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Veröffentlicht am 2016-11-20 18:51:29 in /prog/

/prog/ 9488: Wissenschaft und Forschung mit Python

terpimost Avatar
terpimost:#9488

Hallo Bernd,

In meinem Studium habe ich jahrelang Matlab eingesetzt und auch kurz R (in Rstudio) und bin folgende Strategie gewöhnt:
Etwas skripten, ein wenig mit der Kommandozeile rumspielen, weiter skripten und so sukzessiv die Umgebung bereichern und sich Schritt für Schritt seinem Ziel nähern.

Nun habe ich mich entschlossen auf Python umzusteigen. Allerdings bin ich am rätseln wie das geht. Bei meinen Recherchen bin ich immer wieder auf IPython (jetzt Jupyter) gestoßen, was als DAS Werkzeug für wissenschaftliche Zwecke gepriesen wird. Aber WIE funktioniert das? Klar um mal einen Report anzufertigen ist das sicher super oder einen komplizierten Sachverhalt einem Projektpartner darzulegen. Aber wie arbeitet damit seriös???
Bitte versteht mich nicht falsch, hier geht es weder um die Python als Sprache selbst, die Pakete oder wie bekomme ich Jupyter zum laufen. Auch nicht "Wie erstelle ich ein tolles Tutorial für Youtube"

Vielmehr würde mich interessieren, wie typische Arbeitsabläufe oder 'Best Practices' aussehen. Kann hier jemand weiterhelfen? Gibt es hier Bernds, die Python für Wissenschaft+Forschung einsetzen?

zl;ng: Matlab,R ==> Python; Wie? Tipps?

eduardostuart Avatar
eduardostuart:#9489

>>9488

Ich fühle dich, Bru. Bei mir das gleiche, im Studium jahrelang mit MATLAB und R(studio) gearbeitet und versuche mich nun seit einer Weile in Python einzuarbeiten, aber alle Oberflächen sind unfassbar krebsig. Hast du Anaconda/Spyder/Rodeo mal ausprobiert? Finde Rodeo gar nicht schlecht, ist RStudio sehr ähnlich.

craighenneberry Avatar
craighenneberry:#9490

Ich benutze Python zurzeit täglich. Den Code schreibe ich mit emacs, zum Ausprobieren nutze ich den ganz gewöhnlichen Python-Interpreter. Allerdings muss ich aus technischen Gründen alles im Terminal machen. Diese Kombination reicht eigentlich schon für kleinere Projekte, kannst natürlich auch einen anderen Editor verwenden.

Jupyter musste ich im Rahmen eines Programmierkurses mal angucken und fand es ultrakrebsig, ich wusste einfach nie, welcher Teil des Codes jetzt schon ausgeführt war und welcher nicht.

Kurzes gurgeln fand diesen etwas älteren Text, der bei der Suche nach IDEs helfen dürfte: https://xcorr.net/2013/04/17/evaluating-ides-for-scientific-python/

nateschulte Avatar
nateschulte:#9491

PyCharm ist die Wahl, mit der Uni-Mail kriegst du sogar die Pro Version in den Arsch geschoben.