Krautkanal.com

Veröffentlicht am 2017-08-23 16:18:38 in /r/

/r/ 5113: Da /r/-Bernd am wahrscheinlichsten die Antwort wei&szli...

terpimost Avatar
terpimost:#5113

Da /r/-Bernd am wahrscheinlichsten die Antwort weiß: Was hat es mit einem Ablasskreuz auf sich? Bernd hat vor kurzem eins im Nachlass seiner toten Großmutter gefunden, aber im Internet steht nirgends wofür diese genutzt wurden. Wie auf dem Bild zu erkennent, steht beim gekreuzigten Heiland "Es ist vollbracht" und auf der Rückseite wurde "Ablasskreuz" in ebenfalls goldenen Lettern geschrieben.
Gab es ein Ablaßkreuz damals bei beim Pilgern, zur Kommunion oder wurden sie einem Toten auf die Brust gelegt, wenn sie bis zur Beerdigung in der Stube aufgebahrt lagen?

Bild relatiert: So sieht es aus. Bernd war zu faul um ein Foto zu machen und hat deshalb eins von Ebay genommen.

splashing75 Avatar
splashing75:#5114

https://de.wikipedia.org/wiki/Ablass

Einen (Teil-)Ablass kann man auch heutzutage noch für viele verschiedene Dinge bekommen, z.B. wie von dir erwähnt für eine Pilgerfahrt verknüpft mit Beichte und Gebet. Auch wenn man nur den päpstlichen Segen „Urbi et Orbi“ im Radio hört bekommt man einen vollkommenen Ablass der Sünden. Mit Kommunion/Firmung oder gar dem Tode hat das nichts zu tun. Heutzutage denken viele, dass infolge der sog. „Reformation“ die Sache mit dem Ablass abgeschafft wurde, aber es wurde nur der Ablasshandel verboten.

Ich nehme an, dass dieses Kreuz eben zum Ende einer Wall- oder Pilgerfahrt verteilt wurde, zur Erinnerung daran.

chaabane_wail Avatar
chaabane_wail:#5115

Nachtrag:
„Es ist vollbracht“ weist auf die letzten Worte des Heilands hin, der ja bekanntlich für unsere Sünden starb und somit sozusagen den ersten Ablass überhaupt bewirkt hat.

creartinc Avatar
creartinc:#5130

>>5114
Danke Bernd. Meine Großmutter ist zwar nie gepilgert, aber eine ihrer Tanten war sehr fromm. Gut möglich dass sie sich dieses Kreuz für eine Pilger- oder Wallfahrt verdient hat und ihre Nichte das Kreuz nach deren Tod dann übernahm. Ein altes Büchlein für Marienandachten meiner Urgroßtante fand sich schließlich auch im Nachlass.