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Veröffentlicht am 2017-10-28 18:34:32 in /ph/

/ph/ 15329: Hallo! Sagt mal: esst ihr Fleisch? Findet ihr Fleisch ...

ovall Avatar
ovall:#15329

Hallo! Sagt mal: esst ihr Fleisch?
Findet ihr Fleisch essen problematisch? Macht ihr euch manchmal darüber Gedanken? Und wenn nicht: wieso nicht? Wenn aus Gleichgültigkeit, habt ihr mal darüber nachgedacht, wie diese Gleichgültigkeit entstanden ist? Das würde mich interessieren.

starburst1977 Avatar
starburst1977:#15330

Bernd isst alles, was ihn auch fressen würde, ausser Katze.
Ausserdem noch Hammel.

motionthinks Avatar
motionthinks:#15336

Ja, ich esse Fleisch. Ja, ich mache mir manchmal darüber Gedanken. Nein, ich habe noch nie nachvollziehen können, warum manche Menschen ein schlechtes Gewissen wegen Fleisch haben. Warum soll der Fleischverzehr denn bitte problematisch sein? Meine bisherige Erklärung kommt aus Überintellektualisierung und Personifikation. Beides ist lächerlich.

irsouza Avatar
irsouza:#15337

>>15336
>Warum soll der Fleischverzehr denn bitte problematisch sein?
Wenn man in die Welt schaut sieht man Lebendiges und Unlebendiges. Lebendig sind Menschen, Tiere, Kleinstlebewesen, Pflanzen. Sollten Pflanzen, Kleinstlebewesen, Tiere, Menschen nicht lebendig sein, so würde ich gerne eine Begründung hören. Ich nehme an, dass sie lebendig sind (wie die meisten Menschen). Als kurze Begründung für meine These des Lebendigseins sei angeführt, dass alle aufgeszählten Dinge nicht nur passiv ihre Form aufrechterhalten (durch physikalische Gesetze betreffend atomarer Verbindungen) und beständig verfallen, wie es zum Beispiel Steine tun, sondern neben des passiven Aufrechterhaltens qua Physik auch aktiv durch Fortpflanzung und Erneuerung usw. ihr Leben erhalten. Lebendigkeit als Sich-selbst-bewegender-Eigenantrieb. Das zu verneinen verneint auch schnell die Lebendigkeit des Menschen. Es absurdo.

Da ich Lebendiges und Unlebendiges unterscheiden kann, ist die Frage des Fleischverzehrs diese: bin ich für oder gegen das Lebendige.

Zur Bewusstseinsfrage: Ob etwa ein Strauch sich seines Lebens bewusst ist, ist für mich als Menschen irrelevant. Denn ich bin mir seines Lebens bewusst. Zu sagen, dem Strauch kann es egal sein, hieße, sich selbst zu Entpersonifizieren, denn man sieht die Welt nicht mehr als Mensch, sondern als Strauch. Strauchifizierung: lächerlich!

Wieso Tier: nein, Pflanze: ja?: Ideal wäre es, nichts zu essen. Beinahe ideal wäre es, Unlebendiges zu essen. Beschämend ist es, Lebendiges zu essen, doch nötig, daher die Scham nicht schwer wiegt. Was also essen vom Lebendigen? Pflanzen leben, Tiere leben. Manche Tiere erleben erwiesenermaßen Schmerzen. Das ist ein zusätzliches Übel. Diese scheiden aus. Manche Tiere erleben aber erwiesenermaßen keine Schmerzen. Hier fällt mir die Begründung schwer, wieso man jene nicht essen darf, wenn man schon Pflanzen isst. Man denke sich etwa eine Qualle. Bei ihr zieht auch das Argument der "höheren Entwicklung" oder der "Komplexität" nicht, denn sie ist einigermaßen simpel wie Gras. Ein Gedankenblitz! Die Qualle ist nach dem Verzehr weg. Ein Apfelbaum ist nach dem Verzehr des Apfels noch da. Ha! Zugegebenermaßen, es bleibt eine, wenn auch schmale, Grauzone.

Die Begründung des Essens von Pflanzen und Fleisch ist die Notwendigkeit. Verfällt die Notwendigkeit des Fleischverzehrs, verfällt der Fleischverzehr. Auf diese einfache Wahrheit folgt Überintellektualisierung und Fleischverzehr.

Im Übrigen bin ich der Meinung, man sollte, wenn es geregnet hat, nicht das Haus verlassen, sofern einem das möglich ist, um die Insekten, die sich mit vergrößerter Zahl hinaus wagen, nicht zu zertreten. Ich lasse mich von Mücken stechen und Bremsen. Gehe ich über Rasen entschuldige ich mich privat dafür, indem ich mich auf den Boden hocken, die Hände falte wie zum Gebet und das Handknäuel, zitternd, über den gesenkten Kopf hebe. Kein Scherz :3

jrxmember Avatar
jrxmember:#15338

>>15336
Naja, Schweine werden gehalten, weil sie gegessen werden. Die haben aber viel zu kleine Käfige und werden einzeln gehalten. Erstgeres ist definitiv unangenehm für die Tiere.

turkutuuli Avatar
turkutuuli:#15339

Wenn wir Tiere nicht essen sollen, warum sind sie dann aus lecker Essen gemacht?

csteib Avatar
csteib:#15342

Dieser Bernd isst die Lebewesen nicht, die bewusst Schmerz fühlen können. Sie sind nach dem Extensionsmodell Teil der moralischen Gemeinschaft aufgrund dieses ethisch relevanten Merkmals, wodurch sie Schutz vor dem Zugriff anderer bekommen sollten.
Oktopoden sind harām, dafür sind aber Fische und Insekten okeh.
Ziemlich empathozentristisch, aber als provisorischer Imperativ nicht das schlechteste.

Hier das formale Argument, das an Singers Präferenzutilitarismus angelehnt ist:
P1: Es gibt identifzierbare Eigenschaften (Leidensfähigkeit) von Menschen, die sie moralisch berücksichtigenswert machen.
P2: Diese Eigenschaften (Leidensfähigkeit) können auch bei bestimmten Tieren identifiziert werden.
P3: Gleiches ist gleich, Ungleiches ungleich zu behandeln(Argument der Ähnlichkeit).
C: Wenn eine Eigenschaft (P1) bei bestimmten Tieren (P2) identifizierbar ist, dann sollten sie auf der Grundlage des Gleichbehandlungsgrundsatzes (P3) moralisch berücksichtigt werden.

Das Argument baut natürlich auf empirischer Forschung auf und ist deswegen revidierbar. Für einen Review zu Fischen, siehe Rose, J. D., Arlinghaus, R., Cooke, S. J., Diggles, B. K., Sawynok, W., Stevens, E. D., & Wynne, C. D. L. (2014). Can fish really feel pain?. Fish and Fisheries, 15(1), 97-133.

Drinvor: naturalistischer Fehlschluss oder speziezistischer Anthropozentrismus. Tiere sind keine Mittel zu Zwecken. In der Ethik gilt vorerst das Nicht-Schädigungsprinzip und das Achtungsprinzip. Dass die menschliche Vernunft als Rechtfertigung für die Gräueltaten wie bei Kant herangezogen wird, vernachlässigt die Unterscheidung in aktivem und passivem moralischen Status. Wem ist moralisches Handeln geboten (moral agent)? Vernunftswesen. Wem kommt moralisches Handeln zu (moral patient)? Bewussten Wesen, die sich als Subjekt eines individuellen lebens erfahren. Dazu gehört angelegt an Regan Empfindungsfähigkeit, Bewusstsein, Interessen und Bedürfnisse. So können wir nach Wilson ein Argument der menschlichen Grenzfällen aufbauen:
P1: Wenn ein moralischer Status für alle menschliche Wesen
im gleichen Umfang zukommt, muss es eine Eigenschaft geben, die alle menschlichen Wesen haben, die einen solchen Status begründet.
P2: Jede relevante Eigenschaft fehlt manchen menschlichen
Wesen (Grenzfälle: Babys, Wachkomatöse, Demente)
P3: Jede Eigenschaft, die allen menschlichen Wesen zukommt, lässt sich auch einigen nichtmenschlichen Wesen zuschreiben.
C: Entweder haben nur einige menschlichen Wesen einen moralischen Status oder auch einige nichtmenschliche Wesen.

Das Fleischkonsum aber auch negative Effekte auf die Umwelt, die Gesellschaft und die eigene Gesundheit hat, sei hier nur am Rande erwähnt, schließlich sind sie indirekter Natur.


>>15337
Vitalist detektiert. Warum geht das Vitale über das Triviale?

>>15339
Wenn wir mit Kinder nicht schlafen sollen, warum sind sie dann aus zarten Körpern gemacht? Ad absurdum fickiert dich im Akkord.

thomasgeisen Avatar
thomasgeisen:#15343

>>15342
>Vitalist detektiert. Warum geht das Vitale über das Triviale?
Hallo! Ich bin kein lupenreiner Vitalist (sofern Wikipedia ihn richtig definiert), aber sehe ein, dass man meine Post so interpretieren kann. Ich versuche dir jetzt mal zu erklären: Wieso ich nicht bin, wofür du mich hältst! (Vorweg: Ich bin weder in der Philosophie, noch in der Physik bewandert; Dieses Eingeständnis schützt mich hoffentlich vor grober Häme ob meiner schlabberigen Ausdrucksweise und meinen esoterischen Meinungen.)

Grundsätzlich denk ich mir, dass alles Seiende im Kern, also nachdem man in die Dinge vollends 'reingezoomt' hat, Energie ist; Oder etwas mit anderem Namen; Jedenfalls, unabhängig vom Namen, schwer zu unterscheidendes, ineinander übergehendes Zeug. So betrachtet ist sowohl Vitales als auch Triviales bloßes Zeug; Und ein Zeug kann ebensogut über das andere Zeug gehen wie umgekehrt.

Der Mensch erlebt aber, meiner Erfahrung nach, die Welt nicht als bloßes Zeug, sondern als unendliche Vielfalt von Dingen. Das kommt vielleicht daher, dass unser Bewusstsein, das Gehirn oder irgendwas anderes in der Birne uns, wie man bei Radiogeräten mit den Fingern tut, auf eine bestimmte Frequenz schaltet. Zeug ist dann wie statisches Rauschen, Dinge wie Radio RST.

Wenn der weiße Glatzkopf im ersten Matrixfilm sagt: "Ich weiß, dieses Steak ist nicht real, aber es schmeckt so gut", dann ist irgendwie so auch meine Unterscheidung zwischen Lebendigem und Unlebendigem zu verstehen. Oder um andere Namen zu verwenden: Wenn Descartes in der ersten Meditation das Argument des bösen Dämons vorbringt, der uns eine Trugwelt erschafft, in der wir unser Leben verbringen müssen, ohne je Anteil an der wirklichen Welt zu haben, dann bleibt das Feuer, vor dem Descartes grübelnd sitzt, trotzdem warm. Das Vitales über Triviales geht ist ein dämonischer Trug, aber trotzdem warm. (Wobei ich nicht sagen möchte, dass dem Lebendigen etwas inne wäre, was dem Unlebendigen völlig abgeht; Sondern nur, dass aus menschlicher Sicht, obwohl beides fundamental Energie ist und den gleichen Gesetzen unterworfen, das eine über dem anderen steht, allein deshalb, weil wir Menschen sind und menschlich erleben.)

So verwendete ich, glaube ich, das Begriffspaar Lebendig und Unlebendig in meiner Post.

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Also ich finde diesen meinen Text hier zum Schießen. Das hätte man wohl auch weniger verschwurbelt vorbringen können.
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Schöne Post von dir übrigens. Ausführlich und nett!

starburst1977 Avatar
starburst1977:#15344

>>15342
>Wenn wir mit Kinder nicht schlafen sollen, warum sind sie dann aus zarten Körpern gemacht? Ad absurdum fickiert dich im Akkord.
Das fickiert aber nur, wenn der Tiere-sind-lecker-also-sollte-man-sie-essen Briefträger nicht zur Antwort gibt: "Wo ist denn hier die Widersprüchlichkeit meines Arguments nachgewiesen? Alles was ich sehe ist ein Argument pro Pädophilie: Kinder-sind-zarte-Körper-also-sollte-man-mit-ihnen-schlafen". Er ist ein echter Genießer.

trueblood_33 Avatar
trueblood_33:#15345

>>15342
(((Singer)))
Das Schächten forcieren, Landraub und Ritualverbrechen verheimlichen aber darüber philosophieren, was die Goi alles besser tun und lassen sollten, ganz großartig, ich liebe es. Jüdische Philosophen sind die Besten der Guten.

evandrix Avatar
evandrix:#15346

>>15345
Kann ja alles sein. Ändert aber an den Argumenten nichts. Wenn sie schlüssig sind, sind sie schlüssig. Außer Logik ist jüdisch.

mat_walker Avatar
mat_walker:#15347

Die Tierethik tendiert zum Positivismus: sie sucht nach
naturwissenschaftlich beschreibbaren Eigenschaften bei Tieren, die auch beim Menschen zu identifizieren ist. Dadurch entsteht ein nicht-speziestischer Anthropozentrismus. Wie man aus diesem heraustreten kann, ist schwierig. Palmer entgegnet mit einem Fürsorge-Relationalismus diesem Problem. Nicht nur entspringen aus der Empfindungsfähigkeit negative Pflichte, sondern aus den Beziehungen zwischen Menschen und nichtmenschlichen Tieren selber wachsen auch positive Pflichten. Kriterien wie Distanz und Abhängigkeit scheinen mir aber zu sehr auf einer Moral des Common Sense aufzubauen.

>>15345
Singer ist ein Heuchler. Der geht auch nicht auf Gegenargumente ein, sondern weicht aus. Selbst wenn man beim Essen schräg gegenüber sitzt.
Nichtsdestoweniger ist sein Präferenzutilitarismus schwer zu widerlegen und sein Wirken um die Popularität ethischer Themen nicht zu vernachlässigen. Aber bitte bleibe bei deinen antijudaistischen Vorurteilen von /ph/ fern. Wir versuchen hier Ideen und Argumente möglichst unvoreingenommen zu verstehen, anstatt uns von bisherigen Erfahrungen trüben zu lassen.


>>15344
Von einer Akzidenz auf den Zweck zu schließen, ist in sich widersprüchlich. Des Weiteren is Essen primär Energieaufnahme zum Überleben und kein Genussmittel. Also ist Geschmack ebenso eine Akzidenz des Essens. Du schließt also von einer zufallenden Eigenschaft auf einen zufallenden Zweck. Klingt ziemlich zufällig, also alles andere als logisch-notwendig. Es gibt bestimmt Kannibalen, die die auch lecker finden. So lasse dich bitte von ihnen verspeisen.

>>15343
Vielleicht wäre Heraklit was für dich. Und danke :3

markolschesky Avatar
markolschesky:#15348

>>15347
>Von einer Akzidenz auf den Zweck zu schließen, ist in sich widersprüchlich. Des Weiteren is Essen primär Energieaufnahme zum Überleben und kein Genussmittel. Also ist Geschmack ebenso eine Akzidenz des Essens. Du schließt also von einer zufallenden Eigenschaft auf einen zufallenden Zweck. Klingt ziemlich zufällig, also alles andere als logisch-notwendig.

Das steht und fällt aber damit, ob man deiner Zuordnung von Zweck und Akzidenz zustimmt. Ich lese 'Schweinefleisch ist lecker, also sollte man es essen' so, dass dort einer schreibt, dessen ordnendes Prinzip der Genuss ist. Und durch dieses Prinzip kehren sich Zweck und Akzidenz, wie du sie zugeordnet hast, um. Die Frage ist dann, ob Genuss als ordnendes Prinzip der Zwecksetzung in sich schlüssig ist. Schwierig, schwierig (ich bin kein Philosoph!)! Mir scheint, wenn gewisse, für sich alleinstehende Prämissen, die einfach als Gegebenes gesetzt werden, nicht akzeptiert werden, dann hilft nichts weiter außer Totschlag oder Kerker.

yassiryahya Avatar
yassiryahya:#15349

>>15347
> antijudaistischen Vorurteilen
Ich muß doch sehr bitten! Diese Position habe ich mir mühsam angelesen und kritisch erarbeitet, auch hier! Sehe mich durchaus in der Lage diese Position nachhaltig zu verteidigen.
Bei Singer bin ich allerdings voreilig gewesen, weil mir nicht sofort klar war, dass er seine Werkzeuge nicht spezifisch auf die Veganerprobleme, sondern allgemeinbezogen gedacht hat.

intertarik Avatar
intertarik:#15352

Es macht doch keinen Unterschied ob ich Fleisch esse oder nicht. Ich esse es vielleicht 1-2 mal die Woche. Wenn ich das Fleisch kaufe oder es mir im Restauraunt serviert wird ist das Tier doch schon längst tot. Als eine Person habe ich doch bei der Anzahl an Menschen die Fleisch konsumieren keinen Einfluß auf die Nachfrage.

Wenn jedes mal beim Kauf von Fleisch ein Tier erst auf Anfrage getötet werden würde würde ich kein Fleisch kaufen.

Das ist vielleicht kein logisch richtiges Argument aber es ist für mich intuitiv. Kann mich Bernd überzeugen?

mutlu82 Avatar
mutlu82:#15353

>>15352
>Das ist vielleicht kein logisch richtiges Argument
Joa. haste gut erkannt

marrimo Avatar
marrimo:#15354

Nein,ich mache mir keine Gedanken darüber. Ich esse Fleisch ganz normal wie immer. Die seltsame Schuld-Ideologie der Veganer mache ich mir nicht zu eigen. Wer Schlachtung von Nutztieren ernsthaft mit dem Holocaust gleichsetzt (letztens wieder in einer tollen "Diskussion" mit einer Veganerin gehört), dem ist nicht zu helfen.

agromov Avatar
agromov:#15361

>>15354
Wer Schlachtung von Nutztieren mit dem Holocaust gleichsetzt ist Propagandaprofi, ihm gebührt Bewunderung und Beifall.
Die Holokaust Religion ist schliesslich auf dem gleichen Mist von Übertreibungen und dreisten Lügen gewachsen.

thomweerd Avatar
thomweerd:#15364

>>15354
Würdest Du auch (so viel) Fleisch essen, wenn Du selsbtmschlachten müsstest?

ionuss Avatar
ionuss:#15373

>>15364
>Viel Fleisch essen
Nö.

>Selbstschlachten
Dafür haben wir seit hunderten von Jahren Metzger. Ich verstehe das Argument nicht.
Jemand, der Schlachten "eklig" findet, hat nie auf dem Land gelebt. Das können nur dumme Städter-Kinder denken, die von der Natur komplett entrückt sind.

greenbes Avatar
greenbes:#15379

>>15364
Dummes Argument ist dumm.

Arbeitsteilung hat sich schon früh in der Zivilisation herausgebildet und Berufe entstehen lassen. Mit der gleichen Argumentation müsstest du dir sonst heute auch alle Rohstoffe selbst fördern um dir dann selbst ein Haus, Möbel, Kleidung etc. zu produzieren und natürlich auch selbst deine pflanzliche Nahrung anbauen.

souuf Avatar
souuf:#15380

>>15379
Sie meint wohl, dass der angesprochene Bernd seine gefühlsmäßige Haltung gegenüber Tieren nochmal genau unter die Lupe nehmen sollte, und zwar gesehen aus dieser anderen, zweiten Perspektive (der des Tötenden).

Die Antwort greife ich vorweg: "Ja, ich würde trotzdem Fleisch schnabulieren, du verpilzte Menstruationstasse."

iamfelipesouza Avatar
iamfelipesouza:#15381

Würde das veganvegetarische Pack einfach sein Ding machen und nicht ständig jedem Anderen, der nicht bei drei auf nem Baum sitzt, ihr eigenes krudes Moralsystem einimpfen wollen (einfach um sich selbst als besseres Wesen zu fühlen), wärs ja egal.
So aber: Geh grillen.
t *rangierend

adewaleolaore Avatar
adewaleolaore:#15383

>>15381
Du bist ein Projektor. Hier wird nur das alte Lied von Frage und Antwort gespielt. Kein Grund gleich abzurangieren.
---
Wenn jemand etwas aus Gefallsucht tut, dann ist er eine Lusche.
Wieso dann das Gejaule "Tiere bitte nicht essen D:"?

Das verhält sich so:
Tiere essen gleicht dem Gepeitscht werden des Pferdes durch den es reitenden Kuhjungen.
Wenn, inmitten der Wüste, verfolgt von Tomahawk werfenden Indianern, der Kuhjunge blutig auf sein Pferd eindrischt, um dem sicheren Tod zu entgehen, dann ist das eine schlimme Gesamtsituation, aber dem Kuhjungen sind keine Vorwürfe zu machen. Er handelt im Rahmen der menschlichen Liebe zur Welt im Angesicht des akuten Moments, eingedenk des Schutzwertes der Existenz als Mensch.
Wenn aber, auf der begrünten Fläche am Fluss, der Kuhjunge einen Spaziergang reitet und dann, es sind keine Indianer in Sicht, mit der Peitsche wundenschaffend die Lenden des Tieres prügelt, einfach so, zum Spaß der Geschwindigkeit, steht das unter Strafe, s. StGB.

Das Peitschen ist die Ent- und Einleibung des Tiers. Hunger aus Not sind Indianer, unser Leben der Spaziergang am Fluss. Gewalttätigkeit ist schlimm, vielfach schlimmer aber noch, wenn sie vermeidbar war. Das ist selbstverständlich. Das Selbstverständliche muss benannt werden im Angesicht der Unvernunft.

kurafire Avatar
kurafire:#15384

>>15373
Bernd geht wieder völlig pauschalisierend.
Als Landkind, das selber auf verschiedenen Bauernhöfen für ein paar Mark mitgearbeitet hat, und nicht nur Trecker gefahren ist, sondern auch . Die ethische Schlagkraft eines logischen Arguments kann zugleich die emotionale Bewertung eines Sachverhalts ummünzen. Dialektik zwischen Vernunft und Trieben sei Dank. Leider ist genau jenes Verhältnis oft von einem asymmetrischen Schisma geprägt. "Ich denke, mein Fleischkonsum hat keine Auswirkungen auf soziale, ökologische, gesundheitliche und ökonomische Bedingungen" und "Ich fühle, dass der Mord an einem Tier mir etwas Moralisches abverlangen würde" sind nunmal häufig Positionen von ein und denselbem Menschen.

>>15354
Die Schuldideologie kritisiere ich auch, denn die ist religiöser Natur. Viel eher geht es um die ethische Verantwortung, die vernunftbegabten Wesen innewohnt. Selbstredend ist Vernunftbegabung keineswegs dichotom. Sie ist dimensional, sprich aus mehr Vernunft wächst mehr Verantwortung. Kein Wunder, dass die Dummen in ihrer Ignoranz so rücksichtslos mit anderem Leben umgehen. Sie verstehen es nicht besser. Sie erkennen nicht das Prinzip.

>>15349
Antijudaismus ist zu spezifisch. Antichauvinismus und Antikapitalismus klären den Großteil der Varianz auf, dem einen begründbaren Antijudaismus zukommt. So generalisiere er seine Vorurteile auf den gemeinsamen Nenner.

>>15379
Es ist an sich kein dummes Argument. Du zeigst mit deinem Pfosten nur, wie entfremdet unsere Gesellschaft insgesamt von den Produktionsbedingungen ist. Dadurch resultieren viele Probleme, seien sie physischer oder psychischer Art. Der unreflektierte Smartphonekonsum steht hier exemplarisch für die Ausbeutung von Menschen und Natur bei gleichzeitiger Selbstschädigung.

>>15381
Das ist wohl die populärste Antwort, doch sie entbehrt sich der juristischen Logik und ist wohl dem moralistischen Legalismus zuzuordnen. Es wird behauptet, weil etwas legal sei, sei es auch moralisch vertretbar. Dem ist aber nicht so. Mord und Sklaventum waren auch lange Zeit legal, dadurch aber noch nicht moralisch vertretbar. Idealerweise soltle unser Recht dem ethisch Notwendigen entsprechen. Das ist das Ziel einer jeden deliberativen Demokratie.

kylefrost Avatar
kylefrost:#15385

Für jeden ist klar das die heutige Massentierhaltung und die Industrie drumherum abartigste kranke Scheisse ist.
Doch uns wurde von klein auf, ohne Wissen woher dieses stammt, Fleischkonsum eingeprägt.
Nicht darüber nachzudenken ist Dissoziation pur. Veganer und Vegetarier sind da auf einem guten Weg, verlaufen sich scheinbar vielleicht doch auch regelmäßig.

Menschen die Veganismus und jegliches drumherum verunglimpfen haben definitiv starke Probleme mit ihrer erlebten Erfahrung und dem nicht akzeptieren wollen der folgerichtigen Schlussfolgerungen die sie selbst summierten.

Es ist wie eine Aids-Kranke zu ficken, gut aber absolut widerlich.

mbilderbach Avatar
mbilderbach:#15387

>>15384
>So generalisiere er seine Vorurteile auf den gemeinsamen Nenner.

Hatte Bernd nicht deutlich geschrieben, dass es keine Vorurteile seien. Nenne es Erkenntnis nenne es Wahrheit. Deinen Nenner kenne ich nicht. Wenn du den billigen linken Antisemitismus aus Neid meinst, dann ist es nicht meiner.

BillSKenney Avatar
BillSKenney:#15388

>>15384
>Bernd geht wieder völlig pauschalisierend.

Die Essensbeschaffung "Mord an einem Tier" zu nenen ist ja überhaupt nicht pauschalisierend.

vladyn Avatar
vladyn:#15389

>>15388
Korrekt

t1mmen Avatar
t1mmen:#15390

>>15385
Für Typen wie dich gilt: Wenn die Sache irre wird werden die Irren zu Profis.
Hail Ökofascho!
Habe die letzten Tage 12 lästige Nager ermordet.
Mäuseplage, wenn du dagegen ein Rezept hättest...

starburst1977 Avatar
starburst1977:#15392

>>15390
Letztens, nachts, Geräusche in der Küche, ein Mümmeln in der Tüte mit dem alten Brot: ein Neger. Pfui ne! Der muss totgemacht werden, jetzt. Schnell, Rattenfalle aufstellen. Dann aber die Epiphanie: Das Haus ist groß, in dem du wohnst. Viele Gäste haben Platz und Nahrung. Es ist nicht dein Haus. Du bist ein Gast. Die Ratte ist ein Gast. Ich warf die Falle in den Müll.

cat_audi Avatar
cat_audi:#15395

>>15392
Wie-der-Lich.
Da spricht der jüdisch-christliche-Marxismus, der uns alle zu Sklaven der Parasiten machen möchte. Geniesse deinen Mause-urin, die Würmer, die Flöhe, welche von jenen inkontinenten Niedlichen in der Wohnung verteilt werden.

andrewgurylev Avatar
andrewgurylev:#15400

>>15388
Ich finde den Fleischkonsum von Tieren (auch von Menschen) okeh, wenn sie nicht aus Lustzwecken eines anderen Vernunftwesen gestorben sind. Tötung aus Lustzwecken ist m.E.n. Mord. Tod wegen Unfall, Krankheit, Alter oder dergleichen halte ich für vertretbare Gründe.

>>15395
Nette ideologisch verklärte Kampfbegriffe benutzt du da. Träum weiter vom Konglomerat verschiedener miteinander in Konflikt stehender Ideologien. Versuche (((Schuld))) als Leitmotiv deiner "Erkenntnis" aufrecht zu erhalten und vermeide deine Verantwortung und jegliche kritische Hermeneutik. So einfach ist das. Dann klappt ein dissonantes Leben auch ohne die philosophisch notwendigen Veränderungen.

sindresorhus Avatar
sindresorhus:#15401

>>15400
>Nette ideologisch verklärte Kampfbegriffe benutzt du
Schwätzer. Wirf deine Lederschuhe von dir, lass Mäuse auf deinem Brot tanzen, und gib dich dem nächstbesten Parasiten zum Fraß hin.

Shriiiiimp Avatar
Shriiiiimp:#15402

>>15401
Du hast einen Intelligenzquotienten von 12! Knäckebrot hat 13!

deviljho_ Avatar
deviljho_:#15403

>>15400
Oder wie du Gockelchen deine eitle persönliche Selbstgerechtigkeit als "Verantwortungsbewusstsein" hinauskrähst, das verrät den rotgrünen Eine-Welt-Apostel.
Dazu die kühle Haltung zum Kannibalismus, das ist nicht nur Narretei, das ist widerlichste, marxoide Gleichmacherei von Wurm, Taube, Falke und Mensch, aber das sagte ich bereits.

subburam Avatar
subburam:#15411

Ich esse Fleisch aus dem fetischistischen Antrieb Tiere zu meiner Scheisse werden zu lassen, es zu spüren.

Reicht das als Antwort?

cboller1 Avatar
cboller1:#15412

>>15411
Ja, weil du es bist.

subtik Avatar
subtik:#15428

Ich denke nicht das ich viel Fleisch esse, war auch mal vegan für ganze 3 Tage. Das Problem ist bloß das ich Gemüse in den allermeisten Fällen zum kotzen finde. Vegetaria sein stelle ich mir tatsächlich garnicht mal so schwer vor.
Ein weiteres Problem was ich hab ist, dass ich nicht glaube das eine Person mehr oder weniger einen Unterschied macht drinbevor wenn jeder so denken würde blah blah blah
Dennoch halte ich Veganer für bessere Menschen und würde mir wünschen, dass die ganze Welt vegan wäre, dann hätt ich auch kein Problem damit fröhlich Blätter runterzuschlingen.