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Veröffentlicht am 2015-12-17 10:10:16 in /t/

/t/ 29312: Da hier meer elektrodudel als auf /w: Angeregt von d...

andrewgurylev Avatar
andrewgurylev:#29312

Da hier meer elektrodudel als auf /w:

Angeregt von der CRT Diskussion auf /b möchte Bernd die Frage stellen, ob analoge Verzögerungsleitungen überhaupt möglich sind.

Natürlich geht irgendwas irgendwie immer. Man kann z.B. 300000 km Draht wickeln, gibt etwa eine Sekunde Verzögerung. Ha-ha!
Oder audiocodieren und durch ein Schwabbel schicken und am anderen Ende entcodieren.

Natürlich wird Elektroautist jetzt sagen, nimm doch einfach einen Kondensator und RC Pimmel.

Ja aber Bernd dachte so an Signal mit Frequenz drin verzögern, also TV-Signal oder Ton, und zwar so, daß alle Frequenzen gleich verzögert gehen und möglichst auch die Amplituden belassen werden. Na gut das letztere kriegt man dann mit weiteren Dämpfgliedern weg schätzt bernd mal.

rahmeen Avatar
rahmeen:#29316

>>29312
> so, daß alle Frequenzen gleich verzögert gehen und möglichst auch die Amplituden belassen werden.
> alle
Nein das geht nicht, denn Licht breitet sich in Medien nunmal unterschiedlich schnell aus, je nach Frequenz.

Wenn du das Spektrum jedoch sinnvoll einschränkst geht das sehr wohl und wurde auch genutzt, bis andere Techniken verfügbar wurden. Mir sind Anwendungen in der Computertechnik als Zwischenspeicher bekannt und aus der Fernsehtechnik (War früher in jeden (!) Fernseher drin, sowas). Die Physik dahinter ist mMn so simpel, dass jeder Bernd das draufhaben sollte: Licht hat bei 300 MHz eine Wellenlänge von 1 m, also kann man einfach 50 m Kabel nehmen wenn man etwa jede 50ste Periode miteinander vergleichen will (Autokorrelation). Bei Fernsehern hat man so die Zeilenenden (oder Spalten) aus dem Signal rausgeholt bzw reingesteckt. Was genau da Phase war, kannst du bei Wikipedia selbst nachlesen. Kannst ja einfach mal "VErzögerungsleitung" eingeben.

hoangloi Avatar
hoangloi:#29321

https://de.wikipedia.org/wiki/Verz%C3%B6gerungsleitung

dpg Avatar
dpg:#29324

>>29312
Ich hab ja keine Idee, wie "lang" bzw. "groß" dein Signal ist - aber analoge verzögerung gibt es schon länger. Im Bereich < 1Sek sogar ohne bewegliche Bauteile, Stichwort Eimerkettenschaltung. Läuft dein Signal kontinuierlich, zerlegst du es halt und teilst es auf mehrere delay lines auf. Am Ende der Lines fügst du es mit dem gleichen Takt wieder zusammen. Und das geht alles Analog.
(mit den bekannten Nachteilen)

https://en.wikipedia.org/wiki/Analog_delay_line