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Veröffentlicht am 2018-03-09 12:51:14 in /ph/

/ph/ 15551: Rationalismus - ein Irrweg?

iamfelipesouza Avatar
iamfelipesouza:#15551

Bernd, ich mag den Rationalismus, weil er verspricht, dass wir allgemeingültige Muster im Dasein finden können. Das bedeutet es, etwas zu verstehen und Verstehen bedeutet Macht und verschafft Lust, weil wir sicher und mit Vertrauen aktiv sein können.
Dagegen stehen Positionen wie z.B. die von Hume, der selbst die Theorie der Kausalität in Zweifel zog. Ganz zu schweigen von der Existenzphilosophie, die sich um das Absurde dreht - und das Absurde ist definitionsgemäss nicht zu verstehen, sondern nur zu ertragen.
Nun

shoaib253 Avatar
shoaib253:#15552

Nun hat uns aber der Rationalismus wissenschaftlichen Fortschritt gebracht, Erkenntnisse und Einfluss in Medizin, Technik etc. Ist Rationalismus nur ein "Glauben", dass wir etwas verstehen können, der wegen seiner Überzeugung solche Ergebnisse zeitigt? Denn auch an die Fähigkeit zum Erkennen muss man doch irgendwie glauben, ansonsten würde unser Zweifel jede Art von aktiver Einflussnahme unterbinden?
Sind wir dem Absurden hoffnungslos ausgeliefert oder besteht eine Chance durch rationale Erkenntnis, sich von scheinbar unumgänglichen Übeln zu befreien?

wiljanslofstra Avatar
wiljanslofstra:#15553

Dein Pfosten liest sich verwirrt; das mag daher rühren, dass du verwirrt bist. Beschäftige dich doch, wenn dich das Thema Erkenntnisfähigkeit interessiert, mit der Erkenntnistheorie. So wie du deine Fragestellung jetzt beschreibst, ist es viel zu verschwurbelt; Glaube, Überzeugung, Ergebnis, Fähigkeit zum Erkennen, Zweifel, jede Art aktiver Einflussnahme, Unterbindung, das Absurde, rationale Erkenntnis, unumgängliche Übel, Befreiung usw. Mir schwirrt der Kopf und ich finde keinen Zugang zum Gespräch, bzw. jedes Wort wirft weitere Frage auf und man findet keinen gemeinsamen Boden.

nehemiasec Avatar
nehemiasec:#15554

Dummbernd braucht die praktische Sprache des Alltags um zum Denken zu kommen.

terryxlife Avatar
terryxlife:#15555

>>15553
Das tut mir Leid und ich bin nicht so arrogant, zu sagen, dass ich es gut beschrieben hätte. Es geht darum: können wir durch Verstehen zu Glück gelangen oder geht das (höchstens) durch Akzeptanz des Absurden / der Tatsache, dass wir nicht verstehen können?

aluisio_azevedo Avatar
aluisio_azevedo:#15556

>>15555
Nun, wenn der Mensch gar nichts mehr versteht, dann nennen wir ihn gebräuchlich »verrückt«. Seine ganze Welt ist, von unserer aus betrachtet, absurd. Aber das für uns Absurde ist für ihn Tatsache, die er unter Umständen auch noch versteht. Das ganze mag man dann die rationale Erkenntnis eines Irrenhäuslers nennen. Und besagter Irrenhäusler gelangt durch seine Erkenntnis auch noch zum Glück. Da haben wir den Salat.
[Als lebendiges Beispiel: https://www.youtube.com/watch?v=7u8YyT33lWA ]

Stumpfer Ansatz:
Dasein ist nicht zu verstehen/ergründen/berühren; das ist der Rahmen.
Drinnen treiben wir unser Erkenntnisspiel nach Regeln, die wir auffinden oder erfinden.
Das Absurde deprimiert nur dann, wenn man fest geglaubt hat, eine Sache »wirklich bis zum Ende durchdenken zu können«.

Meine Einschätzung:
Was ist Verstehen? Ich schaue einen Apfel an und denke ... denke .. schaue .. denke ....... ein Loch, das ist der Appel; und einen Grund hat er nicht; alles strudelt hinein bis der Geist aufhört. Aber süß is ein Apfel und fast rund. Und der wächst an Apfelbäumen und die Kerne scheißen die Vögel auf die Wiesen.

breehype Avatar
breehype:#15557

>>15556
https://youtu.be/7u8YyT33lWA?t=2761

tube_man Avatar
tube_man:#15559

>>15556
>Stumpfer Ansatz:
>Dasein ist nicht zu verstehen/ergründen/berühren; das ist der Rahmen.
>Drinnen treiben wir unser Erkenntnisspiel nach Regeln, die wir auffinden oder erfinden.

Geht in Ordnung. Sowieso. Genau.

judzhin_miles Avatar
judzhin_miles:#15560

In der Unergründlichkeit des Seins liegt die Schönheit des Lebens.

llun Avatar
llun:#15561

>>15560
In der tiefe des Abgrunds wächst das heilende Kraut Magog Eloim.