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Veröffentlicht am 2015-04-07 06:48:37 in /r/

/r/ 3116: Was spricht gegen den Polytheismus? Je einen Gott f&uum...

armcivor Avatar
armcivor:#3116

Was spricht gegen den Polytheismus? Je einen Gott für jedes Ding zu haben ist viel cooler als den ollen Lattenjupp anzubeten.

danro Avatar
danro:#3125

>>3116
Polytheistische Götter sind allesamt nur Wesen von relativer Göttlichkeit. Ich erkläre das gerne so: das ist, als würde ein Regenwurm einen großen Vogel für Gott halten und ihn anbeten, weil er ein größeres, mächtigeres Wesen ist als er selbst. So ging es wohl auch vielen Menschen, die mehrere Götter angebetet haben, ob das nun in Babylon war, in Griechenland oder Germanien. Thor, Odin, Loki, Heimdall, das sind Wesen, die mächtiger sind als Menschen, sie sind transzendent, das heißt, sie leben in der Geisterwelt und haben Kräfte, die das menschliche Vermögen übersteigen - so verhält es sich auch mit den anderen Götterfamilien. Aber all diese Götter sind klein zu nennen gegen den einen Gott, das eine Prinzip, das allen Göttern ihre Macht verleiht.
Der eine Gott ist nicht "ein weiterer" Gott, sondern er ist das Prinzip des Seins, reines Licht, reines Bewußtsein, er übersteigt alles und ist doch in allem enthalten, er lebt in Mücken und in Engeln, er ist die Quelle allen Seins, er ist das einzige absolute Wesen, während Thor, Odin, Loki vielleicht greifbarer, dafür aber alles andere als allmächtig sind.
Der eine Gott ist absolut, die vielen Einzelgötter sind lediglich transzendente Wesen. Mit dem gleichen Recht könntest du deinen verstorbenen Großvater als Gott verehren, aber nur weil er jetzt ein transzendentes Wesen ist, ist er im strengen Sinne kein Gott.

aio___ Avatar
aio___:#3126

>>3116
Außerdem eine selten dämliche Grafik. Glaubst du, die Götter schert es, welchem Kulturkreis oder gar welcher Nation sie zugerechnet werden? Jahwe, das ist wahr, entstammt einer semitischen Götterfamilie und galt mal als Vulkangott, mit Moses aber wurde er identifiziert mit dem einen wahren Gott, dem Prinzip des Seins, der Substanz, dem All-Einen. Allah bezeichnet den selben einzigen Gott, so auch der Gott des Christentums.
Ein weiterer Nachteil des Polytheismus ist, dass er in vielen Fällen nichts weiter ist als eine Fortsetzung von übersteigertem Nationalismus auf mythologischer Ebene. So etwas brauchen wir heutzutage nicht mehr. Eine Menschheit, ein Gott.
Dass Juden, Moslems und Christen sich den Schädel einschlagen, hängt nicht an ihren Religionen, und eine Vielzahl von Göttern beseitigt das Problem auch nicht. Es sind Idioten und Esel, die sich gegenseitig abschlachten: wenn Menschen sich im Namen von Religionen töten, dann sind sie leider schlichtweg Idioten, die nicht einsehen, dass das Erhalten und Schützen von Leben !stets! wichtiger ist als Autoritätentreue oder gar gewaltsame Verfolgung sogenannter Ungläubiger.
Wer das Leben nicht achtet und sich dennoch auf eine Religion beruft, ist schlicht und ergreifend ein Idiot, der um Vergebung bitten muss. Ein paar Idioten entwerten aber nicht die grundsätzlich konstruktive Botschaft der Weltreligionen.

kennyadr Avatar
kennyadr:#3159

>>3126
t. esoterischer Depp und Häretiker.

stevenfabre Avatar
stevenfabre:#3203

>>3125
>Ich erkläre das gerne so

Da muss ich mir vorstellen, wie du jedesmal, wenn du unter Leute kommst, wieder dieses alberne Zeug erzählst und dir richtig schlau dabei vorkommst.

remiallegre Avatar
remiallegre:#3208

>>3159
Häretiker, aussagekräftiges Etikett. Jemand, der sagt, dass die katholische Kirche Schwachsinn erzählt. Wie grauenvoll! Jemand, der dem heuchlerischsten Lügenverein Kontra bietet. Unerhört!
Und ein esoterischer Depp bin ich also auch noch. Da bringst du also polemische Rufnamen zweier Todfeinde in einem Satz zusammen, Häretiker als Lieblingsschimpfwort der Katholiken und Esoteriker als Lieblingsschimpfwort der Naturwissenschaftler. Da habe ich ja einen rechten Charakterkopf zum Gesprächspartner. Hocherfreut!

>>3203
Für gewöhnlich halte ich meinen Mund. Wenn ich ihn einmal aufmache, dann nicht zum Zwecke der Bekehrung oder Belehrung, sondern als höflichen Aufruf, zu seiner Mündigkeit als vernunftbegabtes Wesen zu stehen.
Oh! Hört ihr das, da klang etwas von einem Autoren an, der lange Zeit auf dem katholischen Index stand! Wollt ihr jetzt zu eurem Pontifex cacatus rennen und mich verpetzen? Dreister kreiswichsender Heuchlerverein.

aaronstump Avatar
aaronstump:#3209

>>3208
Reiß dich bitte zusammen und schreib normal und nicht wie eine hysterische Mulle.

intertarik Avatar
intertarik:#3210

>>3125
>Der eine Gott ist das Prinzip des Seins, reines Licht, reines Bewußtsein, er übersteigt alles und ist doch in allem enthalten

Wellness-Prosa ohne Inhalt.

Du schreibst das immer wieder hier. Was erhoffst du dir davon? Dass es durch die Wiederholung vielleicht doch irgendwie was aussagt?

justinrhee Avatar
justinrhee:#3217

>>3210
Wellness-Prosa? Das ist es, was schon in der Philosophie des Johannes-Evangeliums begründet liegt, bereits ausgebreitet in den ersten Versen. Wir haben uns nicht durch eine Kirche eine Verstümmelung des einen wahren Glaubens aufzuzwingen, der alle Zeiten hindurch existiert und an keine Religion, Sprache oder Exegese gebunden ist.

jonkspr Avatar
jonkspr:#3252

>>3210
Reines Licht, Aha. Licht kommt von der Sonne. Hier wir gehen von vorne.

wiljanslofstra Avatar
wiljanslofstra:#3339

Polytheismus umschifft praktischerweise viele theologische Probleme wie die Theodizee. Zumal der heiligenüberwucherte Katholizismus nun auch nicht wesentlich mehr ist als ein Pantheon mit einem (oder drei?) Hauptgöttern, einer anbetungswürdigen Gottesmutter und hunderten Heiligen.

im_jsmith Avatar
im_jsmith:#3350

>>3252
Nicht das Licht selbst, sondern das Gesetz, aus dem das Licht seine Kraft hat, ist es, das auf Gott hinweist. Der eine Gott ist ungreifbar, er ist Schöpfer und Schöpfung (sehr schön beschrieben im indischen Lied der Gottheit, Bhagavadgita), er ist der logos. Würden wir ihn mit der Sonne oder dem sichtbaren Lichte allein identifizieren, wären wir tatsächlich nicht weiter als Echnaton, der die Sonnenscheibe zum einen Gott erhoben hat. Das war ein wichtiger Schritt, aber wirklicher Monotheismus war es noch nicht.
Und diese Erklärung des Monotheismus ist ja wie in >>3125 gezeigt keine Widerlegung des Polytheimus. Wer mit Leib und Seele der Vielgötterei anhängt, der hat schlichtweg ein etwas naives Bild von Gott. Ein Gott wie Zeus oder Thor ist ein Gott nur insofern er mächtiger ist als die Menschen und transzendent ist, das heißt, in anderen Dimensionen sein Zuhause hat. Wie erklärt würde aber nach dieser Logik für eine Ameise auch ein Vogel schon ein Gott sein - für manche zieht dieses Bild eines relativen Gottes. Für mich nicht, ich erkenne an, dass es diese Wesen gibt, aber sie sind für mich nur Geistwesen und keine Götter.
Warum sollte man heutzutage Einzelgötter anbeten, wo man doch die Quelle all ihrer Göttlichkeit kennt, die in dem einen Gott zu finden ist? Der eine Gott ist die Quelle allen Seins und aller anderen Götter, wenn man sich ihm zuwendet, wendet man sich allen Wesen zu. Will man nur einen kleinen Gott von vielen verstehen, wird man immer noch Knecht bleiben von irgendwelchen mafiösen transzendenten Wesen und hält sich damit künstlich klein und dumm. Das muss nicht sein, und gerade dafür ist Jesus Christus auf dieser Welt erschienen.