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Veröffentlicht am 2016-01-20 19:43:2 in /ph/

/ph/ 13586: Was sagt ihr dazu?

enjoythetau Avatar
enjoythetau:#13586

Dass wir uns die Begriffe "Kind" und "Sexualität" so ungern als miteinander verbunden vorstellen wollen, sagt weniger etwas über unser Verantwortungsbewusstsein, sondern vielmehr etwas darüber aus, dass unsere Vorstellung von Sexualität und Kindern eine problematische ist.

likewings Avatar
likewings:#13587

Als würde sich mit dem Erreichen der Volljährigkeit die Frage nach Ebenbürtigkeit in einer intimen Beziehung auf wundersame Weise von selbst klären, scheint der gewöhnliche Bürger in dieser Hinsicht auf die Autorität des Gesetzes rückhaltlos zu vertrauen. Doch ein Mensch, der mit 18 seine erste intime Erfahrung hat, springt erfahrungstechnisch genauso ins kalte Wasser wie der 30jährige oder 10jährige Mensch. Wir leben in einer Kultur, welche die fundamentalen Kenntnisse über Intimität, Respekt und Ebenbürtigkeit niemals thematisiert, es sei denn in staubtrockenen Diskussionsrunden, die der Masse nicht zugänglich sind.
Wo erwirbt ein Kind Urteilsvermögen, wo wird es erwachsen?
Verhält es sich bei der Verwandlung vom Kind zum Erwachsenen wie mit den Paradoxien Zenons, die lediglich eine unendliche Annäherung, aber nie das wirkliche Erreichen beschreiben? Wo ist eine 18jährige erwachsen? Genauso könnte man es auch sehen, dass ein Mensch bis zu seinem Lebensende ein Kind bleibt. Die Geschlechtsreife, die Geschäftsfähigkeit, sie wären dann nur Verwirklichungen des Kindes, um seine Ziele und Wünsche selbstständig erreichen zu können.

ajaxy_ru Avatar
ajaxy_ru:#13588

Das klingt seltsam, aber weniger seltsam, als sich vorzustellen, dass ein abhängiges Kind durch Geschlechtsreife und Erreichen der Volljährigkeit wie durch Zauberhand zum sozial kompetenten, selbstständigen und urteilsfähigen Erwachsenen wird.
Deshalb fordere ich ein neues Menschenbild.

vaughanmoffitt Avatar
vaughanmoffitt:#13590

>>13588
Wenn Jesus von Nazareth spricht, dass wir wieder wie Kinder werden sollen, sollte diese Position im heutigen philosophischen Diskurs so lauten:
Der Mensch kann sich selbst als geschlechtsreifes und geschäftsfähiges Lebewesen nicht mit Recht als erwachsen bezeichnen; es ist ebenso nicht diese oder jene Lebenserfahrung, welche das Erwachsensein ausmacht. Tatsächlich ist die Vorstellung, der Mensch würde irgendwann einfach so erwachsen sein, eine der größten und gefährlichsten Verfehlungen unserer kulturellen Programmierung, denn dies unterstellt eine Reife und ein Selbstbewusstsein, das in den meisten Fällen gar nicht vorhanden ist.
Selbst die Raupe besitzt ein intuitives Wissen darüber, dass sie zum Schmetterling wird, wie neuere Forschungen dargelegt haben, doch unter den Menschen herrscht große Verwirrung und Uneinigkeit über den Punkt, was denn die Bestimmung des Menschen sei. Deshalb ist es unzuträglich, von Erwachsenen zu sprechen, wenn dies das Wissen über das Selbst und die Bestimmung des eigenen Daseins einschließt.
Deshalb schlage ich eine Revision der Dichotomie Kind-Erwachsener vor und setze dieser Vorstellung das monistische Modell der fortlaufenden Kindheit entgegen.

Dieses Denkmodell bringt den Vorteil, dass es neue Diskussionsformen ermöglicht, insofern, als unter dieser Neuordnung die grundlegenden Werte von Gesellschaft und Erziehung neu verhandelt werden können.
Freilich ist die Idee utopisch, denn wenn sich alle Menschen wieder vornehmlich als Kinder begreifen (und im Zuge dessen die Wünsche und Fragen ihrer frühen Jahre neu betrachten), werden die Fragen nach der Selbsterkenntnis wieder laut.
Genau dies ist beabsichtigt und gewünscht, dass Menschen sich wieder zu ihrem ursprünglichen Kindsein bekennen und nicht damit betrügen, indem sie sich für erwachsen, also "angekommen" verstehen.

VinThomas Avatar
VinThomas:#13591

Ach, Sex ist doch nicht erst ab 18 erlaubt. Viele Pubertierende haben doch bereits Verkehr, das fängt irgendwo bei 13 an, oder früher.

Auch ist die Grenze nicht so undifferenziert wie in diesem Thema dargestellt. 16-Jährige mit 20-Jährigen zum Beispiel ist auch kein Problem - und ganz so steif ist diese Grenze auch nicht. Insofern gehen viele Prämissen hier einfach an der Realität vorbei.

Offensichtlich gewinnen Menschen jedoch mit Zeit an Erfahrung. Dass bestimmte Alterskombinationen in unserer Gesellschaft unzulässig sind, dient insofern unmittelbar dem Schutz naiverer Personen vor den erfahreneren.

Soll natürlich nicht heißen, dass Kinder und Sexualität getrennte Welten sind. Sie mit der von Älteren gleichzusetzen ist aber auch blind.

Kinder sind halt behindert - das weiß ich, ich war auch ein Kind und erinnere mich daran - und dass ein Staat versucht da einigermaßen Randbedingungen zum Schutz zu geben ist nicht verwerflich.

Ich würde euch wahrscheinlich auch zusammenschlagen, wenn ihr euch an meine minderjährige Tochter ranmacht, übrigens. :3

t. vater

naupintos Avatar
naupintos:#13596

Warum willst du Grenze der Moralitaet verschieben du kannst verlieren,,,,http://www.news.de/politik/855564233/vergewaltiger-wird-in-indien-kastriert-penis-auf-offener-strasse-abgehackt/1/

vickyshits Avatar
vickyshits:#13598

>>13596
hehe, aber selbstsäge

robergd Avatar
robergd:#13599

>>13596
Wer spricht von Vergewaltigern? Wer Menschen zwingt, nötigt, ausnutzt oder vorsätzlich Gewalt anwendet, muss mit Strafen rechnen, und das praktisch auf der ganzen Welt.
Es ist aber interessant, dass Bernd wieder auf das Thema Vergewaltigung kommt, denn das bestätigt meines Erachtens die Aussage im OP, dass unsere Vorstellung von Sexualität höchst problematisch ist, einerseits weil sie genitalienfixiert ist und darauf aufbauend, weil sie einer nicht zutreffenden naturalistischen Argumentation folgt, die besagt, dass Sex nur unter Sexualpartnern als moralisch gelten dürfe, wo auch zumindest die Möglichkeit der Zeugung von Nachwuchs gegeben ist.
Wir wissen aber, dass Sexualität keinem Zweck folgt, sondern Selbstausdruck des Menschen und eine Möglichkeit von Lustgewinn und menschlicher Nähe beinhaltet.
Ja, vielleicht ist ja auch diese Vorstellung utopisch und letztlich ist Sex immer mit Gewalt verbunden und insofern ein Relikt der Vorzeit. Vielleicht sollte ich statt von Sexualität eher von Intimität sprechen. Aber dessen ungeachtet gibt es Diskussionsbedarf hinsichtlich des Nutzens von Tabu und Verbot in intimen, persönlichen Belangen.

michaelkoper Avatar
michaelkoper:#13600

>>13599
Wir haben hier auf /ph/ öfter mal verschwurbelte und halbherzig verdeckte Pro-Pädophilie-Themen, deshalb vermute ich die zügige Assoziation. Gerade, da auch sofort die Altersgrenze attackiert wurde, drängt sich auch hier der Verdacht auf.

Man kann natürlich frei über Sexualität und Kindsein reden, hinreichend Material gibt es da ja.

Aber wenn die ersten Themenbeiträge sind "bubu ich will 'ne 13-jährige legal knattern können ;_; t. 45", dann geht's halt bergab. Hier haben aber die Prodiskutanten und nicht die Kontrateilnehmer den Ton vorgegeben.

aadesh Avatar
aadesh:#13601

>>13600
Danke für die Antwort. Aber irgendwie scheine ich missverstanden zu werden. Niemand redet von Knattern. Es wäre schon ein Erfolg, wenn Pädophile nicht mehr über einen Kamm mit Vergewaltigern geschert werden. Und dann habe ich ja vorhin selbst eingelenkt und überlegt, ob statt Sex nicht das Wort Intimität angebrachter wäre.
Denn bei Sex denkt scheinbar jeder an Penetration. Ich weiß nicht, ob ich selbst verweichlicht bin oder alle anderen primitiv und verroht, aber ich lege darauf keinen Wert und wer sich zu Kinder hingezogen fühlt, sollte freilich unter Sexualität und Intimität mehr verstehen als das einfallslose heterosexuelle Rein-Raus. Es wäre ein Erfolg, wenn es möglich wäre, dass sich Kinder und Erwachsene nahe kommen könnten, nur wieso kommt dann immer wieder jemand, der die Diskussion in solche brachiale Gefilde lenkt?

dutchnadia Avatar
dutchnadia:#13608

Finde dich damit ab.Musse schon gleich zu ISIS und Taliban gehen,Da ist Unteralter erlaubt,Alternativ Asiatinnen oder Pygmaeen,auch da kannste deine Kindergroessen legal kriegen.

rohan30993 Avatar
rohan30993:#13612

>>13601
Weil deine Befürworter halt sofort die Altersgrenze angreifen.

1markiz Avatar
1markiz:#13652

>>13601
Gut, setzen wir Sex als "Partner A stimuliert Geschlechtsteil von Partner B", egal wie, ob gleichzeitig oder nicht. Nehmen wir gleichzeitig an, dass Kinder (d.h. noch nicht geschlechtsreif) einvernehmlichen Sex als positiv empfinden.
Dabei ist der große Haken: einvernehmlich.
Es ist recht leicht, Kinder zu etwas zu bringen, beispielsweise mitzukommen, eventuell sogar sich auszuziehen. Sie können sich jedoch nicht der Tragweite ihres Handelns bewusst sein, und, wenn sie merken, dass sie doch lieber keinen Sex mit der Person haben wollen, sind sie vergleichsweise leicht durch Drohung oder Gewalt gefügig zu machen. Mit dem Alter steigt auch die Fähigkeit sich zur Wehr zu setzen, weshalb einvernehmlicher Sex erst ab einem gewissen Alter möglich ist. Und dieses würde ich bei deutlich über zehn Jahren verordnen.
Nach geltendem Recht darfst du übrigens eine Vierzehnjährige "knattern", solange du sie nicht durch fiese Tricks verführst.

motionthinks Avatar
motionthinks:#13656

>>13652
Untersuchen wir doch mal diese Tragweite. Bestehen die Risiken nicht hauptsächlich in der gesellschaftlichen Ächtung und Tabuisierung?
Es geschieht nicht selten, dass eine Traumatisierung eines Kindes erst durch die Verheimlichung von sexuellen Handlungen und dann durch das Bekanntwerden und die große Aufregung im ganzen Umfeld entsteht.

Natürlich, wenn ein Typ ganz klar einfach nur eine willenlose Triebbefriedigung sucht und die Bedürfnisse des Kindes ignoriert, ist davon auszugehen, dass schon dies ein traumatisierendes Ereignis ist.
Aber unter den Menschen, die selbst wissen, dass sie pädophil sind, befinden sich auch viele, die eben nicht minderbemittelt sind, sondern reflektiert mit dem Wissen um ihr Verlangen umgehen und deshalb mit einiger Wahrscheinlichkeit auch die Fähigkeit besitzen, zu sehen, was sie mit dem Eiverständnis des Kindes tun dürften und was ohne darüber zu diskutieren, Tabu ist und bleiben muss.

Der größte Schaden ist meines Erachtens derjenige, der daraus resultiert, dass weder Pädos noch Kinder über ihr Verlangen, ihre Gedanken und ihre Erlebnisse reden können, abgesehen vom psychotherapeutischen Kontext.
Dieses Verschweigen führt zu einer verstärkten Isolation, man schleppt sich mit Erfahrungen herum, die eben nicht per se positiv oder negativ sind, die aber negativ wirken, weil die Gesellschaft es nicht zulässt, darüber zu reden, während allenthalben sonst über alle erdenklichen Arten von Zuneigung, Verlangen und sexuellen Erfahrungen berichtet wird.

Die vielleicht schlimmste Sache, die zu den meisten Traumata führt, ist damit verbunden: die Geheimniskrämerei. Der Extremfall ist, dass das Kind bedroht wird oder epresst, damit es nicht von seinen Erfahrungen berichtet. Oder es wird auf verschiedenste Weise manipuliert. Das halte ich für schädlicher als die eigentlichen sexuellen Handlungen.

madhan4uu Avatar
madhan4uu:#13658

Der Paedo will akzeptiert sein wie der Transsexuale oder Homosexuale.Leider steht ihm das Strafrecht im Wege,dass Minderjaehrige vor ihn schuetzen soll.Er sollte die Grenze der Strafbarkeit zur seiner persoenlichen Sicherheit eher hoeher ansetzen.Hinter Gittern wird er wissen, was Frischfleisch bedeutet.Ich wuensche es ihm.

marcusgorillius Avatar
marcusgorillius:#13659

>>13656
>Der größte Schaden ist meines Erachtens derjenige, der daraus resultiert, dass weder Pädos noch Kinder über ihr Verlangen, ihre Gedanken und ihre Erlebnisse reden können
Ach, Kindern steht das doch frei. Es ist nur eben so, dass sie noch keine ausgeprägte Sexualität in dem Sinne haben. Ich habe mit Kindern gearbeitet, sie sind schon sehr frei und unbeklommen in ihren Aussagen, aber sowas kam vor 13 noch nie an mein Ohr.

Ich verstehe schon, dass man sich dies als Pädophiler wünscht, aber es ist halt nur Wunschdenken. Kinder sind einfach in nahezu jeglicher Hinsicht unterentwickelt.

Insofern zogen Pädophile schon ein schweres Los, da ihre Sexualität nicht nur aproduktiv ist, sondern nicht mal auf gegenseitige Übereinkunft stoßen kann.

Das muss schon ziemlich bitter sein.

Bernd Avatar
Bernd:#13672

>>13659
Aber wie ist es mit nicht-koitaler Intimität? Jeder Pädo gilt als Kinderficker, dabei glaube ich, dass es viele gibt, die damit zufrieden wären, wenn sie mit Kindern auch einfach nur kuscheln dürften oder meinetwegen baden, ihnen nahe sein, Zeit mit ihnen zu verbringen ohne dass

_kkga Avatar
_kkga:#13673

>>13672
bei allen Kontrollinstanzen die Alarmglocken angehen?
Es gibt viele reflektierte Pädophile, die wissen, wie riskant und gefährlich es für alle Beteiligten sein kann, einschlägig sexuelle Erfahrungen mit einem Kind erleben zu wollen.
Diese Menschen wären aber sicher schon glücklich, wenn sie "harmlos" Zeit mit Kindern verbringen könnten, sofern die Kinder das auch selbst wollen.
Für mich zumindest steht fest, dass jede Form von Sexualität beinhaltet, dass man sich nur zu Praktiken entschließt, die keine körperlichen oder seelischen Schäden zur Folge haben.
Es ist aber auch bekannt, dass unter den Pädophilen so einige Menschen sind, die Kinder besonders gut verstehen, die auf Kinder deshalb auch sehr beliebt und anziehend wirken. Ist für diese, sagen wir, gesellschaftlich akzeptierten Pädos ein Ergreifen eines Erzieherberufes die einzige Möglichkeit, um ihr Interesse in produktive und akzeptierte Bahnen zu bringen?