Krautkanal.com

Veröffentlicht am 2015-03-09 18:18:2 in /rvss/

/rvss/ 97572: Zeitgeistwandel

artheft_ua Avatar
artheft_ua:#97572

Es brodelt, die Zeitenwende kommt.

http://blogs.faz.net/whatsleft/2015/03/09/links-wo-das-herz-schlaegt-20/

http://www.sezession.de/48824/briefwechsel-armin-nassehi-goetz-kubitschek.html

canapud Avatar
canapud:#97573

>briefwechsel
volkszorn imminent

joeymurdah Avatar
joeymurdah:#97585

>>97572
Viel Palaver, wenig Inhalt.

Klar, wenn mit "links" nicht mehr als ein diffuses "Irgendwie-Gefühl" verbunden ist und wird, dann isses natürlich auch keine Kunst, sich nach "irgendwohin" zu verlaufen, sich zu täuschen und im nebeligen "irgendwo" zu landen.
So wie unsere "gefühlt-linken" aktionistischen KMs.

Vor 100 Jahren war die Bedeutung von "links sein" auf jeden Fall sehr viel klarer und konkreter, nämlich als Arbeitender und Werktätiger gerechte Anteilhabe an den Profiten der Arbeit und an den technischen Rationalisierungsprozessen der Industrialisierung einzufordern.

Was bis heute und zu allen Zeiten eine legitime Forderung ist und war.

Völlig egal, und unabhängig davon, ob man die "links", "christlich", "rechts" oder wie auch immer labelt.

Dass nach dem Krieg aus "links" noch sehr viel mehr und noch einiges anderes draus geworden ist, und im Laufe der Zeit auch seinen Schwerpunkt verschoben hat, bishin zur Überbetonung von weitestgehend Minderheitenthemen und -bedürfnissen, ist ein Problem der Akteure, aber nicht ur-linker Kernforderungen (Arbeitsgewinnbeteiligungsgerechtigkeit, gesellschaftliche Gleichberechtigung von Mann & Frau und Raubkriegstreiberei-Ablehnung).

Die auch heute nicht falsch sind - und 'ne ganz andere Liga sind, als Gender-Hirnkrebse und Verschwuchtelungsbestrebungen und blind-blauäugige Zuwanderung.

>„Heute wird links ja stark sozial, im Sinne von helfend interpretiert“, schreibt sie, „Begriffe wie Selbstbestimmung, Emanzipation und so weiter spielen kaum noch eine Rolle.

Typisches westliches Problem, dass die "Linke" in Südamerika oder Spanien z.B. nicht hat.

Die Zapatisten oder Venezuelaner kämpfen für ihre Selbstständigkeit und Volkssouveränität.

Was nur nur unsere juden-teleprompter-lesenden Gutmensch-Liberalisten, die sich für "links" halten, hier als "rechts" definieren.

Jedenfalls, wenn der Ort vergleichbaren Bestrebens Europa oder Deutschland heißt.

>Es ist mir in all unseren vielen Gesprächen der vergangenen Jahre offenbar nicht gelungen, ihr gegenüber den menschenfreundlichen Kern des Liberalismus verständlich zu machen.

Vor allem ist es mal der liberalistischen Politik nicht gelungen, den zu belegen und zu beweisen.
Politik der Marke Thatcher hat bisher nirgendwo irgendetwas anderes als verbrannte Erde zurückgelassen.

Wenn Realsozialismus sich den Vorwurf gefallen lassen muß, "Stalin, Gulag & Mao" zu sein, dann muß sich auch Realliberalismus die Jacke "Thatcher, Leiharbeit & Patriot Act" anziehen.

i3tef Avatar
i3tef:#97589

Im Übrigen ist die Schiene der Reich-Konservativen, Hirnkrebsereien wie Dschenderr oder CO2-Klimafantel dazu zu nutzen, gegen legitime Forderungen wie gerechte Löhne vorzugehen - weil ja beides definitorisch unter "links" läuft - ziemlich durchsichtig.

Wer darauf reinfällt, schneidet sich selbst ins Fleisch, jedenfalls solange er kein Bank- oder Unternehmensbesitzer ist, sondern angestellt raboten geht.

sava2500 Avatar
sava2500:#97595

>>97589
hast du ne störung?

sindresorhus Avatar
sindresorhus:#97596

>>97589
>Im Übrigen ist die Schiene der Reich-Konservativen, Hirnkrebsereien wie Dschenderr oder CO2-Klimafantel dazu zu nutzen, gegen legitime Forderungen wie gerechte Löhne vorzugehen - weil ja beides definitorisch unter "links" läuft - ziemlich durchsichtig.

Höre ich zum ersten Mal.
Ihr Linken habt wirklich komische, sonderbare Mythen und Legenden.

andrewofficer Avatar
andrewofficer:#97640

>>97596
Komische Mythen?

Guck' dir z.B. mal die AfD-Forderungen genauer an.
Dort findest du den FDP-Klassiker "Die Arbeitslosen leben in spätrömischer Dekadenz, ganz anders als unsere Bankster" in abgewandelter Form auch wieder.

Oder der eine bekannte Ex-Banker oder der Katzengeschichten-Türke, die Pseudolinks-Legenden aufs Korn nehmen - und sozial ein neoliberales "Lebensqualität ist reine Selbstverantwortung und jedermanns eigene Glückssache" propagieren bzw. jenen gesellschaftlichen Aspekt (soziale Gerechtigkeit) in ihrer rundumschläglichen "Systemkritik" und "Systemabrechnung" und "Linkenvernichtung" NIE thematisieren.

keyuri85 Avatar
keyuri85:#97643

>>97640
Und erscheint auf Portalen wie PI noch was anderes, als Muselnegerhetze?

Wird sich dort auch mal über US-Kulturimperialismus beschwert?
Der aus den Europäern ein Volk von Plastikmüllzombies und Honks gemacht hat?

Mehr als US-Neocon ist der Kram nämlich auch nicht.
Bei deren zionistischer Motive auch nicht verwunderlich/überraschend.