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Veröffentlicht am 2016-03-03 20:05:37 in /ph/

/ph/ 13746: Was tun gegen den reinen Hedonismus?...

sindresorhus Avatar
sindresorhus:#13746

Was tun gegen den reinen Hedonismus?

ryanjohnson_me Avatar
ryanjohnson_me:#13749

Hedonisten ignorieren und im Zweifelsfall verhungern lassen. Für manche Leute ist nur Leid Motivation, um Arbeitsamkeit zu emulieren.

lightory Avatar
lightory:#13760

Nix
Hedonismus ist gut.

marciotoledo Avatar
marciotoledo:#13762

>>13760
1. Alle werden Hedonisten
2. Niemand arbeitet
3. Alle sterben

Schafe 1 : 0 Hedonisten

baluli Avatar
baluli:#13771

>>13762
3. alle sterben

genau dass es doch das ziel eines wahren hedonisten

syntetyc Avatar
syntetyc:#13772

Sowas kann ja auch nur von einem Schaf stammen. Bloß weil etwas gut genannt wird, heißt es nicht, dass es für alle gut ist. Genuss ist positiv bewertete Erfahrung, Erfahrung ist der Grundstein aller Erkenntnis. Die Menge wird sich immer leicht durch Zwang und Strafe dazu bringen lassen, etwas zu tun, was sie nicht will. Man kann sie sogar dazu bringen, zu glauben, dass sie will, was sie eigentlich nicht will.
Nun, und die Randfiguren unserer Gesellschaft, die Müßiggänger, Künstler, Musiker, Philosophen, haben den Hedonismus als Default-Zustand. Kierkegaard nennt es das ästhetische Stadium. Darin kann man stecken bleiben oder sich weiterentwickeln. An Hedonismus ist erst einmal nichts verkehrt, nur die Verkehrtheit des Lohnsklavens, der trotz ausreichend Geld persönliche Genüsse möglichst gewöhnlich und überschaubar hält, lässt kein gutes Haar an ihm - einfach, weil der Lohnsklave sich noch nicht zur einfachsten und grundlegendsten Art des Daseins entschließen konnte

kennyadr Avatar
kennyadr:#13773

Namentlich: zum Leben unter dem Leitstern der bloßen Erfahrung. Der Mensch der Masse lebt ein Leben der Checklisten, der Erfüllung von Erwartungen und sozialen Codes. Der Mensch der Erfahrung hingegen hat sich von diesem Modus der Erwartungserfüllung losgesagt und trachtet zunächst einmal nur danach, durch die reine Erfahrung die Beschaffenheit der Erscheinungen kennenzulernen.
Ob Essen, Kleidung, Musik, Dichtung, Reiseerlebnisse, erotische Abenteuer oder einfach die Eindrücke des umgebenden Lebens bei einer Wanderung oder einem Spaziergang, es sind alles Quellen der reinen Erfahrung.
Und die Erfahrung dient der Bildung des Individuums.
Es lernt die Palette der Erscheinungen kennen, äußerlich wie innerlich: es lernt Musikstile und Filmgenres, Kunstepochen und Parfumkompositionen kennen, innerlich lernt es Gedanken und Gefühle, Träume und Ahnungen in Färbung, Intensität, Rhythmus und Stil zu unterscheiden.
Dem Menschen der reinen Erfahrung, dem Hedonisten, bietet sich das ganze Leben dar, es präsentiert alle Töne und Abstufungen der Empfindung, und wer ein fleißiger und aufmerksamer Genießer ist, der wird diese Erkenntnis ohne Zweifel zu seinen Gunsten anzuwenden wissen.

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alek_djuric:#13785

Einfach mal 'ne Reise ins beste Korea machen.

peterlandt Avatar
peterlandt:#13789

Ist es überhaupt möglich nicht Hedonist zu sein?

Die Existenz hat ja kein (uns bekanntes) Ziel. Alles was wir tun tun wir nur weil es uns glücklich macht oder wir uns davon Glück erhoffen. Manchmal arbeitet man um später mehr Vergnügen zu haben. Wissenschaftler scheinen nobler zu sein als jemand der den ganzen Tag feiert, aber sie forschen doch nur weil es ihnen Spaß macht oder sie sich großes Glück vom erreichen ihres Ziels erhoffen bzw. Unglück vom nichterreichen.

Woran sollte man sich also richten wenn nicht daran was einem befriedigung bringt?

antongenkin Avatar
antongenkin:#13790

>>13789

Dies.

Menschen nehmen nur Schmerzen, Verzicht und Disziplin in Kauf, um später gute Gefühle zu haben.

Was für Idioten.


Regards, Meister der Impulsbefriedigung.