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Veröffentlicht am 2014-07-17 19:49:28 in /r/

/r/ 173: Schließen sich Bernd- und Christentum gegenseitig...

nicoleglynn Avatar
nicoleglynn:#173

Schließen sich Bernd- und Christentum gegenseitig aus oder kann in einem Menschen doch beides irgendwie friedlich existieren?
Stell dir vor jemand läuft wieder Amok und Bernd kichert sich, kantig wie er ist, ins Fäustchen. Auch wenn er damit weder direkt noch indirekt Schaden anrichtet, ist das natürlich keine gute Sache. Aber wenn Bernd sich selbst dazu zwingen müsste, geschockt und empört über das Geschehene zu sein, wäre das nicht Scheinheiligkeit? Wenn ich niemanden anlügen soll, dann schließt das doch sicherlich auch mich mit ein oder?
Gewiss können sich Menschen bis zu einem gewissen Grad in ihrem Leben ändern, aber ein Bernd bleibt doch im Kern immer irgendwo noch ein Bernd, auch wenn er sich äußerlich und in seinem Umgang mit anderen verändert haben mag.

Wenn das eine unerwünschte oder dumme Frage ist, entschuldige ich mich.

Shriiiiimp Avatar
Shriiiiimp:#174

Ich glaube, du verwechselst Christentum mit Gutmenschentum.
In keinem Katechismus ist man aufgefordert, betroffen oder schockiert zu sein, eigentlich soll doch umgekehrt der Glaube einem so eine Art stoische Ruhe verleihen.
Unglück geschieht, sagt sich der Christ und mag dem Spießbürger sogar zynisch erscheinen.

Ansonsten lässt der Katholizismus einem zwei Wege offen:
die vita attiva: die tätige, interaktive Auslebung des Glaubens. Solche Christen helfen beim roten Kreuz, sammlen Spenden, füttern Bedürftige und
die vita contemplativa: die in sich versunkene, von der Welt ab- und dem GOtt absolut hingekehrte Lebensweise. Bekannt auch als Eremitentum.

Zweiteres eignet sich für den archetypischen Bernd.

javorszky Avatar
javorszky:#176

>>174
Ja, als Protestant kriegt man manche Dinge etwas anders beigebracht. Danke für die Info, ist wirklich interessant.

timgthomas Avatar
timgthomas:#221

>>174
Wie halten es Eremiten mit dem Fappieren?
Gibt es da vielleicht ein Hintertürchen?
Eremiten können ja nur selten Beichten?

karsh Avatar
karsh:#227

>>221
Für Eremiten gelten diesselben Regeln wie für alle.
Wer reuig ist und sich seiner Sünden bewusst, wird vom HErrn nicht vertoßen

tereshenkov Avatar
tereshenkov:#267

>>221
Katechismus lesen. Fappieren ist beileibe keine Todsünde und wer - wie Bernd - komplett von allem Zwischenmenschlichen ausgestoßen ist, der hat ja schon keine andere Möglichkeit mehr. Klar - man sollte sein Bestes tun, um der Versuchung zu wiederstehen (was Bernd ja auch tut, siehe nofap und Konsorten).

cat_audi Avatar
cat_audi:#268

>>267
>wiederstehen

Ich brauche einen Kaffee.

safrankov Avatar
safrankov:#278

>>227
Moment mal. Ich darf aber keine Sünden begehen, weil ich weiß, dass alles in Ordnung ist, wenn ich um Verzeihung bitte.

michigangraham Avatar
michigangraham:#284

>>278
So funktioniert das nicht. Du hast es nicht verstanden.

karsh Avatar
karsh:#302

>>278
Geh und lass deinen Autismus behandeln.

oscarowusu Avatar
oscarowusu:#304

>>278
Somit kann keine wirksame Lossprechung bekommen

1) wer keine Reue über seine Sünden empfinden will.
2) wer die nächste Sünde oder die Gelegenheiten zur Sünde nicht meiden will.
3)wer seinen Feinden nicht verzeihen, fremde Ehre nicht wiederherstellen oder anderes Unrecht nicht ausgleichen will, obwohl er es könnte.

t. Wikipedia

itskawsar Avatar
itskawsar:#307

>>304
>2) wer die nächste Sünde oder die Gelegenheiten zur Sünde nicht meiden will.

Da haben wir's doch

mbilderbach Avatar
mbilderbach:#312

Katholisch:
Die
Masturbation kann Ausdruck von Unreife, aber auch von falscher
Ichbezogenheit sein. Wo sie bewußt angestrebt und an ihr
festgehalten wird, ist sie ein sittliches Fehlverhalten. "Der Jugendliche,
der damit zu ringen hat, muß erkennen, daß er über dieses Stadium
hinauswachsen muß, wenn seine Sexualität nicht infantil bleiben soll"

Auch:
Um ein ausgewogenes Urteil über die sittliche Verantwortung jener, die sich hierin verfehlen, zu bilden und um die Seelsorge danach auszurichten, soll man affektive Unreife, die Macht eingefleischter Gewohnheiten, Angstzustände und weitere psychische oder gesellschaftliche Faktoren berücksichtigen, welche die moralische Schuld vermindern oder sogar aufheben.

Ist also scheints keine großartige Sache, solange man sein Leben nichts darauf ausrichtet. Vielleicht mal versuchen, es unter Kontrolle zu bringen, wenn man jeden Tag 10x Hand anlegt.

leelkennedy Avatar
leelkennedy:#398

>>278
Gott ist nicht so barmherzig, als daß er darüber aufhörte gerecht zu sein.

t. Augustinus