Krautkanal.com

Veröffentlicht am 2016-01-16 17:58:26 in /t/

/t/ 29480: E-Mobilität

artheft_ua Avatar
artheft_ua:#29480

Vorweg, ich bin Techniker aber kein Politiker. Und schon gar kein grüner!

Wir haben einem E-KFZ (E-Kangoo-Klasse, 4 Motor-Generatoren 4 * 7,5 kW-Pmax) die Standard Akkus ausgebaut, Blei/Fließ Puffer Akkus und einen Notstromerzeuger eingebaut.
Sämtliche vom Notstromerzeuger entnommene el. Energie wurde gemessen, auch die Energie die bei Bremsung und Verzögerung vom Motor zum Puffer Akku geliefert wurde, und ach jene el. Energie die für Licht, Zusatzaggregate wie Lenk und Brems Servo, Lüftung, BordPC-BUS; Die Heizung wurde absichtlich ausgeklammert und mittels Camping-Gasheizung bewerkstelligt.

Dieses KFZ wurde dann in der Stadt und nahem Stadt Umfeld mit Durchschnittslast getestet. Die Durchschnitts Energieumwandlung (Verbrauch) war 18,7 kW. Die Höchstgeschwindigkeit dabei war 95 km/h (von 128 km/h max.)
Es wurden ausschließlich bereits in der Industrie verwendete Teile verwendet, einzig neu ist nur die intelligente Regelung der Brems und Verzögerungsenergie. Hierbei wird nichts mehr verbraten, sondern rückgeführt.
*begleitende Beobachtung: In einem weiteren Test vergrößerten wir die Akkukapazität und ließen den Notstromerzeuger auf seiner optimalen (sparsamsten) Drehzahl laufen. Nach einigen Pufferanpassungen "fuhren wir mit 2,2 l auf 100 km!" trotz der Wirkgradverluste durch diese seltsame mech.-el.-chem.-el.-mech- Kopplung.

marcusgorillius Avatar
marcusgorillius:#29481

>>29480
Beweise, klare Beweise.
Sonst kannst du dich getrost in die Warteschlange für verkannte Genies einreihen, hinter Daniel Dingel ist noch ein Platz frei.

jehnglynn Avatar
jehnglynn:#29483

Was soll daran jetzt besonders sein? Ist ja nichts neues, dass Bremsenergierückgewinnung den Wirkungsgrad erhöht. Wenn du jetzt noch Heizung und die restliche Elektronik mit dazu nimmst landest du bei seriennahen 3L/100km.
Wenn du jetzt gerne noch eine bessere Beschleunigung haben möchtest, reduzierst du das Gewicht indem du statt Blei- Lithium-Akkus nimmst - fertig ist das durchschnittliche moderne Elektroauto.

joshjoshmatson Avatar
joshjoshmatson:#29491

>>29483
Es wurde (genau lesen) nur die Heizenergie ausgeklammert. Und die Beschleunigung war nicht schlechter als bei Gewohnten. (Ist für E-Motoren ja kein wirklich großes Problem.) Zweckmäßigerweise wird die Heizung zukünftig mit Gas erfolgen. An Masse kann sicher noch einiges gespart werden, da für den Versuch ja ein Xbeliebiges E-Auto missbraucht wurde, und daher kein Optimum zu erwarten ist. Beim Licht gibt es noch Einsparungspotential, aber die Ergebnisse waren schon ganz gut.
>>29481 Du hast da irgendetwas falsch verstanden, trotzdem danke für deinen Beitrag;

adewaleolaore Avatar
adewaleolaore:#29492

>>29480
Bitte verpiss dich schleunigst mit deinen Mädchen-Elektromotoren! Protipp: Immer die Gesamt-Energiebilanz betrachten!

mactopus Avatar
mactopus:#29493

>>29480
> E-Motor Antrieb
> Generator für Stromerzeugung
genau dies hat sich Bernd auch mal überlegt als er mal das "Datenblatt" vom Tesla studiert hat: 0.15kwh/km. Wirkungsgrad elektrisch zu mechanisch ist und umgekehrt ist jeweils mehr als 95%. Ein billiger Dieselgenerator macht so so 5-6kwh/liter, gibt so etwa 30-40km/Liter. Mal so grob gerechnet, gibt da sicher ziemlich viel Spielraum nach oben je nach dem. Und wenn dann noch die paar hunder Kilo vom Akku fehlen, warum nicht?

Aber, auch alte Benziner brauchen kaum mehr als 3-4 Liter/100km wenn sie leicht gebaut waren, sprich unter 600kg. Sicherheit hat halt ihren Preis Gewicht. Und ein Smart braucht wohl auch nicht wirklich mehr.

> Heizenergie aus Gas
Na ja, der Bottleneck ist die 45% Wirkungsgrad vom Dieselgenerator, wenn man dann noch gratis Abgase hat ist das natürlich schick, die auch noch zu nutzen. Gas-Block-Heiz-Kraftwerke kommen so auf ca 98-99% Wirkungsgrad.

husamyousf Avatar
husamyousf:#29495

>>29492
Du bist ein nicht wissender, unhöflicher und unangenehmer Mensch und ich werde mit dir sicher nicht diskutieren.

>>29493
Die Wandlerkette ist abenteuerlich, dient aber nur dem Versuchszweck. Das Ganze wird kein "Hybrid-KFZ", es sind Tests. Und die Blei-Fließ-Akkus deshalb, weil sie die Einzigen sind, die bei der Rückladung nicht den Geist aufgeben. Ich weiß, das wird oft verschwiegen wenn man von den neuen "Super-Akkus" ließt. Die halten das eben nicht, oder nicht lange aus. Und das ist jetzt kein "gegoogeltes" Wissen, sondern Tatsache aus der Werkstatt!
Und genau darum geht es. Ist die Rückführungs-Energie es wert sie zu speichern, und wie.
Das mag jetzt erschütternd klingen, aber viele Produzenten "verbraten" diese Energie weil es sonst ihre Akkus ruiniert. (Still, JH zB.)aber darüber schweigen sie sich gerne aus.
Es geht hier also hauptsächlich darum, die sehr großen Rückladeströme so "umzuerziehen", dass sie die Akkus nicht ruinieren. Manche Dinge sieht man eben erst im Feldversuch. Es geht hier also hautsächlich um Last-Elektronik;
Ich brachte es hier, weil ich es aufregend finde, wie viel Energie wir beim Autofahren derzeit verschenken. Derzeit fahren wir mit Bleifließ-Akku, gerade mal 63 % der Ladung der Original Akkus, bei gleichem Gewicht. Aber ihre Betriebslebensdauer ist 10 x besser und sie sind viel billiger. Ich denke du wirst schon verstehen, worum es hier geht.
Die Heizung wird auch zukünftig mir Gas bewerkstelligt, da das bei dieser Art von KFZ sonst auch mittels Benzin o. Diesel Standheizung erledigt wird. Wir sind zwar momentan durch den starken Schneefall behindert, aber wenigstens sehen wir, wieweit sie Wintertauglich sind.

bnquoctoan Avatar
bnquoctoan:#29496

Serieller Hybrid aus Generator um einen Wankelmotor, irgendwelchen Akkus und einzelnen Elektromotoren an den Rädern ist die Zukunft. Wird fürs Militär bereits erforscht. Vorteil vom Generator ist die enorme Energiedichte. Vorteil von Elektromotoren ist die enorme Leistungsdichte, Energierückgewinnung und Manövrierbarkeit und Wartungsfreundlichkeit. Vor allem die Wartungsfreundlichkeit ist ein großer Pluspunkt: An einer Drehstrommaschine kann nichts kaputt gehen (ist ein Bürstenloses Gerät -- extra erwähnt für Dummbernd). Na ja, und man kann die abgegebene Leistung ziemlich frei modulieren: Beim Verbrennungsmor kann man nicht einfach mal von jetzt auf gleich 20 kW durchprügeln, schon gar nicht wenn der Motor eigentlich nur 5 kW Nennleistung hat. Ein E-Motor gibt da keine Ficks, solange er nicht direkt auseinanderfliegt und die Überlastung nur kurz ist (wenige Sekunden reichen ja für die meisten interessanten Manöver).

Das muss man natürlich wissen!
Einfach regelmäßig mit Stoll telefonieren.

stushona Avatar
stushona:#29497

>>29496
Noch besser als Wankelmotoren vom Leistungs/Gewichtsverhältnis her sind Gasturbinen. Damit könnte man sowohl Heizung als auch Antrieb mit Gas betreiben und bräuchte keine separaten Tanks.

peterlandt Avatar
peterlandt:#29499

>>29497
> Gasturbinen
die sind leider erst ab 200-300kw Dauerleistung effizienter als klassiche Motoren. Darum haben ja auch nur Panzer, Flugzeuge und Linienbuse richtige Gasturbinen verbaut. Ein Auto hat zwar gerne 300PS, aber effektive Dauerleistung ist im ein- bis zweistelligen kw-Bereich.

>>29480
auch: was macht OP eigentlich genau? Irgendwie rieche ich Gewinn. Requestiere Bilder mit Zeitstempel. und Titten!

irsouza Avatar
irsouza:#29529

>>29496
Das trifft den Nagel auf den Kopf! Und trotz deiner festen Überzeugung, sind in diesem Konzept noch weitere Vorteile verborgen.
>>29497
jo, und man kann Gas auch in den meisten Verbrennungsmotoren umsetzen. Mein Notstromaggregat läuft mit Erdgas (Flüssiggas, Campinggas, Propan usw.)
>>29499
Es gibt bereits Gasturbinen mit kleinerer Leistung, nur ist hier die Effizienz ähnlich wie bei Kolben oder Drehzylindermotoren wenn man diese mit ihrer Optimal Drehzahl betreibt.
*Mein Job ist unspektakulär. Aber ich arbeite dort, wo man schon sehr, wirklich sehr lange mit Strom fährt.

timgthomas Avatar
timgthomas:#29536

Von Fr. auf Sa. hatten wir -19*C, ab 13h und über die Nacht zu So. waren es +2,6*C. Da habe ich doch glatt Überstunden geleistet, und mir die Sache in der Praxis angeschaut. Ein E-KFZ mit dem originalen "Super" Akkus (neu, volle Ladung) zeigte bereits beim Belastungstest eine Einbuße von 37%, bei der Fahrleistung verhielt es sich normal, aber nach 80 km freute ich mich dass ich es mit 35 km/h noch zurück schaffte (die Heizung übernahm wegen der Vergleichbarkeit Campinggas).
Danach für ich mit dem Modifizierten (siehe 29480), jedoch ohne den Notstromerzeuger zu verwenden. Also nur die Puffer Akkus (Blei-Fließ) und das Gas für die Heizung waren eine Energiequelle. Es war klar, dass es nur mit den Puffer Akkus (3 kWh) kein langer Ausflug wird, aber in Notfall hätte ich ja das Aggregat zu Hilfe nehmen können.
Der Belastungstest (14% Einbuße bei den Blei-Fließ Akkus war überraschend gut. Besseres Verhalten kenne ich nur von Stahl-Akkus wie sie die Eisenbahn früher für Beleuchtung und Heizung verwendete, denen wären -19*C ziemlich egal.
*Bei Akkus "verschwindet" die geladenen Energie durch die Kälte nicht, aber A) es sinkt die Zellenspannung, und B) bei Belastung muss sich der "unterkühlte" Akku erwärmen, das tut er auch, nur diese Energie ist dann natürlich für den Fahrbetrieb flöten gegangen.
Die Messdaten werden erst am Di. ausgewertet sein (das machen Gescheitere) aber mir drängt sich da jetzt schon ein Gedanke auf.
-Würde man diese "Super Akkus" bei solch tiefen Temperaturen (??, in Russland hatte es -39*C) laden, und dann erst zB. bei +30*C voll belasten, möchte ich nicht ohne Feuerlöscher mit diesem Auto fahren. Jedenfalls werde ich es ausprobieren. Mir ist klar, dass solche Temperatursprünge selten sind, aber nicht unmöglich. Gibt ja genügend E-Karren (die haben aber meist Blei Akkus) die in Kühlhäusern arbeiten, aber auch ins Freie müssen, und dort in der prallen Sonne zB. abgestellt werden. Da ist dieses Szenario denkbar.
Glücklicherweise ist das
Bersten oder durchbrennen von Akkus bisher nur Kunden der Konkurrenz passiert.

Ich hoffe ich langweile euch nicht, und wünsche einen schönen Sonntag!

fatihturan Avatar
fatihturan:#29538

>>29536
Ich bin überrascht, dass die Bleiakkus sich so gut schlagen. Andererseits sind die Nazis ja für ihre Hochtechnologie bekannt und in den U-Booten waren nunmal Bleiakkus verbaut und die haben eigentlich immer ganz gut funktioniert. Die neuen Akkus haben halt eine etwas höhere Energiedichte, keine Ahnung, Faktor 10 vielleicht?
> *Bei Akkus "verschwindet" die geladenen Energie durch die Kälte nicht, aber A) es sinkt die Zellenspannung, und B) bei Belastung muss sich der "unterkühlte" Akku erwärmen, das tut er auch, nur diese Energie ist dann natürlich für den Fahrbetrieb flöten gegangen.

Zufällig bin ich Experte auf dem Gebiet: Der Innenwiderstand steigt, nicht mehr und nicht weniger. Die Zellspannung an sich bleibt erstmal konstant, denn die Zellspannung ergibt sich aus den Elektronegativitätswerten der beteiligten Elemente, so wie sie im Periodensystem stehen. Und die Elekronegativität von Blei oder Lithium ist von der Temperatur erstmal unabhängig. Ganz anders sieht es mit der Beweglichkeit irgendwelcher Ionen im Elektrolyten aus. Spätestens wenn dir die Schwefelsäure gefriert war es das dann auch mit dem Bleiakku.
Mit dem kalt laden und warm entladen ist gar kein Problem. Das Modell entspricht einem Bleiakku, passt aber auch ganz gut auf alle möglichen anderen Akkus. Cp ist die Hauptladung und unabhängig von der Temperatur. Ri steigt mit sinkender Temperatur, so dass du deinen Akku bei niedrigerer Temperatur mit mehr Energie aufladen musst um eine bestimmte Ladung auf Cp zu erhalten. Die zusätzliche Energie wird aber schon beim Laden in Ri in Wärme umgewandelt. Wenn du den Akku auftaust ist er also nicht voller oder so.

Setzt natürlich ein entsprechendes Ladeverfahren voraus. Mit dem falschen Ladeverfahren kann man natürlich Probleme bekommen. Aber das ist dann nicht die Schuld vom Akku.

Bei dem Weg: schonmal daran gedacht, eure Superakkus in Styropor (oder Glaswolle, die brennt nicht) einzupacken und auf optimaler Betriebstemperatur zu halten (also knapp unter der Maximaltemperatur)? Ich als Nazi würde es so machen und es scheint mir jetzt kein Ding der Unmöglichkeit, aber das nur am Rande...

matt3224 Avatar
matt3224:#29545

>>29538
Danke für die Erläuterung. Ich bin kein Experte für Elektrochemie, und in den Werksangaben schweigen sich darüber die Hersteller aus.
>eure Superakkus in Styropor (oder Glaswolle,
Die sind nichts Besonderes (haben alle die solches bauen), ich fasste damit nur die modernen "Nicht-Blei Akkus" zusammen. Die aber gar nicht mein Problem sind.

Ich möchte das Konzept mit Blei Akkus weiterführen, da ich sie ja nur als Puffer benötige (eventuell für Stadtkurzstrecken oder Sonderzonen wie Werkshallen oder KH). Allerdings taugen da auch nicht alle Blei Akkus. Mit Blei-Fließ war der Benefiz sehr gut. Blei-Gel hat ein Temperaturproblem und ist von Ladezyklus nicht so geeignet. Es lassen sich auch Serienschaltungen für hohe Spannungen leichter mit Diesen erreichen. Den Vorteil von höheren U brauch ich dir ja nicht näher erläutern (du müsstest unseren neuen DC- Fahrmotor sehen, U-b 315 V, P-b 6,2 kW und klein das du den Mund nicht mehr zubringst (kann ich leider nicht posten).
Ich kann nicht sagen, welches das beste Konzept für "Mayers E-Auto" ist, aber für meinen Zweck ist Diesel>E>Akku>E-Motor genial. Du musst verstehen, wir müssen die Dinger ja auch verkaufen, und da spielt Preis und Dauerhaftigkeit eine große Rolle. Das sind Kommunen oder Großbetriebe, da gibt es Ausschreibungen und unser Außendienst hat permanent braune Hemdkrägen. Die Armen beneide ich nicht, müsste ich das tun, gäbe es viele Tote.
Da du etwas von Akkus verstehst, wie weit lässt sich der Blei Akku noch verbessern (Energiedichte)?

arashmanteghi Avatar
arashmanteghi:#29549

>>29538
Du scheinst klug und belesen, daher kommst du mir gerade recht und kannst mir sicher bei einer anderen Sache weiterhelfen.
Ich hab, geharnischt mit meinem theoretischen (Halb)wissen, wieder einmal mein Maul zu weit aufgerissen, und baue gerade an einer Magnetisierung Apertur für kleine Permanentmagnete aus hartmagnetischem Stahl, also keine Supermagnete.
Mein Prozedere: Spule (1450 Wdg mit 1.32 mm Doppellackdraht auf u-förm. Stahlwelle, eine U-Seitenkante fix, die 2. auf der Welle verschiebbar, so dass die U-Enden den Rohling aufnehmen, und der Magnetkreis über dem Rohling geschlossen sind. der hartmagnetische Rohling Stahl), ua. auch ausgelutschte Schulmagnete wird in dieser Position mittels Autogenbrenner über ~ die C-Temp. (i.u.Fall ~+850 C) erhitzt, und dann mit DC 5 bis 15 A (max. 20 A) bis zum Abkühlen durchflutet. (und das Ganze mit AC zur Entmagnetisierung von Werkzeugen)
Theoretisch und nach HTL Unterlagen hört sich das sehr gut an, und die Anordnung sieht auch genial aus, nur sie funktioniert nicht. Das Resultat ist beschämend, also hätte ich die Rohlinge mit einem starken Magneten "gestreichelt" wärs besser ausgefallen, und den Stahl-Nickel Rohlingen habe ich damit sogar noch ihre letzte Seele geraubt (die entzogen sich anschließend sogar der "Streichelmagnetisierung, und selbst einem schon schwächeren Hufeisenmagneten habe ich seine Weißschen Bezirke malträtiert.
Das Feld war aber stark genug (1450 Wdg * ~15 A = 21750 An mit einer Haltekraft von über 4000 N.
Wo liegt der/die Verfahrensfehler?
Temperatur? Einwirkzeit? Abkühlzeit? DC-Form (ev. DC gepulst) nötig? Weihwasser, Gebet/welches?
Jedenfalls zum entmagnetisieren von Werkzeugen taugt es, aber nicht zum Magnetisieren, und das wurmt mich maximal, obwohl die Apparatur weder dringend noch besonders notwendig gebraucht wird. Ich weiß, dass bei Profianlagen via Monster Kondensatoren mit bis zu 500 kA (aber nur wenige Wdg) gearbeitet wir, aber die machen schwere Magnete mit 1 t und größer.

Ich weiß zwar nicht, wie ich mich für deine brauchbare Hilfestellung revanchieren kann, aber da wird uns schon was einfallen. Möglicherweise kann ich dir ja etwas besorgen, das für dich nur schwer erhältlich (similiter ad imaginem) ist, und Dank im Voraus.

vj_demien Avatar
vj_demien:#29552

>>29545
Habt ihr "schon" LiFePO4-Akkus? So weit ich weiss, sollen die was Energiedichte und Robustheit angehen, gar nicht mal so übel sein (Wobei man die ohne Akkumanagement auch recht schnell zerfickt bekommt, schneller als Bleiakkus jedenfalls -- aber eben nicht so schnell wie LiPo). Ein richtiger Experte bin ich auch nicht, ich weiss nur etwas mehr als der Durchschnitt. Blei-Akkus sind jedenfalls weitgehend ausgereizt, da kommt nix mehr. Wenn du den Akku wirklich nur zum Bremsen und Beschleunigen nutzen willst, denk mal über einen Kondensator nach. Das hieße nämlich die Robustheit nochmal mit dem Faktor 9000 zu multiplizieren. Geht natürllich zu Lasten der Kapazität. Aber es gab (oder gibt) wohl Busse die mit fetten Elkos fahren (und an jeder Station nachladen müssen). Aber wenn du den Kondensator nur zum Beschleunigen und Bremsen nehmen willst, reicht es vielleicht. Hatte mir sowas mal fürs Fahrrad überlegt (natürlich nie angefangen), weil das dauernde Anfahren im Stadtverkehr übelst nervt und Energierückgewinnung mit 50% Wirkungsgrad da schon viel ausmachen würde.

>>29549
Wenn mich einer gefragt hätte, wie man Eisen magnetisiert, hätte ich es ihm so erklärt wie du deinen Prozess beschreibst. Hab jetzt auch erstmal keinen Plan, warum das bei dir falliert. Curietemperatur mit 850°C kommt mir ziemlich hoch vor. Auf der Schafweide haben wir Schrittmotoren deren Permanentmagnete schon um die 100°C nachgeben. Vielleicht stellst du deine Spule also einfach viel zu früh aus? Einfach mal laufen lassen, bis das Werkstück komplett abgekühlt ist. Ansonsten könnte man noch mit der Abkühlgeschwindigkeit spielen. Wobei ich intuitiv annehmen würde, dass schnelles Abkühlen permanentmagnetische Eigenschaften im Akkord zerfickt wegen der Kornbildung. Das würde mich aber nicht davon abhalten, es dennoch zu probieren.

Zu so einem Sack Ammoniumnitrat würde ich nicht nein sagen. Den kann ich gut gebrauchen auf meiner Kaguya Geofarm, Bild zwei und drei verwandt :3

alta1r Avatar
alta1r:#29553

toller Faden. Hat meine Meinung über e-Autos ziemlich revidiert, obwohl ich die Hälfte gar nicht verstehe, aber es hört sich gut an. Dachte immer es sei nur etwas für Grünfotzen und Spaßverderber.
Aber eine Frage habe ich trotzdem. OP schreibt -4 Motor-Generatoren 4 * 7,5 kW-, das sind doch nur knapp 41 PS. Das ist doch wenig, oder ist das bei eAutos anders? Und ist es möglich, zb. wenn man da stärkere Motoren einbaut, da richtig Stoff zu geben? Ich meine punkto Gummi und Endspeed? Und kann man mit dem Ding dann wenigstens den Städtischen Autobus überholen? Nicht böse sein, aber es gibt ja auch Leute die gern sportlich unterwegs sind. Die Reichweite ist mir dabei nicht so wichtig (150 km wären aber schon gut), und wie lang hält so ein eMotor / die Batterien und wie lange dauert die Aufladung und kann ich das mit der Steckdose in meiner Garage? Bitte einfach, ich habs nicht so mit dem Strom.
>>29549
>Bild-12_70kurz.jpg
Ich will auch sowas! NG?

Unter 15 Posts nur 2 egomanische Arschlöcher ist schon beachtlich.
>>29492
Für dich habe ich auch was, siehe Bild. Kostet gerade 47,90 und du wirst viel Spaß damit haben.

buleswapnil Avatar
buleswapnil:#29554

>>29552
>Habt ihr "schon" LiFePO4-Akkus?
Es wurden und werden ständig div. "Super Akkus" getestet. Da wir einen großen Bedarf an Akkus haben, rennen uns alle Vertreter damit die Türe ein. Und von der Energiedichte sind die wirklich erstaunlich, aber:
>sie sind unverhältnismäßig teuer
>verlangen exakte Ladeprozeduren
>vertragen die Bremsladungen nur mit der Einbuße der Lebensdauer,
>Zyklen Zahl ist beschämend, selbst bei Behandlung nach Vorschrift
>Temp.
Wir haben auch Behindertenfahrzeuge, dessen Betreiber diese Voraussetzung nicht erfüllen können. Bei einem Versorgungsfahrzeug im KH ist das weniger tragisch, die haben Reserven. Aber der 70 jährige Rentner hat keine. Einer unserer Stammkunden fährt mit seinem BleiF-Pack jetzt schon seit 8 Jahren (ähnliche Modelle mit anderen Akkus hielten mit viel Zureden gerade 2-3 Jahre) täglich, kümmert sich einen Dreck um Ladevorschriften, und dennoch hat der Akku noch 70 % seiner Kapazität. Sollte er ihn erneuern, kostet es ihm knappe 900,-- statt mind. 4.500,--und das ist gerade ein "überdachter Rollstuhl";
Du darfst es nicht vollends mit dem Modellbau verbleichen, obgleich wir natürlich mit Argusaugen denen über die Schulter schauen.
**>29529-Bild-elektro_paket_wagen.jpg
Die fuhren fast 100 Jahre in Wien von den Bahnpost Depots zu den Umliegenden Postämter. Erst mit Stahl AKKUS, ab ca. 1950 mit stinknormalen Blei Akkus. Kurz vor ihrem 100 jährigen Jubiläum wurden sie still heimlich aus dem Verkehr gezogen. 2 von ihnen stehen noch in Museen in Ösi, und sind noch immer fahrtauglich.

Wenn wir nicht Ähnliches zustande bringen, fressen uns die Chinesen bei lebendigen Leib. Die greifen uns jetzt schon gewaltig auf die Eier.
Für die Bewältigung der Rückladung (da fließen ordentlich Ampere) setzen wir zusätzlich Kondensatoren ein (die sind auch nicht gerade billig), aber ohne Akku kannst du es vergessen. (Einige der teureren Autos mit Start-Stopp Automatik starten schon via Elkos + Akku)
>Magnetisieren
Ich halte dich auf dem Laufenden, aber das Projekt läuft so nebenbei mit geringer Priorität. Es ärgert mich nur, dass es nicht auf Anhieb klappte. Mit langsamer Abkühlung werde ich es probieren, danke.
>Kaguya Geofarm - Dünger
Entweder du holst dir das Zeug von mir, oder ich geb dir eine Adresse in CZ wo du es ohne dumme Fragen kaufen kannst. Natriumchlorat übrigens auch. Diverse Mischungen (Südtiroler-Mischung, siehe Bild) für optimale Düngung nebst Initialgießkannenbau gibt's natürlich auch.

bluesix Avatar
bluesix:#29555

>>29553
Danke!
>da richtig Stoff zu geben? Ich meine punkto Gummi
Wenn du mit den 4 * 7,5 kW ordentlich Stoff gibst, hast du keinen Gummi mehr auf den Felgen. Jedenfalls bringst du jeden Golf-GTI Fahrer zum weinen, das ist Tatsache. Zudem musst du nicht Schalten, er schon. Du hast sicher schon eine 42 mm Welle gesehen. Die dreht dir so ein Motor vom Stand weg ab, da habe ich sogar irgendwo Fotos von so einem Malheur. Darum geht ja der "Strom" zuerst über ein Steuergerät und kommt dann wohlgetaktet oder umgeformt zum Motor. Die Höchstgeschwindigkeit ist auch kein Problem, diese Motoren drehen sehr hoch, aber bedenke ab ca. 90 km/h wird der Luftwiderstand krass, ab 115 km/h krass² und ab 140 km/h krass³. Von der Leistung der Motoren ist es kein Problem, aber er konsumiert ab 115 km/h unverhältnismäßig mehr Energie aus deinen Akkus. Aber möglich ist es natürlich. Es gibt ja sogar schon Motorsegler mit E-Motoren, ja sogar eine schwerere Schleppmaschine (Katana-E).
Unsere kannst du an jeder ~230 V-16 A oder 3*400 V (auch Modelle für 110 V und DC-250 V) laden. Das muss einfach sein, sonst taugt das nichts im täglichen Gebrauch.
Für deinen Gusto wäre allerdings ein Hybrid (also woran ich gerade herumbastle) auch gut geeignet. Nur gibt's bei uns speziell Kommunal und Behinderten KFZ. Aber wenn du willst, bauen wir dir einen, sogar mit Heckspoiler und Sportauspuff inkl. Geräuschsimulator und Blitzdioden in den Auspuff Attrappen, dass den Mädels alle Löcher feucht werden;
>Bild-IMG_2188
rate wie viel kW der Joschi da bringt? 78 kW! Und das ist kein progressiver Aufbau, also der könnte auch das 3,5 fache leisten. Und was glaubst du, warum der so eine dicke Welle hat?