Krautkanal.com

Veröffentlicht am 2014-10-20 03:01:16 in /r/

/r/ 1580: 1:999

BrianPurkiss Avatar
BrianPurkiss:#1580

Ich bin selbst nicht religiös, deswegen möchte ich hier die Religiösen fragen, wie sie das für sich selbst beantworten. Wie geht ihr mit dem Gedanken um, dass ihr nur einer Religion von "1000" Religionen angehört, die auf der Erde existieren oder existierten? Dass euer Gott nur einer von 1000 Göttern ist und eure religionsspezifischen Gebote denen anderer Religionen widersprechen. Das heißt es kann nur eine von diesen tausend Religionen recht haben. Woher wisst ihr, dass gerade die Religion, die ihr momentan praktiziert, die richtige ist? Für mich als Ungläubigen löst sich das ganz einfach so auf, dass alle Religionen und Gotteskulte rein Menschengemacht sind, deswegen sind sie sich alle ähnlich. Da es keinen Gott oder keine Götter gibt, sondern diese Gebote von den Menschen stammen, entsteht kein Widerspruch dazu, dass die jeweilige Gebote von Gott stammen sollen. Aber mit dieser Erklärung kann der Religiöse ja nicht leben. Mich interessiert wie man als Religiöser mit diesem und auch anderen Widersprüchen umgeht. Verdrängt man die einfach?

turkutuuli Avatar
turkutuuli:#1583

Möchtest du Literaturempfehlungen oder kurze Beschreibungen?

Zl;ng: Kulturelle Prägung lässt Menschen verschiedene Vorstellungen vom Heil haben. Besonders starke Religionen können dem zum Trotz andere überlagern, weil sie eine Lösung /Fortführung darstellen.

rohan30993 Avatar
rohan30993:#1585

>>1580
Die Grundprämisse ist falsch gezogen: Religion ist keine Meinung, sondern entweder wahr oder falsch.

Und die Prämisse, dass alle Religionen menschengemacht sind, ist etwas zu beschränkt. Die Empfänglichkeit für Religion ist wohl gottgemacht.

So weiß zum Beispiel ein jeder Katholik, dass die Heilsverkündung Christi nur zu diesem Zeitpunkt hätte stattfinden können, weil die Juden nicht vorher bereit waren.

Ob wir das uns geschenkte Opfer nutzen, hängt nun nur von uns ab. Wenn Satan der Menschheit habhaft wird, so sollen wir eben ausgelöscht werden.

marshallchen_ Avatar
marshallchen_:#1589

>>1583
>>1585

Ihr betrachtet das aber auch aus der Außenperspektive. Ich frage mich wie jemand der von der Wahrheit nur seiner eigenen Religion überzeugt ist, diesen Widerspruch erklärt. Ich dachte solche Religiösen würde ich hier auf /r/ finden.

mj_berthelsen Avatar
mj_berthelsen:#1591

>>1589
Ich bin von der Wahrheit überzeugt :3 Andere Völker definieren andere Begriffe eben anders.

amboy00 Avatar
amboy00:#1595

>>1580
>Wie geht ihr mit dem Gedanken um, dass ihr nur einer Religion von "1000" Religionen angehört, die auf der Erde existieren oder existierten?
Genau wie mit der Tatsache, dass es 1000 andere Sprachen gibt. Bild verwandt.

>Woher wisst ihr, dass gerade die Religion, die ihr momentan praktiziert, die richtige ist?
Dieses Wissen entstammt unserem Glauben. So ein Fach ist das. Die Evangelien sind so eindeutig, dass es in dieser Frage keinerley Widerspruch gibt.

>Mich interessiert wie man als Religiöser mit diesem und auch anderen Widersprüchen umgeht.
Wie gehst du denn mit dem Widerspruch um ungläubig zu sein und zu behaupten, dass es keinen Gott gäbe, obwohl du die Behauptung auf nichts anderes als deinen Glauben stützen kannst?

Übrigens, der Mensch ist voller Widersprüche. Das ist ganz natürlich und fängt schon an, wenn man ein leckeres Würstchen kocht anstatt es zur Linderung des Hungers direkt zu verzehren. Die kategorische Ablehnung von Widersprüchen scheint eine Eigenart von Atheisten zu sein und mit Verlaub, das ist albern.

vocino Avatar
vocino:#1597

>>1583
>Kulturelle Prägung lässt Menschen verschiedene Vorstellungen vom Heil haben. Besonders starke Religionen können dem zum Trotz andere überlagern, weil sie eine Lösung /Fortführung darstellen.

Du konzedierst, dass es keinen Gott gibt. Religion ist lediglich eine "Vorstellungen vom Heil". Mit dieser Erklärung können auch Atheisten leben.

posterjob Avatar
posterjob:#1598

>>1597
Monotheistische Religionen sind sich in den Grundbausteinen einig, und über polytheistische brauchen wir gar nicht reden.

iamkarna Avatar
iamkarna:#1599

>>1585
>Die Grundprämisse ist falsch gezogen: Religion ist keine Meinung, sondern entweder wahr oder falsch.

Das ist keine Antwort auf die Frage, wie man als religiöser Mensch damit umgeht, dass man 999 Götter für "falsch" hält und als Hirngespinst strikt ablehnt.

Es muss doch ein grummeliges Gefühl sein, dass man Milliarden von Menschen als erkenntnisschwach abstempeln muss, weil sie "falschen" Märchen hinterherlaufen. Beschleicht einen nie die Angst, man selbst könnte auch einer dieser Milliarden sein, die einen Gott anbeten, der nur ein Märchen ist?

artcalvin Avatar
artcalvin:#1600

>>1598
>Monotheistische Religionen sind sich in den Grundbausteinen einig,

Ja. Aber sie schließen sich gegenseitig aus. Oder kann ein Katholik im Himmel auch zig Jungfrauen kriegen? Und ein Moslem auch auf Petrus Einlaß hoffen, wenn er sein Leben lang weisungsgemäß Ungläubige getötet hat?

Oder willst du sagen, jeder Christ kann genauso gut Gott vergessen und Allah anbeten, es macht keinen Unterschied?

albertodebo Avatar
albertodebo:#1601

>>1595
>>Wie geht ihr mit dem Gedanken um, dass ihr nur einer Religion von "1000" Religionen angehört, die auf der Erde existieren oder existierten?
>Genau wie mit der Tatsache, dass es 1000 andere Sprachen gibt. Bild verwandt.

Aber Sprachen sind doch nicht richtig oder falsch. Wenn Götter wie Sprachen sind, dann gibt es ja wirklich 1000 Götter, sie existieren alle gleichzeitig und haben alle Recht mit ihren Geboten und Verboten. Dann müssten die Menschen gleichzeitig die Gebote des Christentums, Islam und Judentums einhalten um in den Augen der Götter bestehen zu können. Das wurde doch eigentlich nach den alten Griechen für Humbug erklärt.

>>Woher wisst ihr, dass gerade die Religion, die ihr momentan praktiziert, die richtige ist?
>Dieses Wissen entstammt unserem Glauben. So ein Fach ist das. Die Evangelien sind so eindeutig, dass es in dieser Frage keinerley Widerspruch gibt.

Das gilt aber für alle Götter und ihre Anhänger. Jeder Moslem wird dasselbe sagen. Es ist wohl eher die Hoffnung, dass man den Richtigen unter den 1000 gewählt hat, nicht das Wissen.

>Wie gehst du denn mit dem Widerspruch um ungläubig zu sein und zu behaupten, dass es keinen Gott gäbe, obwohl du die Behauptung auf nichts anderes als deinen Glauben stützen kannst?

Man kann keine negative Behauptung beweisen. Dass es keinen Gott gibt, ist so wenig beweisbar, wie dass es keinen Gorpulanghupatt gibt. Die Last der Erklärung warum 999 Götter falsch sind und der eine richtig, liegt beim Gläubigen.

>Übrigens, der Mensch ist voller Widersprüche. Das ist ganz natürlich und fängt schon an, wenn man ein leckeres Würstchen kocht anstatt es zur Linderung des Hungers direkt zu verzehren.

Wo ist da ein Widerspruch? Nur wenn die Wurst beim Kochen an Geschmack verlöre.

>Die kategorische Ablehnung von Widersprüchen scheint eine Eigenart von Atheisten zu sein und mit Verlaub, das ist albern.

Ganz im Gegenteil. Der Widerspruch zwischen Glaube und Wirklichkeit ist die Grundthese jedes Atheisten.

rdbannon Avatar
rdbannon:#1602

>>1599
https://en.wikipedia.org/wiki/Argumentum_ad_populum
/faden

Viel retardierter musst ja du sein, der alle 1000 Götter ablehnt, wenn du schon merkwürdig findest, wie jemand alle bis auf einen (oder wenige) ablehnt. Arroganter ist also jemand der allen abspricht die Wahrheit zu haben.

>>1597 >>1600 >>1601
Muss ganz schön peinlich sein, nach so vielen Jahren Menschheitsgeschichte ein positivistisches Weltbild zu haben. Ein Moslem bekommt natürlich nichts, wenn der christliche Gott existiert. Glaube allein macht keine Wahrheit.

vladarbatov Avatar
vladarbatov:#1603

>>1601
>Dann müssten die Menschen gleichzeitig die Gebote des ...
Man spricht doch nicht alle Sprachen gleichzeitig.
Du verstündest es, hättest du den Animu gesehen.

>Das gilt aber für alle Götter und ihre Anhänger.
Mag sein, die anderen liegen aber alle falsch, Begründung steht oben schon, könnte ich nur wiederholen.

>Man kann keine negative Behauptung beweisen.
Tja, dann musst du es dir eimfach verkneifen solchen Behauptungen aufzustellen, wenn du dich als ungläubig bezeichnen willst.

>Der Widerspruch zwischen Glaube und Wirklichkeit ist die Grundthese jedes Atheisten.
Glaube ist absolut unmittelbare Wirklichkeit, da ist kein Widerspruch möglich. Auch ist das Lamentieren über andere eine erbärmliche Grundthese.

alessandroribe Avatar
alessandroribe:#1604

>>1602
>Viel retardierter musst ja du sein, der alle 1000 Götter ablehnt, wenn du schon merkwürdig findest, wie jemand alle bis auf einen (oder wenige) ablehnt. Arroganter ist also jemand der allen abspricht die Wahrheit zu haben.

Interessante Frage! Wer ist arroganter:

a) Ein Christ, ein Moslem, ein Jude und ein Zeus-Liebhaber die allen sagen: Mein Gott ist real, mein Glaube ist richtig, die Götter der anderen sind falsch, menschliche Erfindungen, ihre Gebote sind irrelevant da sie nicht von Gott stammen. Alle anderen, außer mir, sind Quacksalbern auf den Leim gegangen

b) Ein Atheist der sagt: Kinder streitet euch nicht, die Wahl des richtigen Gottes ist reine Glaubenssache, da gibt es kein wahr und kein falsch. Jeder Gott ist so wahr und real und richtig wie jeder andere.

Wenn man bedenkt, dass bisher keine der 1000 Religionen auch nur den geringsten Beweis vorlegen konnte, dass ihr eigener Gott existiert, halte ich b) für deutlich weniger arrogant.

armcivor Avatar
armcivor:#1605

>>1604
In der Praxis sieht es aber meist so aus:
a) Ein Christ, ein Moslem, ein Jude und ein Zeus-Liebhaber die sich alle nicht anpissen.
b) Ein pickliger Fedoratipper, der im Internet Leute provozieren will.

>Wenn man bedenkt, dass bisher keine der 1000 Religionen auch nur den geringsten Beweis vorlegen konnte, dass ihr eigener Gott existiert
Ungebildet viel? de.wikipedia.org/wiki/Gottesbeweis

timgthomas Avatar
timgthomas:#1606

>>1603
>Man spricht doch nicht alle Sprachen gleichzeitig.
Aber man erkennt sie alle gleichzeitig an, im Gegensatz zu den 1000 Göttern.
Jeder Araber akzeptiert, dass in Deutschland Deutsch die richtige Sprache ist. Aber kein Araber akzeptiert Gott als seinen Erlöser wenn er nach Deutschland kommt.

>Das gilt aber für alle Götter und ihre Anhänger.
>Mag sein, die anderen liegen aber alle falsch, Begründung steht oben schon, könnte ich nur wiederholen.

Das ist das Thema des Fadens. Ein interessantes Selbstbewusstsein vieler Gläubiger, dass unerklärlich bleibt: Ich habe recht und alle anderen liegen falsch. Trotzdem keine Seite irgendetwas Substantielles zur Untermauerung seiner These liefern kann.


>>Man kann keine negative Behauptung beweisen.
>Tja, dann musst du es dir einfach verkneifen solchen Behauptungen aufzustellen, wenn du dich als ungläubig bezeichnen willst.

Wenn Gott sich mir offenbart, bin ich sofort gläubig. Ich sage nicht, es existiert kein Gott. Ich sage: Du kannst keinerlei Beweis liefern, dass es jemand im Himmel gibt, der sich für dich und deinen Sex interessiert. Es ist somit ein Glaube unter tausenden und hat keinerlei wirkliche Auswirkungen auf das Leben der Menschen.

>Glaube ist absolut unmittelbare Wirklichkeit, da ist kein Widerspruch möglich.
>kein Widerspruch möglich
Das glaube ich dir gerne, nur hat das nichts mit der Wirklichkeit zu tun.

>Auch ist das Lamentieren über andere eine erbärmliche Grundthese.
Hängt sehr davon ab, wie aktiv sie ihre Thesen anderen Menschen aufzwingen (Homosexuelle, Geschiedene, Kondombenutzer usw.)

dhooyenga Avatar
dhooyenga:#1607

>>1605
>In der Praxis sieht es aber meist so aus:
>a) Ein Christ, ein Moslem, ein Jude und ein Zeus-Liebhaber die sich alle nicht anpissen.

Oha. Das wäre mir neu. Praktisch jeder Krieg bis in 20 Jahhundert war religiös (mit-)motiviert. Ich hab auch nicht dein Eindruck dass Moslems, Christen und Juden in Deutschland heute unangepisst sind.

>b) Ein pickliger Fedoratipper, der im Internet Leute provozieren will.
Unter Niveau von /r/

>>Wenn man bedenkt, dass bisher keine der 1000 Religionen auch nur den geringsten Beweis vorlegen konnte, dass ihr eigener Gott existiert
>Ungebildet viel? de.wikipedia.org/wiki/Gottesbeweis

Wir sprechen hier nicht von einem abstrakten Schöpfer oder Schöpfungsakt der natürlich nicht zu leugnen ist. Wir sprechen von einem Gott der eine Meinung zu deiner Sexualität hat und Jungfrauen im Himmel verspricht. Dafür gibt es bisher nicht den geringsten Beweis.

vladyn Avatar
vladyn:#1608

>>1606
>Jeder Araber akzeptiert, dass in Deutschland Deutsch die richtige Sprache ist.
Ach?

>Das ist das Thema des Fadens. Ein interessantes Selbstbewusstsein vieler Gläubiger, dass unerklärlich bleibt: Ich habe recht und alle anderen liegen falsch. Trotzdem keine Seite irgendetwas Substantielles zur Untermauerung seiner These liefern kann.
Wie wäre es, wenn du mal das Wort Glauben im Wörterbuch oder zumindest auf Wikipedia nach schlägst? Du scheinst überhaupt nicht zu kapieren, gegen was du wetterst.

>Ich sage nicht, es existiert kein Gott.
Im OP steht: "Da es keinen Gott oder keine Götter gibt".

>Ich sage: Du kannst keinerlei Beweis liefern, dass es jemand im Himmel gibt, der...
Das sagst du jetzt weil es dir besser passt. Na seis drum. Der Beweis steht in der Bibel.

>Das glaube ich
(...)

Shriiiiimp Avatar
Shriiiiimp:#1609

>>1607
>Praktisch jeder Krieg bis in 20 Jahhundert war religiös (mit-)motiviert.
Die Aussage ist komplett falsch.
Da, lies: de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Kriegen

>Ich hab auch nicht dein Eindruck dass Moslems, Christen und Juden in Deutschland heute unangepisst sind.
>Christen
>nicht unangepisst
Haha, nur wenn Atheisten in der Nähe sind.

>Unter Niveau von /r/
Wie kann man jemanden, der eine Nicht-Existenz Gottes mit seinem Unverständnis des Glaubens begründet, denn vom Niveau her noch unterbieten?

>Wir sprechen von einem Gott der eine Meinung zu deiner Sexualität hat und Jungfrauen im Himmel verspricht. Dafür gibt es bisher nicht den geringsten Beweis.
Natürlich gibt es für solch einen Gott keinen Beweis, denn das wäre ein falscher Gott.

jeremyworboys Avatar
jeremyworboys:#1610

>>1608
>Wie wäre es, wenn du mal das Wort Glauben im Wörterbuch oder zumindest auf Wikipedia nach schlägst? Du scheinst überhaupt nicht zu kapieren, gegen was du wetterst.

Wettern? Nur weil man anderer Meinung ist, über die Existenz eines überirdischen Freundes/Bestrafers?

Glaube ist Glauben - deshalb macht es keinen Sinn, die Existenz Gottes zu postulieren. Man kann sie nur glauben.
(Er hätte es allerdings leicht, diese Frage abschließend zu klären - er könnte sich problemlos auch den Atheisten offenbaren und dafür sorgen, dass sofort alle von seiner Existenz überzeugt sind - macht er aber nicht. Komisch.)

>>Ich sage: Du kannst keinerlei Beweis liefern, dass es jemand im Himmel gibt, der...
>Das sagst du jetzt weil es dir besser passt.

Nein, das ist die Wahrheit. Bisher konnte die Existenz eines persönlichen Gottes nicht bewiesen werden. Deswegen bleibt Religion Glaube.

>Der Beweis steht in der Bibel.
Und im im Koran. Und in jedem anderen Buch das von einem Gott persönlich diktiert wurde. Hilft leider nicht weiter.

vladarbatov Avatar
vladarbatov:#1611

>>1609
>>Praktisch jeder Krieg bis in 20 Jahhundert war religiös (mit-)motiviert.
>Die Aussage ist komplett falsch. Da, lies: de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Kriegen

Ja. Und?

>Wie kann man jemanden, der eine Nicht-Existenz Gottes mit seinem Unverständnis des Glaubens begründet, denn vom Niveau her noch unterbieten?

Die Nicht-Existenz Gottes kann man nicht begründen. Nur die Existenz. Und da fehlen bis heute jegliche Beweise. Nichts deutet daraufhin, dass Himmel oder Hölle oder ein liebender und strafender Gott existieren. Absolut nichts. Null. Nada.

Und nur weil jemand nicht an den von dir postulierten Gott glaubt, ist er nicht niveaulos.

>>Wir sprechen von einem Gott der eine Meinung zu deiner Sexualität hat und Jungfrauen im Himmel verspricht. Dafür gibt es bisher nicht den geringsten Beweis.
>Natürlich gibt es für solch einen Gott keinen Beweis, denn das wäre ein falscher Gott.

Du bist also kein Christ? Denn im Christentum interessiert sich Gott intensiv für deinen Sex. Er ist streng reglementiert.

craigelimeliah Avatar
craigelimeliah:#1613

>>1610
>Glaube ist Glauben - deshalb macht es keinen Sinn, die Existenz Gottes zu postulieren. Man kann sie nur glauben.
Wieso sollte das keinen Sinn ergeben?

>er könnte sich problemlos auch den Atheisten offenbaren und dafür sorgen, dass sofort alle von seiner Existenz überzeugt sind - macht er aber nicht. Komisch.
Vielleicht trollst du ihn nicht gut genug.

>Und im im Koran. Und in jedem anderen Buch das von einem Gott persönlich diktiert wurde. Hilft leider nicht weiter.
Natürlich hilft das nicht weiter, schließlich hat Gott kein einziges Buch persönlich diktiert.


>>1611
>Die Nicht-Existenz Gottes kann man nicht begründen. Nur die Existenz. Und da fehlen bis heute jegliche Beweise. Nichts deutet daraufhin, dass Himmel oder Hölle oder ein liebender und strafender Gott existieren. Absolut nichts. Null. Nada.
Wenn du sogar die Existenz der Bibel und der Christenheit leugnest, kann ich dir auch nicht helfen.

>Und nur weil jemand nicht an den von dir postulierten Gott glaubt, ist er nicht niveaulos.
Es ging auch mehr um das Verständnis simpler Worte denn um glauben. Lies es nochmal, dann fällt es dir vielleicht auf.

>im Christentum interessiert sich Gott intensiv für deinen Sex. Er ist streng reglementiert.
Vor allem verspricht Gott niemandem Jungfrauen im Himmel, das war ja der Knackpunkt. Aber Gott reglementiert meine Secksualität auch nicht und schon gar nicht streng.

michigangraham Avatar
michigangraham:#1616

>>1613
>>Glaube ist Glauben - deshalb macht es keinen Sinn, die Existenz Gottes zu postulieren. Man kann sie nur glauben.
>Wieso sollte das keinen Sinn ergeben?

Die tatsächliche, reale Existenz von etwas zu postulieren, was sich nur in deinem Glauben manifestiert, ist sinnlos.

>>er könnte sich problemlos auch den Atheisten offenbaren und dafür sorgen, dass sofort alle von seiner Existenz überzeugt sind - macht er aber nicht. Komisch.
>Vielleicht trollst du ihn nicht gut genug.

Die Idee, dass Gott auf Trollierungen reagieren sollte, ist etwas merkwürdig. Er könnte sich einfach der ganzen Menschheit offenbaren und die Sache wäre erledigt. Das Gezanke ob Gott existiert und welcher der Richtige ist, unter den 1000 angebotenen, wäre beendet. Für immer und ewig.

>>Und im im Koran. Und in jedem anderen Buch das von einem Gott persönlich diktiert wurde. Hilft leider nicht weiter.
>Natürlich hilft das nicht weiter, schließlich hat Gott kein einziges Buch persönlich diktiert.

Aber es ist Gottes Wort - behaupten die Gläubigen, des jeweiligen Gottes.

>Wenn du sogar die Existenz der Bibel und der Christenheit leugnest, kann ich dir auch nicht helfen.
Niemand tut das.

>>im Christentum interessiert sich Gott intensiv für deinen Sex. Er ist streng reglementiert.
>Vor allem verspricht Gott niemandem Jungfrauen im Himmel, das war ja der Knackpunkt.
Nein. Der Knackpunkt war, dass es einen persönlichen Gott gibt, der Wünsche und Gebote an dich hat. Der dich überwacht und abhängig von deinem Verhalten, dich liebt oder straft. Sex war nur ein Beispiel.

>Aber Gott reglementiert meine Secksualität auch nicht und schon gar nicht streng.
Im Christentum schon. Bist du kein Christ?

mwarkentin Avatar
mwarkentin:#1618

>>1616
>Die tatsächliche, reale Existenz von etwas zu postulieren, was sich nur in deinem Glauben manifestiert, ist sinnlos.
Wieso sollte Glaube denn nicht real und tatsächlich sein? Aus der Perspektive deines Atheistischen Glaubens mag das sinnlos erscheinen aber aus unserer keineswegs.

>Die Idee, dass Gott auf Trollierungen reagieren sollte, ist etwas merkwürdig.
Gott reagiert auf so alles mögliche.

>Er könnte sich einfach der ganzen Menschheit offenbaren und die Sache wäre erledigt.
Quatsch, du wärst der erste der es anzweifeln würde.

>Aber es ist Gottes Wort
Und doch ist es nicht diktiert. Gott spricht eher durch Visionen und Erscheinungen und beseelt die Schreiber.

> >Wenn du sogar die Existenz der Bibel und der Christenheit leugnest, kann ich dir auch nicht helfen.
>Niemand tut das.
Gut, dann hast du in der Christenheit den besten Gottesbeweis, den du dir vorstellen kannst.

>Der Knackpunkt war, dass es einen persönlichen Gott gibt, der Wünsche und Gebote an dich hat. Der dich überwacht und abhängig von deinem Verhalten, dich liebt oder straft. Sex war nur ein Beispiel.
Du hast behauptest Gott würde Jungfrauen im Himmel versprechen und das habe ich verneint.
Auch: Was behagt dir nicht an einem persönlichen Gott, der die Menschen mit Lob und Tadel zum Guten hin erzieht? Hat es dein leiblicher Vater nicht ebenso mit dir getan?

> >Aber Gott reglementiert meine Secksualität auch nicht und schon gar nicht streng.
>Im Christentum schon. Bist du kein Christ?
Ich bin Christ aber Gott ist niemals streng sondern immer liebevoll. Kennst du denn die Frohe Botschaft nicht?

illyzoren Avatar
illyzoren:#1626

> er könnte sich problemlos auch den Atheisten offenbaren und dafür sorgen, dass sofort alle von seiner Existenz überzeugt sind
Hat er, am Kreuz. Reicht dir das nicht? http://www.bibleserver.com/text/EU/Markus12:1-10
Wie oft soll er denn noch sterben?

>>1613
> Aber Gott reglementiert meine Secksualität auch nicht und schon gar nicht streng.
Doch, Katechismus lesen, bitte.

>>1616
>Aber es ist Gottes Wort - behaupten die Gläubigen, des jeweiligen Gottes.
Dir fehlt Basiswissen. Außerdem ist sola scriptura ist nicht katholische Glaubenswahrheit. Jesus sagt selbst, dass nur wer hören will hören kann, ein Wort lesen und es verstehen ist nicht das gleiche.

>>1618
> Gott ist niemals streng sondern immer liebevoll
Schließt sich beides nicht aus. Manchmal muss man liebevolle Strenge walten lassen. Ich persönlich finde einen Mühlstein für Demissionierer schon sehr streng.

likewings Avatar
likewings:#1627

>>1626
Anmerkung:
> Aber es ist Gottes Wort - behaupten die Gläubigen, des jeweiligen Gottes.
Der Engel brachte Maria die Botschaft und sie empfing vom Heiligen Geist. [Lk 1:28-35]
[…]
Siehe, ich bin die Magd des HErrn: mir gesche nach seinem Wort [Lk 1:38]
[…]
Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gelebt. [Johannes 1:14]

arashmanteghi Avatar
arashmanteghi:#1630

>>1626
>Doch, Katechismus lesen, bitte.
Als Bernd ist mir eine Enthaltsamkeit zu eigen, die bereits über jede Reglementierung hinaus geht.

cmzhang Avatar
cmzhang:#1634

>>1630
Der war gut

michigangraham Avatar
michigangraham:#1635

>>1626
>> Gott könnte sich problemlos auch den Atheisten offenbaren und dafür sorgen, dass sofort alle von seiner Existenz überzeugt sind

>Hat er, am Kreuz. Reicht dir das nicht? Wie oft soll er denn noch sterben?

Das steht es in der Bibel - aber wir alle wissen wie die Bibel entstanden ist.

Außerdem halte ich es für eine etwas seltsame Idee, statt einer simplen Offenbarung seiner selbst, eine andere Person mit einer höchst erstaunlichen Geschichte vorzuschicken, von der niemand weiß wer sie wirklich war - die Person.

https://de.wikipedia.org/wiki/Jesus_von_Nazaret

Zu dieser Zeit wurden massenweise Menschen gekreuzigt, und es war auch nicht unüblich, dass man Gekreuzigte später wieder unter den Lebenden sah (laut Überlieferung) - Jesus war da kein Einzelfall.

Es ist nicht wirklich eine Offenbarung Gottes wenn vor 2000 Jahren ein Wanderprediger gekreuzigt wurde.

aio___ Avatar
aio___:#1636

>>1618
>>Die tatsächliche, reale Existenz von etwas zu postulieren, was sich nur in deinem Glauben manifestiert, ist sinnlos.
>Wieso sollte Glaube denn nicht real und tatsächlich sein?

Weil es ausschließlich auf Geschichten beruht, die weder beweisbar noch verifizierbar sind oder irgendeine objektiv erkennbare Wahrhaftigkeit hätten. Deshalb heißt es Glaube, weil man nichts darüber weiß, wer oder was der Schöpfer ist. In der Menschheitsgeschichte sind milliarden Gebete an tausende von Göttern gerichtet worden. Aber kein einziger von diesen 1000 Göttern hat jemals geantwortet. Viele Menschen auf diesem Planeten glauben an ganz unterschiedliche Götter, aber kein Glaube und kein Gott wurde jemals als richtig oder falsch erkannt - sie sind alle gleich: Sie machen keine Aussage über die Realität und können deshalb auch alle nebeneinander existieren ohne Angst jemals als Un- oder Falsch-Glaube enttarnt zu werden.

Der Mensch kann beliebig viele Götter und Religionen erfinden. Sie entspringen seiner Imagination, sind also unbegrenzt. Der Mensch kann seinen Glauben beliebig oft wechseln, an der Realität, an der Schöpfung und seinem Schöpfer ändert das nichts.

Gott ist die Vorstellung des Menschen, von Dingen die er sich nicht vorstellen kann. Dass es einen Gott gäbe, der an deiner Sexualität interessiert wäre, ist eine Hybris und einen Dummheit wie sie nur dem Homo Sapiens zu eigen ist.

antonkudin Avatar
antonkudin:#1637

>>1636
Als würdest du irgendjemanden glauben der dir sagt, dass Gott ihm geantwortet hat.

Was du meinst ist: Er hat bisher nicht zu DIR gesprochen.

Höfliche Säge.

andrewofficer Avatar
andrewofficer:#1638

>>1637
>Als würdest du irgendjemanden glauben der dir sagt, dass Gott ihm geantwortet hat.

Würdest du jemandem glauben, der dir sagt, neben ihm wäre ein UFO gelandet, das aber nur er und sonst niemand sehen konnte?

saarabpreet Avatar
saarabpreet:#1639

>>1638
Würdest du dich ernsthaft dafür interessieren, könnten diese Leute (die übrigens untereinander und in ihrer Glaubensgemeinschaft Kohärenz in ihren Erfahrungen haben) dir erklären, warum du diese Erfahrung noch nicht gemacht hast. In deinem Beispiel zeigt sich, dass du das zu materiell denkst.

nateschulte Avatar
nateschulte:#1641

>>1638
Tippt Fedora

aluisio_azevedo Avatar
aluisio_azevedo:#1643

>>1639
Dass es sich bei Glaube und Religion um keine materielle sondern spirituelle Erfahrung handelt, die die Menschen zutiefst berührt und von ihnen selbst tatsächlich erlebt und empfunden wird, bezweifelt wohl niemand (Es sei denn sie müssen sich religiös gebärden um z.B. Wählerstimmen zu gewinnen - CSUler, George Bush usw.).

Dadurch wird aber nichts was in den Heiligen Schriften der Götter dieser Erde steht, wahrhaftig oder real. Auf keinen Moslem warten im Himmel Jungfrauen und auf keinen Katholiken Qualen in der Hölle. Und kein Gott beobachtet dich und bestraft dich wenn du sündigst und liebt dich wenn du nach seinen vermeintlichen Wünschen lebst.

Menschliche Götter existieren im Geist der Menschen, aber nicht in der Realität.

fatihturan Avatar
fatihturan:#1644

>>1641
Unwürdiger Versuch ein gute Diskussion zu zerstören.

m4rio Avatar
m4rio:#1645

>>1644
Sagte jemand, der Gottesglauben mit UFOs und sonstiger Esoterik vergleicht.

hibrahimsafak Avatar
hibrahimsafak:#1647

>>1645
Wenn es um den Realitätsgehalt geht, schenken sich menschliche Götter und persönliche UFO-Sichtungen nichts.

tjisousa Avatar
tjisousa:#1648

>>1643
> Auf keinen Moslem warten im Himmel Jungfrauen und auf keinen Katholiken Qualen in der Hölle
Stimmt, auf gläubige Katholiken, als Glieder der streitenden Kirche, als Gemeinschaft der Heiligen, wartet das Fegefeuer oder die das Paradies, wenn überhaupt.

suprb Avatar
suprb:#1649

>>1647
Dein Beharren am Positivismus ist absolut kindisch.

Auch wären UFOs beweisbar, gäbe es sie.

iamglimy Avatar
iamglimy:#1650

>>1648
Das ist falsch. Es gibt weder das Fegefeuer noch das Paradies. So etwas gibt es nur im Geiste der Gläubigen.

Ist der Gläubige verschieden, hat auch sein Geist zur Ruhe gefunden - und Paradies und Fegefeuer haben sich in Luft aufgelöst.

hota_v Avatar
hota_v:#1651

>>1649
>Auch wären UFOs beweisbar, gäbe es sie.

Da hast du natürlich Recht. Das gleiche gilt für die Götter.

(DURCH DIE TÜR HINAUS, ZUR LINKEN REIHE, JEDER NUR EIN KREUZ!)

csteib Avatar
csteib:#1652

>>1650
Beweise es.

tmstrada Avatar
tmstrada:#1653

>>1652
>Beweise es.

Siehe die Reaktion des Monsignore Mod auf >>1651

Gäbe es das Fegefeuer, wäre so eine Reaktion nicht notwendig.

emilioiantorno Avatar
emilioiantorno:#1654

>>1653
Es ist nicht /r/atheism hier.

alagoon Avatar
alagoon:#1655

>>1647
Es verhält sich genau andersrum.
Wer nicht an Gott glaubt, ist bekanntlich bereit an alles zu glauben oder besser: dem Atheisten ist ja jeder Unsinn recht, solange er Jesus Christus verleugnet.

kylefrost Avatar
kylefrost:#1656

Der von OP erwähnte Konflikt, dass man halt der Religion angehört, in die man geboren wird, hat mich selbst zum Austritt aus der Institution Kirche bewogen; der Hindu hindut, der Christ christet, der Musel muselt, und jeweils sehe ich nicht, warum einer von ihnen mehr Recht haben sollte als der andere - haben also alle Unrecht? Ich denke eher, dass sie sich zu sehr in etwas hineinsteigern, das menschengemacht ist, und dahinter das verbindende vergessen.

Um vielleicht die ursprüngliche Frage zu beantworten: Will man diesen Konflikt endgültig lösen, bleibt dem Gläubigen nur sich von spezifischen Vorstellungen loszumachen - sich "kein Gottesbild" zu machen.

Von daher bin ich wohl eher spirituell als religiös. (Aber wenn dies in irgendeinem Board unterkommen muss, dann wohl hier.)

bassamology Avatar
bassamology:#1657

>>1650
Definiere Geist.

(Nimm dafür bitte die ältesten aller Philisophen zu Hilfe, damit wir nicht ganz am Anfang anfangen müssen.)

Oder Lehnst du auch Philosophie aus Prinzip ab weil man sie nicht messen kann?

necodymiconer Avatar
necodymiconer:#1658

>>1657
>Definiere Geist.

Würde ich machen. Wurde aber vom Mod für 7 Tage gesperrt wg. >>1651

Sorry.>>1657

(DURCH DIE TÜR HINAUS, ZUR LINKEN REIHE, JEDER NUR EIN KREUZ!)

solid_color Avatar
solid_color:#1659

>>1658
Zurück nach /ph/ mit dir, Kantigbernd.

freddetastic Avatar
freddetastic:#1660

>>1658
Etwas paradox, in einem Post, auf einem Brett auf dem man gebannt ist, darauf hinzuweisen, daß man gebannt ist und deshalb der Aufforderung nicht nachkommen kann, oder nicht?

tereshenkov Avatar
tereshenkov:#1667

>>1658
Geschieht dir ganz recht. Dabei haben wir uns solche Mühe gegeben diese albernen Fragen zu beantworten.