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Veröffentlicht am 2015-06-28 10:15:24 in /t/

/t/ 28277: Summer

jimmywebdev Avatar
jimmywebdev:#28277

Habe einen Wecker auseinandergenommen, weil ich den Summer für meinen Raspi verwenden will. Habe zwar einen 5V Piezo-Summer hier, aber der Piepton ist mir zu terroristisch. Das Geräusch eines typischen Weckers gefällt mir besser.

Ich habe wenig Ahnung, was ich da genau mache. Dass der Transistor den Stromkreis schliesst habe ich soweit verstanden. Das funktioniert auch mit dem Piezo-Summer. Beim Wecker war aber auch ein schwarzes Bauteil, das aussieht wie ein Kondensator angeschlossen.

Auf den Bildern sieht man, wo Transistor und Kondensator angeschlossen waren.

Habe erst versucht, den Summer aus dem Wecker wie den Piezo-Summer an den Raspi anzuschliessen. Also 5V an Summer, und 3,3V (mit 10k Widerstand dazwischen) an Transistor (habe sowohl 2 verschiedene Typen von bereits vorhandenen Transistoren probiert, als auch den aus dem Wecker). Das funktionierte nicht. Da der Wecker optional mit 9V Batterie läuft, habe ich (ohne Raspi) diese an ein Breadboard angeschlossen, und den Kondensator mit angeschlossen (siehe Fritzing-Steckplatine).

Wenn ich nun den Stromkreis mit dem Transistor schliesse, höre ich nur ein leises kurzes Klackgeräusch im Summer (scheint ein elektromagnetischer Summer zu sein). Was mache ich falsch? Was könnte ich noch probieren? Widerstände und Elektrolyt-Kondensatoren habe ich mir gekauft, aber diese noch nicht ausprobiert. Habe ich vielleicht den Kondensator beim herauslöten beschädigt? Wenn ja, welchen Kondensator (welcher Wert) sollte ich dafür nehmen?

Wichtiger wäre aber zu wissen, wo ich einen Summer herbekomme, der so ein Geräusch macht, da der aus dem Wecker etwas leise gewesen ist:
http://soundpool.us/shop/lizenzfreie-gerausche/20003-hhs_9610-mp3.html

Bei Conrad habe ich nur (Piezo) Summer mit 2,3 Khz Frequenz (oder höher) gefunden, der auch wieder nur so einen terroristischen Piepton von sich gibt.

superoutman Avatar
superoutman:#28278

Das ist mein Weck-Pi (A+), der den Summer nutzen soll.

thinkleft Avatar
thinkleft:#28279

>>28277
Der Schallwandler in deinem Wecker ist ebenfalls ein Piezo-Element. Das runde schwarze ist eine Spule. Schaltung zurückonstruieren, vermutlich liegt die Induktivität parallel oder seriell zum Piezoelement. Der Wecker-IC erzeugt den Takt, welcher den Treibertransistor ansteuert.

Datenblatt lesen: http://www.unisonic.com.tw/datasheet/LM8560.pdf
> 900Hz output for alarm tone
Gib also mit dem µC ein 900Hz-Signal aus und es wird wie dein Wecker klingen.

Auch: Pfostiere Schaltpläne, keine unübersichtlichen Verdrahtungspläne. Ohne Bezeichnung / Pinbelegung der Bauteile sind diese Wertlos.

Übrigens: Hätte die Induktivität eine Anzapfung und somit 3 Anschlüsse könnte es sich um einen Oszillator handeln, der von alleine piept.

jpotts18 Avatar
jpotts18:#28280

>>28279
Achso, die Piepfrequenz hängt natürlich vom RC-Glied an Pin 27 ab.
Die 900 Hz stimmen also nur, wenn das Referenzdesign übernommen wurde.

cmzhang Avatar
cmzhang:#28281

>>28279
> Gib also mit dem µC ein 900Hz-Signal aus und es wird wie dein Wecker klingen.

Einfach per PWM ein 900Hz-Signal erzeugen, ohne die Spule zu nutzen?

> Auch: Pfostiere Schaltpläne, keine unübersichtlichen Verdrahtungspläne. Ohne Bezeichnung / Pinbelegung der Bauteile sind diese Wertlos.

Bin Anfänger, und habe keine Ahnung von Schaltplänen, nur von Programm-Code. Fritzing erstellt zwar automatisch einen Schaltplan, aber da sind Teile vollkommen falsch verdrahtet. Der Verdrahtungsplan ist dafür gedacht, dass ich ungefähr weiss, was ich da gemacht habe. Werde das Teil, wenn es fertig ist, in ein Gehäuse einbauen.

Die Pinbelegung würde teilweise sowieso nicht stimmen, da die Displays über I2C-Backpacks angeschlossen sind (gibt es in Fritzing nicht zur Auswahl). Bei den Pi-Pins gilt: Rot/Schwarz: 5V (für Breadboard) bzw. 3,3V (für Temperatursensor) und GND. Gestreifte Kabel = I2C, der Rest sind die normalen GPIO-Pins (3,3V an/aus).

orkuncaylar Avatar
orkuncaylar:#28282

>>28279
Brauche ich einen 180k Widerstand dafür? 10k sind zu wenig?

moynihan Avatar
moynihan:#28283

>>28282
PWM mit 900 Hz macht jetzt zwar ein anhaltendes Geräusch, aber es ist sehr leise. Sind 5V vielleicht zu wenig Saft? Würde es etwas bringen, einen Kondensator anzuschliessen?

subtik Avatar
subtik:#28284

>>28283
Oder liegt es daran, dass ich die Spule nicht benutze? Werde es später mal mit Spule und 22nF Kondensator probieren. Hab zwar keine Ahnung, was ich da mache, und ob ich den Schaltplan richtig verstehe, aber der Pi verzeiht mir wohl etwaige Fehler.

evandrix Avatar
evandrix:#28285

>>28284
>>28282
Solche Brocken, gerade mit 900Hz Resonanzfrequenz, bedürfen an mehr Spannung als nur 5V.

Die positive Versorgungsseite des Piezos kann durch deine Schaltung auf 9V-30V erhöht werden bis ein lauter Laut läutet.

Danach kann Bernd die Pulsweite bei gleicher Frequenz gestuft erhöhen und via Gehör oder Schlaufon den Pegel vermessen.

Durch diese Daten kann OP durch Rechnerei den idealen Betriebspunkt dieses Netzteils bestimmen.

Oder anders: Vermesse mit einen Multimeter durch Kondensator (welcher die Spannung auf Gleichstrom glättet) die Spannung am Piezo direkt im Original und rechne von hier aus weiter.

kimcool Avatar
kimcool:#28286

>>28285
> Die positive Versorgungsseite des Piezos kann durch deine Schaltung auf 9V-30V erhöht werden bis ein lauter Laut läutet.

Durch welche Schaltung? Die 9V Batterie im ersten Bild? Die war nur zum testen. Mittlerweile hängt das Teil am Raspi. Bild relatiert.

Kann ich da irgendwie die 9V Batterie dranklemmen, ohne dass der Raspi beschädigt wird? Also z.B. ein Kabel des Summers an 9V Pluspol, und das GND Kabel vom Transistor an 9V Minuspol, und dann den Transistor mittels 3,3V vom Raspi schalten? Wie auf Bild 2.

Ein Relais hätte ich auch hier, aber das Klackgeräusch würde mich wohl stören. Würde ein Inverswandler (ohne die 9V Batterie) helfen?

herkulano Avatar
herkulano:#28287

>>28286
> Würde ein Inverswandler (ohne die 9V Batterie) helfen?

Sowas hier meine ich:
http://www.exp-tech.de/pololu-einstellbarer-step-up-step-down-spannungsregler-s8v3a

polarity Avatar
polarity:#28288

>>28287
Bzw. sowas:
http://www.exp-tech.de/pololu-adjustable-boost-regulator-4-25v

(ist das gleiche, oder?)

pdugan19 Avatar
pdugan19:#28290

>>28284
> Oder liegt es daran, dass ich die Spule nicht benutze?

Habe die Antwort selbst gefunden:

>Der Summer aus Elektrospass ist kleiner und sieht innen etwas anders aus. Es gibt zusätzlich eine kleine Spule. Damit erreicht man, dass der Summer lauter wird. Die Spule bildet nämlich zusammen mit dem Piezo-Schallwandler (der zugleich auch wie ein Kondensator wirkt) einen Schwingkreis, der die Schwingungen noch weiter verstärkt.

http://www.b-kainka.de/kosmos/summer.htm

Jetzt ist halt immer noch die Frage, wie ich einen Summer finde, der ein ähnliches Geräusch macht, wie der in meinem Wecker mit 900Hz Resonanzfrequenz. Macht es einen Unterschied ob ich ein Rechtecksignal oder Sägezahnsignal über PWM sende? Letzteres geht nur über analogen Ausgang, oder?

motionthinks Avatar
motionthinks:#28294

>>28290
> Jetzt ist halt immer noch die Frage, wie ich einen Summer finde, der ein ähnliches Geräusch macht, wie der in meinem Wecker mit 900Hz Resonanzfrequenz.

Und mal wieder antworte ich mir selbst: es lässt sich scheinbar über die PWM regeln. Jedenfalls bekomme ich jetzt einen etwas leiseren, aber dafür "schmutzigeren" Piepton aus meinem anderen Summer heraus. Ähnlich wie im Wecker.

stushona Avatar
stushona:#28297

Falls nicht klar war, was ich genau haben will, weil die Seite nicht funktionierte:

https://youtu.be/OyVOg1BW8Yc?t=17s

Ungefähr so soll sich der Summer anhören. Kein reiner Piepton, sondern ein eher "rauer" Ton. Scheinbar bekommt man das nur mit einem Summer ohne eigene Elektronik richtig hin, indem man die Pulsfrequenz moduliert. Korrigiert mich, wenn ich damit falsch liege.

Die Modulation des PWM Duty Cycle macht das Geräusch bei einem Summer mit eigener Elektronik zwar "rauer", aber es ist instabil und zu leise.

Ich werde es mal mit sowas probieren, bevor ich extra wegen dem 9V? Summer aus dem alten Wecker einen Step-Up Spannungsregler einbaue:
http://www.conrad.de/ce/de/product/717934/Mechanischer-Einbau-Summer-KPMB-Serie-Geraeusch-Entwicklung-90-dB-4-8-VDC-400-Hz-Inhalt-1-St

michigangraham Avatar
michigangraham:#28314

Gewünschtes Klingelgeräusch aufnehmen, speichern und vom Raspi über einen kleinen Lautsprecher abspielen lassen. Hat den Vorteil dass du dir sämtliche Experimente mit Summern sparen kannst.

rahmeen Avatar
rahmeen:#28317

>>28314
Wäre das nicht eher leise, mit einem 5V Lautsprecher?

>Hat den Vorteil dass du dir sämtliche Experimente mit Summern sparen kannst.

Naja, ich sehe das halt auch als Herausforderung. Wenn schon Geräusch imitieren, dann richtig. Kann ruhig etwas mehr kosten. Darum habe ich jetzt auch 5 verschiedene Summer im Warenkorb bei Conrad.

vladarbatov Avatar
vladarbatov:#28349

>>28317
Hab es mit mehreren Summern ohne Elektronikansteuerung nicht hinbekommen, das Geräusch zu imitieren. Egal welche PWM Frequenz ich verwende, die Tonhöhe ändert sich zwar, aber es hört sich beschissen an. Vielleicht liegt es daran, dass ich keine Spule verwende. Wenn ich diese anschliesse (zwischen 5V und Summer), dann wird das Signal fast unhörbar leise...

Dafür hört sich dieser Summer mit Elektronikansteuerung (die Beschreibung ist wohl falsch) eines Weckers würdig an:
http://www.conrad.de/ce/de/product/717934/Mechanischer-Einbau-Summer-KPMB-Serie-Geraeusch-Entwicklung-90-dB-4-8-VDC-400-Hz-Inhalt-1-St/SHOP_AREA_17390

Der brummt eher anstatt zu piepen, und ist dabei auch noch schön laut. Das Gehäuse vibriert richtig, wenn der aktiviert wird. Liegt wohl an der niedrigen Resonanzfrequenz.

Jetzt nutze ich halt zwei Summer für den Wecker. Einer reagiert mit Piepton, wenn ich die Tasten drücke, der andere wird nur für den Alarm benutzt.

kamal_chaneman Avatar
kamal_chaneman:#28350

Wenn du ein winzigkleines Verstärker-IC zwischen Raspi-Ausgang und Lautsprecher-Eingang schaltest (kann auch mit den 5V von der Raspi-Versorgung gespeist werden) kannst du mit 5V ca 1-2W Ausgangsleistung erzeugen. Das reicht je nach verwendetem Lautsprecher für 80-90dB.
Suche in der Bucht nach PAM8403. Kostet incl. Versand 1NG.

alv Avatar
alv:#28351

>>28350
War an >>28317 gerichtet.

n1ght_coder Avatar
n1ght_coder:#28355

>>28350
Danke, aber der Summer bringt 95dB. Das Geräusch passt gut zu einem Wecker. Will ja keine Musik damit hören.

Aus was bastelt Bernd seine Gehäuse? Der Wecker steckt derzeit in einer Frischhaltebox.

Habe heute übrigens einen Tmp102 Sensor geschrottet. Habe GND und 3,3V verwechselt, dann stieg Rauch auf. Gibt es eine Möglichkeit ihn zu retten?
http://www.exp-tech.de/sensoren/temperatur/sparkfun-digital-temperature-sensor-breakout-tmp102

necodymiconer Avatar
necodymiconer:#28357

>>28355
Wirklich?
Dafür ein RasPi verschwenden?

axel_gillino Avatar
axel_gillino:#28358

>>28355
Wenn es vernünftig werden soll, guck mal bei reichelt nach den Fischergehäusen. Ziemlich cooles modulares Konzept.
Wenn es mehr so rustikal aussehen soll, nimm Holz (Sperrholzplatten mglw direkt im Baumarkt Zusägen lassen).

>>28357
Warum nicht? Und wenn Nazibernd alles in Assembler macht und auf einem 8-Bitter hinkommt, weinst du auch. Wetten, dass?

iamfelipesouza Avatar
iamfelipesouza:#28362

>>28357
Wieso nicht? Arduino ist auch nicht viel günstiger. Der Wifi-Stick für Raspi ist deutlich günstiger, als die Wifi-Module für Arduino. Stromverbrauch des Raspi A+ ist eher gering. Und anders kann ich den Wecker nicht an zukünftige Lichtsteuerung (irgendwas mit Zigbee) und über Internet aktiviertes Hausrufsystem (bei Herzinfarkt, Schlaganfall, usw.) für meine Mutter anschliessen.

Im übrigen ist das mein erstes Projekt, Stänkerbernd. Hatte vor 4 Wochen noch keine Ahnung, wie sowas funktioniert.

tmstrada Avatar
tmstrada:#28363

>>28362
Falls das wirklich dein erstes Projekt war, ist das eine ordentliche Leistung. :3

Ich würde die "Jumperkabel" und das Steckbrett noch mit Litze und Lochraster tauschen, dann passt das auch alles schöner in ein Gehäuse.

Bernd Avatar
Bernd:#28364

>>28363
Passt eigentlich ganz gut so, mit den Steckverbindern. So lässt es sich einfach zusammenbauen und umbauen. Würde aber nicht schaden, wenn einige Teile fest angelötet sind, so dass es nicht aufgrund der Vibrationen des Summers irgendwann auseinanderfällt.

Sind solche Teile aus Hartpapier brauchbar?
http://www.conrad.de/ce/de/product/531341/Conrad-Hartpapier-Lochraster-Platine-SU528404-L-x-B-100-mm-x-50-mm-Rastermass-254-mm-Hartpapier

Oder ist sowas komfortabler zu nutzen:
http://www.conrad.de/ce/de/product/530126/Experimentier-Platine-98003C12-L-x-B-80-mm-x-52-mm-Rastermass-254-mm

Leiterbahnen kann ich dann einfach mit Lötzinn erstellen, oder?

kreativosweb Avatar
kreativosweb:#28365

>>28357
> Dafür ein RasPi verschwenden?

Nehmen wir an ich nutze dafür einen Adafruit Pro Trinket (3,3V), kann ich da in der Regel GND und 5V von den Display-Backpacks (und einen Transceiver) an einen getrennten Stromkreis anschliessen, während SDA und SCL an den GPIO Pins angeschlossen sind?

Könnte ich einen Summer an den getrennten Stromkreis anschliessen, aber über GPIO schalten? Mit einem MOSFET? Ein MOSFET ist praktisch ein Relais, oder?

christianoliff Avatar
christianoliff:#28366

>>28364
http://www.reichelt.de/index.html?ACTION=3&ARTICLE=23955
http://www.reichelt.de/index.html?&ACTION=3&ARTICLE=18069

Ich verstehe nicht, warum sich alle immer so schwer damit tun die Überlegenheit von Punkt-Streifenraster zu erkennen. Bei DIL-Schaltkreisen hat man immer schon eine Art IC-Fassung mit raus- und reingeführten Anschlüssen. Löten ist auch viel komfortabler als bei reinem Punktraster, weil man Verbindungen ziehen kann ohne darauf achten zu müssen andere Verbindungen wieder zu öffnen. Nur Spasten benutzen was anderes als Punkt-Streifenraster. Außer vielleicht Durchkontaktiertes doppelseitiges Punktraster, das lass ich auch gerade so noch gelten.
Epoxidplatten sind teurer als Hartpapier, dafür aber qualitativ hart überlegen. Den Silberdraht benutzt man um größere Strecken zu überbrücken. Außerdem gibt es noch Fädeldraht, mit dem zu arbeiten auch lustig ist. Würde ich Anfängern aber eher von abraten, da Fehlersuche und Fehlerkorrektur leicht zu analen Fissuren führen können. Was zum Verdrahten immer ganz praktisch ist, ist bunter Draht mit ca 0,25 mm².

Bilder teilweise relevant: Die Signale sind alle schwarz, weil nicht genug bunte Drähte vorhanden waren und auch niemand Lust hatte irgendwelche Ficks zu geben. Mas sehen ob irgendein Bernd in der Lage ist, herauszubekommen was das Brummgerät macht und wozu es benutzt werden könnte. So viel sei verraten: Es wird mit einem Analogsignal gefüttert und gibt zwei um 180° phasenverschobene halbdigitale Signale aus (Pegel sind digital, Phase ist analog).

andrewgurylev Avatar
andrewgurylev:#28368

>>28366
Ok danke. Punkt-Streifenraster sieht wirklich überlegen aus.

>>28365
> Nehmen wir an ich nutze dafür einen Adafruit Pro Trinket (3,3V), kann ich da in der Regel GND und 5V von den Display-Backpacks (und einen Transceiver) an einen getrennten Stromkreis anschliessen, während SDA und SCL an den GPIO Pins angeschlossen sind?

Oder anders: USB 5V Netzteil Kabel aufschneiden und an Breadboard anschliessen, BATterie-Pin eines Trinket an 5V am Breadboard (der Pin nimmt 3-16V oder so), I2C-Platine 5V an Breadboard, I2C Pins an Trinket. Würde das funktionieren, ohne dass die I2C-Platine oder Trinket geschrottet wird?

Problem ist, dass das Trinket nur 150mAh kann, aber die Displays mehr als das brauchen. Ausserdem würde ich lieber ein 3,3V Trinket nehmen, was zu wenig für die Displays ist.

freddetastic Avatar
freddetastic:#28387

>>28366
> Den Silberdraht benutzt man um größere Strecken zu überbrücken

Hab mir aus versehen Kupferlackdraht statt Silberdraht bestellt. Schlimm?

Brauche ich einen Schutzlack für die Platine, wenn diese in Innenräumen genutzt wird? Wie sieht es auf dem Balkon aus, reicht da ein wasserdichtes Gehäuse?

saarabpreet Avatar
saarabpreet:#28388

>>28387
> Hab mir aus versehen Kupferlackdraht statt Silberdraht bestellt. Schlimm?
Nö, ist dann wie Fädeldraht. Musst vor dem Anlöten immer erst den Lack wegbrutzeln und saubermachen. Lackdraht ist zwar offiziell direkt durchlötbar, in der Praxis will er aber meist nicht so wie du. Also:

a) Lack an der Lötstelle ca 5 mm weit mit einem Skalpell oder Cutter abschaben
b) Lack mit Feuerzeug verbrutzeln und dann erst das Skalpell benutzen
c) Verwende Lack mit Lötzinn und Lötkolbenspitze (wahlweise vorher a), b) oder nix)
d) Versuchen den Draht direkt anzulöten (hat bei mir noch nie geklappt, aber Nazis sind ja alle dumm, also vielleicht liegt es daran

Such dir die Methode aus, bei dem du mit dem Ergebnis zufrieden bist. Und der Lackschicht kannst du vertrauen, hält bis 1 kV. Also keine Angst vor wilden Kreuzungen, Knäueln etcpp. Ist nur nicht besonders wartungsfreundlich, also arbeite doch lieber ersdtmal ordentlich und dokumentiere.

> Brauche ich einen Schutzlack für die Platine, wenn diese in Innenräumen genutzt wird? Wie sieht es auf dem Balkon aus, reicht da ein wasserdichtes Gehäuse?
Also ich würde grundsätzlich alles, was für den Dauerbetrieb gedacht ist lackieren. Kollege von mir hat ein Sortierdingsi entwickelt bei dem so nach und nach Metallspäne auf die Mutterplatine rieseln (+ rauere Umweltbedingungen), es wird kein Fick gegeben und nicht lackiert weil muss ja alles schön billig sein.

Ich mach zum Beispiel gerade einen induktiven Näherungssensor (nur Spasten im Mikrocontrollerforum) und da wandert mir bei Betauung der OPV weg. Sowas wird bei dir zwar keine Rolle spielen, aber sicher ist sicher...

Für das weitere Vorgehen rate ich: bau dein Dingsi erstmal fertig auf und wenn es funzt und du langsam über dein nächstes Projekt nachdenkst bestellste dir da eine Dose Lack mit. Zur Not und bei Berlinnähe könnte ich dir auch ein paar Spritzer Leiterplattenschutzlack gegen ein bisschen Homosechs anbieten :3

_vojto Avatar
_vojto:#28389

>>28388
>Zur Not und bei Berlinnähe könnte ich dir auch ein paar Spritzer Leiterplattenschutzlack gegen ein bisschen Homosechs anbieten :3

Danke Bernd. Werde erst mal ohne Schutzlack basteln.

Wie erstellt ihr eure Platinen-Layouts? Bin gerade damit überfordert, mit bei diesem simplen Projekt Leiterbahnen vorzustellen, die sich nicht überkreuzen. Bild relatiert. Auf der Platine ist nicht viel Platz. Gibt es eine Software, die automatisch den besten Weg sucht?

Auch: Macht es Sinn, die beiden Module (Sensor und Funk) mit einem NPN Transistor einzuschalten, so dass diese nur dann Strom verbrauchen, wenn sie benötigt werden? Die Module brauchen sowieso eher wenig Strom (Funk: 900nA im Deep Sleep, Sensor 1µA im Shutdown).

kennyadr Avatar
kennyadr:#28390

Bei Strömen im nA-Bereich dürfte der Schalt-Transistor wahrscheinlich mehr verbrauchen als das Gerät, macht also nicht viel Sinn.

Überkreuzen der Leiterbahnen ist auch nicht schlimm solange eine irgendwie geartete Isolierung vorhanden ist. Zur Not klaue deiner Schwester eben den Nagellack.

johnriordan Avatar
johnriordan:#28391

>>28389
Für Lochraster gibt es dieses kühle Programm mit der Pornomusik: Loch Master, Bild 2 verwandt. Ein Kamerad von mir hat auch einfach mal Eagle dafür vergewaltigt: beim Routen einfach das Rastermaß auf 2,54 mm gestellt und nur waagerechte und senkrechte Leiterzüge verlegt und das dann so aufgebaut. Bild 3 und 4 verwandt. Mit KiCad würde das auch gehen. Bei Punkt-Streifen-raster würde ich mir das Muster erstmal als inneres Kupferlayer vormalen (nur zur Orientierung) und dann auf Top und Bottom rumwursten...

Ist aber eigentlich Quatsch so zu arbeiten. Wenn du gar nicht weisst, wo du anfangen sollst, platziere zunächst die Bauelemente auf der Platine, so dass es hübsch aussieht und du die jeweiligen Anschlüsse über eine Dreierkette schön herausgeführt hast. Dann nimm dir den Schaltplan, druck ihn aus und besorg dir einen Stift. Verbinde mittels Löten zwei Knoten und streich den entsprechenden Leiterzug durch (am Besten nachziehen). Das machst du, bis du den kompletten Schaltplan einmal "nachgezeichnet" hast und fertig ist der Lack. Wirst zwar erstmal irgendwas übersehen und mett wie fünfe, aber so ist das nunmal.

Falls du jetzt wirklich mit KiCad anfängst und mit einer Lage hinkommst, könnt ich dir das auch gegen ein bisschen Homosechs machen (zweilagig -> viel Homosechs).

mbilalsiddique1 Avatar
mbilalsiddique1:#28393

>>28388
>>28391
Ich mag dich Nazibernd :3

mrxloka Avatar
mrxloka:#28396

>>28390
> Bei Strömen im nA-Bereich dürfte der Schalt-Transistor wahrscheinlich mehr verbrauchen als das Gerät,

Da fliesst also Strom von der Basis zum Emitter, obwohl der GPIO-Pin auf LOW ist?

Wieviel verbraucht der Transistor denn so in der Regel? Habe was von 100nA gelesen. Das wäre ja immer noch weniger, als das Funkmodul im Deep Sleep verbraucht.

Auf den Bildern ist ein Auszug des Datenblatts des Transistors, den ich nutze. Lässt sich da herauslesen, wieviel Strom im ausgeschalteten Zustand verbraucht wird?

>>28391
>Ist aber eigentlich Quatsch so zu arbeiten.

Alles klar. Werde einfach mal weiter mit Fritzing die Löcher meistern. Muss ich den Draht irgendwie fixieren, damit er während des Lötvorgangs nicht verrutscht, oder reicht nachträgliches erwärmen der Lötstelle, falls er verrutscht?

polarity Avatar
polarity:#28397

>>28396
Auch: wird die Spannung verstärkt, wenn ich einen Transistor nutze? Die Bauteile vertragen nur 3,3V. Ich denke aus den GPIO Pins kommen 1,1V. Heisst das, da liegen dann 4,4V an?

nasirwd Avatar
nasirwd:#28398

>>28396
>>28397
Dir fehlt eindeutig Basiswissen! Bevor ich jetzt anfange dir die Grundlagen zusammenzuschreiben, wofür ich etwa genau so lange brauchen würde wie du für das lesen des Wikipediaartikels über Bipolartransistoren... versuch es mal alleine herauszubekommen. Als Hilfestellung eine Skizze aus Nazibernds Jugend, die ihm dabei half Relais, Transistoren und alles zu verstehen. Vielleicht hilft es dir ja auch.

Barney-Wahnsinn war ein Klassenkamerad der beim Skatspiel und in Matheklausuren immer episch versagte: nachdem er den ganzen Formelscheiß vorbildlich durchexerzierte, machte er irgendwo einen Schusselfehler -- wie im Bild aber ohne Strom. Heute macht er irgendwas mit BWL und verdient sich dumm und dämlich dabei...

keremk Avatar
keremk:#28403

>>28398
Klar fehlt mir das Basiswissen, deswegen frage ich ja. Die Wikipedia-Artikel habe ich mir bereits durchgelesen, weswegen eben diese Frage aufkam. Da steht irgendwas von Verstärkung. Jetzt interessiert mich halt, ob das langfristig die Module schädigen könnte, weil zu starke Spannung anliegt. Die Formeln da bringen mir auch nichts, da ich mehrere Stunden dafür brauchen würde, um rauszufinden, um was es da genau geht. Ich bin jetzt aber erst mal stundenlang damit beschäftigt, die nRF24L01+ Module zu verstehen und optimiert anzuwenden.

arashmanteghi Avatar
arashmanteghi:#28404

>>28403
Na gut, ich werd dir die Tage mal ein bisschen was über Transistoren erzählen, so dass es auch ein kleines Kind versteht (ich verstehs ja selbst). Heute schaff ich aber nicht mehr, muss pennen wegen Gründe die nur Schafe kennen.

RussellBishop Avatar
RussellBishop:#28405

>>28404
Danke Bernd. So ausführlich muss es sowieso nicht sein. Wenn ich die Grundlagen für Kleinkinder erklärt bekomme, dann kann ich mir den Rest auch selbst zusammensuchen. Kenne mich halt mit Programmieren, Bits und Bytes aus, aber mein Wissen über Elektrotechnik stammt aus der 8. Klasse Natur & Technik.

hoangloi Avatar
hoangloi:#28406

>>28405
Wobei mich jetzt grundsätzlich erst mal nur die Frage interessiert: Transistor verwenden, Ja/Nein? Denn morgen wird die Hardware auf eine Platine gewurstelt.

Wie gesagt, Funkmodul verbraucht 900nA im Deep Sleep, Sensor 1µA. Der Code wird auf minimalen Stromverbrauch optimiert. Also sollte auch die Hardware entsprechend optimiert sein.

snowwrite Avatar
snowwrite:#28409

>>28406
Ja geht: nimm einen NPN-biopo (oder NMOS) und verstripp das folgendermaßen:
> uC-IO-Pin an 1k Widerstand an Basis (Gate)
> Masse an Emitter (Source)
> Plus an Sendedingsi, minus von Sendedingsi an Collector (Drain)

abdots Avatar
abdots:#28451

Meine erste Platine ist fertig. Es hat im ersten Versuch alles geklappt, wobei ich erst mal Sauerei gemacht habe, als ich versuchte, ohne den Draht mehrere Löcher zu überbrücken. Lotsauglitze ist natürlich vorhanden. Es funktioniert jetzt auch alles, bis auf die Tatsache, dass die Pin-Belegung für die Buchsenleiste sich dummerweise am Modul in Fritzing orientiert, statt am tatsächlich vorhandenen Sensor.

Hat jemand eine Anleitung, wie man richtig mit Draht lötet? Habe das Gefühl, als wäre meine Technik verbesserungsbedürftig. Auch: kann es dauerhafte Gesundheitsschäden geben, wenn man die Dämpfe des bleihaltigen Lötzinns einatmet? Oder ist das vor allem das Flussmittel, was verdampft?

chanpory Avatar
chanpory:#28452

>>28451
>eine Anleitung, wie man richtig mit Draht lötet?
Üben, üben, üben. Es sieht idR besser aus wenn man (lange) Drahtstücke mit zwei Zangen gerade zieht.

>kann es dauerhafte Gesundheitsschäden geben, wenn man die Dämpfe des bleihaltigen Lötzinns einatmet? Oder ist das vor allem das Flussmittel, was verdampft?
Hauptsächlich ist das Flussmittel, aber gesund ist das nicht. Ich stelle einen einfachen PC Lüfter auf der den Qualm wegbläst. Wenn du etwas mehr Geld ausgeben willst, dann kannst du dir ein einfaches Lötdampfabsaugfiltergerät kaufen

mr_arcadio Avatar
mr_arcadio:#28453

>>28452
Früher™ enthielt das "Zinn" für den Industriebereich wesentlich größere Mengen Blei als verbleites Zinn heute.
Die Arbeiter erhielten deshalb jeden Tag eine kleine Flasche Milch, um das Schwermetall auszuspülen.

craighenneberry Avatar
craighenneberry:#28454

>>28453
> Früher™ enthielt das "Zinn" für den Industriebereich wesentlich größere Mengen Blei als verbleites Zinn heute.
An der Mischung Sn60Pb40 hat sich nicht viel geändert, ich glaube da kann man wegen metallurgischer Gründe auch gar nicht beliebig dran schrauben. Ich sag nur "Eutektikum". Muss man natürlich wissen. Weiß heute natürlich keiner mehr und darum hatte Stoll vollkommen Recht, als er 99% aller Studenten durchfallen lassen wollte. Mit der Milch, das hat mir mein Vater auch erzählt, der war Schlosser im Stahlwerk. Seine Kollegen wollten die Milch immer nicht, war ihnen zu kindisch, hat mein Papa ihre immer mitgesoffen. Heute sagt er, das war das Beste was er je für seine Gesundheit getan hat. Warum es solche Services heute nicht mehr gibt? Nun, giftige Stoffe gibt es Heute auf Arbeit nach wie vor (heute ist das Flussmittel giftig, war früher einfaches Harz). Aber heute leben wir nicht mehr im Sozialismus und werden von Spasten mit Ausländer- und Homosexuellentoleranz regiert die dafür aber eine ausgesprochene Laktoseintoleranz haben. Und darum trinkt Nazibernd jeden Tag einen Liter Milch.

>>28451
Das was da verdampft ist das Flussmittel. Wenn du das gute hast (Halogenaktiviert), würd ich davon nicht zu viel wegschnorcheln. Die Bleidampfbelastung der du als Hobbybastler ausgesetzt bist, ist zu vernachlässigen. Schädlich wird der Scheiß, wenn du das wie ein Chinese jeden verfickten Tag 10h inhalierst. Da fallen dir dann nach 30 Jahren die Haare am Sack aus und du wirst matschig in der Birne. Akkumuliert sich natürlich mit anderen Gesundheitsfaktoren wie Rauchen, Saufi, Formaldehyddämpfe etcpp. Aber von ein paar Schaltungen die mal zusammenbrutzelst allein, wirst du nicht krank. Ohne Vorbelastung muss ein Mensch das abkönnen.

Zum sauberen Löten mit Draht:
> Drahtstücke mit zwei Zangen gerade zieht.
Wenn du dabei nicht ganz so sehr wie ein Spast aussehen willst verzichte auf die Zweite Zange, nimm stattdessen die Drahtrolle in die eine Hand und ziehe mit einer Zange in der anderen Hand das Drahtende. Schraubstock + Zange geht auch ganz gut. Versuche den Draht vor dem ersten anpunkten schon komplett in Form zu biegen, eine Spitzzange leistet dabei gute Dienste. Wenn du kannst, spiele auch etwas mit der Löttemperatur: es gibt ein zu heiß (Flussmittel verdampft zu schnell, so dass du quasi ohne Flussmittel arbeitest) und zu kalt (das merkst du schon). Und spiele auch mit der Zufuhr von Wärme und Lot: viele halten grundsätzlich Lötzinn und Lötspitze gleichzeitig an die Lötstelle. Man kann aber auch so verrückte Sachen machen wie, die Lötkolbenspitze länger an der Lötstelle lassen oder das Lötzinn. Ersteres erzeugt gute Standardlötungen, letzteres eignet sich um sogenannte legendäre Zinnwürste zu ziehen.

Ansonsten halt üben, üben, üben. Obwohl löten eigentlich keine große Sache ist. 1 von 2 Opas bei mir auf Arbeit lötet ohne mit der Wimper zu zucken BGAs mit dem Gaslötkolben, ich mittlerweile auch. Man muss es halt einfach machen.

vikashpathak18 Avatar
vikashpathak18:#28458

>>28454
Wie lötet man denn BGA mit der Hand, ich dachte das ginge schon wegen der Bauform nicht.

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trueblood_33:#28460

>>28458
Wenn man gerade keinen Gaslötkolben zur Hand hat, so: https://www.youtube.com/watch?v=Rj0X7CNmHMY

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pjnes:#28461

Kühles Video!