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Veröffentlicht am 2016-02-03 16:21:59 in /prog/

/prog/ 8362: Bernd, gibt es Informatikdschobs für diesen studie...

mizhgan Avatar
mizhgan:#8362

Bernd, gibt es Informatikdschobs für diesen studierten und auch ein wenig arbeitserfahrenen Bernd in der Entwicklung, aber ausserhalb des ganzen Kapitalistischen Zirkus? Bernd hat kein Interesse reiche Säcke noch reicher zu machen und möchte etwas gutes tun was die Menscheit auch weiterbringt. Dazu nur den Kunden so heftig wie möglich abzocken und die Kohle dann dem Cheff geben... Ne danke, da ist Bernd ein zu ehrlicher Mensch... So viel Gutmenschenkrebs hätte sich Bernd eigentlich selbst nicht gegeben :)

Hinzu kommt, dass alle, wirklich alle Bernds bekannten "Manager" und "Ingenieure", welche in der privatwirtschaft Karriere gemacht haben, im gehobenen Alter als frustriertes, geschiedenes Lumpenpak mit kapotter Familie erlebt. Bernd möchte nicht so enden. Lieber nicht so deftige Karriere und mit sich selber im reinen und niemandem was schuldig.

Bernd hat in erster Linie an Offene-Sosse-Projekte (z.B. Mozilla,...), Gemeinde, Verwaltung, Polizei, Genossenschaften, Spitäler, etc etc gedacht, aber einfach nichts gefunden was einigermassen in der Nähe ist und leicht mehr Kompetenz als nur Bildschirme austauschen erfordert. Nicht nur in der Region nichts, sondern wirklich einfach gar nichts, mit 2-3 Ausnahmen 300km oder noch viel weiter weg. Und in die VSA möchte Bernd nicht auswandern. Innerhalb Europa ist prinzipiell diskutabel.

Kann es sein dass öffentliche Betriebe schlicht und einfach alles einkaufen weil das ja zu kompliziert ist und so?

t. Lenin Bernd

mbilderbach Avatar
mbilderbach:#8365

>Bernd hat in erster Linie an Offene-Sosse-Projekte (z.B. Mozilla,...), Gemeinde, Verwaltung, Polizei, Genossenschaften, Spitäler, etc etc gedacht, aber einfach nichts gefunden was einigermassen in der Nähe ist und leicht mehr Kompetenz als nur Bildschirme austauschen erfordert.

Meine Erfahrung ist, dass Behörden die schlimmsten sind. Bzw. sind große Unternehmen dort als Softwarelieferanten gerne gesehen.

Hast du denn schon mal bei Meetup nach irgendwelchen Treffen mit Softwareentwicklern in deiner (Groß-)Stadt gesucht? Die JavaScript-, Spieleentwicklungs-, Agile-, Softwerkskammerleute findet man doch häufig. Genannte Gruppen sind dann auch froh, mal ein paar kleinen Sachen mitzuarbeiten und diese bei lokalen Treffen vorzustellen. Manchmal trifft man dort auch Leute die ein Starthoch aufziehen und nach Kollegen suchen.

Bei den Javaleuten (in den Java User Groups bzw. JUGs) muss man im Hinterkopf behalten, dass die Leute meistens mindestens Mitte 30 sind und für größere Unternehmen arbeiten, die zudem eine offene Mitarbeiten an Open-Source-Projekten vermeiden. So wie ich das von dir gelesen haben, würde ich die also besser meiden; auch wenn man zum Spaß mal dort auf ein Bierchen vorbeischauen kann.

sava2500 Avatar
sava2500:#8369

>>8365
Jenes; mit Behörden zu arbeiten ist das Letzte.
Man hat nicht nur alle Nachteile, die man sonst auch hat, sondern man kommt auch zu nichts, da einem ständig einer Knüppel zwischen die Beine wirft.

adhiardana Avatar
adhiardana:#8373

Es gibt Firmen wie credativ, collabora, itomig oder andere, wo man opensource programmieren kann, und erfüllt wünsche für andere firmen. muss man sich halt in in die opensauce sw einfuchteln.
aber wenn man gut ist, wird man irgendwann von redhat begehrt.

jitachi Avatar
jitachi:#8374

nachtrag, opensource firmen erlaubern auch mehr remote-arbeit...

craighenneberry Avatar
craighenneberry:#8380

Bernd hat gerade erst angefangen als Softwareentwickler zu arbeiten und hat die gleichen Wünsche wie OP. Ich habe es noch schlimmer, da ich in Österreich lebe, da gibt es sowieso nichts.

hammedk Avatar
hammedk:#8381

Verpiss dich, Kommunistenarsch

guischmitt Avatar
guischmitt:#8389

>>8369
Schlimmer sind nur noch Anwälte!

alagoon Avatar
alagoon:#8421

>>8369
Lachs, kann Hiwi-Bernd bestätigen, der indirekt bei einer Behörde arbeitet. Wir (also das Team, in dem Bernd aushilft) bekommen Aufträge von einer Behörde zugesteckt. Da Bernd schon etwas länger als ein Jahr mitarbeitet, war er auch schon bei einigen Besprechungen. Es gibt meist einen großen Plan lol, der aus 85% Genderkrebs und Kleinsprech besteht und 15% vage Anforderungen. In den Treffen soll ausgelotet werden, in welche Richtung das jeweilige Projekt gehen soll und wie die Anforderungen im Detail aussehen. Nach den Besprechungen ist die Anforderung kein bisschen konkretisiert worden. Aber es wurden Kekse gegessen. Allerdings keine besonders guten Kekse.

Irgendwann erfährt man dann ganz überraschend, dass eine Deadline vor der Tür steht, die man natürlich nicht vorher offiziell angekündigt bekommen hat. Es bricht Chaos aus und jeder macht das, von dem er glaubt, dass es das richtige ist.

Nach der Präsentation der Ergebnisse findet man dann raus, dass die Behöre eigentlich etwas ganz anderes haben wollte. Konsigwenzen gab es bis jetzt nicht, da die Behören entweder überfordert sind oder denen sind die Projekte egal (sonst hätte es ja auch gescheite Anforderungen gegeben).

Als Bernd angefangen hatte, hat er sich Gedanken gemacht, wie man die Aufträge verstehen und umsetzen könnte. Mittlerweile kehrt er nicht mehr und macht das nötigste (Einmal in der Woche für wenige Stunden anwesend sein). Sobald das Chaos ausbricht, arbeitet er die ungenutzt Arbeitsstunden ab. Hoffentlich ist die Arbeit nach dem Studium nicht genau so …

jamesmbickerton Avatar
jamesmbickerton:#8427

>>8362
Hallo OP.
Ich denke ich kann dir da konkret helfen, weil ich mir diese Fragen selbst vor
einigen Monaten gestellt habe und Antworten gefunden habe.

Hinter vielen großen Open Source Projekten stecken Stiftungen, die die Programmierer
(einigermaßen gut) bezahlen.

Als konkretes Beispiel kann ich dir von GNU net erzählen

donjain Avatar
donjain:#8428

Selbstsäge wegen Post versagen.

>>8362 (OP)
Hallo OP.
Ich denke ich kann dir da konkret helfen, weil ich mir diese Fragen selbst vor
einigen Monaten gestellt habe und Menschen mit Vitamin B fragte.

Hinter vielen großen Open Source Projekten stecken Stiftungen, die die Programmierer
(einigermaßen gut) bezahlen.

Als konkretes Beispiel kann ich dir von GNUnet erzählen, die haben gerade aktuell Bedarf.
Das GNUnet Framework besteht aus ca. 20 Prozessen und ist nunja organisch gewachsen.
Momentan weiß keiner im Projekt so genau welcher Prozess was tut und wie die zusammenarbeiten.
Die suchen nachjemandem der sich hinsetzt die Dinge genau mit strace ltrace und evtl. wireshark
anschaut und dann eine 20-30 seitige Entwickler Doku schreibt die einen Überblick gibt.
Dafür würden sie auch Leute bezahlen.

Etwas vergleichbares gibt es auch beim Tor Projekt.

Du siehst vermutlich schon den Nachteil, solche sachen sind meistens projektbasiert,
nach Ende des Projektes musst du sehen wie du weitermachst.
(Wobei du wenn du gut wirst schon oft für ein Nachfolgeprojekt gefragt wirst, aber halt nicht
100% sicher), also es ist nicht so sicher wie eine Schaf Stelle bei der Allianz oder Microsoft.

Für mich ist das wieder weniger interesannt geworden, weil meine Schaf Stelle wieder weniger schlimm wurde.

Ah und wie man da hin kommt: Ich denke zum einen wäre es ratsam im IRC Channel des Projektes zu lauern,
zum anderen kann man die Menschen bei entsprechenden Open Source Konferenzen auch einfach ansprechen.
Also z.b. auf der Foscon gibt es immer einen GNUnet stand da kannst du hingehen und sagen dass du das cool findest
und damit schon rumgespielt hast und oh es ist ja schade das es keine Entwickler Doku gibt usw.
Grundsätzlich ist das nicht so schwierig weil das sind ja auch alles Autisten. Wobei klar es ist natürlich stress.

Natürlich klingt das jetzt vermutlich alles erstmal gewagt und am Ende wird mein Pfosten wahrscheinlich eh
nur mistrauisch abgetan...