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Veröffentlicht am 2016-10-24 00:15:01 in /t/

/t/ 30777: Welche Frequenzbereiche im Funk sind eigentlich fü...

olgary Avatar
olgary:#30777

Welche Frequenzbereiche im Funk sind eigentlich für die Öffentlichkeit freigegeben und welche darf man nicht abhören?

garand Avatar
garand:#30778

Wo kein Kläger, da kein Richter. Mit einem SDR kannst du alles mögliche mitschneiden. Senden ist aber klar reglementiert. Gurgel kann dir da sicher weiterhelfen.

itskawsar Avatar
itskawsar:#30779

Die "interessanten" Bereich (BOS) die man abhören konnte sind eh passé da alles auf Tetra umgestellt und verschlüsselt.
Verboten nach Fernmeldegeheimnis was man noch hören kann ist dann noch: Flugfunk, Taxi, Bus, Stadtwerke usw.

jjshaw14 Avatar
jjshaw14:#30780

Ohne eine Amateurfunklizenz oder eine entsprechende Berechtigung für andere Frequenzen, darfst du NUR die ISM-Bänder, CB-Funk Bereiche sowie das PMR446-Band für Aussendungen verwenden, alles andere ist verboten. Aber Achtung - auch die maximalen Sendeleistungen sind geregelt z.B. 100mW EIRP bei 2.4 Ghz oder 500 mW im gesamten PMR-Band. Und ja, das wird von der Funküberwachung mittels Peilstationen permanent überwacht und bei Missachtung bzw. Störung einer anderen Frequenz, können die dich ohne Probleme ziemlich schnell und relativ genau orten. Das kann dann u.u. recht teuer werden.

https://de.wikipedia.org/wiki/ISM-Band
https://de.wikipedia.org/wiki/PMR-Funk
https://de.wikipedia.org/wiki/CB-Funk

antongenkin Avatar
antongenkin:#30781

>>30780
>Und ja, das wird von der Funküberwachung mittels Peilstationen permanent überwacht und bei Missachtung bzw. Störung einer anderen Frequenz, können die dich ohne Probleme ziemlich schnell und relativ genau orten. Das kann dann u.u. recht teuer werden.

Wie genau können sie die Sendeleistung denn denn messen? Speziell den Unterschied zwischen 25mW und 75mW

kamal_chaneman Avatar
kamal_chaneman:#30784

>>30780
OP hat nach abhören gefragt, nicht senden.

tjisousa Avatar
tjisousa:#30790

>>30781
Naja, zwischen 25 und 75 mW wohl eher nicht, aber 1 Watt und 100 mW machen schon einen gewaltigen Unterschied. Außerdem ist die Funküberwachung ja auch immer wieder mal mobil mit ihrem Messwagen unterwegs. Mit dem Equipment von Rhode&Schwarz, können die schon sehr genau das gesamte Frequenzspektrum überwachen und messen. Aber solange du keine wichtigen Frequenz störst, werden sie auch sicher nicht aktiv nach dir suchen. Störst du aber z.b. den Flugverkehr im Bereich +-130MHz, dann werden die recht schnell einen Messwagen losschicken und dich orten.

turkutuuli Avatar
turkutuuli:#30791

>>30784
Auch beim blosigen Mithören kannst du mit einem billigen China-Funkgerät prinzipiell Störsignale aussenden. Meist sind diese Störsignale dabei zwar zu vernachlässigen, ich habe aber auch schon Geräte aus China gesehen, die direkt nach dem Einschalten so gestört haben, dass diese absolut unbrauchbar sind. Besser und zum reinen Mithören sicher interessanter wäre da z.B. ein SDR auf Basis eines 10€ DVB-T Sticks mit RTL2832U Chip. Damit hast du ein ordentliches Frequenzspktrum und kannst schon einiges anfangen. Schau dir mal www.rtl-sdr.com an.

franciscoamk Avatar
franciscoamk:#30792

>>30777
PS: Auf sämtlichen Amateurfunk-Frequenzen darfst du auch LEGAL ohne eine Amateurfunklizenz mithören, nur Senden ist verboten.

BrianPurkiss Avatar
BrianPurkiss:#30796

Danke, das war ausführlich. Hab mir mal einen Screenshot gemacht.

areus Avatar
areus:#30809

Das mit den Peilstationen stimmt zwar, angepeilt und ermittelt wird aber erst wenn sich Jemand beschwert, dass er gestört wird. Sonst wären die ja andauernd unterwegs.

War neulich auf einem Modellflugtreffen (FPV Flieger). Einer der Teilnehmer hatte einen 30W Sender an einer 24V Autobatterie dabei.. Das Ding war aktiv gekühlt und kein Mensch im Umkreis von 500m konnte mehr sein Auto aufmachen ohne den Schlüssel nicht 10cm neben den Empfänger zu halten.... Das Ding war über gute 8 Stunden ab und zu für bis zu 45min an, mit Frequencyhopping über 100MHz irgendwo zwischen 350MHz und 450MHz + Breitbandigkeit des Senders, da vermtl. billigster Chinamüll ohne große Filter...
Da wir auf einem Berg standen und einen super Blick ins Tal hatten dachte ich das jede Minute ein Messwagen aufschlagen muss.. Es ist jedoch genau nichts passiert.
Ich persönlich finde solche Aktionen nicht ok, da man ja hiermit wirklich Andere extrem stört und es einfach nicht notwendig ist für die Anwendung..

Ich kann es jedoch verstehen, wenn Leute mit 200mW statt 25mW Videodownlink auf 5.6-5.9GHz fliegen, solange man nicht genau im Band des Wetterradars funkt ist es sehr unwahrscheinlich das man W-Lan Geräte stört, zumal diese viel größere Bandbreiten verwenden und max. einen kleinen Einbrauch an Übertragungsgeschwindigkeit auftritt.

Auch fliegen regelmäßig Leute mit 1280MHz Videodownlink mit 1-4W und diese Sender sind einige 100m in der Luft also weit empfangbar! Ich habe bisher von keinem Fall gehört in dem das Probleme gab!

Die meisten Leute fliegen auch mit zirkular polarisierten Antennen um Reflektionseffekte und damit Multipathing zu minimieren, man hat also schon 3dB Dämpfung zu den Anderen oft linear polarisierten Anwendungen auf dem Band.

Und jetzt kommt mir nicht mit irgendwelchen Stories vonwegen "Bandwacht" und wie da ja schon XYZ angezeigt haben u.s.w. ja solche Fälle gibt es, es waren aber meist ortsfeste kommerzielle Sender im kW Bereich oder irgendwelche Intermodulationsprodukte. Die 2-3 Hansel die über Monate hinweg auch mit einigen 100W illegal rumgefunkt haben gibt es natürlich auch! Mir ist aber kein Fall bekannt in dem Jemand wegen ein paar Minuten Aussendungen auf einem gerade ungenutzen Frequenzbereich irgendwelche Probleme bekommen hat.

jamesmbickerton Avatar
jamesmbickerton:#30818

>>30809
Bernd hat vor einiger Zeit von seinem Arbeitskollegen gehört, dass NRW nur noch sehr wenige Messwagen hat (kann mich nicht mehr genau an die Zahl erinnern, aber es war überraschend wenig, lass es zwei sein). Besagter Kollege gibt Funk-Lehrgänge, schätze er sagt die Wahrheit. Bernd hätte also nichts zu befürchten, oder wäre längst weg bevor sie aufkreuzen.