kaum in den öffentlichen Religionen, die von Wettstreit und Eigendünkel beschmutzt sind. Die öffentlichen Religionen sind zumeist eher Fangzaun und Hindernis für die Menschen, die wirklich mit ihrem göttlichen Selbst in Kontakt treten wollen, denn sie, die Priester, Rabbis und Imame, "verwalten" das Göttliche, als moderne Schamanen und unterdrücken damit das Wissen um die Möglichkeit, dass Gotterkenntnis und Gottesliebe völlig ohne Instanzen möglich, ja sogar angeraten ist. Dies ist die Botschaft Jesu Christi, der wie Giordano Bruno, Spinoza oder der heilige Franziskus seine Identität mit der göttlichen Quelle einsah. Und diese Menschen blieben nicht stehen bei ihrer Erkenntnis, sie ließen sich nicht Sohn Gottes nennen, denn jeder ist Sohn oder Tochter Gottes, diese Männer waren nur Befreier und Verkünder, die um die göttliche Kraft im Menschen wussten. Sie wussten - und alle Erwachten zu allen Zeiten wissen - dass dem erwachten Menschen keine Grenzen gesetzt sind. Jeder Mensch kann die Erkenntnis erreichen und jeder kann göttliche Werke tun, gemäß Johannes 14:12 :

"Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun; denn ich gehe zum Vater."

Und ein Letztes, OP, zu deiner Vorstellung von paradiesischer Belohnung. Auch hier widerspreche ich nicht wesentlich, aber die Präsentation dieser Haltung ist es wieder, die mich beunruhigt, weil aus ihr der Dogmatismus klingt, aus dem wir uns mühevoll zu befreien suchen:

> Und die Belohnung für Glaube/Gottgefälliges Leben ist unendlich

Damit stimme ich nur insofern überein, als man dies mit einem Zitat Spinozas umformulieren kann:

"Die Glückseligkeit aber ist nicht der Lohn der Tugend, sondern die Tugend selbst."

Erkenne dich selbst und werde dadurch glücklich. Die Glückseligkeit ist die Tugend. Das Paradies ist im Jetzt, das Himmelreich ist hier. Wer das erkennt, der braucht nicht zu fürchten und zu hoffen, denn der Tod und die Wandlung in einen anderen Zustand wird ihm vorkommen wie ein müheloser Kleiderwechsel.

anaami Avatar
anaami:#12559

>>12552
> Agnostiker

Es kann schon sein, dass er Agnostiker weit mehr durch Glück belohnt, weil der Agnostiker eine riesige Demut in seinem Leben verwirklicht. Das ist ehrenwerter als mühelos und von vornherein zu behaupten, alles sei sicher.
Und wer ohne einen Gottesbegriff glücklich ist, der ist aus der Perspektive der Ewigkeit näher an der Vollendung als jemand, der behauptet, die volle Wahrheit und den rechten Glauben zu besitzen, aber unglücklich und voller Hass, Missionierungsglauben und Wetteifer ist.
Die beste Lösung scheint mir Agnostizismus dennoch nicht.

freddetastic Avatar
freddetastic:#12560

>>12559
Und was erscheint dir die beste Möglichkeit?

ah_lice Avatar
ah_lice:#12561

>>12560
Naja, Theismus ist sehr beeinflusst von den sehr begrenzten Vorgaben etablierter Religionen. Theismus ist dabei sehr oft die Standard-Einstellung, die der Mensch hat, wenn er sich ganz der gesellschaftlichen Beeinflussung überlässt: meiner Erfahrung nach ist diese Einstellung, die auf die geringste Beschäftigung mit dem Thema schließen lässt - als Theist wird das Wissen um das Göttliche die Aufgabe der Kleriker und somit hat man sich auf deren Auslegung zu verlassen. Der Menschentyp hinter dem Theisten ist in einem gefährlichen Maße vertrauensselig, was aber keine Wertung beinhaltet. Jeder Mensch gibt in anderen Belangen seines Weltbildes seine Verantwortung an andere ab, Theisten aber und Konservative tun dies zum überwiegenden Teil.
Der Atheist hingegen zeichnet sich weniger durch seine Gottlosigkeit, sondern durch seine Ablehnung der gängigen religiösen Lehre aus. Er ist de facto eher areligiös als wirklich vollkommen ohne einen Gottesbegriff - vor dem Hintergrund des Theismus aber ist er gottlos, weil seine tiefergehende Beschäftigung mit dem Thema ihn zu Ergebnissen führt, die der Religion im Weg stehen, weil sie subversiv wirken. Der Atheist ist auf dem guten Weg, die Lehrgebäude in Zweifel zu ziehen, aber seine Position hängt deutlich noch von der Konvention ab, zumindest solange er sich selbst als Atheist betrachtet oder bezeichnet.
Der Agnostiker nun - und hier betreten wir weltanschaulich eine andere Ebene, wir sprechen nicht mehr davon, ob es (den "offiziellen") Gott gibt, sondern ob wir etwas von Gott überhaupt wissen können; im Wort Agnostiker liegt jedenfalls noch nicht bestimmt, von welchem Gottesverständnis man ausgeht - also, der Agnostiker verneint die Möglichkeit, Gott und das Göttliche zu erkennen. Ich nenne diese Haltung demütig und wir sehen, dass Agnostizismus nicht selten die Weltsicht der Menschen ist, die sich verdient machen um Gesellschaft und in der Forschung.
Doch wie wir wissen, sind alle diese Auffassungen auf ihre Weise selbsterfüllende Prophezeihungen: das, was der Gottesnarr wahrnimmt, wird er immer im Rahmen seines Verständnisses deuten und so lautet das Ergebnis immer, Gott existiert, während für den Agnostiker, dessen Grundannahme die Unmöglichkeit, zu erfahren ob es Gott gibt, immer diese Unmöglichkeit zum Ergebnis haben wird.
Und auch darum ist der Agnostiker bemerkenswert, weil er es ablehnt, Gott vorzustellen - denn seine unbewußte Erwartung stellt Gott tendenziell als viel mächtiger vor, als es die eher unreflektierten Theisten tun.
Meiner persönlichen Einschätzung nach stößt der Agnostizismus aber zu schnell an die Grenzen, die er sich selbst stellt. Zudem scheint eine unbewußte Annahme seines Weltbildes zu sein, dass, sollte es einen Gott geben, der Mensch absolut keine Möglichkeit besitzt, sich ihm erkenntnistechnisch zu nähern.
Der Gnostiker im Gegenzug hält die Erkenntnis nicht in Händen, aber er hält die Hände offen und den Geist bereit, denn all die vorhergehenden Einstellungen begrenzen sich sehr schnell selbst. Die agnostische Sicht krankt daran, dass sie das Gott notwendig für etwas dem Menschen vollkommen verschiedenes denkt - und ja, wenn man sich dem Thema so nähert, ist das Göttliche aus dem Leben verbannt. Der Gnostiker hingegen geht von einer möglichen Identität der Schöpfung und des Schöpfers aus, demnach ist das Sein aufgebaut wie eine Möbiusschleife, Schöpfer und Schöpfung sind eins, ihre Unterscheidung ist ein Ergebnis unseres Begriffsdenkens. Agnostisches Denken scheint davon auszugehen, dass, sollte es so etwas wie einen Gott geben, dieser vollkommen mit sich selbst beschäftigt ist und irgendwo parallel neben unserer Welt steht. Und ja, aus der Sicht gesehen ist es auch so. Dann kann man guten Gewissens alles theologische Vokabular wegwerfen.
Die gnostische Sicht hingegen postuliert nicht, dass der Gott der Religionen, bzw die Vorstellungen, die über Gott kursieren, etwas mit der Wahrheit zu tun haben müssen, aber sie postuliert die Möglichkeit der Erkenntnis. Gnostisch zu denken heißt dabei, das Göttliche im Menschlichen und umgekehrt zu vermuten, das Ungewöhnliche im Gewöhnlichen und umgekehrt. Der Mensch hat Gott in sich selbst zu finden, wie Augustinus schreibt.

joe_black Avatar
joe_black:#12562

>>12561

Ich fühle mich mit der gnostischen Position am wohlsten. Aber jeder nimmt die Einstellung an, die seiner Natur entspricht. Als Wissenschaftler reicht es sehr oft, Atheist oder Agnostiker zu sein, während Künstler sich zuweilen eher als Gnostiker empfinden. Die wirkliche Flexibilität des Geistes wäre es aber wohl, jede Position nachempfinden zu können und in verschiedenen Situationen die Welt von den verschiedenen Winkeln aus zu betrachten. In einer Gemeinschaft von Theisten zum Beispiel wirkt man den meisten Einfluss eben nicht, indem man sie provoziert und missionieren will, sondern indem man ihrem Idiom folgt, um sich zu verständigen. Letztlich will keine Gruppierung willentlich eine Erkenntnis verschleiern, sondern jedes Individuum sucht sich die Einstellung, die ihm am meisten zusagt.
Da die gnostische Sicht aber die am wenigsten besprochene von diesen vieren ist, halte ich es für lohnenswert, immer mal wieder die Aufmerksamkeit auf sie zu lenken, damit alle die Suchenden wählen können und nicht aus Verlegenheit in Grenzen verweilen, die ihnen nicht zu Gesicht stehen.

dhooyenga Avatar
dhooyenga:#12563

>während Künstler sich zuweilen eher als Gnostiker empfinden.
Quellen?

mrzero158 Avatar
mrzero158:#12564

>>12563
Ich beziehe mich dabei auf keine bestimmten Artikel oder Veröffentlichungen, aber wenn man die Biographien von Künstlern verschiedenster Zeitalter betrachtet und Form und Inhalt ihrer Werke, können wir erfahren, dass deren Bezug auf das Göttliche ein lebendiger ist und nicht erklärt werden kann durch die öffentlichen Lehren einer etablierten Religion. Leonardo da Vinci besaß einen Gottesbegriff, hielt sich öffentlich aber zurück mit seiner Kirchenkritik, auch er hätte im Kontext seiner Zeit trotz der säkulären Herrschaft der Patrizierfamilien als Atheist gegolten, obwohl er durchaus einen Bezug zum Göttlichen aufweist. Es verhält sich überraschenderweise ähnlich bei anderen Renaissancekünstlern, denen man Treue zu Kirche und Konvention andichtet, wie Michelangelo Buonarotti, der aber lediglich wusste, wie er sich dem Klerus anzubieten hatte. Der prominenteste kunstwissenschaftliche Hinweis in Michelangelos Werk auf seine Gesinnung ist in seinem Werk die Erschaffung Adams zu sehen: Die Symbolsprache deutet auf die Heilige Schrift hin, doch der Subtext der Darstellung zeigt ein fortschrittliches und höchst unkonventionelles Bild Gottes: Auf dem Fresko sehen wir Gott in einem geschwungenen Rahmen eingefasst, der in Untersuchungen den Umrissen des menschlichen Gehirns auffällig ähnelt. Die Implikationen darin bedürfen keiner großen Erklärung.
Ein weiteres Beispiel ist in der Biographie des englischen Malers, Philosophen und Dichters William Blake zu finden, welcher erst in den 1960er Jahren die gebührende Anerkennung fand und Generationen neuer Künstler inspirierte.
Wir können schon in Platons Ideenlehre die Grundzüge der gnostischen Sicht ausfindig machen, wobei er weder der erste noch der letzte war, der zu dieser Einsicht kam. Sehen wir heutzutage Filme wie Die Truman Show oder Die Matrix, so sind dies durchweg gnostische Werke, die eine zeitgemäße Neuauflage von Platons Höhlengleichnis sind.
Der Ausweg aus der Höhle, das Verlassen der Matrix, die Truman-Show zu verlassen, das sind Metaphern für die Erkenntnis, für die Gnosis.
Den Schöpfer und die Schöpfung als Einheit begreifen die meisten aufrichtigen Künstler, wenn auch nicht jeder darum viel Aufhebens macht oder in Abhandlungen erklärt, was ihn antreibt. Die Schöpfung eigener Werke, mehr noch, die bloße Schaffenskraft sind für sie lebendiger Beleg der Identität ihres Selbst mit der Quelle.
Es scheint eine stillschweigende Übereinkunft zu sein, den Weg der Erkenntnis niemals zu sehr zum Thema der Öffentlichkeit zu machen, denn der durchschnittliche Mensch fühlt sich durch die Aufforderung, das Sein zu verstehen, zu Recht überfordert. Es ist ein unbefestigter Weg der Wenigen, der für jeden anders gestaltet ist - es hat auch seinen Sinn, dass die etablierten Religionen keine gnostisch christlichen Evangelien zitieren, oder dass Imame die Lehren der Sufis behandeln, denn ihre Religion ist für das Volk. Der Einzelne aber, der Suchende, der Entwurzelte, kann sich mit keinem vorgefertigten Bild der Wirklichkeit abgeben. Der Künstler, der seinem Typus nach nicht allein Schöpfung, sondern Schöpfer ist, erkennt die Verbundenheit des Größten und des Kleinsten, vergegenwärtigt sie in seiner Empfindung, in Gefühl und Gedanke und verwirklicht sie in seinem Werk. Ein Spruch, der die gnostische Lebensauffassung brilliant zusammenfasst, stammt von William Blake:

"To see a world in a grain of sand
And a heaven in a wild flower
Hold infinity in the palm of your hand
And eternity in an hour."

In dieser Auffassung liegt begründet, dass alle Schätze des Seins dem erkennenden Geist zugänglich sind, dass die Trennung der Welt durch den menschlichen Geist eine Verkennung des Lebens ist und dass das Göttliche nichts Fremdes ist, sondern etwas, mit dem wir pausenlos im Dialog stehen - und die Erkenntnis ist es, die uns dies zu Bewußtsein ruft.

turkutuuli Avatar
turkutuuli:#12565

http://www.vopus.org/en/gnosis/art/gnosis-and-art.html

commoncentssss Avatar
commoncentssss:#12567

>>12565
https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_agnostics#Media.2C_arts

ggavrilo Avatar
ggavrilo:#12584

>>12567>>12567
Die entsprechende Liste für Gnostiker existiert nicht. Was kann man für einen Schluss daraus ziehen, Bernd? Ist die Menge an Gnostikern so gering, dass keine Liste zustande kommt? Oder ist die gnostische Position so grundsätzlich in der Kunst wie >>12564 behauptet?
Erschwerend ist dabei vielleicht, dass Gnosis diese Doppelbedeutung hat, einmal bezeichnet der Ausdruck das Gegenteil von Agnostiker und einmal bezeichnet es eine philosophisch-religiöse Bewegung mit eigener Mythologie.
Viele unterscheiden gar nicht dazwischen, was zu erwarten, aber trotzdem nicht selbstverständlich ist.
Hier zumindest lese ich, wie Beethoven und Mozart als Vertreter dieser Richtung genannt werden. Was sagt Bernd dazu?

http://www.gnosistr.com/aleman/die-gnosis-als-kunst.html

itskawsar Avatar
itskawsar:#12585

>>12584
Gnosis war schon ein Ding bevor jemand ein Wort dafür hatte, würde ich meinen. Und viele haben sich nie um Theorie geschert oder mussten öffentlich Stellung beziehen, darum waren viele Künstler sich dessen nicht bewußt, dass sie Gnostiker waren. Die Erklärung kann aber auch Schwachsinn sein.

dpg Avatar
dpg:#12586

>>12584
> http://www.gnosistr.com/aleman/das-ziel-der-gnosis.html

Liest sich, als wäre die Seite direkt aus isidors Schwurbelfabrik entsprungen.

xspirits Avatar
xspirits:#12587

>>12586
Diese Gemeinschaft der Disziplinen wird in Europa immer befürwortet, aber wirklich viel passiert nicht, damit es sich dorthin entwickelt. Die Spezialisten bleiben gerne unter sich in der Komfort-Zone. In der indischen Kultur dagegen kann man sehen, dass sich Wissenschaft, Philosophie, Kunst und Mystik sich niemals so voneinander gelöst haben, das kommt besonders daher, weil die alten Schriften der Inder als Quelle für alle dieser Disziplinen dient, darin finden sich die Grundzüge der Medizin, der Psychologie, der Staatsführung und alles ist verbunden durch einen dichterischen Rahmen.

ademilter Avatar
ademilter:#12588

Update: Wir befinden uns bereits im Postgnostizismus.

maiklam Avatar
maiklam:#12590

>>12588
Was besagt der? Wie unterscheidet er sich von dem Gnostizismus? Ist das am Ende wieder Agnostizismus?

aiiaiiaii Avatar
aiiaiiaii:#12591

>>12588
Agnostizismus und Gnostizismus sind doch keine Epochen, es sind epistemologische Haltungen. Wie können die abgelöst werden? Entweder sage ich: ich kann erkennen oder ich kann nicht.

craighenneberry Avatar
craighenneberry:#12594

>>12586
Isidor ist eben eher Lyriker als Philosoph.

funwatercat Avatar
funwatercat:#12595

>>12594
Nietzsche würde dich hauen.

umurgdk Avatar
umurgdk:#12596

>>12595
Nietzsche war beides.

tusharvikky Avatar
tusharvikky:#12598

>>12590
>>12591
Ich mach's mir mal einfach.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gnosis

>verschiedene religiöse Lehren und Gruppierungen des 2. und 3. Jahrhunderts nach Christus

>Üblicherweise bezeichnet Gnosis ein religiöses Geheimwissen, das die Gnostiker nach eigenem Verständnis von der übrigen Menschheit abhebt.

Diese Kacke ist altbacken und kein ernstzunehmender Philosoph debattiert noch über spirituelles Geheimwissen. Aber ihr würdet klasse Mormonen abgeben.

Übrigens gibt es sehr wohl eine Liste von Gnostikern, anders als der inkompetente >>12584 behauptet, da sind nur keine wichtigen Menschen drin, weil's behindert ist.

Und jetzt lasst mal diese pseudointellektuelle Scheiße, Gnosis ernsthaft als Möglichkeit einer Geisteshaltung zu betrachten, und verschwindet in irgendein Hermetikerbrett oder meinethalben /r/, wo sie euch aber wohl sperren, weil es selbst für dort zu blöd ist.

Das hier zu diskutieren als würde ich in ein Autoforum gehen und Räder aus Stein diskutieren und warum sie eigentlich besser sind als andere Varianten.

>Ebenfalls unerwünscht: Magische Kategorien, Sprachverwirrung,
Argumentation basierend auf Tradition / Abergläubigkeit / Mystik /
religiösem Dogma

Die Toleranz von /ph/ sollte nicht darin münden, dass "intellektuell korrekt" jeder Unsinn zugelassen wird.

RAUS RAUS RAUS

keyuri85 Avatar
keyuri85:#12599

>>12598
Okay, Theisten lasst ihr zu, Atheisten noch lieber und Agnostiker sowieso und Gnostiker nicht? Ist das nicht ein bisschen ungerecht?

vickyshits Avatar
vickyshits:#12603

>>12598
> meinethalben /r/, wo sie euch aber wohl sperren, weil es selbst für dort zu blöd ist.


Schon längst geschehen. Isidor ist auf keinem Brett gewünscht. Bald gibts ein Grillfest.

subburam Avatar
subburam:#12604

>>12598
Gnosis ist das griechische Wort für Erkenntnis. Manche nennen das auch die immerwährende Philosophie oder philosophia perennis. Du verwechselst die Religion mit der epistemologischen Haltung. Das Wort hat nun einmal mehrere Anwendungen, du würdest doch auch nicht sagen, man kann nicht in einem Schloss wohnen, weil auf Wikipedia steht, dass ein Schloss etwas ist, womit man etwas abschließt.

a_harris88 Avatar
a_harris88:#12605

>>12598
Du machst es dir zu leicht. Das Wort Gnosis bedeutete schon Erkenntnis, bevor es gnostische Christen und gnostische Geheimbünde gab. Mit deiner Ablehnung signalisierst du darüberhinaus, dass du also die Möglichkeit jeglicher Erkenntnis ablehnst, weil es nur Gnosis und Agnosis gibt. Bist du dir denn sicher, dass du erkennen kannst, dass du nichts erkennen kannst? Dann wärst du ein gnostischer Agnostiker, höhö, und dann müsstest du vor dir selbst weglaufen.

nasirwd Avatar
nasirwd:#12606

>>12605
Das einzige Credo, mit dem /ph/-Bernd leben kann, scheint zu lauten: Ich weiß nicht, ob ich nicht wissen kann, dass ich nichts wissen kann.
Wer weiß, vielleicht ist das ja der Weisheit letzter Schluss, steht nicht sowas schon in Faust? Dann aber ist Philosophie wirklich (nur) ein Gedankentanz und das Spiel eines Narren mit sich selbst.

vigobronx Avatar
vigobronx:#12607

>>12604
>>12605
Sich auf die Wortherkunft zurückzuziehen funktioniert nicht, wenn der Begriff eine inhaltliche Veränderung erfahren hat. Alternativ beschreibe mir einen Gnostizismus, der vom Trick des "Ich weiß dank Magie!" abweicht.

>>12599
Du findest es unfair, dass Bullshit unterdrückt wird? Fairerweise möchte ich dann sagen, dass FSM keine Parodie, sondern die Wahrheit ist. Da ich Gnostiker bin, verfüge ich über dieses faktische Wissen. Viel Spaß im Bierhimmel!

olgary Avatar
olgary:#12608

>>12607
> wenn der Begriff eine inhaltliche Veränderung erfahren hat.

Du verwechselst gerade das Wort mit dem Begriff. Das Wort bezeichnet zwei Begriffe. Es gibt da eine Disziplin namens Semantik, die sich mit der Bedeutung von Worten befasst. Ein Wort, das mehrere Bedeutungen / dem mehrere Bedeutungen zugewiesen werden, ist demnach polysem (vielbedeutend), oder aber Gnosis im Ursprungssinn und Gnosis als Geheimlehre sind zwei verschiedene Worte mit verschiedenen Begriffen, sind aber homophon (gleichklingend), deshalb das Beispiel mit dem Wort Schloss, es gibt noch viele weitere wie Glück (Erfüllung, Schicksal, zufälliges Wohlergehen), Bank und so weiter. Natürlich steht dein Einwand aber für eine ganz allgemeine Kritik, also böte sich an, das Wort zu vermeiden, und einfach Erkenntnis oder Erkenntnisorientierung zu sagen, dann allerdings müsste sich auch der Begriff Agnostizismus zu Nichterkenntnis oder Erkenntnisverneinung verändern. Oder aber, weil du ja Gnosis nur nach der Auffassung der Religion verstehst, bedeutet folglich Agnostizismus ja auch bloß: Ablehnung der Religion der Gnosis, dann bedeutet er nicht mehr, dass derjenige der sich damit bezeichnet, sich nicht in der Lage sieht, das Prinzip des Seins, das Sein, das Ding an sich zu erkennen.

> Du findest es unfair, dass Bullshit unterdrückt wird?

Bullshit ist ein Urteil, das du höchstwahrscheinlich auf die Religion beziehst. Das FSM gilt in der Regel als Polemik gegen einen persönlichen Gottesbegriff. Gerade das ist es nicht, was die ursprünglich Gnosis / Erkenntnis zum Gegenstand hat. Siehst du, auch hier treffen wir implizit auf eine Polysemie, indem du den völkischen Begriff Gottes heranziehst, der durch die öffentliche Religion geprägt wurde, während der Gottesbegriff, der in der Gnosis angepeilt wird, nichts wissen will von den Strohmännern der organisierten Religion.

aluisio_azevedo Avatar
aluisio_azevedo:#12609

>>12607
> Alternativ beschreibe mir einen Gnostizismus, der vom Trick des "Ich weiß dank Magie!" abweicht.


Bittet, so wird euch gegeben. Gnosis ist nichts Übernatürliches oder Magisches, aber der Erlangung der Erkenntnis muss die Bereitschaft, erkennen zu wollen, vorausgehen. Gnosis kann man in dem Fall als Satori umschreiben. Es geschieht auf der ganzen Welt.

illyzoren Avatar
illyzoren:#12610

>>12607

Samādhi (Sanskrit: समाधि, Hindi pronunciation: [səˈmaːd̪ʱi]), also called samāpatti, in Hinduism, Buddhism, Jainism, Sikhism and yogic schools is the last stage or ultimate stage of meditation, when the person is out of physical consciousness. In samādhi the mind and soul are in equal balance. It is meditative absorption, attained by the practice of dhyāna.[1] In samādhi the mind becomes still. It is a state of being totally aware of the present moment; a one-pointedness of mind[web 1]. When someone dies in India, it is not uncommon to say, that person has gone to 'Samādhi'. The tombstone area is also referred to as place of 'samādhi'.

mhwelander Avatar
mhwelander:#12611

>Ebenfalls unerwünscht: Sprachverwirrung
Ihr könnt es nicht lassen, was?

mauriolg Avatar
mauriolg:#12612

>>12611
Sprachverwirrung wäre es, wenn keiner darauf eingegangen wäre, dass es sich hierbei um einen semantischen Sonderfall handelt.
Auch: Was soll das heißen, Sprachverwirrung? Sprache ist ein Haufen von Symbolen, deren Bedeutung nicht in Stein gemeißelt ist. Gerade darum spricht man mal über Definitionen und auf /ph/ sollte das jeder Diskussion vorausgehen. Problem?

evandrix Avatar
evandrix:#12613

>>12612
>Ich benutze einfach so viele Fremdworte und Übersetzungen für meinen Begriff, bis seine Definition hinreichend verschwurbelt ist um ihn zu verteidigen.

tereshenkov Avatar
tereshenkov:#12614

>>12613
Gerne komme ich dir entgegen mit einer Erklärung, wenn das dich mehr verwirrt hat als es erklären konnte.

erikdkennedy Avatar
erikdkennedy:#12615

>Gnostik mit Samādhi und Satori umschreiben
>Diese Dinge berühren sich peripher
>Behaupte es hätte eine Erklärung gegeben
Hör auf mit diesem Kaspertheater, du hast gar nicht die Intention irgendetwas zu klären.

alv Avatar
alv:#12616

>>12615
Wie kommst du auf den Gedanken? Was könnte ich für eine andere Intention haben?

kershmallow Avatar
kershmallow:#12617

>>12615
Wenn wir die äußerste Selbstenteignung erreicht,

die Stille unerschütterlich bewahren,

so mögen alle Wesen zugleich sich regen:

wir schauen zu, wie sie wiederkehren.

Der Wesen zahllose Menge entwickelt sich,

doch jedes wendet sich zurück zu seiner Wurzel.

Zurückgewandt sein zur Wurzel: das ist Stille.

Stille: das ist Rückkehr zur Bestimmung.

Rückkehr zur Bestimmung: das ist Ewigkeit.

Die Ewigkeit erkennen: das ist Weisheit.

Wer die Ewigkeit nicht erkennt, der handelt blindlings und unheilvoll.

Erkenntnis der Ewigkeit bringet Duldsamkeit.

Duldsamkeit bringet Edelsinn.

Edelsinn bringet Herrschaft.

Herrschaft bringet himmlisches Wesen.

Himmlisches Wesen bringet den SINN.

Der SINN bringet Dauer.

Ist das Ich nicht mehr, so gibt es keine Gefahren.

rcass Avatar
rcass:#12618

Ich finde die Vorstellung eines ewigen Nachlebens verstörend und grausamer als jede Idee die unseren Sinn und Wert verneint, und uns das Nichts als unser Schicksal prophezeit.
Ewiggkeit, du musst dir klar machen was das bedeutet.
"Stell dir den Sand am Strand vor, die Millionen Sandkörner die ein weiches, warmes Meer aus Braun ergeben. Versuche dir vorzustellen, wie viele dieser Sandkörner alleine an deinem nächsten Strand sind. Jetzt versuche zu erfassen wie viele in den Wüsten der Welt zu finden sind. Jetzt nimm diese Menge, und vergrößere sie auf die Größe der Erde, und nimm das mal hundert. Jetzt stell dir vor ein Vogel kommt, und trägt jeweils ein Sandkorn weg bis der ganze Berg weggetragen ist. Niemand kann sich vorstellen wie lange das dauert, und doch ist es nur ein winziger Teil des ewigen, praktisch so als wäre es nie passiert." -James Joyce, A Portrait of the Artist as a Young Man, natürlich nicht wortwörtlich. Dort wird es verwendet um den Protagonisten vor der Hölle angst zu machen, doch auch vor dem Himmel warnt es.
Was will man im Himmel tun? Was kann ich dort tun? Gott ist voller regeln, und ohne Gnade. Laut der Bibel darf es keine Freude und keinen Spaß geben, sondern nur die Frömmigkeit. Im Himmel kann man nichts tun, auser vielleicht die Aussicht genießen. Und das für immer, ohne Hoffnung das die ewige Langeweile jemals aufhören könnte, für immer im Bann dieses Monsters gefangen. Da genieße ich lieber die Zeit die ich auf der Erde habe, anstat sie für ewige Sklaverei zu verschwenden.

mutlu82 Avatar
mutlu82:#12621

>>12618
Sehr richtig, das ist eine Sicht, die in der Gnosis, im Daoismus oder im Zen-Buddhismus den Kernpunkt ausmacht. Nur das Jetzt ist wirklich. Aber "nur" ist eine Verkennung, denn das Jetzt ist alles. Die Gedanken an einen Himmel sind ein lustiges Spiel, aber wenn sie dich in die Furcht treiben, dann bist du ein Opfer des Schattens dieser Gedanken. Darum: wer im Jetzt lebt, der braucht nicht an den Himmel zu denken, denn er bewohnt ihn bereits. Das ist Gnosis.

Shriiiiimp Avatar
Shriiiiimp:#12622

>>12618
Bernd, du hast eine Vorstellung von Ewigkeit, die sich an der Vorstellung von Zeit orientiert. Ewigkeit ist hier, Ewigkeit ist der Zustand, der geschieht, wenn du ungebunden von Zeit bist, das heißt, wenn du den Moment lebst. Ewigkeit ist keine Qual, außer für jene, die nicht auf sich selber hören sondern auf das verdammende Urteil einer Autorität. Und wenn du ein altes Buch aufschlägst, das vereinnahmt ist von Autoritäten, die es zu ihrem politischen Nutzen verdreht haben, dann siehst du auch in dem Buch den Schrecken, der eigentlich nur hineingelegt wurde. Kein vernünftiger Mensch verlangt von dir, bibeltreu zu sein, aber wenn du es schaffst, freu von den verdreherischen Deutungen ein Buch in die Hand zu nehmen, egal ob es die Psalmen sind oder Hesses Siddharta, dann spricht daraus niemand anderes als du selbst und erinnert dich an das, was du vergessen hast und was dir fehlt zu deinem Frieden.

_vojto Avatar
_vojto:#12627

>>12621
>Das ist Gnosis.
Ich bin ehrlich der Meinung, dass du dir ein anderes (passenderes) Wort dafür suchen solltest, anstatt ein beladenes noch weiter zu überladen, mit einer weiteren Definition, die hier deinen Fingern entwächst.

keremk Avatar
keremk:#12633

>>12627
Bin noch zu klein, um mir ein neues Wort für etwas auszudenken. :3
Okay, ich nenne es Pffkrtzschdong-schbpuff.

oskamaya Avatar
oskamaya:#12634

>>12633
>Pffkrtzschdong-schbpuff
Einverstanden.