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Veröffentlicht am 2015-08-04 14:48:0 in /t/

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sgaurav_baghel Avatar
sgaurav_baghel:#28584

Bernd hat vor, den Arduino Pro Mini durch eine selbstgebastelte Platine mit Atmega328 zu ersetzen. Erstens um es zu lernen, und zweitens um den Stromverbrauch zu verringern.

Da beide Module (Funk und Sensor) mit 3V3 laufen, sollte auch der Atmega328 nur 3V3 abbekommen. Macht es Sinn dafür einen LF33CV Spannungsregler zu nutzen, um die 6V der 4AA Batterien auf 3V3 herunterzuregeln? Beim runterregeln wird sinnlos Strom verbraucht, oder?

Verbraucht ein externer Oszillator mehr Strom, als der interne 8MHz Oszillator des Atmega328?

Gibt es ein günstiges Kondensatorensortiment, das ich dafür verwenden könnte? Habe zwar bereits ein Sortiment mit Elkos, aber die haben meist eher hohe Werte. Ich denke mal, das wird nicht ausreichen.

bnquoctoan Avatar
bnquoctoan:#28588

>>28584
> Macht es Sinn dafür einen LF33CV Spannungsregler zu nutzen, um die 6V der 4AA Batterien auf 3V3 herunterzuregeln?

Bedingt. Wenn du überall mit maximal 3.3V arbeitest, wechsle zunächst von 4AA-Batterien auf 3. Nur mit einem Schaltregler hättest du durch die vierte Zelle irgendeinen Gewinn. Ersetze sie zur Not durch ein Stück Kupferrohr oder so. Als nächstes zum Regler selbst: der LF33CV hat einen vergleichsweise hohen Ruhestrom von 0.5 bis 1 mA. Das heisst, der verknuspert auch im Leerlauf gerne mal ein halbes Milliampere, einfach so. Sind 2000 mAh-Zellen nach drei Monaten leer -- einfach so! Also guck mal, ab du den Regler ganz weg lassen kannst, oder nimm stattdessen einen mit "ultra-low-Iq." Hab mir bei Reichelt zum Beispiel den "LP 2985 IM5-3,3" rausgeguckt. Macht natürlich nur Sinn, wenn deine restliche Schaltung nicht mehr als 10 mA braucht.
Hast du die Stromaufnahme deiner Schaltung mal gemessen? Schon irgendwas hinsichtlich Stromverbrauch optimiert?

> Verbraucht ein externer Oszillator mehr Strom, als der interne 8MHz Oszillator des Atmega328?
Kommt darauf an. Wenn mit einem Uhrenquartz bei 32768 Hz arbeitest ist das mit Sicherheit sparsamer. Wenn du außen was schnelles ab 1 MHz aufwärts ranhängen willst, bleib lieber beim internen Oszillator. Ansonsten spräche noch die höhere Genauigkeit für einen externen Quarz. Musst du mal im Datenblatt gucken

> durch eine selbstgebastelte Platine mit Atmega328 zu ersetzen
Falls du ätzen willst und dich mit KiCad anfreunden kannst, würde ich dir das direkt machen. Nazibernd hat nämlich gerade Urlaub.

> Gibt es ein günstiges Kondensatorensortiment, das ich dafür verwenden könnte?
E-3-Reihe ist beste Reihe. Also: 1; 2.2; 4.7
Wenn du deine Hände halbwegs unter Kontrolle hast und eine Pinzette besitzt, kannst du direkt mit SMD-Kerkos im Format 0603 einsteigen. Die lassen sich auf Laborkarten prima zwischen zwei Kontakte löten. Das gleiche gilt für Widerstände. Wenn du nicht so mutig bis, nimm halt 0805. Vorteil bei dem SMD-Zeug ist: es kostet nix und hat geringere Toleranzen.

vigobronx Avatar
vigobronx:#28590

>>28588
> LP 2985 IM5-3,3

Gibt es sowas auch mit langen Beinen? Ich meinte mit Platine nämlich eine Lochrasterplatine. Oder haben die Beine von dem Bauteil die richtigen Abstände für ein 2,54 mm Rastermaß?

>Hast du die Stromaufnahme deiner Schaltung mal gemessen? Schon irgendwas hinsichtlich Stromverbrauch optimiert?

Habe noch nicht die benötigten Bauteile. Ich plane das lieber vorher, und bestelle dann alles auf einmal.

>Ansonsten spräche noch die höhere Genauigkeit für einen externen Quarz. Musst du mal im Datenblatt gucken

Wird eine höhere Genauigkeit nötig sein bei SPI mit 8MHz (für NRF24L01+ Modul)?

>Wenn mit einem Uhrenquartz bei 32768 Hz arbeitest ist das mit Sicherheit sparsamer.

Alles klar. Also wird Quartz gleich mitbestellt. Wie sähe es mit einem Keramikresonator aus? Da müsste ich keine Kondensatoren dranhängen, oder? Würde das weglassen der Kondensatoren Strom sparen?

>Falls du ätzen willst und dich mit KiCad anfreunden kannst, würde ich dir das direkt machen.

Danke für das Angebot. Hab aber mittlerweile Gefallen am basteln gefunden, und mache das lieber mit Billiglötkolben und Silberdraht.

>E-3-Reihe ist beste Reihe. Also: 1; 2.2; 4.7

Ok. Habe was gelesen von 1x Kondensator mit niedrigem Wert und 1x mit hohem Wert, um Störungen im Stromkreis aufzufangen oder so. Ist das bei so einer simplen Platine, wo Genauigkeit nicht so wichtig ist, nötig? Der Spannungsregler fängt die Störungen nicht ab, oder?

>SMD-Zeug

Werde ich mir mal ansehen. Ich denke, das müsste ich trotz eher zittriger Hände und Wurstfingerlötspitze (0,5mm) gebacken bekommen.

iamkeithmason Avatar
iamkeithmason:#28591

>>28588
> Macht natürlich nur Sinn, wenn deine restliche Schaltung nicht mehr als 10 mA braucht.

Achso. Alleine das Funkmodul braucht 11,3mA beim Senden mit höchster Leistung. Alternative zum LP 2985 IM5-3,3?

teylorfeliz Avatar
teylorfeliz:#28592

>>28590
> Gibt es sowas auch mit langen Beinen? Ich meinte mit Platine nämlich eine Lochrasterplatine. Oder haben die Beine von dem Bauteil die richtigen Abstände für ein 2,54 mm Rastermaß?

Zum testen auf dem Steckbrett wären lange Beine natürlich auch sinnvoll.

tomgreever Avatar
tomgreever:#28596

>>28591
> Alternative zum LP 2985 IM5-3,3?

Oder soll ich einfach 2 von den Teilen dranhängen? 1 x für Atmega, und 1 x für Sensor und Funkmodul?

Wieso überhaupt "nicht mehr als 10mA"? Der Atmega328 braucht bei 8MHz mit internem Oszillator ca. 12,3 mA. Bei dem Bauteil steht was von 150 mA.

tomgreever Avatar
tomgreever:#28600

>>28596
Der Regler den du dir rausgesucht hast braucht für sich selber schon 1 mA und kann bis zu 1A. Der den ich vorschlage braucht für sich selber 1µ A und kann bis zu 150 mA. Da zu wechseln macht aber nur Sinn, wenn deine restliche Schaltung weniger als 10 mA verbraucht. In diesem Fall würdest du nämlich 10% Strom sparen, wenn du einen statt eines Reglers der 1 mA fratzt einen nimmst der 1µA braucht (11 mA zu 10 mA). Bei noch niedrigerem angestrebtem Stromverbrauch wird es entsprechend noch krasser (muss auf Arbeit eine Schaltung entwickeln, die weniger als 500 µA verbraucht, daher hatte ich den LP 2985 IM5-3,3 im Hinterkopf). Nee, wenn du auf Punktraster bleiben willst, lass erstmal noch die Finger vom LP 2985 IM5-3,3. Versuch abzuschätzen wo du mit dem Stromverbrauch hin willst und wie du das schaffst. Dann sehen wir weiter, ob es sich überhaupt lohnt nach einem anderen Regler mit besonders niedrigem Eigenverbrauch zu schauen.

Wenn du den Mikrocontroller mit dem Uhrenquarz betreibst, geht aber auch die Rechenleistung entsprechend runter. Ist dir das klar? Wenn du mit 8 MHz SPI machen willst, bleib lieber beim internen Oszillator. Frequenzgenauigkeit ist bei SPI egal, weil du je eine Takt- und Daten- Leitung hast. Wenn du im Pulsbetrieb arbeiten kannst, also den Mikrocontroller und SPI immer nur kurz brauchst, kannst du folgendes machen:
Uhrenquarz an µController bauen, normal erstmal mit internem Oszillator loslaufen. Dann auf den Uhrenquarz umstellen um Strom zu sparen. Wenn nötig (feste Periode oder Ereignisgesteuert) wieder auf den internen Oszillator umschalten, Berechnungen berechnen und dann wieder in den Sleep. Wenn du den Sender auch immer nur kurz brauchst, kannst du da auch einiges an Strom sparen. Eventuell lohnt es sich auch, zum Beispiel den Sender komplett abschaltbar auszuführen. Einfach indem du seine Spannungsversorgung an ein µControllerpin hängst. 20 mA schaffen die, und der Sender braucht ja nur 11 mA.

Mit den Blockkondensatoren halte ich mich immer ans Datenblatt der Bauelemente. Meist sind es 10 nF / 100 nF Pärchen. Bei analogen Sachen auch mal 10 µF / 100 nF und eventuell ein eigener Spannungsregler oder nur eine Induktivität zwischen analoger und Digitaler Versorgung.

joshjoshmatson Avatar
joshjoshmatson:#28612

Der LP 2985 ist ein Linearregler, d.h. der Wirkungsgrad ist nicht unbedingt überwältigend.
Wenn nur ein geringer Spannungsunterschied "verbraten" werden soll, ist das wahrscheinlich OK, ansonstem macht ein kleiner Schaltregler vielleicht mehr Sinn.
LM2574 z.B. hat typischerweise einen Wirkungsgrad von >70%.
Linearregler: für 3,3V fallen bei 6V Eingangsspannung 2,7V am Regler ab, macht bei 10mA Strom 27mW Verbrauch nur für den Regler.
Ein Schaltregler würde bei 70% Wirkungsgrad ca. 14mW verbrauchen. Ruheströme in beiden Fällen nicht mitgerechnet, aber hinreichend gering genenüber dem Laststrom um vernachlässigt werden zu können.

chrstnerode Avatar
chrstnerode:#28616

Danke, Bernds.

Ich kaufe bei Conrad, da ich dort keine Versandkosten bezahlen muss. Da gibt es keinen LM2574, nur einen LM2575T-5G.

Habe jetzt einen TS2950CT33 A3 (150mA, Ultra LDO) im Warenkorb, da der andere Spannungsregler, den ich ausgesucht habe, 8-9 Tage Lieferzeit bräuchte.

Der ATmega328 wird die meiste Zeit im Schlafmodus sein, alle 8 Sekunden aufwachen, und dann nach ca. 10 Minuten die Module anschalten, senden, und wieder einschlafen. Bisher habe ich das mit einem Transistor geregelt, auf die Idee die Module einfach über die Pins mit Strom zu versorgen bin ich nicht gekommen.

Stromversorgung wird dann doch mit max. 4,5V statt 6V laufen. Der Sensor braucht maximal 10μA, Funkmodul sollte nicht mehr als 12mA brauchen.

Keramik-Kondensatoren habe ich jetzt mal 1pF, 2.2pF, 4.7pF, 10pF, 22pF, 47pF, 100pF, 220pF, 470pF, 1nF, 2.2nF, 4.7nF, 10nF, 22nF, 47nF, 100nF im Warenkorb. Ausserdem 12pF für den MH32768C Uhrenquartz, weil da was von Load Capacitance (CL) 6pF or 12.5pF steht. Mache ich es richtig? Shunt Capacitance (C0) hätte der Quartz gerne 0,8pF, die gibt es bei Conrad aber wie auch 6pF nicht in vernünftigen Mengen zu bestellen. Kann ich da dann einfach einen 1pF Kondensator dranhängen?

aiiaiiaii Avatar
aiiaiiaii:#28618

>>28616
Würde an dem Uhrenquarz einfach mal mit 10 pF und 22 pF probieren. Ich guck mir das morgen Abend mal genauer an (gibbe Bestellnummer vom Quarz).

roybarberuk Avatar
roybarberuk:#28624

>>28618
EAN ist 2050000451294. Genauigkeit ist ja sowieso nicht so wichtig, während SPI nicht benutzt wird. Wichtiger ist der geringere Stromverbrauch. Aber wie stelle ich während des Betriebs die Oszillationsquelle von intern 8MHz auf extern 32kHz um? Geht das nicht nur während ich den Bootloader aufspiele (Fuse Bits)?

macxim Avatar
macxim:#28627

>>28624
Ich glaube du hast recht, der AVR kann gar nicht im Betrieb einfach mal so den Oszillator wechseln. Bin da durch meinen Umgang mit LPCs vielleicht etwas verwöhnt in letzter Zeit. Das ist aber gar nicht so schlimm. Die Geschichte wird dann zwar nicht supereffizient, dafür aber einfacher. Das Umschalten zwischen verschiedenen Taktquellen fällt weg, du lässt den AVR dann einfach immer mit 8 MHz laufen. Guck dir mal die Kapitel 8 und 9 im Datenblatt an. Da müsste alles stehen, was du wissen musst (müsste es mir selber auch erst durchlesen, werde ich nicht tun).
Beim Kristall sind die Kapazitäten die du im Kristalldatenblatt gefunden hast, nicht die, mit denen du den Kristall außen beschalten sollst, sondern die dem Kristall inhärenten Kapazitäten (Ersatzschaltbild ist irgendwas mit Spule und Kondensatoren, darauf bezieht sich das). Die werte der Kapazitäten die du noch extra anlöten sollst, findest du im Datenblatt vom Mikrocontroller, Kapitel 8. Die haben dann auch eine gewisse Toleranz (steht nicht direkt da, aber kann man mit etwas Fantasie rauslesen, sind halt nur "Empfehlungen"). Aber das mit dem externen Kristall hat sich jetzt wahrscheinlich sowieso erledigt.

Im Endeffekt wirst du mehr oder weniger sowas machen:
Initialisierung, Rechnen, Sleep, Watchdog, Rechnen, Sleep, Watchdog, Rechnen, Sleep, Watchdog, Rechen...

markgamzy Avatar
markgamzy:#28632

Der Pro Mini kommt mit Eingangsspannungen von 3.3V - 12V zurecht - wenn du ihn konsequent im Schlaf mit Wakeup-Interrupt betreibst, verbraucht der fast gar nichts. Vllt. hat dein Sensor auch einen breiteren Spannungsbereich? Dann brauchst du vllt. gar keine Spannungsregelung.

kennyadr Avatar
kennyadr:#28634

>>28632
Is klar. Deswegen habe ich ihn ja gekauft. Ich will aber vor allem lernen, mein eigenes Board zu basteln. Der Spannungsregler auf dem Pro Mini scheint auch kein Ultra LDO zu sein, sondern nur ein LDO. Ausserdem ist ständig die LED an.

Teile sind jetzt alle da, und ATmega wurde erfolgreich mit Bootloader bespielt. Nur das 3V3 FTDI Basic Board zickt rum beim flashen von Sketches. Es klappt nur selten (avrdude: stk500_getsync(): not in sync), weswegen ich manuell resetten muss. Ich nutze einen 100nF Kondensator zwischen DTR und Reset Pin. Liegt es vielleicht daran?

> Vllt. hat dein Sensor auch einen breiteren Spannungsbereich? Dann brauchst du vllt. gar keine Spannungsregelung.

Sensor mag nur 3V3, und auch das nRF24L01+ Module mag keine höheren Spannungen.

krdesigndotit Avatar
krdesigndotit:#28641

>>28634
> Es klappt nur selten (avrdude: stk500_getsync(): not in sync), weswegen ich manuell resetten muss. Ich nutze einen 100nF Kondensator zwischen DTR und Reset Pin. Liegt es vielleicht daran?

Der 100nF Kondensator zwischen DTR und Reset wird auf mehreren Seiten empfohlen. Jetzt habe ich den einfach mal mit einem 100pF Kondensator (was zum Fick bin ich tuend?) ausgetauscht, und der automatische Reset funktioniert. Kann man das so lassen, oder gibt das langfristig Probleme?

Hätte ich vielleicht einen Elko statt Keko nehmen sollen?

Ausserdem habe ich einen 1uF Elko direkt neben dem Spannungswandler zwischen 3V3 (Vout) und GND platziert, da im Datenblatt steht, dass ein 1uF Kondesator zur Stabilität ausreicht. Mache ich es richtig? Hab das so in irgendeinem Schaltplan gesehen. Sollte ich trotzdem noch einen weiteren Kondensator zur Entkopplung dranhängen?

surajitkayal Avatar
surajitkayal:#28642

>>28641
Kann man pauschal nicht sagen. Wenn alles fertig aufgebaut ist und läuft, einfach mal ein bisschen rumprobieren. Schaltung mal ins Tiefkühlfach legen und gucken ob sie dann noch geht. Anschließend mal ein bisschen mit dem Heißluftföhn warmmachen und gucken ob sie dann noch tut... Das ist so die Richtung, aus der du mit Problemen rechnen musst, wenn du an irgendwelchen Kapazitätswerten rumdrehst. Wenn man immer alles schon vorher wüsste, bräuchte niemand Ingenieure. Am sichersten bist du, wenn du so lange an den Parametern schraubst, bis dein Gerät nicht mehr geht. Dann weisst, von welchen Werten du dich fern halten musst und kannst abschätzen wie viel Sicherheit du noch hast.

Ansonsten wäre es eine gute Angewohnheit, deine Fragen mit einem Schaltplan zu illustrieren. Ich könnte dir sicher auf die Frage nach dem Kondensator zwischen DTR und Reset antworten, hab aber keinen Bock erst ins Datenblatt zu gucken, was DTR ist und dann zu raten wo der Kondensator sitzt.

ah_lice Avatar
ah_lice:#28644

>>28642
DTR ist der Pin am FTDI Basic Board, der den Reset Pin (auf LOW?) schaltet, bevor ein Sketch hochgeladen wird. Der erste Pin von rechts an der unteren 6 poligen Stiftleiste auf dem Bild ist DTR.

Ich schau mal, ob ich einen Schaltplan des Pro Mini oder Trinket Pro finde, wie das da geregelt ist.

artcalvin Avatar
artcalvin:#28645

>>28644
> Ich schau mal, ob ich einen Schaltplan des Pro Mini oder Trinket Pro finde, wie das da geregelt ist.

Das ist ein normaler 100nF Kondensator oben links, oder? Ist egal ob ich da einen Elko oder Keko nehme (habe es nur mit Keko probiert). Denn Pullup Widerstand hatte ich auch probiert, half aber auch nicht. Derzeit läuft es ohne Pullup.

robergd Avatar
robergd:#28646

>>28645
Jetzt funktioniert es doch mit 100nF und 10k Pullup. Habe es vorher mit 9.09k Widerstand probiert, vielleicht lag es daran. Oder ich hab was falsch verbunden.

turkutuuli Avatar
turkutuuli:#28647

>>28646
Soll ich den 1uF Elko zwischen 3V3 und GND lieber näher an VCC (oder AVCC?) und GND vom ATmega platzieren?
Auch: ist es notwendig AREF mit 3V3 zu verbinden, wenn ich kein analogRead() nutze?

_kkga Avatar
_kkga:#28648

Wenn man den ADC nicht nutzt, hängt man VREF+ einfach an VCC und VREF- an GND.

Warum da ein Kondensator (C2) zwischen Controller und Programmer soll ist mir rätselhaft. Würde die Strippe
a. direkt verbinden
b. Diode einbauen, falls der Controller vor zu hoher Spannung geschützt werden muss
c. Strippe einfach mal ganz offen lassen und gucken was passiert
(ist aber alles mit Vorsicht zu genießen, ich kann mir halt einfach nicht erklären warum da ein Kondensator hin soll. Falls du eine zuverlässige Quelle dafür hast, lass es lieber so). Auf jeden Fall sollte C2 ein Kerko sein, würde keinen Elko nehmen.


Zur Stabilisierung der Betriebsspannung:
Den 1µ Elko direkt am Regler, der gehört noch zum Reglerblock. Dscheiß Spannungsregler sind nämlich irgendwie Verstärkerbausteine und müssen durch ihre äußere Beschaltung vom Schwingen abgehalten werden. Je nach Randbedingungen (Strom, Spannung, Temperatur etc) neigen die mehr oder weniger zum Schwingen. Gibt da alle möglichen Sachen, der Kondensator darf nicht zu klein sein, nicht zu groß, was zu klein oder zu groß ist hängt vom Kondensatortyp ab (zB Kerko soll man 10µ...22µ nehmen, Elko 47µ bis 220µ). Am Besten einfach im Datenblatt gucken und sich stur danach richten. Meist passiert zwar nichts, wenn man irgendwelchen Quatsch pi mal Daumen macht. Aber wenn, sollte man wissen wo das herkommt. Direkt am Controller dann nochmal 100 nF und alles ist gut.

_zm Avatar
_zm:#28649

>>28648
> ich kann mir halt einfach nicht erklären warum da ein Kondensator hin soll

Habe es eben nochmal ohne Kondensator probiert. So kommt das Reset-Signal nicht beim ATMega an.

> Am Besten einfach im Datenblatt gucken und sich stur danach richten.

Im Datenblatt steht nur "only 1uF needed for stability", nichts von Elko oder Kerko. Gibt es da einen Unterschied beim Stromverbrauch? Verbrauchen die Kondensatoren überhaupt Strom? Sind ja mehr oder weniger Batterien, oder? Wenn die "voll" sind, dann ziehen sie nichts mehr, oder wie muss ich mir das vorstellen?

>Direkt am Controller dann nochmal 100 nF und alles ist gut.

Elko oder Kerko?

aiiaiiaii Avatar
aiiaiiaii:#28650

>>28649
> Im Datenblatt steht nur "only 1uF needed for stability", nichts von Elko oder Kerko

Ok, da steht doch was. Sie schlagen Tantalum-Kondensatoren vor, weil die kosteneffizienter sind, als Elkos. Davon habe ich allerdings keine.

maiklam Avatar
maiklam:#28651

>>28650
Ausserdem steht da:

>If at the input of TS2950/A & TS2951/A connected to
>battery or between AC filter capacitor and input is 10
>inches wire then 1uF tantalum or aluminum electrolytic
>capacitor should be connected between input and
>ground.

Heisst das, ich muss da am Spannungsregler noch einen 2. Kondensator dranhängen? Also einer zwischen GND und Output und einer zwischen GND und Input?

iamfelipesouza Avatar
iamfelipesouza:#28652

>>28651
Also muss ich praktisch Schwingungen zwischen Batterie und Spannungsregler, und zwischen Spannungsregler und Rest der Schaltung verhindern?

syntetyc Avatar
syntetyc:#28653

Auch: muss man bei den Elkos generell auf die Polarität achten, und bei Kerkos nicht?

stephcoue Avatar
stephcoue:#28654

>>28653
Ja, bei Elkos muss man meist auf die Polarität achten (gibt ganz selten auch ungepolte für Lautsprecherfrequenzweichen).
> Verbrauchen die Kondensatoren überhaupt Strom? Sind ja mehr oder weniger Batterien, oder?
Es gibt da durchaus Unterschiede: Außer der Kapazität hast du auch immer einen Parallelwiderstand. Das heisst er Kondensator ist auf Betriebsspannung aufgeladen, es fließt aber trotzdem noch ein kleiner Strom weiter. Verluste im Dielektrikum halt, 100% Isolatoren gibt es nicht. Dann, was wichtiger ist, hat jeder Kondensator auch einen Reihenwiderstand. Der Reihenwiderstand begrenzt den maximalen Strom mit dem du den Kondensator auf- oder entladen kannst. Außerdem hat jeder Kondensator irgendwo noch eine Induktivität, die bei höheren Frequenzen eine Rolle spielt (also auch wenn du den Kondensator zum Glätten einer schnell wechselnd belasteten Betriebsspannung nimmst, wie zB am µController). Je höher die Frequenz, desto höher der Blindwiderstand durch die parasitäre Induktivität. Einfach Gemüter umschreiben das mit der "Geschwindigkeit" des Kondensators.
Qualitativ kann man grundsätzlich sagen:
Kerko > Foko > Tantal > Elko low esr > Elko standard > Supercap
Man sieht schnell, das Qualität und Quantität einander ausschließen; 'Duh, wer hätte das gedacht?

Zum Spannungsregler: Stell dir das vielleicht einfach erstmal vor, wie Lautsprecher + Mikrofon + Verstärker. In ungünstigen Situationen (die man nie genau vorhersagen kann) bekommst durch Rückkopplung ein Pfeifen. Die Kondensatoren verhindern das. Außerdem glätten sie die Ausgangsspannung bei kurzen Lastspitzen. Das 1 µF ist der Mindestwert. Nimm halt einfach 10 µF. Elko oder Kerko ist (meist) egal.

Einfach machen, 'kost doch alles nix.

davidsasda Avatar
davidsasda:#28656

>>28654
Danke, Bernd. Habe fertig. Habe 22nF Elkos genommen, da keine 10nF Elkos vorhanden waren.
Das Mettl Loide wenn Taster falsch verbunden und halbe Stunde den Fehler gesucht, warum der ATMega nicht anspringt (Dauerreset)

agromov Avatar
agromov:#28658

>>28656
> Das Mettl Loide wenn Taster falsch verbunden und halbe Stunde den Fehler gesucht

Aber du hast nicht aufgegeben und es zu Ende gebracht. Gut gemacht, Berndi! Auch: sehr vorbildliche Lieferung.

strikewan Avatar
strikewan:#28659

Ich habe im Code eine Funktion, die die interne 1.1V Referenz mit AVCC vergleicht, und daraus die Spannung berechnet. Siehe hier:
http://provideyourown.com/2012/secret-arduino-voltmeter-measure-battery-voltage/

Jetzt bekomme ich plötzlich statt 3xxx (auf dem Arduino) den Wert 5953 (also 5.953V) angezeigt. Es hängen derzeit 4 Mignon an der Platine. Sollte ich mir Sorgen machen? Radio- und Sensor-Modul tun ohne zu zicken ihren Job. Mein Multimeter ist zerfickt und kann keine Spannung mehr anzeigen, deswegen kann ich momentan nicht nachsehen, was für eine Spannung anliegt.

Ich habe mich beim Spannungsregler nach dem Bild gerichtet, das im Datenblatt angezeigt wurde. Von der flachen Seite des Gehäuses aus gesehen rechts ist Input, also der Pluspol der Batterien. Interpretiere ich da was falsch?

pf_creative Avatar
pf_creative:#28660

>>28659
Liegt es vielleicht daran, dass AVCC mit AREF verbunden ist? Beim Arduino habe ich diese beiden Pins nämlich nicht verbunden.

zackeeler Avatar
zackeeler:#28661

>>28659
Einfach mal eine der vier Batterien rausnehmen und durch eine Brücke ersetzen. Landest du bei irgendwas um 4.5 V ist der Spannungsregler wegen irgendwelcher Sandkörner wirkungslos. Bleibt es bei den 6 V ist mit der Versorgungsspannung wahrscheinlich alles OK und du misst einfach falsch.

sindresorhus Avatar
sindresorhus:#28662

Danke für den Tipp. Der Spannungsregler ist in Ordnung. Es lag am Lötfersagen, das den Spannungsregler überbrückte. Zum Glück haben es alle Bauteile überlebt.

silv3rgvn Avatar
silv3rgvn:#28760

Wird eine höhere Genauigkeit nötig sein bei SPI mit 8MHz (für NRF24L01+ Modul)?

emilioiantorno Avatar
emilioiantorno:#28761

>>28760
Was meinst du? nRF24L01+ funktioniert einwandfrei mit den internen 8MHz des ATMega328. Ich nutze die optimierte RF24 library dafür:
https://tmrh20.github.io/RF24/