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Veröffentlicht am 2015-01-25 16:35:08 in /sp/

/sp/ 5226: Gurps

enriquemmorgan Avatar
enriquemmorgan:#5226

Was denkt Stift und Papierbernd so von Gurps?

gojeanyn Avatar
gojeanyn:#5227

Komplexität die keinen Spaß bringt. Abgesehen davon gefällt mir die Würfelmechanik nicht. Poolsysteme im allgemeinen besser, da man dabei gut zu erwartende Erfolge einschätzen kann.

danro Avatar
danro:#5229

Theoretisch kühl.

In der Praxis beschränkt man sich entweder aufs Basisbuch wo einem dann je nach Geschmack einige wichtige Dinge fehlen oder man nimmt diverse Erweiterungen mit dazu, was den Umfang explodieren lässt und tonnenweise Feintuning nötig macht.

Zum Basteln von Charakteren ganz lustig, aber zum Spielen eher bleh.
Zumal die Bücher quasi nur noch Digital zu normalen Preisen zu bekommen sind, was absoluter Krebs ist.

Ist halt ein Autistensystem für Theoretiker die eh niemanden zum Spielen haben.
Was schade ist, denn prinzipiell würde mir das vielleicht schon Spaß machen.
Stattdessen spiel ich halt DSA oder SR, da gibts dann auch mal mehr als ein Dutzend Spieler pro Bundesland.

andrewofficer Avatar
andrewofficer:#5233

>>5226
GURPS ist ein sehr funktionales und gut durchdachtes Simulations-Regelwerk. Die Komplexität ist stufenlos von ultra-einfach bis ultra-komplex skalierbar. Für fast alle Situationen gibt es irgendwo eine Regel, die konsistent zu den übrigen Regeln funktioniert. Zudem gibt überdurchschnittlich (!) gute Quellenbücher aus allen historischen Epochen und zahlreiche sehr schön ausgearbeitete Settingbände. Diese sind so gut geschrieben, dass sie sich sogar für Nicht-GURPS-Spieler lohnen.

Zu beachten ist, dass GURPS sich eher als Regel-Toolbox versteht und nicht als Plug&Play-Regelwerk. Das heißt, je nach Spielgruppe, Setting und Szenario will man vielleicht diese oder jene Regel weglassen oder hinzunehmen. Dadurch ist GURPS eher für erfahrenere Spielleiter geeignet. Es gibt aber auch Plug&Play-Versionen bestimmter Settings (zum Beispiel "Dungeon Fantasy", ein D&D-artiges Hack&Slay-Szenario), die einem diese Arbeit abnehmen.

>>5227
> da man dabei gut zu erwartende Erfolge einschätzen kann.
Neger bitte. Eine gaußische 3d6-Verteilung kann man intuitiv deutlich besser einschätzen als eine Binomialverteilung, wie sie aus den meisten Poolsystemen folgt. Versuch mal, die Erfolgswahrscheinlichkeit bei einer Shadowrun-Probe zu überschlagen. :3

>>5229
> Ist halt ein Autistensystem für Theoretiker die eh niemanden zum Spielen haben.
GURPS-Spieler mit 2 Gruppen (4 und 6 Teilnehmer) beweist dich falsch. Wir spielen das System seit 5+ Jahren mit großem Spaß in unterschiedlichen Settings. Der wirklich entscheidende Vorteil: Lerne ein System, spiele Zauberer, Piraten, Roboter, Vietnam-Veteranen, Cyber-Punks, Vampire, Halbgötter, Space-Cowboys usw. Ich finde übrigens die von dir erwähnten DSA 4-Regeln bei Weitem autistischer als die GURPS-Regeln.

jqueryalmeida Avatar
jqueryalmeida:#5234

>>5233
>Versuch mal, die Erfolgswahrscheinlichkeit bei einer Shadowrun-Probe zu überschlagen.

An den Erwartungswert kommst du mit Anzahl der Würfel durch drei. Die Verteilung um den Erwartungswert schätzt du einfach als Normalverteilung ab. Da brauchst du im Gegensatz zu Gurps keine Tabelle.

murrayswift Avatar
murrayswift:#5237

>>5234
> An den Erwartungswert kommst du mit Anzahl der Würfel durch drei.
Der Erwartungswert in GURPS ist konstant 10,5.

> Die Verteilung um den Erwartungswert schätzt du einfach als Normalverteilung ab.Da brauchst du im Gegensatz zu Gurps keine Tabelle.
Was für ein sinnloses Geschwafel! Genauso gut kann man natürlich auch in GURPS die Verteilungs als Normalverteilung "abschätzen". Genauer gesagt entspricht die Wahrscheinlichkeitsverteilung in GURPS nahezu exakt einer Normalverteilung! Siehe Bild 1. Intuitiver geht es ja wohl kaum.
In Shadowun hat man hingegen eine Binomialverteilung, die im direkten Vergleich deutlich anders aussieht, siehe Bilder 2 und 3 für diverse Erfolgswahrscheinlichkeiten. Ich glaube, du hast dich noch nie wirklich mit der entsprechenden Statistik beschäftigt. Das vermutlich einzige, was im populären Rollenspielbereich mathematisch noch komplizierter zu beschreiben ist als eine Shadowrun-Probe, ist die DSA-Talentprobe.

cyril_gaillard Avatar
cyril_gaillard:#5238

>>5233
Anekdotische Evidenz ist anekdotisch.
Spielt ihr online oder offline?
Bernd hat 1998 angefangen P&P zu spielen und hat bisher noch keinen einzigen Menschen im echtleben getroffen, der GURPS bereits kannte.

Online sieht's anders aus, aber online-p&p ist mMn Krebs.

mandalareopens Avatar
mandalareopens:#5240

>>5238
Ausschließlich offline, würde auch nicht online spielen wollen. Zwischenzeitlich haben wir in der einen Gruppe auch einige andere Systeme probiert, beispielsweise Earthdawn, Pathfinder und Shadowrun. Aber wir haben jedes mal recht schnell wieder aufgegeben, weil wir die gleichen Settings auch problemlos mit GURPS emulieren konnten. Und wenn man mal schöne, mathematisch durchdachte Regeln gewohnt ist, dann möchte man die nicht mehr missen.

Es gibt in der Tat vergleichsweise wenige GURPS-Spieler. Auf Conventions trifft man aber schon welche. Dort kommt laut meiner Erfahrung auch mindestens immer eine Runde zusammen. Vielleicht hängt es auch von der Region ab?

coreyhaggard Avatar
coreyhaggard:#5250

>>5240
Wo ist denn eure Gruppe? Kann man sich da noch anschließen? :3

areus Avatar
areus:#5669

Ich mag die Illustrationen nicht. Und die meisten Quellenbände haben Fehler, meistens Sachen, die historisch nicht so hinhauen oder einfach falsch sind.

Aber Transhuman Space, das war noch 'was. Hut ab!

smenov Avatar
smenov:#5671

Ich mag die Quellenbücher - haben vielleicht manchmal einige Fehler, aber im Allgemeinen gibt es nix ähnlich ambitioniertes, ausser vielleicht Pegasus-Cthulhu-Quellenbücher, die aber typischerweise sehr rückwärtsgewandt sind.

Die Charaktererschaffung ist mir inzwischen viel zu aufwändig, zu viel Kinkerlitzchen welche die Sache unnötig in die Länge ziehen.

Der Gausskurvenbasierte Würfelmechanismus ist ein zweischneidiges Schwert, mit dem ich aber tendenziell leben kann.

leelkennedy Avatar
leelkennedy:#5675

>>5669
>die meisten Quellenbände haben Fehler
Ich weiß nicht, was du damit meinst. Die meisten Quellenbände sind meiner Erfahrung nach wirklich sehr gut recherchiert. Man sollte nicht vergessen, dass es sich dabei um ein Rollenspielbuch handelt und nicht um eine wissenschaftliche Publikation. GURPS ist in diesem Sinne schon eines der Systeme mit den wenigsten Fehlern.

>Die Charaktererschaffung ist mir inzwischen viel zu aufwändig
Schon mal den GURPS Character Assistant ausprobiert?